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Es ist ein gutes Gefühl, wenn man die Frage, die einem während des Studiums am häufigsten gestellt wird „Und was machst du danach dann damit?“ klar und deutlich beantworten kann.  Das wird einem vor allem dann bewusst, wenn man lange an einer Wegkreuzung stand und nicht so recht wusste, welchen der vielen Pfade man einschlagen soll. Doch wer sich mit seinen Interessen und Fähigkeiten auseinandersetzt und mithilfe von Nebenjobs und Praktika herausfindet, was ihm gefällt, weiß auch, wo er schließlich abbiegen soll. Vielleicht fühlt sich an dieser Stelle die eine oder der andere angesprochen, der eine Geisteswissenschaft studiert hat.

In der kurzen Zeit, die ich bisher bei Maisberger verbracht habe, ist mir aufgefallen, wie viele der KollegInnen ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert haben. Für mich ein Grund zu hinterfragen, inwieweit diese Studienfächer mit immenser Themenvielfalt auf die Arbeit in der PR-Branche vorbereiten. „Warum eigentlich PR?“ war die Frage, die ich einigen Maisbergern mit geisteswissenschaftlichem Background gestellt habe. Die interessanten Ergebnisse möchte ich gerne präsentieren.

 

Am Anfang stand die Studienwahl

Plötzlich scheint die Welt offen zu stehen: Die Lebensläufe nach dem Schulabschluss entwickeln sich in die unterschiedlichsten Richtungen. Neben Auslandsaufenthalt, Ausbildung oder einem Freiwilligendienst entscheiden sich viele an der Uni entsprechend der eigenen Neigungen weiter zu lernen. Die Motive dafür, ein geisteswissenschaftliches Studium aufzunehmen, sind sowohl ein ausgeprägtes Interesse für das entsprechende Fach, als auch die Aussicht, sich darin frei entfalten zu können.

Für fleißige Studierende winkt am Ende im Idealfall das langersehnte Abschlusszeugnis. Ein Moment der Freude und Reue zugleich: Schließlich hat man ja bestenfalls aufgrund seiner Leidenschaft für einen Themenbereich studiert und das Privileg der Möglichkeit, sich Wissen anzueignen, zu schätzen gelernt. Man ist in vielerlei Hinsicht über sich hinaus gewachsen.

 

PR soll es sein!

Mit wie vielen unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Studienfächern man im PR- Bereich arbeiten kann, erfährt man, wenn man mit den Menschen bei Maisberger redet. Mit Germanistik, Romanistik, Literatur- oder Buchwissenschaften, Politikwissenschaften, Religionswissenschaften bis hin zu sehr spezifischen Fächern wie Japanologie, ist eine große Palette interessanter Studienrichtungen vertreten.

Hier hat man sich mit den unterschiedlichsten Themenbereichen auseinandergesetzt und alle haben ihren Weg in die PR gefunden, ausgewählt aus einem großen Pool an Möglichkeiten.  Auf einen speziellen Beruf wurde man im geisteswissenschaftlichen Studium weniger vorbereitet; die Herausforderung nach der Uni liegt vielmehr darin,  für sich den optimalen Weg zu finden und das Beste für sich herauszuschöpfen. Eine gewisse Eloquenz sowie die Liebe zum Umgang mit Sprache und Texten, sprich ein Faible für Medien und Journalistik, sind meistens ausschlaggebend für das Interesse an einem Karriereweg in der PR-Branche. Der Einstieg gelingt dann zum Beispiel durch Praktika und ein anschließendes Trainee – Programm. Aufwändige Recherchetätigkeiten und das Verfassen klar formulierter Texte gehörten schon zu den Haupttätigkeiten an der Uni und sollten für eine Karriere in der PR keinesfalls gefürchtet sein. Wer sich durch die strikten Regeln des wissenschaftlichen Schreibens in ein Korsett gezwängt fühlte, darf hier allerdings aufatmen und sich in seinen Texten freier entfalten.

