qooly

Was macht eigentlich ein Social Media Manager?

In meinen vier Wochen als PR-Praktikantin bei Maisberger habe ich schon  vieles gelernt. Eine Erkenntnis:  Social Media ist ein Full-Time Job!  Als ich vor einigen Wochen die Stellenanzeige für ein Praktikum las, schossen mir auch einige der üblichen Vorurteile durch den Kopf: „Praktikum im PR und Social Media?  Social Media kann man doch nicht beruflich machen!“ und „Surft man da während der Arbeitszeit auf Facebook?“.  Diese Gedanken waren auch der Grund wieso mich die Stelle so ansprach. Ein Praktikum ist schließlich da, um in Unternehmensbereiche zu schnuppern, unter denen man sich nur schwer etwas vorstellen kann.

Nicht nur privat sind Facebook, Instagram, Xing und Co. beliebte Kanäle, sich der Öffentlichkeit zu präsentiere. Auch Unternehmen nutzen soziale Netzwerke für ihre Kommunikation. Da das Thema gerade für Unternehmen immer wichtiger wird, erklärt sich auch die Frage, wieso man als Praktikantin in einer PR-Agentur um Social Media-Aktivitäten nicht herum kommt.

Ein guter Anlass also, die hartnäckigen Vorurteile dieses speziellen Berufsbildes aufzuklären und ein paar Tipps zu sammeln, wie man überhaupt  Social Media Manager wird. Da ich nach meinen ersten vier Wochen natürlich noch über zu wenig Insiderwissen verfüge, habe ich einfach mal unser Digitalteam mit der Frage konfrontiert: „Was macht eigentlich ein Social Media Manager?“

Aufgaben eines Social Media Managers

Das Berufsbild eines Social Media Managers lässt sich, wie so mancher Beruf in der Kommunikation, nur schwer definieren. Generell muss unterschieden werden zwischen Social Media Manager im Unternehmen und  Social Media Manager als Berater in einer Agentur.  Ausschlaggebend ist vor allem die Tatsache, dass Berater, wie hier bei Maisberger, für mehrere Unternehmen zeitgleich tätig sind. Dennoch sind die Hauptaufgaben oft ähnlich. Einen Blick in unsere Stellenanzeige gibt einen kurzen Überblick über das Tätigkeitsfeld. Entgegen der üblichen Vorurteile geht es nicht nur darum, auf sämtlichen Kanälen zu posten. An erster Stelle stehen strategische Aufgaben, wie die Entwicklung von Social Media-Strategien und -Kampagnen. Zudem müssen Redaktionspläne erstellt, Ziele definiert und Erfolge in Form von Reportings festgehalten werden. Um zielgerichtet Werbung schalten zu können, plant und entwickelt ein Social Media Manager auch sogenannte Social-Ad-Campaigns.

Das macht einen guten Social Media Manager aus!

„Für jeden Social Media Manager und Trainee ist es wichtig sich Up-To-Date zu halten und nie den Anschluss an aktuelle Trends zu verpassen“

Katharina Korotcenko, Trainee im Digitalteam bei Maisberger

Ob als Trainee oder erfahrener Berater: Im Social Media-Bereich ist es wichtig, immer am Ball zu bleiben. In den soziale Netzwerke werden regelmäßig neue Features  geboten, die eigenen Beiträge zu gestalten. Daraus ergeben sich Trends, über die man stets up-to-date bleiben sollte! Schnelle Auffassungsgabe und die Fähigkeit, den Überblick zu behalten, sind für dieses Berufsfeld also wichtig.

„Ohne tolle Ideen und einen Blick über den Tellerrand geht´s nicht“

Katharina Korotcenko, Trainee im Digitalteam bei Maisberger

Genauso wichtig für den Beruf des Social Media Managers ist Kreativität. Bei der Gestaltung von Social Media-Strategien geht es schließlich darum, Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Thema zu wecken! Da sind kreative und ungewöhnliche Ideen gefragt, um die richtige Zielgruppe so gut wie möglich und vor allem nachhaltig zu erreichen.

Und wenn wir schon beim Thema Strategien sind: Strategische Kompetenz darf im Bereich Social Media nicht fehlen. Über Twitter und Co. kommt uns eine wahre Informationsflut entgegen.  Tweets und Post haben eine sehr kurze Lebensdauer und sind schnell wieder verschwunden. Das sollte ein Social Media Manager berücksichtigen können und seine Strategien immer langfristig planen.

Dazu kommen natürlich noch Fachkompetenzen. Ein allgemeiner Irrtum ist: „Ich nutze Social Media auch privat, ich kenn mich aus!“ Die Kanäle und Features, die vor allem für B2B-Unternehmen relevant sind unterscheiden sich oft von den privat genutzten. Zudem hat die professionelle Betreuung von Social Media Auftritten immer eine Strategie sowie Ziele, die erreicht werden müssen.

Und wie wird man Social Media Manager?

Die benötigten Hard und Soft Skills sind klar. Nun stellt sich die Frage: Wie wird man überhaupt – ganz praktisch – zum Social Media Manager? Möglichkeiten und Wege gibt es, wie bei den meisten Berufen in der Kommunikation, viele. Wie so oft gilt auch hier meist „learning by doing“.

