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Überall liest man von der sogenannten „Generation Y“. Klagen über das mangelnde Arbeitsethos stehen Jubelrufen über die endlich aufgeworfene Frage nach dem Sinn der Arbeit gegenüber. Auch DER SPIEGEL griff das Thema unlängst unter dem Titel „So haben die Milennials die Arbeitswelt verändert“ auf.
Das war Anlass für mich zu fragen: Gibt es diese viel diskutierte Generation überhaupt, wie die Soziologie sie beschreibt? Stimmen die Klischees wirklich? Bei einer spontan durchgeführten Umfrage unter Kollegen, war ein klares „Ja!“ fast genauso oft wie ein deutliches „Nein!“ zu vernehmen.

Wer ist überhaupt die Gen Y?

Doch was ist das für eine Generation? In den meisten Studien sind damit die um das Jahr 1990 Geborenen gemeint, also alle, die heute zwischen 25 und 35 Jahren alt sind und demnach noch relativ am Anfang des Berufslebens stehen. Gut ausgebildet, technikaffin und teamorientiert sind Eigenschaften, die ihnen zugeschrieben werden. Und was bedeutet eigentlich das „Y“? Der Buchstabe steht für „Why?“ (engl. „wieso“) und soll für das ständige Hinterfragen stehen, das Soziologen dieser Generation zuschreiben. Nicht mehr Prestige, Geld und Karriere stünden im Vordergrund, sondern Work-Life-Balance, Freizeit und Familie.
Auch bei Maisberger haben wir viele Kollegen in diesem Alter, die gerade als Trainees eingestiegen sind oder schon als Berater Fuß gefasst haben. Aber können sich wirklich alle mit den genannten Eigenschaften identifizieren?

Ein Check: die Generation Y bei Maisberger

Maike Schwickert (25), seit 2017 bei Maisberger, gibt eine klare Antwort auf die Frage, ob sie sich als Teil der Gen Y sieht: „Definitiv. Und ich bin stolz, Teil dieser Art „Woodstock-Bewegung“ einer neuen Work-Life-Balance zu sein.“ Denn auch sie wünscht sich, wie viele andere ihrer Generation, eine Arbeit, die nicht nur sinngebend ist, sondern auch zu ihrer Selbstverwirklichung beiträgt. Das gelingt ihrer Meinung nach auch ohne Überarbeitung und der Gefahr, ein Burnout zu erleiden! Doch gegen den Vorwurf, die Generation Y sei deshalb weniger leistungsorientiert wehrt sie sich: „Das bedeutet für mich nicht, dass wir uns nicht reinhängen. Wir wollen schlichtweg alles, was wir angehen, mit Herzblut machen und das soll eben auch wertgeschätzt werden.“
Auch Anna von Trips (25) aus dem HC2-Team, sieht sich definitiv als Teil der Generation Y: „Geld oder Karriere befriedigen mich nur, wenn ich mich mit der die Idee hinter der Tätigkeit identifizieren kann. Wenn das nicht gegeben ist, bin ich schnell gelangweilt. Im Umkehrschluss hänge ich mich dafür umso mehr rein, wenn ich einen Sinn sehe.“
Etwa 20% der Arbeitskräfte gehören mittlerweile den Millenials an. Sie zeichne sich, so das verbreitete Bild, nicht nur durch die Suche nach sinnstiftenden Beschäftigungsmöglichkeiten aus, sondern auch durch den Wunsch, temporär die Prioritäten im Leben einmal anders setzen zu können. So hofft auch Marina Illy (28), seit 2017 bei Maisberger, darauf, einmal eine Auszeit vom beruflichen Alltag nehmen zu können: „Ich finde die Vorstellung toll, ein Sabbatical für eine gewisse Zeit zu machen – ein Gedanke, der beispielsweise für meine Eltern niemals im Raum stand.“ In der Tat scheint sich  die Vorstellung geändert zu haben, wie Berufsleben und Freizeit in Einklang gebracht werden können.
Auch feste Hierarchien und Teamstrukturen haben sich gewandelt. Anna Erhardt (26), Beraterin im IT-Team, erzählt begeistert über den Führungsstil bei Maisberger: „Bei uns haben wir ja ein Coaching-Prinzip, das ich persönlich sehr angenehm finde. Weniger Kontrolle, mehr Freiheiten, sich auszutoben, keine Ellbogen-Mentalität, mehr an einem Strang ziehen – und ich finde, dass wir es dadurch auch schaffen, anstrengende und arbeitsreiche Phasen nicht nur zu „überleben“, sondern dabei sogar noch zu wachsen. Und das nicht nur hinsichtlich unserer Kompetenzen, sondern auch als Team, das zusammenhält und gemeinsam durch dick und dünn geht.“

Generation Y – Ja, Jein oder doch eher Nein?

