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Wenn ich den Blick aus dem Fenster werfe, sehe ich direkt in unseren grünen Innenhof. Meine Augen wandern dann meist schnell zu unserem hauseigenen, überaus einladenden Pool. Dort liegen die riesigen roten Sitzkissen, die es jedes Mal aufs Neue schaffen, bis hinauf in den zweiten Stock mein Denken zu besetzen. Sie sind auch der Grund dafür, dass ich mich oft schon vor der Mittagspause auf den Moment freue, an dem ich meinen Bürostuhl gegen den soften Untergrund eintauschen darf. Von dem Gedanken an den roten Sitzsack inspiriert, habe ich es probiert meine Pause direkt an meinen Arbeitsplatz zu verlagern. Mit dem Sitzkissen am Hausmeister vorbei und hinauf in den zweiten Stock. Schon nach kurzer Zeit, bestätigten sich meine Bedenken:

Maisberger - PR Agentur MünchenAbgesehen davon, dass sich meine Wirbelsäule nach wenigen Wochen bedanken würde, sitze ich jetzt faktisch unter meinem Schreibtisch. Und da auf meiner Schreibtischplatte doch so einiges passiert, könnte ich das nicht mit mir vereinbaren. Die Geschäftsführung wahrscheinlich auch nicht. Aber gerade bei komplexen Aufgaben und Fachartikeln hilft eine kleine Pause zwischendurch oft Wunder. Doch wie schaffe ich das, ohne dabei auf den Sitzsack zurückgreifen zu müssen? Zum Berufsstart habe ich bei Berufserfahrenen im Bekanntenkreis herumgefragt, was sie so alles anstellen, um wieder klare und frische Gedanken für die bevorstehende Buchstabenakrobatik zu sammeln:

Mein Vater hat mir den Tipp gegeben, regelmäßige Dehnübungen einzubauen. Um Körper und Geist wieder in Schwung zu bringen. Das habe ich aber für mich gleich ausgeschlossen. Als Einzige im Büro herumzuhampeln – Nein Danke. Andere, darunter Vertreter des weiblichen und männlichen Geschlechts, schwören auf Schokolade und kleine Köstlichkeiten für Zwischendurch. Ein Bekannter belohnt sich nach dem Abschluss großer Projekte mit Onlinegaming auf Seiten wie GamingClub.com/ch und zur WM natürlich aktuell mit Kicktipp. Das bringt mir persönlich aber auch außerhalb der Arbeit keine wirkliche Freude. Was mir wirklich hilft: ein Tapetenwechsel. Ein kurzer Plausch mit Kollegen in der Kaffeeküche und anschließend zurück an den Schreibtisch. Nur wenige Minuten Bildschirm-Pause wirken Wunder. Und was wahrscheinlich jeder macht: die Gedanken einmal auf die Reise schicken. Das geht auch am Platz mit geschlossenen Augen. Ich bin gerade in Gedanken auf den roten Sitzsack unten am Pool angekommen.

Maisberger - PR Agentur MünchenWer macht noch Gedankenreisen am Arbeitsplatz? Oder habt ihr weitere Tipps? Immer her damit, wenn es Kreativstau vertreibt.