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Anlässlich unseres neu erstrahlenden Trainee-Blogs und des ebenso aufgeblühten Instagram-Kanals, welche beide von den Maisberger Trainees und Praktikanten gesteuert werden, wurden wir zum Escape Game in München eingeladen. Was dem ein oder anderen vielleicht schon aus der US-amerikanischen Serie „The Big Bang Theory“ bekannt ist, wurde für uns am 7. März Wirklichkeit.

Das Konzept des Escape Games orientiert sich an einem Rollenspiel: Als Gruppe finden wir uns in fiktiven Rollen in einem Raum wieder und müssen innerhalb von einer Stunde eine Aufgabe erledigen. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Zusammenarbeit. So viel schon mal vorab: ein Maisberger-Team ist dem Raum am schnellsten entkommen. Dazu konnten wir zu Beginn zwischen drei Spielen wählen.

Die Kunst des Klauens

In dem ersten Raum bildet das Team eine Gruppe von Kunstdieben, die in das Anwesen eines berühmten Künstlers eingebrochen sind. Die Aufgabe besteht darin, das neuste Werk des Künstlers erst zu finden und dann zu entwenden. Die Gruppe hat eine Stunde im Anwesen Zeit, bevor der Künstler von seinem alltäglichen Spaziergang wiederkommt.

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Das Geisterhaus

Im zweiten Szenario stellen die Gruppenmitglieder Immobilienmakler dar, die ein altes Haus besichtigen. Gerüchten zufolge sind die Bewohner des Hauses damals spurlos verschwunden. Es kommt, wie es kommen  muss: die Haustür fällt auf einmal ins Schloss und lässt sich nicht mehr öffnen. Die Aufgabe dieses Escape Games besteht darin, einen anderen Ausweg aus dem schaurigen Haus zu finden. Unversehrt und vollständig natürlich.

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Die Rache des Tutanchamus

In dem dritten Escape Game bilden die Mitspieler eine Gruppe von Grabräubern. Die Seele Tutanchamus will die Gruppe dafür jedoch bestrafen: Sie versperrt den Ausgang ihrer Grabstätte. Der Sauerstoff der Gruppe wird in einer Stunde aufgebraucht sein. Bis dahin muss die Gruppe einen anderen Weg gefunden haben.

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Wie lief unser Abend im Escape Game also ab?

Los ging es bei uns in der Agentur um kurz nach 18 Uhr. Gemeinsam fuhren wir mit der Bahn zur Tengstraße 20 – unser Ort des Glücks an diesem Abend. Die Gruselfreunde und -feinde entschieden sich gemeinsam für zwei Räume: die Kunst des Klauens und das Gruselhaus.

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Team Gruselhaus (v.l.: die ängstliche Anna E., die aufmerksame Anna vT., die meisterhafte Manuela, der praktische Patrick und der analysierende Alex)

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Team Kunstdiebe (v.l.: die beispiellose Brigitte, die sorgfältige Susi, die panische Pia und die virtuelle Verena // nicht im Bild: die weise Wera)

 

Zu Beginn erklärte unser Betreuer nochmals das Szenario und ließ die Gruppen in den jeweiligen Raum eintreten. Die Regeln lauteten wie folgt:

  1. Grundsätzlich gilt: Das Team wird die ganze Zeit von Überwachungskameras beobachtet und kann sich somit an den Betreuer wenden, wenn es nicht mehr weiterkommt.
  2. Die kunstvoll hergerichteten Möbelstücke sollen meistens nicht mit Gewalt entstellt werden.
  3. Sobald man ein Rätsel gelöst hat, sollen meistens die zur Lösung gehörigen Gegenstände weitergenutzt werden.
  4. Geht man in einen neuen Raum, werden die Hinweise aus dem alten Raum meistens unwichtig.
  5. Und natürlich: Manchmal hilft nur Teamwork bei der Bewältigung der Aufgaben!

Insgesamt also ein großes Durcheinander an Regeln, die sich mit anderen Regeln wieder auflösten.

Das Grundkonzept des Escape Games liegt darin, Rätsel zu lösen, welche wiederum zu einem neuen Rätsel führten. Wer jetzt denkt, die Rätsel seien kinderleicht und die zeitliche Begrenzung demnach fast lachhaft, irrt sich! Im Gegenteil: Die Ratlosigkeit der Gruppenmitglieder dominierte die Escape Games.

Team Kunstdiebe trat also gegen Team Gruselhaus an, mit dem Ziel, die Gegner „gründlich in die Pfanne zu hauen“. Kreativ bewiesen die Kunstdiebe, dass man durchaus alle Hinweise erstmal sorgfältig analysieren und den Boden dabei tänzerisch erobern kann. Hinweise wurden gekonnt durch andere ersetzt („Hier ist ein Kescher und hier ein Aquarium. Benutzen wir doch mal den Pinsel!“) ohne viele Tipps seitens der Spielmacher zu benötigen („Ich will nicht schon wieder nach einem Tipp fragen…“). Andere Lösungswege wurden in Betracht gezogen („Ich glaube, wir müssen jetzt einfach damit rausrennen“) und wieder verworfen. Aber mit Qualität und Fleiß konnte das Team seinen einzigen Zuschauer letztendlich überzeugen und die Sympathie auf sich ziehen („Meine Damen, ihr seid schon wieder falsch!“).

Insgesamt bot der Escape Game eine sympathische Betreuung und vollstes Maß an Spaß und Unterhaltung. Das Spiel bietet eine gute Alternative, mit den Kollegen eine Auszeit vom Alltagstrott zu genießen. Es fördert innerhalb der Gruppe aber nicht nur das Teambuilding. Ebenso konnten wir als Agentur-Trainees durch die zeitliche Begrenzung in dem Escape Game den Extremfall einer Alltagssituation im Büro spielerisch nachempfinden.

Durch die vielen Neuzugänge im Trainee/Praktikanten-Team, konnten wir außerdem die Möglichkeit nutzen, uns unter anderen Umständen, als vor dem Computer, in Meetings oder in der Küche, nochmals richtig kennen zulernen. Schlussendlich bot uns das Escape Game die Möglichkeit, Stärken der anderen Kollegen kennen zulernen – sei es Durchhaltevermögen, Leadership, Kombinationsvermögen, logisches Denken oder auch Schnelligkeit.

Was unser Ergebnis betrifft: Tja, die Kunstdiebe konnten ihre Gegner leider nicht hinter sich lassen. Am Ende waren die Immobilienmakler im Gruselhaus die Ersten – wenn es um Leben und Tod geht, läuft ja bekanntlich auch alles etwas schneller!