Der klassische Weg führt meist über ein Studium der  Medien- und Kulturwissenschaften oder  Kommunikationswissenschaften. So bekommt man theoretisches  Wissen und Kompetenzen zu fachverwandten Themen. Als Einstieg in den Beruf bietet sich hier wie so oft ein Traineeship oder Praktikum an. So könnt ihr an den unterschiedlichsten Projekten und Kampagnen mitarbeiten und dabei von erfahrenen  Kollegen lernen. Vor allem merkt man hier schnell, ob die eigenen Vorstellungen mit der Realität übereinstimmen und ob man die richtigen Voraussetzungen mitbringt. Die Social Media-Fachkompetenzen kann man sich dann auch gut neben dem Beruf aneignen. Google bietet sogar eine kostenlose Möglichkeit, sein digitales Wissen aufzufrischen. Die Digital Workshops  sind Online- oder Offline-Kurse, in denen Themen wie Social Media, aber auch SEO oder Online Marketing behandelt werden. Eine weitere Möglichkeit sich Fachwissen anzueignen bieten Fernstudien – und Fernlehrgänge.

 „Zwar können die fachlichen Grundlagen während eines Studiums erlernt werden, die eigentlichen Fähigkeiten, die zur Entwicklung  von erfolgreichen Strategien nötig sind, muss man allerdings von vornerein mitbringen und während des Berufs weiterentwickeln. Die sozialen Netzwerke sind ständig in Bewegung  und setzten damit lebenslanges Lernen voraus.“

Klaus Daidrich, Account Director Digital Marketing

Eines ist mir nach dem ersten Maisberger-Monat klar: Der Beruf des Social Media Managers ist abwechslungsreich und alles andere als langweilig. Konnte ich dich neugierig machen? Und verfügst du bereits über Berufserfahrung und die Kompetenzen eines Social Media Managers. Dann wirf doch einen Blick in unsere Stellenanzeige. Wir sind nämlich grade auf der Suche!

Hier gehts zu unserer offenen Stelle als Social Media Manager

Du bist noch ganz am Anfang deiner beruflichen Laufbahn, interessierst dich aber für das weite Feld der PR und digitalen Kommunikation? Vielleicht ist ja in unseren Stellenanzeigen für Traineeships und Praktika etwas für dich dabei.

Wie funktioniert eine Social Media Kampagne?

Jeder kennt sie noch, die klassischen Werbekampagnen aus Kindheit und Jugend! Wer erinnert sich nicht an den einsam dahinreitenden Marlboro-Mann oder an die Worte „Just do it“. Mit der Zeit sind wir etwas älter geworden und auch die Kampagnen von damals haben sich von Grund auf verändert: Heute sind Social Media Kampagnen angesagt!

Der große Unterschied zwischen einer klassischen Kampagne und einer Social Media Kampagne sind die Kanäle. Die klassische Werbekampagne nutzt Plakate, Anzeigen, Flyer, Radio, Fernsehen und Printmedien. Dagegen bedient sich die Social Media Kampagne an Portalen wie Facebook, Instagram, Twitter, Youtube, Xing oder Linkedin und nutzt Social Media Aktionen, Online-Spiele, Websites und noch vieles mehr, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Den großen Mehrwert, den Social Media Kampagnen bieten ist, dass sie auf den Dialog mit (möglichen) Kunden setzen. Hier muss ein Unternehmen, eine Organisation oder Agentur lernen, auf den verschiedenen Plattformen richtig mit den Kunden zu kommunizieren. Auch sind Social Media Kampagnen viel dynamischer angelegt. Das heißt: Ein Tweet, Facebook-Post, Blog-Beitrag oder ein Youtube Video haben eine viel kürzere Lebensdauer – manchmal nur wenige Stunden – als das Plakat am Kiosk um die Ecke. Der Austausch muss also rasch erfolgen – klappt dies nicht, verliert man mit hoher Wahrscheinlichkeit das Potential, das eine Social Media Kampagne gerade durch die hohe Geschwindigkeit hat. Dieser Umstand macht Social Media Kampagnen sehr komplex – und eine sorgfältige Planung unabdingbar.

Natürlich sollten wir, als Trainees einer PR-Agentur, deshalb ganz genau wissen, wie man eine Social Media Kampagne vorbereitet und erfolgreich durchführt. Hier folgt ein kurzer Überblick über die verschiedenen Kriterien, welche man dabei durchlaufen sollte.

1. Ziel und Zielgruppe der Social Media Kampagne

  • Was ist das konkrete Ziel der Kampagne?
  • Wer soll speziell angesprochen werden?

Das muss gleich zu Beginn präzise festgelegt und formuliert werden. Damit steht und fällt eine Kampagne, denn die nachfolgenden Kriterien hängen von den Definitionen von Ziel und Zielgruppe ab. Ziele können hierbei steigende Follower Zahlen, die Bekanntheitssteigerung einer Marke oder die Etablierung neuer Produkte sein. Die Frage nach der passenden Zielgruppe ist wichtig, um sowohl Inhalte als auch Kanäle bestimmen zu können.

