qooly

Geisteswissenschaftliches Studium? Was kommt danach?

Bereits in meinem ersten Blogbeitrag  habe ich mich damit auseinandergesetzt, was es heißt, nach der Uni den geeigneten Berufsweg für sich zu finden. Aufgrund der Vielzahl an Karriere-Möglichkeiten, die sich nach dem Abschluss ergeben und dem „Wald vor lauter Bäumen-Effekt“, ist ein Einblick in die Praxis unerlässlich.

Mein Interesse an der PR entwickelte ich bereits während eines Workshops an der Uni.
Frisch von der Universität habe ich dann mein dreimonatiges Praktikum bei Maisberger absolviert.

Mein Fazit: PR?

Auf jeden Fall! Zuvor eine Geisteswissenschaft studieren? Unbedingt! Auch die KollegInnen bei Maisberger sehen das ähnlich. Mit einigen von Ihnen habe ich mich ausgiebig über ihr Studium und ihren anschließenden Berufseinstieg unterhalten und somit wertvolle Tipps von waschechten PR-Profis sammeln können. So viel sei schon mal verraten: Ein geisteswissenschaftliches Studium ist ein idealer Wegbereiter in die PR, da sind sich alle meine Interviewpartner einig. Warum und was ist eigentlich das Besondere an diesem Beruf?

[bctt tweet=” Ein geisteswissenschaftliches Studium ist ein idealer Wegbereiter in die PR” username=”Maisberger”]

Maren Pudimat, Account Manager, hat Germanistik und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften studiert

Wusstest du schon vor dem Studium, was du später beruflich machen möchtest?

Für mich stand fest, dass mein Studium etwas mit Literatur und Sprache zu tun haben soll und beruflich sollte es in Richtung Journalismus gehen. Erst während des Studiums bin ich dann auf den Berufszweig der PR aufmerksam geworden.

Wann bist du das erste Mal mit PR in Berührung gekommen?

Das war in der Uni. Damals hatte ich ein Seminar belegt, in dem man sein eigenes PR-Konzept erstellen konnte. Während meines Masterstudiums habe ich dann erste Erfahrungen während eines Praktikums in einer PR-Agentur gesammelt und danach ein Traineeprogramm absolviert.

Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten?

Die Vielfalt und die breitgefächerten Themen, die man bearbeiten kann. PR bedeutet viel Abwechslung – ob Texte schreiben, Kundenkontakt oder Beratung – kein Tag ist in unserem Beruf wie der andere.

Alexander Jatscha (Account Manager), hat Japanologie und Religionswissenschaft studiert

Wie gelang dir dein Berufseinstieg?

Ich habe während meines Studiums redaktionell gearbeitet und einen PR-Fernkurs gemacht, danach bin ich bei Maisberger als Trainee eingestiegen.

Was hat dir an der PR- Arbeit bisher am besten gefallen?

PR macht einfach Spaß – es bedeutet jeden Tag Abwechslung, immer etwas Neues dazu zu lernen und täglicher Kontakt zu sehr vielen Menschen. Man trägt Verantwortung und kann sich und seine Kreativität frei ausleben – innerhalb der gegebenen Deadlines natürlich.

Inwieweit war dein geisteswissenschaftliches Studium für den Weg in die PR förderlich?

Geisteswissenschaftliche Studiengänge eignen sich super für PR-Arbeit. Man lernt hochkomplexe Themen in einer vorgegeben Zeit aufzuarbeiten – genau das, was man dann später auch im Beruf macht. Perfektioniertes Zeitmanagement, das man erlernt hat, Übung im Recherchieren, Schreiben sowie im selbstständigen Arbeiten und interkulturelle Kompetenzen kommen einem auf jeden Fall zugute.

Susanne Biechl, Account Manager, hat Politikwissenschaften mit Schwerpunkt VWL studiert

Was hat dir an deinem Studium am besten gefallen?

Das breite Themenspektrum und die Aktualität. In Politik und Wirtschaft werden die Inhalte tagtäglich überholt – genau hier musste unsere Stärke im Studium liegen: die Vielzahl an Inhalten zu priorisieren und immer im Blick zu behalten.

Wie gelang dir dein Berufseinstieg?

Der Berufseinstieg lief unkompliziert, zumal die Richtung klar war: Maisberger wurde mir damals von einem Freund empfohlen und nach dem ersten Kennenlernen in der Agentur war mir schnell klar: Hier will ich hin. Damit der Einstieg mühelos klappt, ist eine gewisse Orientierung während des Studiums hilfreich. Ich habe zum Beispiel ein Praktikum in einer Agentur in München gemacht und dabei schnell gemerkt, dass dieser Job die ideale Verknüpfung meines unternehmerischen Interesses und der Leidenschaft für das Schreiben ist.

Inwieweit war das geisteswissenschaftliche Studium für den Weg in die PR förderlich?

Ob Politik, VWL oder neuste Technologien – es geht immer darum, komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie für jeden verständlich sind. Und wenn man sich mal durch die Tiefen einer EU-Direktive wühlen durfte und das bezwungen werden konnte, dann hat man sich eine gewisse Maulwurf-Fähigkeit angeeignet, die man in der Kommunikation jeden Tag benötigt: sich schnell und tief in neue Themen einzuarbeiten.

Anna Erhardt, Account Manager, hat Buchwissenschaften und Germanistik studiert

Warum hast du dich für einen Karriereweg in der PR entschieden?

Ich habe während meines Studiums ein Praktikum in einem Verlag gemacht und schnell gemerkt, dass das nicht das Richtige ist für mich. Nach einem Praktikum in einer PR-Agentur hingegen wusste ich sofort – das soll es sein! Mein Berufseinstieg gelang mir dann mit einem Traineeship.

Was gefällt dir am besten an deinem Job?

Dass er so abwechslungsreich ist. Man erlebt immer etwas Neues und beschäftigt sich ständig mit neuen Themen. Dadurch bleibt man am Puls der Zeit. Gerade da wir bei Maisberger uns täglich mit Trends aus Technik und IT auseinandersetzen – das sind Themen mit denen sich nicht jeder beschäftigt. Unsere Aufgabe ist es also, die Welt um uns herum verständlicher zu machen. Man muss ja am Anfang selbst kein Experte auf diesen Gebieten sein, aber man findet gut in die Themen rein und dann macht es auch Spaß zu sehen, wie man an seinen Aufgaben wächst.

Inwieweit war dein geisteswissenschaftliches Studium für deinen Berufsweg förderlich?

Bei mir waren es nicht die theoretischen Grundlagen aus dem Studium, die für meinen heutigen Job bedeutend sind, sondern die Dinge, die ich nebenbei gelernt habe, wie zum Beispiel der Umgang mit unbekannten Themen und die Disziplin, sich selbst Wissen anzueignen. Man trainiert die Fähigkeit zum Querdenken und die ist für unseren Job unerlässlich.

Wie ist euch der Berufseinstieg nach der Uni gelungen?

Teilt eure Erfahrungen mit uns im Kommentarfeld unten.

Julia-Sandrine Schröder

Julia-Sandrine Schröder

hat nach dem Abitur Politikwissenschaften, Soziologie und VWL an der Universität Potsdam und an der Humboldt Universität zu Berlin studiert. Derzeit unterstützt sie die Agentur Maisberger als Praktikantin und recherchiert unter anderem zu Themen wie Robotik und Digitalisierung.
Julia-Sandrine Schröder

Letzte Artikel von Julia-Sandrine Schröder (Alle anzeigen)