Soweit klingt alles ziemlich positiv, doch es gibt auch skeptischere Stimmen. Lisa Mitschak (26) seit 2017 bei Maisberger, antwortet auf die Frage, ob sie sich mit der Generation Y identifizieren kann, mit einem „Jein“. In manchen Aspekten findet sie sich wieder, in anderen überhaupt nicht.

 

Doch will gar nicht jeder zur Generation Y gerechnet werden. Johannes Lossack (28) aus dem Industrieteam sieht die These von einer Generation mit bestimmten Eigenschaften kritisch: „Mit manchen Punkten kann ich mich identifizieren, mit manchen nicht. Ich möchte mich aber generell keinen kollektiven Identitäten zugehörig fühlen. Meine Sichtweise ist, dass Begriffe wie der von einer „Generation“ immer nur allgemein-gesellschaftliche Tendenzen wiedergeben und kaum auf einzelne Individuen anzuwenden sind.

Und was sagt der Chef zur Generation Y?

Soweit die teils sehr unterschiedlichen Ansichten der „Gen Y-Mitarbeiter“ bei Maisberger, doch wie schätzen Vorgesetzte die Millenials ein?  Für Dr. Alexander Pschera (53), Managing Partner von Maisberger, jedenfalls gibt es erkennbare Unterschiede zu früheren Generationen: „Als Arbeitgeber spürt man, dass man es mit der Generation Y zu tun hat, wenn in einem Recruiting-Gespräch der Eindruck entsteht, man bewerbe sich bei dem Kandidaten – und nicht umgekehrt. Das ist nur ein ganz klein wenig übertrieben.“

Am Profil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe sich auch bei Maisberger viel geändert: „Sie fordern mehr Verantwortung und Beteiligung ein, sind aber meist auch bereit, die dafür notwendige Extrameile zu gehen.“

Doch auch die ein oder andere negative Erfahrung habe er mit einigen wenigen gemacht: „Und zwar immer dann, wenn der Egoismus überhandnimmt und der junge Mensch nur an sich und seine berufliche Selbstverwirklichung denkt, ohne auf das soziale und professionelle Netzwerk Rücksicht zu nehmen, das ihn trägt. Aber das sind wirklich sehr seltene Ausnahmen. Die Generation Y zeichnet sich für mich durch eine neue Dynamik aus, die den Staub der vergangenen Generationen abwirft. Ich als älteres Semester empfinde das als erfrischend und freue mich auf die Generation, die als nächstes am Zug ist.

Aber woran liegt es dann, dass die Generation Y selbst so gerne darüber diskutiert, ob sie sich einen solchen kollektiven Stempel verpassen lassen will oder nicht? Trainee Isabelle Herbertz (31) sagt es deutlich: „Daran, dass man sich nicht mehr alles gefallen lässt, sich seines (Markt-)Wertes bewusst ist.“ Denn, ob man die Bezeichnung nun mag oder nicht, niemand kann leugnen, dass sich in den letzten Jahren etwas in Bezug auf Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten und Möglichkeiten von NewWork getan hat. Sei es mehr Flexibilität und Selbstbestimmung durch beispielsweise Homeoffice oder Teilzeitjobs oder die Chance, von Anfang an bereits selbstständig eigene Ideen einbringen zu können.

Bei Maisberger ist vieles davon bereits verwirklicht. Werde Teil unseres Teams und finde es selbst heraus!

Markus Müller

Markus Müller

nahm die Chance war, schon während seiner Promotion in Geschichte bei Maisberger zu starten. Nach ersten Erfahrungen in der Unternehmensberatung verstärkt er seit Februar das HC2-Team.
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