2. Maßnahmen und Kanäle

Hier wird festgelegt, welche Maßnahmen ihr wo ergreift, um das vorab definierte Ziel zu erreichen. Über die Auswahl der Kanäle entscheidet letztendlich, welche Zielgruppe definiert wurde. Aber: Social Media Kanäle gibt es viele, darum gilt das Motto: Weniger ist mehr! Ein Overload an Kanälen führt schnell dazu, dass es unübersichtlich wird. Fragt euch deshalb:

  • Welche Kanäle nutzt meine Zielgruppe?
  • Wie kann man diese sinnvoll aufeinander beziehen?
  • Wie oft soll auf den Kanälen ein Update durchgeführt werden?

Die ganz jungen Wilden: 14-19 Jahre

  • 92 Prozent nutzen Youtube
  • 71 Prozent nutzen Instagram aktiv
  • 67 Prozent nutzen Facebook
  • 62 Prozent nutzen Snapchat
  • 37 Prozent pinnen Bilder bei Pinterest
  • 32 Prozent twittern

Die jungen Wilden: 20-29 Jahre

  • 90 Prozent schauen Videos auf Youtube
  • 88 Prozent posten bei Facebook
  • 71 Prozent nutzen Instagram
  • 30 Prozent twittern
  • 8 Prozent nutzen Stayfriends
    asdfawöer

Die 30-39 Jährigen: Das Arbeitsleben macht sich bemerkbar:

  • 79 Prozent nutzen Youtube
  • 74 Prozent sind auf Facebook
  • 30 Prozent vernetzen sich auf Xing
  • 30 Prozent twittern
  • 19 Prozent sind bei LinkedIn aktiv
  • 16 Prozent nutzen Stayfriends

Die 40-49 Jährigen: Social Media ist nicht ganz so interessant

  • 67 Prozent nutzen Youtube
  • 63 Prozent sind auf Facebook
  • 16 Prozent nutzen Instagram
  • 21 Prozent haben Xing
  • 20 Prozent twittern
  • 16 Prozent haben Stayfriends

Die 50-59 Jährigen: Social Media Interesse nimmt weiter ab

  • 55 Prozent schauen Videos auf Youtube
  • 53 Prozent nutzen Facebook
  • 16 Prozent twittern
  • 15 Prozent sind auf Xing
  • 15 Prozent sind auf Stayfriends
  • 12 Prozent nutzen Instagram

Quelle: https://www.impulse.de/management/marketing/social-media-nutzung-altersgruppe/3654830.html

Hier noch ein Tipp: Realität vs. Einordnung von User Verhalten:

Wählt eure Maßnahmen und Kanäle entsprechend dem durchschnittlichen User Verhalten aus! Beispiel: Ihr plant eine Social Media Kampagne zu einem technischen Thema für die Zielgruppe „Männer zwischen dreißig und vierzig Jahren“. Den Personenkreis nur aufgrund des User Verhaltens auf die Zielgruppe zu beschränken, ist kaum möglich: Eine technikaffine Frau Mitte vierzig wird durch ihr User Verhalten im Internet möglicherweise als Mann Mitte dreißig wahrgenommen. Die Social Media Kampagne wird die technikaffine Frau dadurch ebenfalls erreichen – der sogenannte Streuverlust.

3. Tonalität

Ein nicht zu unterschätzender Punkt! Je nach Zielgruppe und Kanal sind die richtige Sprache und Wortwahl unterschiedlich. Man wirkt auf seine Zielgruppe nur authentisch, wenn man sie in ihrer „Sprache“ anspricht! Das bedeutet: Duzen oder Siezen? Höflicher Umgangston oder darf es auch etwas flapsiger sein? Damit wir nicht in der Theorie stecken bleiben, hier zwei Beispiele aus der Praxis:

  • Social Media Kampagne für Jugendliche: Fanta X You, hier wurde ein Video, Snapchat, Instagram und die Webpage genutzt
  • Social Media Kampagne für Erwachsene: Edeka #heimkommen, neben Youtube war Facebook der weitere Kanal

4. Last but not least: Der zeitliche Ablauf

Es gibt keine Vorschrift, wie lange oder wie kurz eine Kampagne sein muss, um erfolgreich zu sein. Man sollte aber bei der Planung bedenken, dass die Betreuung der Kampagne zeit- und arbeitsintensiv ist und die Verfügbarkeit der Mitarbeiter im Auge haben. Hier sind folgende Fragen zu beantworten:

  • Wie lange soll die Kampagne gehen?
  • Wann werden welche Tools genutzt oder zugeschaltet?

Ein Tipp hier: Bei der Auswahl der Kampagnendauer spielt das vorab definierte Ziel eine Rolle. Möchte man beispielsweise die Follower Zahl erhöhen, muss man in der Regel auf einen längeren Zeitraum setzen – von einem Tag auf den anderen erreicht man dieses Ziel nur selten.

Nun ist man gerüstet für die Umsetzung, Optimierung und Auswertung der anstehenden Social Media Kampagne. Bevor meine persönlichen Social Media Kampagnen Favoriten folgen, noch ein Tipp zum Schluss: Kommuniziere mit dem was du hast und nicht mit dem was du gern hättest!

  1. Greenpeace – VW: The Dark Sides

Der Clip zur Kampagne war auf Youtube zu finden. Zusätzlich zum Video gab es eine Gamification-Petition: Jeder, der unterzeichnete wurde ein Padawan – ein Jedi Schüler. Der Clou dabei: Wer in der Jedi-Hierarchie aufsteigen wollte, musste einen Link über die Sozialen Netzwerke teilen, sammelte man dadurch weitere Unterzeichner, erhielt  man Punkte und konnte bis zum Jedi-Großmeister aufsteigen.

