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In unserer #WriteYourWay-Kampagne sammeln sich bereits die verschiedensten beruflichen Lebenswege: über Biologie und dem LektoratAmerikanistik und Journalismus, hin zu European Studies und Lehramtsstudien sowie der Theologie und der Politikwissenschaft. Letztere begegnet uns heute sogar ein zweites Mal, denn wir stellen euch zwei weitere Maisberger-Persönlichkeiten vor: Anja Plattner hat bei Maisberger die PR von der Pike auf gelernt, leitet heute das Industrieteam und unterstützt die Geschäftsleitung bei strategischen Aufgaben. Dr. Alexander Pschera behält seit 1999 als Geschäftsführer und Managing Partner den Überblick bei Maisberger.

Aller Dinge Ursprung

Für Anja begann der Weg in die PR mit einem Studium der Politikwissenschaft im Haupt- und der Kommunikationswissenschaft im Nebenfach an der Universität Augsburg. Dass sie aus ihrem Nebenfach einiges für ihren heutigen Beruf mitnehmen konnte, liegt auf der Hand. Aber auch die Politikwissenschaft lehrte sie eine für die PR ganz besonders wertvolle Fähigkeit: das Verstehen komplexer Zusammenhänge, um sie in verständliche Texte zu wandeln, die gerne gelesen werden. Geübt in unzähligen Hausarbeiten.

Wissenschaftliche Arbeiten begleiteten Alexander Pscheras Lebensweg sogar noch ein ganzes Stück länger. Nach dem Magisterstudium der Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaften in Heidelberg, konnte er seinen forscherischen Ehrgeiz noch nicht komplett befriedigen und entschied sich zu promovieren – auch wenn zu Beginn gar nicht klar war, in welche Richtung es gehen soll: „In wissenschaftlicher Hinsicht schlagen gewissermaßen zwei Herzen in meiner Brust. Zum einen für die Geisteswissenschaften, vor allem auch für die Musikwissenschaft, zum anderen aber auch für die Naturwissenschaften, ganz besonders für Zoologie und Biologie.“

Praktika und Nebenjobs: Puzzlestücke  des großen Ganzen

Erste Berufserfahrung konnte Alexander Pschera während seines Studiums sammeln. Um sich dieses zu finanzieren, jobbte er als freier Mitarbeiter bei der Rhein Neckar Zeitung, der ersten demokratischen Zeitung Deutschlands, und für verschiedene musikwissenschaftliche Fachzeitschriften. Diese Nebentätigkeiten zeigten für Herrn Pschera schon damals Alternativen zur Arbeit an der Universität auf. Zunächst hatte er allerdings noch die wissenschaftliche Karriere fest im Blick, die mithilfe eines Stipendiums der Studienstiftung des deutschen Volkes auch gut voranschritt.

Eine Karriere als Wissenschaftlerin war für Anja nie ein Thema. Enorm profitiert hat sie allerdings von den zahlreichen Praktika, die sie während des Studiums absolvierte. Erst in der Presseabteilung der Leipziger Messe, dann redaktionelle Arbeit bei der Augsburger Stadtzeitung. Danach ein halbes Jahr im Event Marketing bei der Deutschen Bank in Frankfurt und schließlich als selbstständige Redakteurin. Anja konnte überall wertvolle Erfahrungen sammeln, von denen sie noch heute profitiert. Sie stellt fest: „Jeder dieser Jobs wäre mir für sich genommen zu langweilig gewesen – PR verbindet jedoch all diese Tätigkeiten zu einem spannenden Berufsfeld.“ Für Anja war also jedes ihrer Praktika ein Puzzlestück, das am Ende ein fertiges Bild ergab: die PR.

Der Sprung ins kalte Wasser

Nach ihrem Studium bewarb sich Anja deshalb bei einer großen, internationalen Netzwerkagentur und wurde als Trainee für B2C PR in München eingestellt. Hier setzte man ihr erst mal eine X-Box vor die Nase, denn Microsoft war ihr Hauptkunde. „Als absolute Nicht-Zockerin musste ich erst mal in die Welt des Gaming eintauchen und stellte fest: Das war nicht ganz mein Geschmack. Die Zeit in der Agentur und mit den Kollegen dort war allerdings sehr wertvoll.“ Eine waschechte Zockerin ist            Anja also nicht geworden, schätzt die Erfahrungen aus beiden Bereichen heute aber sehr. Die Vielseitigkeit und Komplexität der Themen bilden eine andauernde Herausforderung, die Spaß macht.

