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Unser Gehirn wiegt rund 1,3 Kilogramm und enthält etwa 100 Milliarden Nervenzellen und Nervenbahnen mit einer Gesamtlänge von ca. 5,8 Millionen Kilometer – damit könnte man immerhin 145-mal die Erde umrunden. [1] Obwohl es lediglich 2 Prozent unseres Körpergewichts ausmacht, ist es doch für 20 Prozent unseres täglichen Energieverbrauchs verantwortlich. Es besteht zu 60 Prozent aus Fett und kann Informationen mit bis zu 430 km/h weiterleiten. [2] Na, erschlagen? Vermutlich, diese Zahlenwüste kann sich ja niemand merken. Was aber, wenn ich als PR-Schaffender unbedingt möchte, dass sich meine Zielgruppe diese Zahlen merkt?

Wir leben im Zeitalter der Informationsüberflutung. Tagtäglich strömen heute rund 5-mal mehr Informationen auf uns ein, als noch vor 20 Jahren. Unser Gehirn kann gar nicht anders, als zu selektieren. Glücklich der, der weiß, wie es selektiert. Denn Studien belegen, dass wir uns nur an 20 Prozent dessen, was wir lesen, aber an 80 Prozent dessen, was wir sehen, erinnern. Aber bevor die Schreiberlinge unter uns in Panik ausbrechen: Neurowissenschaftlern zufolge funktioniert die Kombination aus Text und Bild nach wie vor am besten und führt zu einer Steigerung der Wahrnehmung von bis zu 323 Prozent.

Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren: Wenn ich meiner Zielgruppe umfangreiche Inhalte vermitteln möchte, muss ich also kreativ werden – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die PR erfreut sich immer häufiger einem einfachen Tool zur Verknüpfung von Text und Bild: Der Infografik. Und das nicht ohne Grund!

Welche Vorteile hat eine Infografik?
  • Einfache Darstellung komplexer/umfangreicher Informationen
  • Farben und grafische Elemente erwecken die Aufmerksamkeit der Konsumenten – vor allem beim Scrollen auf mobilen Geräten
  • Die Kombination von Text und Bild kann vom Gehirn besser verarbeitet und gespeichert werden
  • Infografiken ermöglichen ein Branding des Absenders
  • Die Grafiken können auf weitere Kanäle übertragen werden (z.B. Plakate, Blogs, Social-Media-Kanäle)
  • Gute Infografiken wirken vertrauenswürdig und professionell und werden in sozialen Netzwerken gerne geteilt – im besten Fall viral
Was macht eine gute Infografik aus?
  • Bei aller Kreativität: Die Grundregeln grafischen Arbeitens, wie die Farbbalance oder der Goldene Schnitt, sollten beachtet werden.
  • Nicht jedes Thema eignet sich für eine Infografik. Und nicht jede Art der Aufbereitung passt zum Thema. Flussdiagramm, Zeitwahl, Bildstatistik, Gegenüberstellung oder Kartographie – die Darstellungsform muss zum Inhalt passen.
  • Infotainment: Inhalte müssen in der Infografik mit einem gewissen Unterhaltungswert vermittelt werden
  • Struktur: Eine überfrachtete oder unübersichtliche Infografik überfordert den Betrachter
  • Last but not least: Gut recherchiert! Nichts ist schlimmer, als eine Infografik mit falschen Zahlen 😉

 

Ihr kennt eine besonders gute oder witzige Infografik? Dann teilt sie doch mit uns in den Kommentaren!