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Wenn ich eines in meiner Zeit als PR-Trainee intensiv gelernt habe, dann, dass wirklich guter Content keine Sache von einfachem Drauflosschreiben ist. Man muss eine Menge Zeit und Kreativität in ein neues Content-Piece stecken, um dieses zu etwas wirklich qualitativ Hochwertigem auszuarbeiten. Keine leichte Aufgabe, immerhin haben wir nicht unbegrenzt Zeit und Ressourcen bei der Arbeit.

Aber muss es bei der Contenterstellung immer gleich etwas völlig Neues sein? Zuerst dachte ich das. Aber ich lernte schnell, dass es eigentlich reinste Verschwendung ist, sorgfältig aufbereitete Inhalte nach einmaliger Nutzung gleich ins Archiv wandern zu lassen. Tatsächlich ist es sogar besser, funktionierende Inhalte aufzugreifen und stetig weiterzuentwickeln. Denn erst dann können sie wirklich ihr volles Potenzial entfalten.

Dafür gibt es auch einen klangvollen Namen: Content Recycling. Doch was verbirgt sich genau dahinter?

Mehr als nur eine neue Headline

Beim Begriff Content Recycling denkt man wohl am ehesten über gesparten Arbeitsaufwand nach. Der Nutzen für die eigene Arbeit steht im Vordergrund. Dabei klammert man aber die eigentlich entscheidende Perspektive aus: die des Users. Und der oder die lässt sich nicht gerne hinters Licht führen. Wer beispielsweise Content dadurch recycelt, dass er bloß kosmetische Änderungen wie den Austausch von Headline und Headerbild vornimmt, wird schnell feststellen, dass Inhalte Reichweite verlieren und Nutzer auch mal ganz abspringen. Eine Entwicklung, die genau gegenteilig zum eigentlich gewünschten Ergebnis verläuft.

Besser ist es hier, man geht mit der gleichen Sorgfalt wie bei der Erstellung des Contents vor. Es passiert oft genug, das aufwendige Präsentationen, Whitepaper, Anwenderberichte etc. im virtuellen Archiv landen und nie wieder aufgemacht werden. Diese Inhalte gilt es stattdessen genau auf Aktualität zu prüfen und mit verschiedenen Ansätzen strategisch wiederzuverwerten. Passt der Content in seiner jetzigen Form noch zu Unternehmen und / oder Marke? Welche Zielgruppe will ich erreichen? Welches Ziel soll mit dem Recycling erreicht werden? Mit der Beantwortung solcher Fragen werden trotz eines Mehraufwands die vorhandenen Ressourcen effizienter und insgesamt sparsamer genutzt.

Ansätze für Content Recycling

  • Bestehenden Content aktualisieren, überarbeiten oder ergänzen und dann neu veröffentlichen: Zu neuen Inhalten gehören u.a. aktuelle Studienergebnisse sowie neue Fakten und Meinungen zum Thema
  • Bestehende Inhalte in ein neues Format für verschiedene Kanäle umwandeln: Audiovisuell kann man alte Textstücke wunderbar in Form von Infografiken, Slideshows oder auch Videos umarbeiten und sich damit zusätzlich neue Kanäle erschließen
  • Kürzere Content-Stücke zu größeren Formaten kombinieren: Das Zusammenführen unterschiedlicher Beiträge unter einem neuen Themenpunkt kann gewonnene Erkenntnisse wesentlich leichter für den User zugänglich machen
  • Vorhandenen Micro-Content nutzen, um Social-Media-Kanäle zu bespielen: Was im ersten Bullet genannt wurde, lässt sich natürlich auch umdrehen. Bereits erstellter Content kann ganz einfach entnommen und in (jeweils geeigneten) sozialen Netzwerken gestreut werden.

Die Art und Kennzeichnung des Contents sollte dabei immer beachtet werden. Spezifische Themen, etwa mit Bezug auf ein vergangenes Ereignis oder einen bestimmten zeitlichen Rahmen, sind nicht unbedingt für Recycling geeignet. Viel besser eignen sich dagegen klassische Zahlen, Daten und Fakten sowie veränderte Rahmenbedingungen, zum Beispiel bei neuen Gesetzen, Regelungen oder Entwicklungen. Hier kann man wesentlich leichter eine stetige Entwicklung oder auch eine radikale Veränderung aufarbeiten.

Der Weg ist das Ziel

Man merkt, es gibt einiges an Möglichkeiten, um seinen erstellten Content langfristig nutzen zu können. Neben dem hier genannten habe ich im Verlauf meiner Arbeit bei Maisberger aber auch einige mehr kennen- und für mich zu Nutzen gelernt. Denn Content Recycling geht Hand in Hand mit den Prinzipien, die gute PR-Arbeit auszeichnen, nämlich langfristig strategisch zu denken und zu kommunizieren. Das Ziel, das immer am Ende dieser Bemühungen steht, ist das Gleiche: Mehrwert zu schaffen, sowohl für uns als auch unsere Kunden!

 Du willst auch lernen, wie man das Potenzial seiner Texte voll ausschöpft! Dann schau doch einmal auf unserer Karriereseite vorbei und bewirb dich bei Maisberger. 

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Philipp Kliemank

Philipp Kliemank

Account Executive bei Maisberger GmbH
hatte nach seinem Soziologie Studium im Juni 2018 den Weg zu Maisberger gefunden. Er verstärkt dort das Industrie- und HC2-Team als Account Executive.
Philipp Kliemank