  1. Red Bull – Der Stratos-Jump

Hier konnte man über Facebook, Twitter und Youtube den waghalsigen Sprung von Felix Baumgartner live verfolgen.

Was sind eure Lieblings-Social Media Kampagnen?

Die ewige Suche des Menschen nach dem richtigen Hashtag

Da könnte man meinen, dass der richtige Einsatz von Hashtags inzwischen kein Problem mehr sein sollte und schon belehrt uns die Politik eines Besseren: Dem Wahlkampf der CDU eilt ein äußerst merkwürdiger Hashtag voraus. Es geht um #fedidwgugl! Da fragte sich manch einer, ob eventuell die CDU Parteimitglieder vor lauter Wahlprogramm-Stress auf der Tastatur eingeschlafen sind, denn eines macht der Hashtag nicht: Sinn ergeben. Vielmehr wirkt es auf den ersten Blick wie eine wahllose Aneinanderreihung von Buchstaben. Was dahinter steckt? Dazu komme ich später! Denn anscheinend ist es erst einmal mal wieder an der Zeit, an den Sinn eines Hashtags zu erinnern und wie dieser richtig erstellt wird.

Die Bedeutung des Hashtags: Was kann er & wie setze ich ihn richtig ein?

Dass der Hashtag zu sozialen Netzwerken inzwischen dazugehört, wie Angela Merkel zur CDU, ist weitestgehend bekannt. Denn so können Posts zu einem gewissen Thema viel leichter gefunden werden und die Wahrscheinlichkeit, eine höhere Reichweite zu erzielen steigt erheblich – vorausgesetzt du nutzt den passenden Hashtag!

Zwar kann ich mich selbst noch nicht als Experte für Hashtags betiteln – schließlich lernt man nie aus – dennoch habe ich während meiner Zeit bei Maisberger schon einige wertvolle Tipps und Tricks mitgenommen, die mir bei meiner täglichen Suche nach DEM Hashtag helfen.  Ein Dank hier auch an meine Kollegen, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen nur zu gerne mit mir geteilt haben.

  1. Nach dem Sinn fragen: Generell habe ich das Gefühl, dass vor allem bei Twitter gut und gerne jedes Adjektiv oder Nomen ein Hashtag vorgesetzt bekommt, solange es die Zeichenanzahl erlaubt. #Bei #Instagram #wiederrum #schreiben #die #User #gerne #die #ganze #Bildbeschreibung #in #Hashtags! #Das #finde #ich #anstrengend! Überlegt in Ruhe, ob ein Hashtag bei diesem Wort Sinn macht. Hat es wirklich etwas mit dem Thema zu tun, das ihr bespielen wollt? Sucht eure Zielgruppe nach diesem Begriff? Weniger ist hier oft mehr! Das bringt mich auch zu meinem zweiten Tipp – falls ihr euch nicht sicher seid, jagt den Hashtag durch die Suchfunktion!
  2. Hashtag prüfen: Über die Suchfunktion bei Twitter prüfe ich gerne die Aktualität der Hashtags, die ich verwenden möchte und schaue, welche Posts und Themen rund um diesen Hashtag veröffentlicht werden. Das gibt dir ein erstes Gespür dafür, ob du mit deinem Hashtag dein Themengebiet triffst und ob und in welchen Abständen dieser verwendet wurde.
  3. Hello, I bims 1 Dengländer: Speziell durch meine Tätigkeit im IT-Bereich begegne ich tagtäglich Begriffen, die sowohl im Englischen als auch im Deutschen verwendet werden. Dennoch solltet ihr darauf achten, dass eure Hashtags nicht nur „verenglischt“ sind. Denn Hashtags, die sowohl im Englischen als auch im Deutschen verwendet werden, erreichen natürlich auch diese zwei Sprachgebiete, was kontraproduktiv sein kann, wenn ihr hauptsächlich auf Deutsch postet. Überlegt also vorher, welchen alternativen (deutschen) Hashtag ihr verwenden könntet.
  4. Welche Hashtags sind heute Trend? Twitter zeigt links in der Leiste die täglichen Hashtag Trends. Daran orientiere ich mich oft und erfahre so, über was heute diskutiert wird und welches Thema gerade aktuell ist. So bekommst du meist einen guten Eindruck, wie die „Twitterstimmung“ ist.
  5. Quantität bedeutet nicht gleich Qualität: Wie oben bereits erwähnt, neigen vor allem Instagram User dazu, beim Einsatz von Hashtags zu eskalieren und fast schon jedes einzelne Wort zu „verhashtagen“. Lasst das bitte! Erstens, macht das Lesen dadurch gar keinen Spaß mehr und zweitens erreicht ihr damit zwar mehr Nutzer – jedoch meist welche, die ihr gar nicht erreichen wollt. Spam, olé! Wieder gilt: Weniger ist mehr!

Weitere Hashtag-Hilfen gefällig? Diese Tipps von erfahrenen Hashtag Profis solltest du dir zusätzlich zu Herzen nehmen.

Auflösung – was steckt hinter #fedidwgugl?

