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#WriteYourWay! In unserer neuen Blogreihe geben wir euch exklusive Einblicke in die unterschiedlichsten Lebenswege unserer Berater: Janina Beckmann, Account Manager im Industrie-Team, wollte früher einmal Horrorbücher schreiben, später kam sie in die Pressestelle eines katholischen Pallottiner Ordens. Christine Wildgruber, Account Director des IT-Teams, studierte erst Biologie, dann fand sie als Vertrieblerin im Außendienst den Weg in die PR. Heute prägen beide Charaktere erfolgreich die Kommunikation ihrer Kunden bei Maisberger.

„Schon immer habe ich mit Herzblut geschrieben. Journalismus; weniger ein Job, sondern mehr ein Hobby“, erinnert sich Janina und ihre Augen glänzen euphorisch. Kaum den Führerschein in der Tasche, hat sie als freie Journalistin gearbeitet und geschrieben, egal wo sie gerade war. Mit Autofahren kennt sich auch Christine aus und erzählt schmunzelnd: „Diese Erfahrung, mal Vertriebsmitarbeiterin im Außendienst zu sein, war für mich total absurd. Aber eben auch wahnsinnig wichtig.“ Für sie war es der Sprung in die PR, von der sie als Biologiestudentin manchmal träumte – bei Greenpeace in der Öffentlichkeitsarbeit tätig zu sein, das wollten damals viele.

Erstes Semester: Muss das Studium denn schon irgendwo hinführen?

Doch fangen wir von vorne an. Auch wenn unsere Eltern den Anfang vom Ernst des Lebens stets mit Eintritt in die Grundschule prophezeien, fühlen wir ihn erst nach dem Abi so richtig. Christine nahm sich bei ihrer Entscheidung für ein Studium ein Jahr lang Zeit und ging als Au-pair ins Ausland. In ihrem Kopf schwirrten damals drei Alternativen: Biologie, Journalismus und Lehramt. Als Jugendliche war sie ehrenamtlich bei Bürgerinitiativen und Naturschutzorganisationen tätig gewesen. „Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich mich eigentlich viel zu wenig mit diesen ganzen Themen auskenne, über die ich da argumentieren sollte“, reflektiert sie. Christine fasste den Entschluss, den Dingen auf den Grund zu gehen und begann ihr Biologie-Diplomstudium in München.

Für Janina war nach der Schule schnell klar: Nicht irgendwas mit Medien soll es sein, sondern irgendwas mit Schreiben. „Ob ich mehr in den Journalismus oder eher in Richtung Autorin gehen soll, wusste ich noch nicht ganz genau. Deswegen habe ich mich für ein allgemeineres Studium entschieden.“ Janina zog es nach Würzburg, wo sie ihren Bachelor in Germanistik und Anglistik begann.

Wie schon zu Schulzeiten, blieb Janina auch in Unterfranken ihrer journalistischen Leidenschaft treu. Sie schrieb für die Main-Post und nahm ansonsten mit, was gerade an interessanten Aufträgen reinkam, phasenweise auch im Bereich Konzertfotografie. „Es ging mir schlichtweg sehr leicht von der Hand und so habe ich meine Nebentätigkeit nie als Arbeit empfunden“, berichtet sie und resümiert dann auch ihr Studium: „Ich muss gestehen: Das Germanistik-Studium ist komplett an der beruflichen Realität vorbei. Weder Mittelhochdeutsche Verben-Konjunktion noch Minnesang-Analyse werde ich wohl jemals wieder in meinem Leben brauchen.“

Christine machte ähnliche Erfahrungen, obgleich sie große Freude an der biologischen Forschungstätigkeit hatte. Während sie die zahlreichen Versuchsreihen ihrer Diplomarbeit anfertigte, wurde ihr allerdings zum Ende ihres Studiums bewusst: „Man muss leider sehr viel alleine arbeiten. Das ist wahnsinnig unkommunikativ und irgendwie hatte ich mir das ein bisschen anders vorgestellt.“ Dennoch ist Christine überzeugt, dass sie im Studium nicht nur fachlich viel gelernt, sondern auch Fähigkeiten entwickelt hat, die im Berufsleben wichtig sind: Ein ausgeprägtes Durchhaltevermögen, zielorientiertes Arbeiten, die Fähigkeit, sich schnell einen Überblick zu verschaffen und neue Themen zu erfassen, strukturiert zu arbeiten sowie voraus zu denken.

