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Die Digitalisierung hat die Medienlandschaft grundlegend verändert ‒ und damit auch die PR. Bloggen, Twittern, Posten, Mailen, Googeln – das ist Teil unserer täglichen Arbeit bei Maisberger. Pressemitteilungen werden längst nicht mehr in Briefumschläge verpackt und mit der Post verschickt. Anstatt nur mit klassischen Medien wie Zeitung, Fernsehen, Radio oder gar dem Buch haben PR-Berater nun auch mit Online-Medien, Social Media und E-Books zu tun. Unser täglicher Kontakt mit Kunden, Journalisten und Geschäftspartnern erfolgt per E-Mail oder Telefon, interne Dokumente sind digital auf einem Server abgelegt. Digitalisierung ist die Zukunft, das stellt bei Maisberger niemand ernsthaft in Frage – gerade weil wir für und mit Kunden arbeiten, die Innovationsführer in diesem Bereich sind. Das papierlose Büro gehört nicht nur bei uns, sondern bei vielen Unternehmen mittlerweile zur erklärten Vision. Denn es bringt enorme Vorteile mit sich: Es ist praktischer, verhindert chaotische Papierberge, riesige Archive oder volle Aktenschränke, spart Kosten und schont die Umwelt.

Stirbt das Papier also aus? Ist es für unsere Arbeit in der PR nicht mehr praktikabel genug? Und verschwindet es bald ganz aus unserem Alltag?

Bibliothek

Agentur-Bibliothek bei Maisberger

Schaut man sich einmal auf den Schreibtischen und in den roten Kisten der Maisbergers um, kann von einer Verbannung des Papiers keine Rede sein. Viele von uns ziehen die klassische To Do-Liste, farbige Post-its und einen Papierkalender der digitalen Variante vor. Die Print-Ausgaben diverser Zeitungen und Magazine liegen alphabetisch sortiert aus und stapeln sich gleichzeitig in der einen oder anderen Maisberger-Kiste. Meetings werden im Notizbuch dokumentiert und Artikel gerne in der gedruckten Form redigiert. Unsere Bibliothek ziert eine lange Wand voll mit Fachbüchern, denn gerade wenn man sich in komplexe Themen einliest, tut man das häufig lieber analog als digital.

Das zeigt: Ganz ohne Papier geht es nicht. Im Gegenteil – zum Teil ist das gedruckte Wort wichtiger denn je. Warum? Weil es immer etwas Besonderes bleibt. Viele Nachrichten konsumieren wir im Vorbeigehen, in der U-Bahn, auf dem Smartphone, mal schnell in sozialen Netzwerken. Doch wenn wir eine Zeitung, ein Magazin oder ein Buch lesen – auf dem Papier lesen – dann tun wir das bewusst, dann nehmen wir uns Zeit und Raum dafür. Firmenbroschüren auf hochwertigem Papier, Pressemappen und Clipping-Bücher gehören deswegen nach wie vor ebenso zur PR. So kam zum Beispiel auch zum 25-jährigen Bestehen der Agentur das gute alte Papier zum Einsatz, nämlich in Form des Papierflieger-Magazins. Schließlich ist es doch irgendwie ein tolles und feierliches Gefühl, so eine Jubiläumsausgabe in den Händen zu halten – etwas Besonderes eben.

Und spätestens, wer dieses Video sieht, wird nie wieder behaupten, Papier sei tot:

 

Aber auch ich muss gestehen: Einerseits hat mich die Digitalisierung fest im Griff, denn ohne Internet, mein Smartphone oder digitale Medien könnte ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen. Doch auch wenn ich meinen E-Book-Reader sehr praktisch finde, möchte ich auf eines nicht verzichten: Auf mein Bücherregal und auf den Duft eines alten Buches, auf seine vergilbten, abgegriffenen Seiten, die eine Geschichte erzählen. Und natürlich auf die wunderbare Ruhe, die einen umgibt, wenn man alle Geräte ausschaltet und einfach nur liest.

Brigitte Galiger

Brigitte Galiger

Hat Politikwissenschaft und Französisch an der Uni Heidelberg studiert. Ist seit Januar 2015 PR-Trainee bei Maisberger und Mitglied im IT-Team. Beschäftigt sich mit Netzwerkthemen, innovativen Softwarelösungen und Big Data Analytik.
Brigitte Galiger