Durch Befolgung meiner persönlichen Ratschläge würde ich wohl niemals auf den Hashtag der CDU kommen. Und auch bei den Profis würde dieser Hashtag wohl durchfallen. ABER: Jeder, der von #fedidwgugl Wind bekommen hat, fragte sich erst einmal was denn überhaupt dahinter steckt. Die Auflösung folgte wenig später, mit der Vorstellung der Wahlplakate der CDU. Folgender Slogan zierte diese: „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ – oder kurz #fedidwgugl. Aber vielleicht ist es auch kein Ausrutscher, im Sinne von „wie kriege ich meinen Slogan im Tweet unter?“. Denn hinter der Wahlkampagne steckt die allseits bekannte Werbeagentur Jung von Matt – und diejenigen, die sie kennen, wissen: Gute Hashtags sind deren täglich Brot. Und: In der Regel überlassen sie selten etwas dem Zufall. Erst kam der Hashtag, dann der Shitstorm der sozialen Netzwerke und dann die Aufklärung durch die Vorstellung der Plakate – klingt eher nach einer Strategie, als nach einem Versehen. Wenn es das Ziel war, Aufmerksamkeit zu generieren, ist ihnen das jedenfalls gelungen, wie diese  Twitterreaktionen zeigen. In diesem Sinne verabschiede ich mich mit den Worten Markus Kavkas: #hwwwgrhdfdaaw („Ham wir wieder was gelernt, recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit, auf Wiedersehen!“)

Was sind deine ganz persönlichen Hashtag Tipps? Oder hast du einen Link mit weiteren Ratschlägen, die dir geholfen haben?

Ein Exkurs in Maisbergers malerische Medienlandschaft

„Lesen bereichert den Menschen, mündlicher Gedankenaustausch macht ihn gewandt. Niederschriften verhelfen zu genauerem Wissen.“

- Sir Francis von Verulam Bacon

Auch ich lese gerne. Ob Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften: Lesen gibt einem die Chance, aus dem Alltag zu entfliehen und sich gleichzeitig weiterzubilden. Da ich direkt aus Münchens Speckmantel stamme, bin ich treue Leserin der Süddeutschen Zeitung und des dazugehörigen Magazins. Meine Schwester interessiert sich eher für Glamour und Vogue und meine Mutter liest Brigitte. Bevor ich mein Praktikum bei Maisberger begann, hätte ich mich schon als jemanden bezeichnet, dem die Medienlandschaft Deutschlands durchaus vertraut ist. Von Bravo über Focus, Die Zeit und Die Welt bis zu Schöner Wohnen – alle waren mir geläufig. Alle? Ich hatte ja keine Ahnung!

Auf zu neuen Ufern – Erforschen der unbekannten Medienlandschaft

Meine erste Woche Praktikum bei Maisberger – alles war neu und aufregend und mir standen bereits einige Aufgaben bevor. Eine davon war das Erstellen von sogenannten „Clippings“. Dabei füge ich gesammelte Artikel über unsere Kunden sauber und ordentlich in einem digitalen Clipping-Booklet zusammen. Neben dem Artikel wird dort natürlich auch das Medium genannt, in welchem der Beitrag erschienen ist, dessen Frequenz und Auflage. Sofort fiel mir auf, dass die mir bekannten Zeitschriften hier kaum auftauchten.  Stattdessen stieß ich auf Medien, bei denen ich mir im ersten Moment nicht ganz sicher war, ob es sich überhaupt um ein Magazin handelt.  Durch die vielen Clippings erkannte ich, wie vielfältig sich die Medienlandschaft gestaltete. Ganz gleich zu welchem Thema, ob Automatisierung, Logistik oder Personalmanagement – in jedem Bereich gibt es zahlreiche Zeitschriften, die den Leser über interessante neue Vorgänge in dem jeweiligen Sektor informierten. Und nicht nur im Printformat, sondern auch digitale Nachrichten-Websites, Online-Blogs, Radio und Fernseher bildete eine breite Palette an unterschiedlichen Kanälen. Wieso also hatte ich davor nie etwas von ihnen gehört?

Medium ist nicht gleich Medium

Wie ihr aus einem unserer Beiträge vielleicht schon wisst, hat Maisberger seine Strategie auf B2B und nicht auf B2C ausgerichtet. Daher kommt man mit Inhalten in Kontakt, die auf die jeweiligen Branchen der Unternehmen ausgerichtet sind und weniger mit Freizeitthemen. Das heißt der Grund, weshalb man von einigen dieser Medien noch nie etwas gehört hat, sind die einzelnen Zielgruppen. Zeitschriften und Magazine, die einem im Alltag über den Weg laufen, gehören meist zu der Rubrik der Publikumszeitschriften. Diese behandeln populäre und allgemeine Themenfelder und richten sich an die breite Masse.

Einige der Medien, denen ich bei Maisberger begegnet bin, zählen allerdings zu den Special Interest-Zeitschriften. Die Inhalte dieser Medien wenden sich an kleinere Lesergruppen mit spezifischeren Interessen, jedoch eher für das private Vergnügen. Manche dieser Special Interest-Magazine begegnet man auch im Alltag, wie beispielsweise der Men´s Health. Die Themen, die bei Maisberger behandelt werden, wie Automatisierung, IT oder Personalmanagement, findet man allerdings seltener an öffentlichen Zeitungsständen, da deren Leserschaft zu klein ist. Um sie lesen zu können, muss man sie in der Regel extra anfordern und abonnieren. Vielleicht wird bei dem ein oder anderen nun der Eindruck erweckt, dass diese Special Interest-Zeitschriften nicht sonderlich lukrativ oder kaum vertreten sind. Tatsächlich bildet diese Rubrik aber mit 23% der rund 22.000 erscheinenden Titel die bedeutendste Gruppe an Zeitschriften in Deutschland!

