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Im Grunde ist dieser Titel eine Ente. Ich messe hundertvierundsiebzig Zentimeter und verlebe gerade meine letzte Trainee-Woche hier bei Maisberger. Von wegen klein. Darum handelt es sich auch bei diesem Trainee-Blogbeitrag um meinen letzten – und damit irgendwie um einen ganz besonderen.

PR-Alltag: Die „Gemischte Tüte“

Als Trainee wollte ich ALLES sehen, was die PR-Welt zu bieten hat. Den Durst nach den Basics stillte Maisberger vom ersten Tag an und sobald sich dort ein erstes Sättigungsgefühl einstellte, hoffte ich auf die Königsdisziplinen: Kundentermine, Strategiemeetings, Pitches, Interviews, Messen, Mediatraining, Pressekonferenzen und wie sie alle heißen. All diese Veranstaltungen sind Teil der Maisberger-Arbeit, finden aber nicht tagtäglich statt. Trotzdem habe ich manches davon schon miterlebt. Mindestens eine besondere Gelegenheit wird jedem von uns in dem einen Jahr zuteil und wenn es soweit ist, wird es umso aufregender.

Der krönende Abschluss

Eines dieser besonderen Events kam nun ganz passend zum Ende meiner Trainee-Zeit – und noch ein untypisches dazu: Ich war gestern mit einer Kollegin beim HR Bar Camp in Zürich. Bei einem Bar Camp muss Jeder mitmachen. Kein stilles Rumsitzen und Zuhören – alle müssen einen aktiven Beitrag leisten: einen Tag lang mitdiskutieren, Fragen stellen, Kritik üben, Sessions halten. Richtig oder falsch gibt es nicht – jeder Input ist wertvoll und jeder entscheidet selbst, an welchen Sessions er wie lange teilnimmt. Die Teilnehmer sind während dieser ganzen Zeit per Du, die Themen werden spontan vor Ort festgelegt. Da es sich um ein HR Bar Camp handelt, ist thematisch alles zulässig, was „Human Resources“ betrifft: Recruiting, Personalmarketing, Talentmanagement, Employer Branding. Also genau die Themen, mit denen ich mich in meiner täglichen Arbeit im Maisberger HR-Team beschäftige.

HR – meine Welt

Und das seit einem Jahr. In dieser Zeit habe ich nicht nur meine Leidenschaft für PR entdeckt, sondern auch für eben diese HR-Themen. Gerade in Zeiten disruptiver Veränderungen wie wir sie aufgrund von neuen Technologien, demografischen Entwicklungen, schnelleren Marktzyklen und kulturellem Wandel erleben, sind auch Unternehmen gezwungen, ihre Organisationsstrukturen tiefgreifend zu verändern. Es ist unglaublich spannend, hier am Puls der Zeit mitzuarbeiten, Best Practices ausfindig zu machen und den Kunden dieses hochaktuelle Wissen in Form einer Strategie und kreativer Ideen mit an die Hand zu geben.

Aber am wichtigsten: Ich habe dabei auch sehr viel über mich selbst gelernt. Darüber, dass ich für Themen brenne, die topaktuell und relevant sind. Dass ich die Mischung aus intellektuellem Anspruch und solidem Handwerk liebe. Dass ich am glücklichsten bin, wenn ich Kreatives leisten und Wertvolles schaffen kann. Und darüber, wie ich arbeiten will und wie nicht.

Lektion „Leben“

Das HR Bar Camp bedeutete für mich also, passend zu diesem neuen beruflichen Abschnitt noch einmal Impulse zu sammeln, Kontakte zu knüpfen, Ideen mitzunehmen, Trends aufzugreifen, Themen zu diskutieren und – ganz wichtig – von Anderen zu lernen. Denn das ist die Quintessenz aus meinem Traineeship – und ich denke, in einen letzten allumfassenden, rückblickenden Blogbeitrag gehört eine Quintessenz aus dem vergangenen Jahr: Ich möchte niemals aufhören zu lernen – von Kollegen und Kunden, Familie und Freunden, aus Ereignissen und Fehlern und dabei immer und immer mehr über mich selbst, um jeden Tag noch ein bisschen besser in dem zu werden, was ich tue.

Insofern ist der Titel vielleicht doch keine Ente: Zwar nicht mehr als Trainee, aber die Reise geht weiter.