Nach dem Uni-Abschluss: Kreativ zum ersten Job

Sie sind Biologin? Warum gehen Sie denn dann nicht in die Forschung? Diese Fragen sind Christine aus der Zeit ihres Berufseinstiegs nur zu gut in Erinnerung geblieben. Doch wusste sie damals bereits genau, dass sie nun ihren Weg in Richtung PR und Marketing einschlagen wollte: „Die Vereinsarbeit vor dem Studium hat bei mir schon den Wunsch gehegt, als Biologin einmal in diesem Bereich tätig zu sein. Dort kam ich ja mit einer sehr klassischen Art von Öffentlichkeitsarbeit in Berührung, wenn es etwa darum ging, Flyer zu schreiben und zu verteilen.“ Schließlich spielte ihr eine ganz andere Entwicklung in die Karten: Der Internetboom. Christine erinnert sich noch deutlich an ihre unverblümten Gedanken: „Wenn mich niemand in der PR will, versuche ich es doch mal bei diesen neuen, florierenden Unternehmen, die ja händeringend nach Leuten suchen.“ So landete die junge Uniabsolventin im Vertrieb eines amerikanischen Internet Service Providers – auch mit dem Gedanken, dadurch später den Einstieg in die PR zu schaffen. Und so sollte es dann auch kommen.

Janina ging die Jobsuche ebenfalls kreativ an: „Damals stand ich vor meinem Bücherregal, holte meine liebsten Schmöker raus und bewarb mich gezielt bei deren Verlegern.“ Schneller als erwartet bekam sie ein Angebot für ein Volontariat im Lektorat, packte noch vor dem Bachelorabschluss ihre Koffer und zog nach München. Die folgenden zwei Jahre lernte Janina verschiedenste Stationen eines Buchverlags kennen: Vom Layout über Beschaffung und Kalkulation bis hin zum Lektorat. Lachend erzählt sie: „Einmal habe ich mit der Sekretärin von Paul McCartney telefoniert. Zwischen zwei seiner Auftritte hat sie ihm schnell mal unseren Coverentwurf zur Freigabe zeigen müssen.“ Ihr Verlag arbeitete zu diesem Zeitpunkt an einem Kochbuch des Sängers.

Was legt ihr PR-Neulingen ans Herz?

„Fragen, fragen, fragen und sich nicht ausruhen. Wir haben hier so viele erfahrene Köpfe, von denen man richtig gut lernen kann. Außerdem tut sich ja immer wieder was – bei den Kunden, im Markt und auch gesellschaftlich. Es ist wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen.“ Christine

„Augen und Ohren offen halten. Die Branche entwickelt sich wahnsinnig schnell weiter. Das ist eine große Chance für uns. Neueinsteiger können gut punkten, wenn sie diese Dynamik zu nutzen wissen.“ Janina

Kein gewöhnlicher Tag in der Ordens-PR für Janina: die Benefiz-Lesung von Gefängnisarzt und Tatort-Schauspieler Joe Bausch.

Einstieg geschafft: Das war’s noch lange nicht fürs restliche (Berufs-)Leben

Der Buchverlag sollte für Janina nur eine erste Station werden. Denn das Volontariat in der Tasche, wollte sie weiterziehen. So verfolgte sie einen neuen Plan: Die Rückwärtssuche, wie sie es nennt. „Sehr aktiv habe ich Stellenausschreibungen gelesen und geschaut, was ich mit meinen Qualifikationen Journalismus, Bild, Redaktion, Lektorat machen könnte.“ Zunehmend stieß sie auf Jobs in Pressestellen und fasste den Entschluss, es dort zu probieren. Ein breites Handwerk war gesucht, das kam ihr zugute. Janina ergatterte einen Job als Pressesprecherin in der Zentrale eines katholischen Ordens. Sie reizte die Herausforderung: „Die Öffentlichkeitsarbeit des Klosters war sehr ‚traditionell‘ gestaltet. Und ich sollte nun die Botschaften gezielt an eine jüngere Zielgruppe herantragen und entsprechende Medien erschließen.“ Janina tobte sich aus, gestaltete mit den Marketing-Kollegen eine neue Website, entwickelte einen Blog, baute Social Media Kanäle aus und relaunchte eine Zeitschrift des Ordens, die eine stolze sechsstellige Auflage vorwies.