%

Anteil der Special Interest-Zeitschriften an den 22.000 erscheinenden Titeln in Deutschland

Eine weitere Art der Zeitschriften, über die man bei Maisberger stolpert, sind Fachzeitschriften. Genauso wie die Special Interest-Zeitschrift wird hier auch eine bestimmte, interessierte Lesergruppe angesprochen. Der entscheidende Unterschied jedoch ist, dass sie eher von beruflich interessierten Lesern abonniert werden und weniger von privaten. Dadurch sind sie eine professionellere und fachspezifischere Informationsquelle als die Special Interest-Zeitschrift. Bei Maisberger macht die Fachzeitschrift den größten Teil der Printmedien aus. Beispiele dafür sind das SPS-Magazin, die Produktion oder der Human Resources Manager.  Ein immer wichtiger werdender Kanal der Medienlandschaft ist das Internet. Mittlerweile sind die meisten Magazine und Zeitschriften auch online verfügbar und auch darüber hinaus existiert eine große Bandbreite an fachkundigen Webseiten. Diese können in Form eines privaten Blogs, wie beispielsweise der Ingenieurversteher, eines Newsletters wie die HR Presseschau, oder ein Fachportal, wie industry-of-things.de, auftreten.

Medienlandschaft: Fruchtbarer Boden für persönliche Entwicklung

Es lässt sich mit Bestimmtheit sagen, dass die Medienlandschaft, mit der man bei Maisberger in Berührung kommt, viel zu bieten hat. Durch mein Praktikum konnte ich einen Einblick in viele verschiedene Branchen und Themen gewinnen und mir nützliches Wissen aneignen. Darüber hinaus würde ich einem Jeden raten, sich auch ab und zu unbekannten Themen zu widmen. Das erweitert den eigenen Horizont, hält das Gehirn auf Trab und vielleicht entdeckt man ja ein ganz neues Interessensgebiet, für das man sich begeistert und in dem man sich weiter fortbilden kann. In dem Sinne: Steckt die Nase in die Magazine und schmökert, was das Zeug hält!

Meine Top 5 der Magazintitel:

#1: Flüssiges Obst

confructa medien GmbH

#2: Die Fleischerei

Holzmann Medien GmbH & Co. KG

#3: Austromatisierung

AlexanderVerlag.at GmbH

#4: Kot und Köter

Wulf Beleites

#5: DICHT!

ISGATEC GmbH

Welcher Magazintitel gefällt euch am besten und was sind eure Lieblingszeitschriften? Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Bullshit-Bingo für IT-PR-Anfänger – Wie man die IT-Sprache lernt, ohne hohle Phrasen zu bilden

Eine Anleitung in 3 Akten

1. Akt: Verwirrung

Die ersten Tage und Wochen in einer PR-Agentur können das eigene Sprachzentrum und den vorhandenen Wortschatz schon sehr herausfordern – ist man dann noch im IT-PR-Team der selbigen Agentur, macht es das nicht gerade einfacher:

Willkommen im Land der Anglizismen! Einige Beispiele:

Davon wimmelt es in der IT-Branche nämlich geradezu. Für mich als Neuling tauchen plötzlich ganz, ganz viele Begriffe und Wörter auf, die ich weder zuordnen kann, geschweige denn weiß, was sie zu bedeuten haben. Der perfekte Moment für Bullshit-Bingo, oder?

 

Bullshit-Bingo, Buzzword-Bingo, Besprechungs-Bingo oder auch Meeting-Bingo genannt, ist eine humoristische Variante des Bingo-Spiels, die die oft inhaltslose Verwendung zahlreicher Schlagwörter in Vorträgen, Präsentationen oder Besprechungen persifliert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Buzzword-Bingo

In diesem Fall weiche ich von der üblichen Definition von Bullshit-Bingo ab und präsentiere meine eigene:

Bullshit-Bingo, Buzzword-Bingo, Besprechungs-Bingo oder auch Meeting-Bingo genannt, ist der Moment im beginnenden Arbeitsleben, in dem alle im Raum Anwesenden wissen, worüber gesprochen wird und man selbst nur Bahnhof versteht!

2. Akt: Erklärung eines IT-PR-Anfängers

So erging es mir wie den meisten Neulingen: Man hat zu Beginn Schwierigkeiten mit den Begrifflichkeiten der PR-Sprache und den technologischen Fachbegriffen aus dem IT-Bereich. Gerade das IT-Vokabular wurde in der englisch-sprachigen Forschung geprägt – eine Übersetzung ins Deutsche ist zum einen oft schwierig und ungenau und erschwert zum anderen auch die Zusammenarbeit mit internationalen Kunden. Die Nutzung jener Fachbegriffe ist deshalb durchaus sinnvoll und gehört zum Standard-Repertoire, um fundierte PR-Arbeit zu leisten.