 

Die Abwechslung macht‘s

Abwechslung ist dabei das am häufigsten genannte Stichwort, wenn man die Frage stellt: „Warum PR?“. Maisberger ist eine vor allem auf Technologie und HR-Themen spezialisierte Agentur. Wer hier anfängt, muss noch kein Experte in diesen Fachbereichen sein, ist aber ambitioniert es zu werden. Zur Verfügung steht ein breites und spannendes Spektrum an Themenbereichen, in die man sich einarbeiten kann. Es geht zum Beispiel um technische Entwicklungen, die unseren Alltag beeinflussen und in Zukunft beeinflussen werden. Sie gehen jeden von uns etwas an und doch wissen viele nicht, wie sie funktionieren. Der Reiz besteht darin, sich mit diesen topaktuellen und recht komplexen Themen auseinanderzusetzen und sie für jedermann verständlich aufzubereiten. Man lebt dadurch am Puls der Zeit und hat das Gefühl, etwas Anspruchsvolles und Nützliches zugleich zu machen. So wächst man mit seinen Aufgaben und entwickelt sich auch auf persönlicher Ebene weiter. Kein Tag ist dabei wie der andere und man lernt ständig dazu.

 

Geisteswissenschaftlichen? Unbedingt!

Die Lernbereitschaft bringt man womöglich schon aus dem Studium mit, denn auch hier ist man größtenteils auf sich allein gestellt: Die Auswahl geeigneter Themen, umfassende Recherchen und das Aufbereiten komplexer Sachverhalte im zeitlich vorgegebenen Rahmen gehören zum universitären Alltag. Selbstmanagement ist also definitiv etwas, was man im Studium lernt und verinnerlicht. Wer die Frist versäumt, bekommt oft keine zweite Chance. Entsprechend gestaltet sich dann auch das Arbeitsleben: Deadlines, zielgruppengerechtes Schreiben, strategisches Planen und Organisation sind die ständigen Begleiter im PR-Leben. Nicht die bloßen theoretischen Inhalte des Studiums sind letztendlich relevant, sondern jene Schlüsselqualifikationen, die man sich nach und nach angeeignet hat.

 

Fazit:

Praxis ist enorm wichtig. Oft haben sich meine Interviewpartner während des Studiums gezielt für Praktika oder Weiterbildungen entschieden.
Die PR- Branche ist letztendlich ideal für diejenigen, die sich nicht in ein Schema F pressen wollen.
Breit gefächerte Interessen und die Fähigkeit zum Querdenken sind die wichtigsten Basis – Tools, mit denen man auf seinem Weg ausgestattet sein sollte.
Wer zu versessen oder gar mit Scheuklappen auf sein Ziel zu rennt, versäumt, sich zwischendurch auch mal umzusehen und neue Entdeckungen zu machen. Die Gefahr besteht dann, sich in einem Job wiederzufinden, der sich als unpassend erweist.
Offen sein für Neues und dabei Erfahrungen sammeln – das ist auf jeden Fall eine Devise die ich aus meinem Praktikum mitnehmen werde.
PR? Auf jeden Fall! Geisteswissenschaften studieren? Unbedingt! Wenn man mit der Vielzahl an Möglichkeiten, die sich ergeben, umzugehen weiß und sie als Privileg erachtet, denn als Überforderung. Dann können auch eindringliche Fragen nach der anschließenden Berufswahl keinerlei Druck ausüben.

Wie sehen eure Erfahrungen mit einem geisteswissenschaftlichen Studium aus? Was reizt euch am Berufsfeld PR?

 

P.S. Bald folgen ein paar Beispiele aus der Praxis. In wenigen Wochen könnt Ihr in meinen neuen Blogbeitrag einige interessante Zitate aus den Interviews lesen und dabei die Maisberger PR-Profis mit ihren persönlichen Hintergründen näher kennen lernen.

Julia-Sandrine Schröder

Julia-Sandrine Schröder

hat nach dem Abitur Politikwissenschaften, Soziologie und VWL an der Universität Potsdam und an der Humboldt Universität zu Berlin studiert. Derzeit unterstützt sie die Agentur Maisberger als Praktikantin und recherchiert unter anderem zu Themen wie Robotik und Digitalisierung.
Julia-Sandrine Schröder

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