Für Herrn Pschera endete die universitäre Laufbahn auch fürs erste, als sein gesamter Lehrstuhl nach Berlin abwanderte. Ihn selbst hingegen zog es in den Süden von Deutschland, wo er bei einem Fachverlag mit Technologieschwerpunkt eine Stelle als Redakteur annahm. Parallel dazu publizierte er immer noch viel zu geisteswissenschaftlichen Themen, denn: „von der schöngeistigen Schreiberei  leben zu können, war immer noch mein Traum.“ Herr Pschera publiziert übrigens noch heute immer wieder. Sein erfolgreichstes Buch „Das Internet der Tiere“ erschien im Jahr 2014.

Das Arbeitsleben in der freien Wirtschaft zog Herrn Pschera jedoch schon bald mehr und mehr in    seinen Bann: “Mich hat nach und nach der Virus des professionellen Lebens infiziert, das ich ja bis dahin nicht so kannte. Hier entwickelte ich auch ein starkes Interesse an Themen wie Organisationsentwicklung und Mitarbeiterführung.“ Im Anschluss zog es ihn zum IWT Verlag in Vaterstätten, bei dem er schnell Projektleiter wurde und schließlich zum Verlagsleiter aufstieg. Die Arbeit dort war für Herrn Pschera prägend, denn hier konnte er sich ausprobieren und sehr viel experimentieren. So gründete er unter anderem schon in den 90ern ein Magazin zum Digital Engineering.

In dieser Zeit knüpfte er auch den Kontakt mit Christian Kvech, einem der Gründer von Maisberger, zu dem sich auch bald eine Freundschaft entwickelte. Im Jahr 1999 machte Christian Kvech Alexander Pschera ein Angebot, das dieser natürlich nicht ablehnen konnte: Teil der Geschäftsführung bei Maisberger zu werden. Mit seinem Fachwissen aus seiner Fachverlagszeit baute Herr Pschera bei Maisberger das neue Industrieteam auf, das heute eine feste Größe mit vielen namhaften Kunden ist.

Ein kleiner Eignungstest

Für Anja ist nach ihren vielen Jahren in diesem Bereich klar, was einen guten PRler ausmacht: „Man muss natürlich gut texten können. Aber als Berater ist es genauso wichtig, sich gut in andere Personen hineinversetzen zu können. Eine schnelle Auffassungsgabe ist essentiell, denn es kommt immer darauf an, das Gegenüber zu verstehen und sich seinen Anforderungen anpassen zu können – seien es Journalisten, Mitarbeiter oder die Ansprechpartner beim Kunden. Man sollte sich außerdem nicht von komplizierten Themen abschrecken lassen: Spannende Geschichten verbergen sich überall – sie herauszukitzeln ist die große Kunst in der PR.“

Auch Herr Pschera sieht die Stärke eines Kommunikationsberaters in dessen Fähigkeit,  andere Blickwinkel einnehmen zu können. „Der wichtigste Faktor der Kommunikation ist die Übersetzermentalität des Kommunikators. Es kann nur erfolgreich kommunizieren, wer in der Lage ist, sich möglichst gut in andere hineinzuversetzen – wie ein Dolmetscher, der viele Sprachen beherrscht und laufend zwischen diesen wechselt.“

Wir betrachten die PR längst nicht mehr losgelöst. Bei Maisberger sprechen wir von ganzheitlichen Kommunikationsansätzen, die das gesamte Unternehmen und deren Ziele betrachten. Seid daher offen für die Vielseitigkeit der PR – und mehr! Ohne digitale Kommunikation und Sales Centered Communication geht es nicht mehr.

In der Kommunikationsberatung geht es nicht um die Wiederholung der immer gleichen Konzepte und Ideen. Es ist wichtig, die eigenen Gedanken reflektieren zu können und eigene, starke Ideen einzubringen. Werden Sie also keine reine Platzierungsmaschine und bleiben Sie außerdem immer offen für Neues!

Wisst ihr schon, ob es für euch in die PR gehen soll, oder seid ihr dort vielleicht sogar schon angekommen? Erzählt uns eure Geschichte, Write Your Way – in die Kommentare!

Florian Primig

Florian Primig

Praktikant bei Maisberger
Florian studiert im fünften Semester Kommunikationswissenschaft in München. Seit August 2017 unterstützt er als Praktikant das Industrie-Team.
Florian Primig