Ziel ist es natürlich nicht, Buzzword an Buzzword zu reihen – denn mit inhaltsloser Verwendung von möglichst vielen Schlagwörtern lässt sich keine PR-Maßnahme erfolgreich umsetzen. Wie so oft gilt auch hier: Qualität vor Quantität. Das heißt wiederum, man muss wissen, was sich hinter diesem Dickicht an Fachwörtern verbirgt und darf sich nicht im Begriffsdschungel verirren. Denn nur fundierter Inhalt und Substanz gewinnen. Doch wie bringt man Licht ins Dunkle – in dem Fall in sein persönliches Bullshit-Bingo?

3. Akt: Katharsis

  1. Mut zum Unwissen: Frag deine Kollegen!

Es macht keinen Sinn, sich hinter Bullshit-Bingo zu verstecken. Die Kollegen verfügen teilweise über jahrelange Erfahrung und merken sofort, wenn sie nur eine sinnlose Buzzword-Reihung vor sich haben. Zudem versteht man schneller, was sich hinter einem Begriff verbirgt und kann bei Unklarheiten gleich noch nachfragen – schneller und effektiver als stundenlanges Googeln!

  1. Lesen

Nimm dir zu Anfang die Zeit und klicke dich durch die Seiten deiner Kunden. Zum einen findet man so die Begrifflichkeiten heraus, mit denen der Kunde arbeitet, zum anderen sind hier auch viele Fachbegriffe erklärt oder grafisch dargestellt. So erfährt man auch, was das Produkt der Kunden ist, wie es heißt, wie es funktioniert und was es leisten kann.

  1. Lesen, die zweite

Deine Kollegen werden dir sicher Artikel aus Tages- und Wirtschaftszeitungen zum Einlesen geben. Da Journalisten dieser Medien nicht davon ausgehen, dass der Leser mit den IT-Begrifflichkeiten vertraut ist, findet man hier meist gute Erklärungen und wird zudem mit dem thematischen Umfeld vertraut.

  1. Lesen, die dritte

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man sich auch mit Beiträgen in Fachzeitschriften vertraut machen sollte. Man hat ein gewisses Grundvokabular und es wird Zeit für den Aufbauwortschatz!

  1. Lesen, die vierte

Jetzt ist man bereit, um Studien zu lesen und zu verstehen. Trifft man dabei auf unbekannte Worte, ist wieder Punkt 1 zu empfehlen – falls man sich die neuen Buzzwords nicht selbst erschließen kann.

  1. Das wichtigste: Die richtigen Tools und der Spaß

Sei immer mit Stift und Block bewaffnet: Im Meeting, am Arbeitsplatz, im Flur und in Gesprächen werden immer wieder neue, unbekannte Worte auftauchen: Notieren und zu Punkt 1 übergehen, denn spätestens bei Punkt 2-5 werden diese Bullshit-Bingo-Begriffe wieder auftauchen – nur versteht man sie diesmal und kann die Buzzwords im richtigen Zusammenhang nutzen. Bingo!

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Was waren die Worte, die bei euch den Bullshit-Bingo-Gedanken ausgelöst haben? Schreibt es in die Kommentare!

Zuhören, Erzählen und spontan reagieren – die Tugenden der PR

Beim Surfen durch das World Wide Web stößt man in regelmäßigen Abständen auch mal auf eine Studie. In meinem Fall war es „The Evolution of Public Relations“ – eine Studie der ANA (Association of National Advertisers) in Zusammenarbeit mit der USC Annenberg Center for Public Relations. Ein Key Finding der Studie hat besonders meine Aufmerksamkeit erregt:

Die wichtigsten Trends der PR sind: Social Listening, Digitales Storytelling und Echtzeit-Marketing. Klick um zu TweetenWer sich schon mal mit Kommunikation und der PR beschäftigt hat, wird sicher ebenso das ein oder andere Mal über diese Begriffe gestolpert sein wie jemand aus dem Bereich (Digitales) Marketing. Das zeigt, dass Marketing und PR immer stärker miteinander verzahnt werden.  Ein Grund für mich, mir Social Listening, Digitales Storytelling und Echtzeit-Marketing genauer anzuschauen.

Social Listening

» Wenn Reden Silber und Schweigen Gold ist, dann ist Zuhören Platin. «
© Andrzej Majewski

Social Listening, also das „soziale Zuhören“ hat besonders im Bereich Social Media eine große Bedeutung. Social Listening zu verstehen und für sich zu nutzen, kann für ein Unternehmen den entscheidenden Unterschied für Erfolg in der Kommunikation mit Kunden, Partnern, Mitarbeitern und Influencern bedeuten.

Social Listening ist das strategische Überwachen des Webs und sozialer Netzwerke zu einem bestimmten Thema.

Selbstverständlich verbessert Social Listening nicht nur die Kommunikation eines Unternehmens über die Social Media Kanäle. Auch das Unternehmen als Ganzes kann sich weiterentwickeln, da es wertvolle Informationen zur Marke und potentiellen Kunden erhält. Weitere Vorteile des Social Listenings sind:

  • Verbesserung der Kundenbetreuung und der Kundenbindung
  • Grundlage für die (Social Media) Planung
  • Erhalten von Feedback (z.B. zu Produkten oder Leistungen)
  • Generierung von Leads
  • Schaffung einer Grundlage für Wettbewerbsanalysen
  • Verbesserung des Informationsflusses innerhalb des Unternehmens
w
Häufig werden die Begriffe Social Listening und Social Media Monitoring analog verwendet. Es gibt dennoch einige kleine Unterschiede. Hier erfahrt ihr welche!

