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…das erfahrt ihr erst ganz am Ende dieses Beitrags. Aber die Sendung mit der Maus kennt wirklich jeder. Seit mittlerweile schon 45 Jahren trägt sie jeden Sonntagvormittag aufs Neue zur Unterhaltung und Bildung der Kinder in Deutschland bei. Wer vor 45 Jahren Kind war, hat mittlerweile wohl meist schon selbst welche, aber das Edutainment-Konzept der Sendung hat sich in dieser Zeit nie geändert: Lach- und Sachgeschichten. So wurden gleichberechtigt neben den Geschichten vom kleinen Maulwurf und anderen Zeichentrickfilmen immer auch sehr komplexe Themen, wie z.B. das Internet, der Weltraum oder unser Wahlsystem, anschaulich und kindgerecht erklärt. Diese Sachgeschichten haben wohl einen nicht ganz unbedeutenden Beitrag zur Bildung einiger von uns geleistet. Was wir als Kinder dabei jedoch noch nicht wahrgenommen haben: Eine komplexe Thematik wird nicht von selbst für jedermann verständlich, dahinter steckt eine Menge Arbeit.

Wer Technologie-PR macht, kann ein Lied davon singen – dass die Zielgruppe hier bereits im Erwachsenenalter ist, tut dem keinen Abbruch. Wie Komplexitätsreduktion in dieser Disziplin gelingen kann, ohne dass Zusammenhänge einseitig und simplifizierend artikuliert werden, möchte ich hier anhand von fünf substanziellen Faktoren umreißen.

Und der vorangegangene Satz dient mit seinen vielen Fremdwörtern schon mal einleitend als ein Beispiel dafür, wie es nicht geht.

Was man nicht in einem Satz erklären kann, hat man selbst nicht verstanden

Das ist ein harsches Statement und vielleicht etwas zu hoch gegriffen. In der Unternehmenskommunikation steht einem schließlich auch meist etwas mehr Umfang als ein einziger Satz zur Verfügung, um sich mitzuteilen. In umgekehrter Richtung gilt diese Faustregel aber auf jeden Fall: Was man selbst nicht verstanden hat, wird  man niemals kurz und knackig erklären können. Ein gewisses Grundverständnis für technische und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge sowie die umfangreiche Kenntnis über die Produkte der Kunden sind also essentiell.

Filter und Struktur

Zuviel Wissen von der Materie kann man zwar nicht haben. In seiner Anwendung muss das eigene Wissen jedoch beständig gefiltert werden: Welche Informationen sollen beim Leser ankommen, welche sind für ihn irrelevant? Auch eine klare, deduktive Strukturierung ist unerlässlich. Denn wer seine Informationen nicht in nachvollziehbarer Art und Weise präsentieren kann, wirkt schnell wie ein Fachidiot – und denen hört bekanntlich niemand gerne zu.

Wortwahl und -zahl

Ein umfangreicher Wortschatz ist nur von Vorteil, in allen Bereichen des Lebens. Und ein Großmeister-Titel in deutscher Grammatik ist ebenso nicht zu verachten. Beides ist aber noch längst kein Grund, damit anzugeben. Endlos verschachtelte Sätze und Fremdwörter, die erstmal nachgeschlagen werden müssen, lassen den Leser das Interesse verlieren und tragen nicht zum besseren Verständnis einer Thematik bei. Besser: Kurze Sätze, dafür mit viel Aussage.

Bildhafte Darstellung

In der B2B-Kommunikation geht es im Allgemeinen recht sachlich zu. Eine übertrieben emotionale Ansprache oder poetische Metaphern vom andern Stern sind da eher fehl am Platz. Wer es aber schafft, die Sachlichkeit zu bewahren und dennoch bildhaft darzustellen, ist hier richtig aufgehoben. Praxisbeispiele, Statistiken oder Grafiken können dabei oft hilfreich sein.

Immer das Ziel vor Augen

Mit einem gewissen Auge fürs Detail lassen sich häufig Kleinigkeiten identifizieren, anhand derer letztendlich eine große Wirkung erzielt werden kann. Hier muss jedoch eine Gratwanderung vollzogen werden: Wer sich in den Details verliert, erzielt nämlich überhaupt keine Wirkung mehr. Deshalb sollten alle Handlungen stets von einer übergeordneten Frage geleitet sein: Was will ich beim Leser erreichen? Welche Information soll am Ende bei ihm ankommen?

Was hat das alles mit Einstein zu tun?

Albert Einstein waren komplexe Themen bekanntlich nicht ganz fremd. Daher kann man ihn in diesem Zusammenhang ruhig noch einmal zu Wort kommen lassen: „Alles sollte so einfach wie möglich gemacht sein, aber nicht einfacher“, sagte er einmal. An dieser Maxime haben sich auch die Macher der Sendung mit der Maus mit ihren Sachgeschichten immer orientiert, wenn auch vielleicht unbewusst. Und hinsichtlich der verständlichen Darstellung komplexer Themen kann man sich an der Sendung mit der Maus gerne ein Beispiel nehmen.

Kennt ihr Beispiele, in denen eine verständliche Darstellung besonders gut gelungen ist? Oder besonders schlecht? Teilt sie mit uns in den Kommentaren!

Johannes Lossack

Johannes Lossack

Account Executive bei Maisberger
verstärkt seit Mai 2016 bei Maisberger das Industrie-Team und beschäftigt sich hier vor allem mit der Mensch-Roboter-Kollaboration.
Johannes Lossack

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