qooly

Unsere Maisberger-Familie ist in letzter Zeit ganz schön gewachsen. Das haben wir besonders an den Engpässen bei der Belegung unserer Meetingräume gemerkt, denn es gab immer mehr Menschen, die sich untereinander oder auch mit Kunden mal kurz besprechen wollten. Deswegen kündigte die Geschäftsführung vor einiger Zeit einen Neuling der anderen Art an, der natürlich mit Spannung erwartet wurde. Vor zwei Wochen kam sie dann: die „B-Free“ von Steelcase – natürlich abgestimmt auf die Maisbergerfarben. Dort leistet den Besprechenden auch eines der Überbleibsel des letzten Schrottwichtelns, unser Maisberger-Buddha, Gesellschaft und sorgt für das nötige Sen.

b-freeDer Trend hin zu stylischen Besprechungsräumen hat nicht nur bei Maisberger Einzug gehalten, sondern ist in vielen Unternehmen zu bemerken. Unserer „B-Free“ fehlt zwar noch der interaktive Touch(screen), um der Definition eines Digital Lab gerecht zu werden, doch deutsche Unternehmen sehen diese Art von Besprechungsraum als elementaren Bestandteil ihrer Digitalisierungsstrategien. Digital Labs sind Räume, die mit speziellen Tools aufgerüstet sind und so zum Austausch anregen. Die ideal ausgestattete Umgebung soll dazu beitragen, neue Ideen und Innovationen zu generieren und kreative Lösungen für Probleme zu finden – auch in weniger kreativen Unternehmensbereichen.

Das Prinzip dieser Ideenschmiede lautet: Schaffe inspirierende Plätze, die das physische und emotionale Empfinden der Mitarbeiter stimulieren. So entfalten diese ihr kreatives Potential, erwecken ihre Ideen zum Leben und steigern den Unternehmenserfolg. Digital Labs beschränken sich daher auch nicht nur auf Konferenzräume. Sie können auf Einzelbüros, Großraumbüros und sogar das Intranet ausgeweitet werden. So unterstützen beispielsweise interne Foren, Innovations-Blogs und Ideenwikis Mitarbeiter beim gemeinsamen kreativen Prozess.

 

Ohne Technologie kein Digital Lab

Zur Umsetzung dieses Raumkonzepts gehört der Einsatz neuer Technologien – daher auch der Name. Digitale Whiteboards, multimediale 360 Grad Präsentationswände oder auch integrierte 3D-Drucker sind nur ein paar Beispiele. Eine große Rolle spielt auch die Vernetzung. Der Einsatz von Collaborative-Tools ermöglicht etwa vernetzte Präsentationen, in der alle Teilnehmer direkt eingreifen können. Es gibt auch schon Geräte, die Mimik und Gestik erkennen und Präsentationen mit Gestensteuerung ermöglichen. Text- und Spracherkennungstools machen die manuelle Protokollführung heute schon überflüssig.

In dem Ausschnitt von Minority Report macht Tom Cruise vor, wie ein Digital Lab vom Profi genutzt wird.

Solche digitalisierten Räume kennt man eigentlich nur aus amerikanischen Blogbustern, wie Minority Report, in denen hinter den übermenschlichen Agenten kompetente Zentralen stehen, die mit den neuesten Technologien ausgestattet sind. Doch Crisp Research hat herausgefunden, dass es auch fernab der Kinoleinwand mittlerweile an die 60 deutschen Digital Labs gibt. Aber interaktive Meetingräume und neueste Technologien können nur unterstützen – letztlich müssen wir Menschen die neuen kreativen Freiräume wahrnehmen und nutzen. Somit spielt auch bei Maisberger durch unsere undigitale Sitzecke B(e)-Free die Zukunftsmusik schon lauter.

Gibt es in Eurer Umgebung schon Ansätze für Digital Labs? Dann teilt es mit uns den Kommentaren – wir freuen uns drauf!

Anna von Trips

Anna von Trips

Kommt ursprünglich aus München und hat die letzten drei Jahre an der Universität Konstanz Literatur-Kunst-Medien studiert. Seit Oktober 2015 ist sie Trainee bei Maisberger im HR- sowie im IT-Team und beschäftigt sich unter anderem mit Infrastrukturen in Rechenzentren und Employer Branding.
Anna von Trips