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Maisberger ist eine inhabergeführte Agentur – unsere dreiköpfige Geschäftsführung ist nicht nur aus diesem Grund fest in unseren Agenturalltag integriert. Wir machen nun auch die oberste Stufe nass und wollen wissen, was im Geschäftsführergebirge inspiriert oder welche Eigenschaft vielleicht sogar fehlt. Um das zu erfahren, werden wir nun alle zwei Wochen einen anderen Kopf aus der Chefetage vorstellen.

1. Herr Pschera, was bedeutet Maisberger für Sie? Was inspiriert Sie bei der täglichen Arbeit?

Die wichtigste Inspirationsquelle für die tägliche Arbeit ist für mich die Neugierde. Jeden Tag kann alles passieren. In der Kommunikation gibt es keinen Alltag, der sich wiederholt. Hier ist immer alles gleichzeitig in Bewegung: beim Kunden, in den Medien, im Netz … Um da die richtige Entscheidung zu treffen, muss man sehr aufmerksam und konzentriert sein. Ich finde es auch spannend, dass Kunden uns unterschiedlich fordern, einmal mit externer, dann mit interner oder mit Krisenkommunikation. Jedes Unternehmen ist ja außerdem ein eigenes Universum mit eigenen Spielregeln, man trifft in der Kommunikationsberatung immer wieder auf neue Herausforderungen. Mit Blaupausen kommt man da nicht weit. Natürlich gehört zu dieser Neugierde auch die auf Menschen. Ich mag es, mit vielen unterschiedlichen Typen und Charakteren in Kontakt zu kommen und in Dialog zu treten. Dazu gehören natürlich auch (ja sogar in erster Linie) die Maisberger Kolleginnen und Kollegen, gerade die Jüngeren. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viele unterschiedliche Lösungsansätze es für ein- und dasselbe Problem gibt. Selbst ein vermeintlich „alter Hase“ wie ich, der sich einbildet, schon viel gesehen zu haben, kann da immer wieder viel lernen. Aus diesem Grunde unterrichte ich auch gerne, beispielsweise an der Akademie der bayerischen Presse – denn „Lehren“ heißt, richtig verstanden, ja immer auch „Lernen“. Also, kurz und gut, es ist in erster Linie die Neugierde, die mich antreibt.

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2. Welche positive Eigenschaft fehlt Ihnen und wie gleichen Sie das aus?

Schwächen? Keine. Nein, das ist natürlich Unsinn. Geduld. Mir fehlt Geduld. Ich bin alles andere als ein geduldiger Mensch. Wahrscheinlich ist das so etwas wie die Kehrseite der Neugierde. Denn wer sehr neugierig ist, ist zugleich auch ungeduldig, oder? Er will wissen, was als nächstes kommt und wie man es anpackt. Ihn langweilt der Status Quo. Das hört sich jetzt fast so an, als sei Ungeduld keine Untugend, sondern eine positive Qualität. Das kann sie sein, aber sie kann sicherlich auch nerven, zum Beispiel dann, wenn man Teams nicht die Zeit lässt, auch mal einen Umweg zu gehen. Oder wenn man es mit eher nachhaltigen, langsamer arbeitenden Menschen zu tun hat. Da muss ich mich manchmal zusammenreißen, sage mir dann aber im Nachhinein immer wieder: „Sieh an, so kann man es also auch machen“. Und habe wieder etwas gelernt.

3. Was möchten Sie allen Trainees bei Maisberger mit auf den Weg geben?

Seid neugierig. Glaubt nicht an vorgefertigte Lösungen. Vertraut auf Eure ureigene Kreativität. Und seid ungeduldig – aber ohne den anderen allzu arg auf die Nerven zu fallen.

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