Social Listening Tool-Tipps:

  • Google Alerts: Google Alerts informiert automatisch per E-Mail über die neuesten Google-Ergebnisse. Ein Alert kann z.B. für Fachbegriffe aus der Branche oder für Unternehmensnamen eingerichtet werden.
  • Quora: Quora beobachtet z.B. Fragen und Diskussionen der Branche.
  • Hootsuite: Hootsuite ist ein kostenloses Social Media Managment Tool. Hier können Such-Streams eingerichtet und dadurch Stichworte und Unterhaltungen beobachtet werden.
  • Erweiterte Twitter-Suche: Hier können Tweets eingegrenzt und anhand positiver oder negativer Stimmungen gesucht werden.
  • Ubermetrics: Wie bereits unser Kollege Johannes in seinem Blogbeitrag über die unersetzlichsten PR-Tools geschrieben hat, ist ubermetrics nicht nur ein Spion, sondern ein ganzer Geheimdienst, wenn es darum geht Inhalte zu finden und das Web zu bestimmten Themen zu überwachen.

Digitales Storytelling

»We are all storytellers. We all live in a network of stories. There isn’t a stronger connection between people than storytelling.«
© Jimmy Neil Smith

Im digitalen Storytelling (deutsch: „Geschichten erzählen“) geht es darum, bewegende Geschichten auch digital zu erzählen. Storytelling, also die Entwicklung einer Geschichte rund um ein Produkt, ist an sich nichts Neues, es wird allerdings interaktiv erlebbar gemacht. Wer sich nun denkt: Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Nicht nur aufwendig gedrehte Videos und professionell programmierte Landingpages machen eine Geschichte besonders. Eine Kombination aus Held, Problem und Lösung kann auch geschickt durch Text, Fotos und Grafiken transportiert werden, ohne sich in Unkosten zu stürzen.

Das Geheimrezept des Digitalen Storytellings: Stories sollten von Anfang an digital gedacht werden, nicht erst bei Fertigstellung digital ausgearbeitet werden!

Geschichten erzählen ist eine kleine Kunst, denn es kann nicht immer streng nach bestimmten Regeln erzählt werden. Dennoch sollten Punkte wie

  • Authentizität,
  • eine emotionale Ausganssituation,
  • ein sympathischer Held,
  • eine erkennbare Entwicklung – vom Problem bis hin zur Lösung mit Hindernissen und Konflikten,
  • ein Höhepunkt und
  • ein gelungenes Ende der Gesichte

beachtet werden. An dieser Stelle möchte ich euch einen meiner persönlichen Storytelling-Favoriten nicht vorenthalten:

Echtzeit Marketing

 

»Real-time marketing (RTM) is about raising awareness, creating demand, and furthering the brand´s mission through connecting with customers in a meangingful way, in the right place, at the right time, through relevant content.«
© Ekaterina Walter

Das Echtzeit Marketing wird vom Gabler Wirtschaftslexikon folgendermaßen definiert:

„Echtzeit Marketing bezeichnet allgemein die zeitnahe Reaktion auf Markt- oder Kundenanforderungen etwa bei Preisänderungen, Beschwerden oder in Krisensituationen.“

Wisst ihr, wer Echtzeit Marketing definitiv beherrscht? Snickers! Könnt ihr euch noch an die Biss-Attacke von Fußballer Luis Suarez bei der WM 2014 erinnern…?

Real-Time Marketing beschreibt also die Möglichkeit, auf gruppendynamische oder gesellschaftsrelevante Ereignisse in sozialen Netzwerken spontan zu reagieren. Dennoch ist erfolgreiches Real-Time Marketing kein Zufallsprodukt. NetPress hat folgende Real-Time Marketing Checkliste erstellt:

  • Termine zu wichtigen Events der Zielgruppe in den Marketingplan aufnehmen.
  • Entsprechend dem Anlass mehrstufiges Advertising-Konzept/-Inhalte aufbauen.
  • Mögliche Themen/Interessen-Verbindungen der Zielgruppe dokumentieren.
  • Aktiv politische und gesellschaftliche Themen verfolgen und organisatorisch Voraussetzungen für schnelles Interagieren schaffen.
  • Echtzeitdaten von Lokalisierungs-Komponenten nutzen.
  • Ort und Zeit des Kunden bei Themen-/Produktauswahl der Anzeige einbeziehen.

An dieser Stelle schließt sich der Kreis! Denn nur, wer richtig zuhört, erkennt, wann es Zeit ist mitzumischen! Wenn ein Unternehmen die Themen kennt, die mit seinen Produkten in Berührung kommen, findet es immer Konversationen, die in diesem Kontext eine Rolle spielen. Und wenn die Reaktion dann auch noch durch gelungenes Storytelling begleitet wird, dann hat man definitiv verstanden, warum Social Listening, Storytelling und Echtzeit Marketing DIE Trends der PR sind!

Kennt ihr tolle Storytelling-Beispiele? Wo hat eurer Meinung nach ein Unternehmen ein gutes Händchen für Echtzeit Marketing bewiesen? Schreibt´s in die Kommentare!