Nach ihrem Vertriebseinstieg wurde Christine von einem anderen Internet Service Provider abgeworben und macht weiter einschlägige Erfahrungen. Nun im Außendienst. Anfangs fand sie das sehr spannend, doch war sie nur noch im Auto unterwegs – quer durch Bayern und Baden-Württemberg. Was ihr irgendwann fehlte, war auch die Tiefe für die Themen. „Es war einfach nicht das, wofür ich geschaffen war“, reflektiert Christine und erzählt weiter: „Da habe ich mir gesagt, so jetzt reicht’s und mich einfach mal bei PR-Agenturen beworben.“

Die Schule der PR-Berater: Einen Königsweg gibt es nicht

Schließlich sollte Christine Recht behalten und der Vertrieb wurde ihr Sprungbrett: Sie hatte thematisch Fuß gefasst, wusste wie der Markt funktioniert und die IT-Firmen ticken. Beflügelt durch den IT-Boom schossen auch die entsprechenden Kommunikationsdienstleister in dem Bereich wie Pilze aus dem Boden. Seit nunmehr 18 Jahren ist Christine in der PR, war zwischendurch als freie PR-Beraterin tätig und seit zehn Jahren ist sie bei Maisberger. Hier bewarb sie sich initiativ: „Nach meiner Selbstständigkeit wollte ich einfach wieder im Team arbeiten. Ich schätze den Austausch und die gegenseitige Inspiration sehr.“ Und auch die Leitung ihres Teams macht Christine sehr viel Spaß. „Da kommt schon ein wenig mein früherer Berufswunsch durch, Lehrerin werden zu wollen“, meint sie.

 

Beim Münchner Stadtlauf: In den letzten 10 Jahren bei Maisberger ist es Christine auch außerhalb des Büros nicht langweilig geworden.

Janina ist hingegen ein echtes Maisberger-Küken: Seit sieben Monaten ist sie Beraterin in der Agentur. Nach ihrem, wie sie sagt, „soften“ PR-Einstieg beim Pallottiner Orden, hatte sie sich auf der Suche nach mehr Dynamik bei PR-Agenturen beworben. Gefunden hat sie diese hier allemal: „Man muss eine richtige eierlegende Wollmilchsau sein: Schreiben, reden, am Telefon wirken, Konzepte erstellen. Und man muss andere den ganzen Tag von tollen Ideen und Stories überzeugen.“ Janina findet es spannend, aus auf den ersten Blick „trockenen“ Themen, ansprechende Geschichten zu spinnen: sei es für Fachzeitschriften, Websites oder Wirtschaftsmedien. Christine kann das bestätigen: „Kommunikation für komplexe Lösungen, wie sie unsere Kunden anbieten, ist genau das Richtige für mich.”

Beide Maisberger-Gewächse haben damit ihre Berufung gefunden, so hört es sich jedenfalls für mich an. Ob das Schreiben von Horrorbüchern oder das biologische Forschen die größeren Erfüllungen gewesen wären? Wenn ich mir Janina und Christine bei ihrer Arbeit hier anschaue, glaube ich das kaum!

Warum PR und warum Maisberger?

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Ich möchte nicht als hochspezialisierte Fachkraft den ganzen Tag nur Pressemitteilungen schreiben und nur Interviews pitchen: die strategisch optimale Mischung macht es nicht nur für den Kunden effizient, sondern auch für mich selbst jeden Tag wieder spannend. Maisberger war mir auf Anhieb sympathisch: Abseits der üblichen 0815-Bewerbungsverfahren mit monatelangen Warteschleifen konnte ich unkompliziert ins Team „hineinschnuppern“ (Probearbeitstag) – und habe mich sofort wohl gefühlt.“ Janina

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Kaum ein Berufsfeld dürfte so vielfältig und innovationsgetrieben sein wie PR. Hier wird mir nie langweilig und ich habe die Möglichkeit, mich kontinuierlich weiter zu entwickeln und dazu zu lernen. Das Tiefbohren in Themen, die tägliche Kommunikation mit Kollegen, Kunden und Influencern, kreativ sein, über den Tellerrand hinaus schauen – das macht einfach Spaß. Warum Maisberger? Hier kann ich sehr selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten. Die Agentur ist Inhaber geführt: Das bedingt kurze Entscheidungswege. Außerdem stimmt die Chemie im Unternehmen. Ich arbeite einfach gerne mit allen zusammen.“ Christine

Spielt ihr mit dem Gedanken in die PR zu gehen, obwohl euer Studium es vielleicht nicht vermuten lässt? Und was ist euch bei eurer Berufswahl wichtig?

Ich bin gespannt auf eure Kommentare, Gedanken und Einblicke!

Maike Schwickert

Maike Schwickert

Account Executive bei Maisberger
verstärkt seit Februar 2017 das Industrie-Team. Nach ersten Schritten im Bereich Corporate Communications bei einem großen Automobilkonzern in Deutschland und Australien, ergründet sie nun bei Maisberger die B2B-Kommunikation in all ihren Facetten.
Maike Schwickert