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Nach sechs Monaten im IT-Team bei Maisberger bin ich nun seit April Teil des Human Resources-Teams, kurz HR-Team. Mit diesem Wechsel hat sich für mich eine ganz neue Welt an Themen offenbart. Denn neben der klassischen PR-Arbeit für HR-Produkte und Bildungsanbieter decken wir hier auch Themen wie internes HR-Marketing, Corporate PR und Employer Branding ab.

In jedes einzelne dieser neuen Themen musste ich mich natürlich erst einmal einarbeiten. Employer Branding hat mich dabei besonders fasziniert, denn als Trainee kann ich bei diesem Thema auch für meine persönliche Karriereleiter viel lernen. Deswegen möchte ich mein angeeignetes Wissen auch mit euch teilen.

 

Was ist Employer Branding?

Die Definition bei absolventa lautet: Employer Branding – im Deutschen auch als Arbeitgebermarkenbildung bezeichnet – umfasst alle aktiven, strategischen Maßnahmen, um ein Unternehmen sowohl für die bestehenden als auch für potentielle neue Mitarbeiter attraktiv zu gestalten. Das bedeutet für uns als Agentur, die Stärken genauso wie die Schwächen eines Unternehmens herauszuarbeiten und dessen USP (Unique Selling Point) durch geeignete Botschaften und Maßnahmen an die Zielgruppe zu kommunizieren. Dazu müssen wir natürlich auch die Zielgruppe kennen, genauso wie die Erwartungshaltung bzw. das Anforderungsprofil an Mitarbeiter und die Leistungen, die der Arbeitgeber im Gegenzug bietet. Darüber hinaus spielt auch das Image des Arbeitgebers eine entscheidende Rolle: Denn nur wenn das Image eines Unternehmens authentisch dargestellt wird, bewerben sich passende Mitarbeiter, weil sie sich mit dem Außenbild des Unternehmens emotional und kulturell identifizieren können.

 

Warum ist Employer Branding heute für Unternehmen so wichtig?

Den Begriff gibt es in der einschlägigen Literatur schon seit den 90er Jahren. Tatsächlich ins Augenmerk der Unternehmen gerückt ist Employer Branding erst im Zuge des zunehmenden Fach- sowie Führungskräftemangels und des steigenden Talentwettbewerbs, auch bekannt als „War of Talents“. Heute schauen Arbeitnehmer bei der Jobsuche nicht mehr nur auf die Faktoren Vergütung und Arbeitszeiten, sondern auch auf das Arbeitsumfeld und die sozialen Faktoren. Sie stellen sich Fragen wie „Welche Benefits kann mir der Arbeitgeber zusätzlich bieten?“ oder „Wie steht es um die Work-Life-Balance?“.

 

Was ist das Ziel von Employer Branding?

Das Ziel ist, ein Unternehmen selbst zur Marke zu machen. Zu einer Marke, die positiv besetzt ist und im Trend liegt und qualifizierte Mitarbeiter anzieht. Ähnlich wie ein trendiges Modestück, das man gerne kaufen möchte. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es genauso wichtig, aktuelle Mitarbeiter von der Marke zu überzeugen und damit an das Unternehmen zu binden. Denn nur wenn Employer Branding nach außen und nach innen funktioniert und alle Mitarbeiter sich mit der Markenbotschaft identifizieren und in ihren sozialen Kreisen verbreiten, wird das Bild der Marke authentisch. Das Erreichen des Ziels ist natürlich auch von finanziellen Gedanken getrieben, denn wenn sich Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen und nicht kündigen, können Unternehmen ihre Fluktuationskosten senken.

In meinem nächsten Blogbeitrag stelle ich Euch dann konkrete Maßnahmen und erfolgreiche Umsetzungsbeispiele des Employer Brandings vor.

Hattet Ihr schon mal mit Employer Branding zu tun? Schreibt uns Eure Erfahrungen in die Kommentare – wir warten gespannt!

Anna von Trips

Anna von Trips

Kommt ursprünglich aus München und hat die letzten drei Jahre an der Universität Konstanz Literatur-Kunst-Medien studiert. Seit Oktober 2015 ist sie Trainee bei Maisberger im HR- sowie im IT-Team und beschäftigt sich unter anderem mit Infrastrukturen in Rechenzentren und Employer Branding.
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