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Texten ist unser täglich Brot: Der Umgang mit Sprache steht bei unserem Beruf im Zentrum. Doch wer denkt, in der PR ginge es nur um wortgewandte Pressemitteilungen, der irrt. Unsere Textwelten sind bunt und schillern in den schönsten Farben. Wir zeigen euch, welche vier Textformen uns hier bei Maisberger am häufigsten auf Trab halten.

Auf den Punkt: die Pressemitteilung

Knapp und präzise stellt die Pressemitteilungen die wichtigsten Infos zu einem Ereignis bereit. Dabei orientiert sie sich an den journalistischen W-Fragen: Wer oder was hat wo und wann warum was gemacht?

Ihr klarer und informativ gehaltener Sprachstil macht die Pressemitteilung zu einem der wichtigsten Kommunikationsmittel mit unseren journalistischen Counterparts. Gespickt mit ein paar aussagekräftigen Zitaten von Sprechern wirkt der Text lebendiger und hinterlässt einen plastischeren Eindruck. Trotzdem gilt: Fasse dich kurz! Deine Pressemitteilung sollte die wichtigsten Infos so präzise wie möglich auf den Punkt bringen.

Beachte außerdem: Das Wichtigste zuerst. Der Text ist im besten Fall so geschrieben, dass der Leser schon beim Überfliegen des ersten Absatzes weiß, worum es geht. Wenn du von hinten kürzt, sollten die wichtigsten Aussagen trotzdem erhalten bleiben.

Die ideale Pressemitteilung ist so knackig und informativ, dass beim Journalisten keine Fragen offenbleiben.

Erklär mir die Welt: der Fachartikel

Weniger bekannt als die Pressemitteilung aber nicht weniger wichtig ist der Fachartikel. Sein Ziel ist, komplexe Themen und Fragestellungen zielgruppengerecht aufzubereiten. Daher gestaltet er sich inhaltlich oft etwas ausführlicher. Auf Seiten der Zielgruppe setzt er ein gewisses Fachwissen voraus und bedient sich des entsprechenden Jargons.

Der Fachartikel greift ein spezifisches fachbezogenes Thema auf und erläutert seine Relevanz für einen bestimmten Bereich. Dabei bleibt er zwar eher theoretisch. Beispiele sind aber erlaubt und in der B2B-Kommunikation (also der Kommunikation zwischen Unternehmen) sogar gewünscht. Sie helfen nämlich, einen Praxisbezug herzustellen.

Jedoch bezieht sich diese Textform nicht auf einen Einzelfall wie die Case Study, die sich meist auf einen bestimmten Anwender konzentriert (s.u.): Der Fachartikel ist in der Regel dem Thema an sich verpflichtet. Daher ist er auch vergleichsweise objektiv gehalten und beleuchtet einen Sachverhalt aus verschiedenen Perspektiven.

Direkt aus der Praxis: die Case Study

Der Anwenderbericht, auch Case Study genannt, ist die wohl anschaulichste Gattung der PR-Texte. Hier geht es darum, ein konkretes Produkt in Aktion zu zeigen.

  • Der Bericht skizziert zunächst die Ausgangslage und die Herausforderungen, mit denen sich der Anwender konfrontiert sieht.
  • Dann erklärt er, wieso der Nutzer sich vor diesem Hintergrund für das bestimmte Produkt entschieden hat, wie die Implementierung ablief und welche Vorteile er nun dadurch erfährt.
  • Ein Ausblick skizziert schließlich zukünftige Entwicklungen.

Ist euer Kunde zum Beispiel ein Roboter-Hersteller, könnte ein solcher Bericht beschreiben, wie ein Automobilzulieferer Roboter in seine Fertigung mit einbezieht. Dann erklärt der Produktionsleiter, was sich seitdem im Unternehmen verändert hat, und ein Werksmitarbeiter berichtet, wie es für ihn ist, mit der Maschine zu arbeiten.

Neue potenzielle Kunden können sich dadurch viel besser vorstellen, wie solche Produkte auch in ihrem Unternehmen eingesetzt werden könnten. Dadurch, dass die Anwender selbst zu Wort kommen, erhält die Geschichte ein ganz anderes Gewicht.

Tipps für einen guten Schreibstil

Auf einen Blick: der Blogbeitrag

Nicht zu vergessen ist natürlich der Blogbeitrag. Im Gegensatz zu den anderen beschrieben Textformen ist er ausschließlich online zu finden. Dies bestimmt auch seine Gestaltung maßgeblich:

  • Kurze Absätze,
  • griffige Zwischenüberschriften,
  • und auflockernde grafische Elemente

helfen dem Leser, einen schnellen Überblick über den Textinhalt zu bekommen. Snackable Content lautet das Stichwort: Der Beitrag soll schnell gelesen, verstanden und im Idealfall auch geteilt werden. Dazu tragen auch Fettungen und anderweitige Hervorhebungen bei.

Blogbeiträge gibt es in den verschiedensten Kontexten. Für uns in der B2B-Kommunikation sind natürlich vor allem Corporate Blogs relevant. Zielgruppe sind hier in der Regel nicht Journalisten, sondern potentielle Kunden. Ein wichtiges Ziel des Blogbeitrags ist daher z.B., Leads zu generieren.

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Ruth Karner

Ruth Karner

Account Executive bei Maisberger
hat nach dem Studium in Mainz und Lettland den Weg nach München gefunden und verstärkt seit April das Industrie-Team als Account Executive.
Ruth Karner