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interview_philipp_huehneGerade bin ich in meiner vierten Trainee-Woche bei Maisberger. Mein Kollege Philipp hat auch einmal wie ich als „kleiner Trainee“ angefangen und ist heute Senior Account Manager. Was man mitbringen muss und wie man „seine“ Agentur findet, verrät er uns hier im Interview:

 

  • Muss man Kommunikationswissenschaften oder „irgendwas mit Medien“ studiert haben um erfolgreich in die PR starten zu können?

Nein, das denke ich nicht, auch wenn ein bisschen PR-Luft während des Studiums in Form von Praktika sicher nicht von Nachteil ist. Man sieht es ja alleine schon bei der Zusammensetzung der Mitarbeiter hier bei Maisberger und ihrem beruflichen Hintergrund: wir haben Leute die Biologie, Medienkommunikation oder Politikwissenschaft studiert haben. Es ist schon eine geisteswissenschaftliche Tendenz erkennbar, aber wichtiger ist die Affinität für diese Art der Arbeit: der Wille zum Schreiben, der offene Umgang mit Menschen und nicht zuletzt das Interesse an der Digitalisierung von Kommunikation.

  • Glamour, Dinner-Partys und Networking – sieht der Alltag eines PR-Beraters wirklich so aus wie es oft in Medien dargestellt wird?

 Wer Glamour und Glitter möchte, sollte den Tech-PR Bereich meiden.  Kein Bussi-Bussi, dafür intensive, aber nahrhafte technologische Kost. Aber genau das macht den Reiz aus: sich in kurzer Zeit in Themen einzuarbeiten, die einem vorher fremd waren und daraus spannende Geschichten zu extrahieren. Der Blender-Anteil ist vergleichsweise gering. Wer dem Kunden nicht auf Augenhöhe begegnen kann, wird nicht ernst genommen und kommt über den Status der verlängerten Werkbank nicht hinaus.

  •  Agenturen gibt es ja en Masse. Auf was kommt es bei der Auswahl der richtigen Agentur an und welche Tipps kannst du Absolventen mit auf den Weg geben?

Ein guter erster Ansatz für Bewerber sind sicher Portale wie kununu, die Arbeitgeber bewerten. Das ist natürlich persönlich gefärbt, aber es lässt sich eine Tendenz erkennen – wenn man sich einige Einträge durchliest merkt man schnell, ob die Agentur die richtige für einen ist. Leider genießt die Branche bisweilen den Ruf ihre Mitarbeiter auszubeuten. Drängt sich dieser Eindruck spätestens bei einem Bewerbungsgespräch auf, sollte man die Finger davon lassen. Eine Agentur, in der jeder trotz getaner Arbeit nicht der Erste sein möchte, der nach Hause geht, ist einfach nur peinlich.  Mein Tipp: Reizt die Informationen, die ihr kriegen könnt aus und sucht persönlichen Kontakt. Sei es über das Vorzimmer oder potentielles Wissen von Freunden und Bekannten.