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Dass die sozialen Medien für Unternehmen heutzutage unumgänglich sind, ist weithin bekannt. Auch im B2B-Bereich kann nicht mehr ohne eine Facebook-Seite gearbeitet werden. Denn wer sich potentielle Arbeitgeber anschaut, der checkt natürlich auch ihren Auftritt in sozialen Medien. Trotz der generellen Wichtigkeit haben Kanäle wie Facebook oder Instagram mehr Wert für B2C-Unternehmen und dienen B2B-Unternehmen eher zum Recruiting, Employer Branding und Image Aufbau, als zum Vertrieb.

Anders sieht es bei der business-geprägten Plattform LinkedIn aus. Das amerikanische Netzwerk, das bereits seit einigen Jahren auch vielen anderen Ländern, darunter Deutschland, vertreten ist, dient in erster Linie der Verknüpfung professioneller Kontakte. Daneben bietet es aber auch für die PR einige interessante Möglichkeiten.

Durch welche Eigenschaften also zeichnet sich LinkedIn als der optimale Social-Media-Kanal im B2B-Umfeld aus?

Die Kommunikation von B2B-Unternehmen innerhalb der klassischen Medien setzt sich aus Bausteinen wie Interviews, Fachartikeln und Meinungsbeiträgen zusammen, die das Ziel des Thought Leadership verfolgen. Zudem positionieren sich Unternehmenssprecher als Branchenexperten, um das Image des Unternehmens zu prägen. All diese Kommunikatonsformen lassen sich sehr gut auf LinkedIn übertragen. Mehr noch: Durch die Vernetzung der Branchen untereinander, werden Inhalte nicht nur breit gestreut, sondern erreichen das im B2B anvisierte Fachpublikum mit großer Wahrscheinlichkeit.

LinkedIn verbindet durch das Anbieten von Unternehmensprofilen und privaten Profile dabei den Recruiting- und den Thought Leadership-Ansatz. Das Unternehmensprofil ist wichtig, um für potentielle Mitarbeiter sichtbar zu sein und auf einen Blick zu informieren. Hier können Unternehmens-News ebenso platziert werden, wie allgemeine Informationen.

Neben dem Unternehmensprofil können auch die privaten Profile von Führungspersonen der Unternehmen für die PR genutzt werden. Durch die Möglichkeit, Beiträge und so genannte „Pulse“-Artikel zu veröffentlichen, haben Executives auf LinkedIn die Chance, mit Meinungsbeiträgen zu bestimmten Themen zu informieren und sich und ihr Unternehmen zu positionieren. Somit können sie gegenüber der Branchen-Community ihre Thought Leadership-Botschaften sowie das persönliche Branding weiter ausbauen und mit Gleichgesinnten in Kontakt treten.

Persönlichkeit zeigen

Neben der Positionierung als Thought Leader gibt LinkedIn zudem die Möglichkeit, Führungspersonen nahbarer zu machen. Da sie hier nicht so distanziert auftreten müssen, wie zum Beispiel in einem Interview mit einem Fachmagazin oder in einem Fachbeitrag, kann über LinkedIn auch die persönliche Seite von Executives gezeigt werden. Das macht sie, und damit im Endeffekt das Unternehmen, sympathischer.

 

 

Steven Miller, Social Media Experte bei Maisberger, betreut einige solcher LinkedIn-Auftritte. Ich habe ihn gefragt: Was ist wichtig beim Pflegen von so genannten Executive Profilen? Worauf muss man achten?

Persönlicher Stil: Die Executive Profile sind zwar im Grunde eine PR-Maßnahme, sie sind aber auch mit einem Menschen verknüpft, der dahintersteht. Daher ist es wichtig, auch die Persönlichkeit eben jenes Menschen zu vermitteln und in Sprache und Stil einheitlich zu bleiben. Trotz aller Persönlichkeit sollte aber dennoch die Seriosität nicht verloren gehen. Wichtig hierbei auch: Die Beiträge sollen authentisch und nicht zu hochgestochen sein und die eigene Meinung widerspiegeln.

Ziel und Zielgruppe festlegen: Wie bei jeder Kommunikationsmaßnahme sollte von vornherein eine Zielgruppe festgelegt werden. Wer soll angesprochen werden? Was soll erreicht werden?

Gesunder Content-Mix: Es sollten nicht nur Firmeninhalte geteilt werden, sondern durchaus auch auf Fremdcontent zugegriffen werden. Nur wer den gesamten Markt im Blick hat, wird als Experte wahrgenommen und wirkt authentisch.

Bilder helfen immer: Genauso wie bei Twitter oder Facebook gehen Postings, die nicht mit einem Bild oder einer Linkvorschau verknüpft sind, im News-Feed schnell unter. Durch Verwendung von Bildern wird dem Posting mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

Stellung beziehen: Auf LinkedIn sollte Content nicht einfach nur geteilt, sondern immer auch kommentiert werden. Nur so wird ein Image als Thought Leader für die entsprechende Führungsperson aufgebaut.

Liken und Kommentieren: Wird ein Like vergeben oder ein Beitrag kommentiert, erscheint dieser, genauso wie ein eigenes Posting, im Newsfeed des eigenen Netzwerks. Durch die Interaktion wird zudem nochmals die Reichweite gesteigert!

Am Ball bleiben: Auch LinkedIn ist ein sehr schnelllebiger Kanal. Hier ist es wichtig, immer am Puls der Zeit zu bleiben und vor allem schnell auf Kommentare oder aktuelle Geschehnisse zu reagieren. Für Stellungnahmen zu veralteten Themen interessiert sich niemand.

 

 

Wenn ihr jetzt einen Blick auf ein inspirierendes LinkedIn-Profil werfen möchtet, dann empfehle ich euch das Profil von Daimler-Chef Dieter Zetsche. Hier wird eine gute Mischung getroffen aus anspruchsvoll, aber persönlich geschriebenen Pulse-Artikeln, Unternehmens-News und Meldungen aus dem Unternehmensalltag.

Ihr interessiert euch für B2B-PR? Dann folgt doch dem Maisberger Unternehmensprofil auf LinkedIn! Wir halten euch immer über die spannendsten News auf dem Laufenden.

Ricarda Dietrich

Ricarda Dietrich

Account Executive bei Maisberger
entschied sich nach einem Rundumschlag im Marketing dafür, in die Kommunikation zurückzukehren. Seit Oktober 2017 lernt sie nun bei Maisberger das Agenturleben von A bis Z kennen.
Ricarda Dietrich