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Das Einmaleins der Maisberger-Bräuche

Ostern steht vor der Tür und somit auch die Zeit für verschiedenste Bräuche: Ob das Pflücken von Palmwedeln oder das Bemalen von Ostereiern, die Ostereiersuche oder das Osterfeuer – die Bandbreite ist groß. Wir nehmen das Fest der vielen Bräuche zum Anlass, um euch unsere typischen agenturinternen Traditionen vorzustellen:

Einstands-/Geburtstagskuchen

Neu bei Maisberger? Das geht mit einer wichtigen Verpflichtung einher, denn die Kollegen freuen sich immer über Kuchen, Muffins oder Brownies – so wird der Einstand ein Erfolg und ein erster Plausch mit den neuen Kollegen ist  garantiert.

Auch die Geburtstagskinder bei Maisberger sind fleißige Bäcker und eine Nachricht per Mail oder internem Chat-Tool mit den Worten: „Süßes in der Küche“ löst so manches Frohlocken, wenn nicht sogar eine agenturweite Wanderbewegung aus. Praktischer Nebeneffekt: Jeder weiß, welchem Maisberger zum neuen Lebensjahr gratuliert werden darf.

Kinderschokolade

Liegt Kinderschokolade am Morgen auf dem Empfangstresen aus, freuen sich die Kollegen nicht nur über die süße Begrüßung. Nein, Kinderschokolade bedeutet bei Maisberger die Bekanntgabe großer Neuigkeiten und den Startschuss zum großen Rätselraten: Welcher Maisberger erwartet bald Nachwuchs? Denn was heute für Kinderschokolade aller Art gilt, begann mit den beliebten Schokoladeneiern und bedeutete auch genau das: Kinder-Überraschung. Für Neulinge ist das gut zu wissen, denn es gilt: Vorsicht, bei der Wahl der Süßigkeiten, die mit den Kollegen geteilt werden – denn es können schnell Gerüchte entstehen!

Süßes auf der Theke

Ein weiterer Brauch, der sich am Empfang abspielt: Alles Essbare, das auf der Theke liegt, ist Freiwild ;). Jeder darf zugreifen und sich an der Auswahl an Leckereien bedienen. Egal, ob Osterhasen übrig geblieben sind oder beim Süßigkeiteneinkauf die Augen größer waren, als der Magen: Am Empfang abgelegt, findet alles einen glücklichen neuen Besitzer. Damit sich dieser auch bei den großzügigen Spendern bedanken kann, informiert unsere kleine Tafel immer über die neuesten Naschereien.

Krapfen zu Fasching

Ein anderer Brauch, der bei Maisberger Tradition hat, ist die Versüßung der fünften Jahreszeit. Jedes Jahr am Faschingsdienstag spendiert die Geschäftsführung der Agentur ein großes Paket der runden und unterschiedlich gefüllten Köstlichkeiten. In diesem Sinne: Helau und Alaaf!

Sommerfest

Wer einen Pool auf dem Bürogelände hat, kommt natürlich um eine Poolparty nicht herum. Deshalb gehört das Sommerfest fest zum Jahresverlauf bei Maisberger. Das Datum wird rechtzeitig bekannt gegeben, damit sich auch jeder den besagten Abend freihalten kann und so trifft sich die gesamte Agentur zum gemütlichen Beisammensein und lässt es sich gut gehen.

Weihnachtsfeier

Berühmt-berüchtigt ist die jährlich stattfindende Weihnachtsfeier. Hier verstecken sich gleich zwei typische Maisberger-Bräuche:

  1. Die Geschäftsführung verrät nicht, was an diesem Tag unternommen wird (ja, unsere Weihnachtsfeier geht von früh bis in den Abend) und gibt vorher nur bekannt, welche Kleidung die Mitarbeiter tragen sollten.
  2. Auch bei diesem Brauchtum sind wieder die Maisberger-Neulinge gefragt: Sie dürfen sich zur Erheiterung der Kollegen eine „Weihnachtspeinlichkeit“ ausdenken und diese am Abend aufführen. Der Kreativität und dem Einfallsreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt.

Jetzt kennt ihr einige unserer Maisberger-Bräuche und es bleibt nur noch zu sagen: Frohe Ostern und schöne Feiertage!

Welche Bräuche sind in eurem Unternehmen Tradition?

Interview ohne Worte – ein nicht ganz ernst gemeinter Blick in das Agenturleben

Das tägliche Brot in einer Agentur ist es, Interviews zu platzieren und an die Leserschaft der verschiedenen Zeitungen, Magazinen und Online-Portalen zu bringen. Deshalb wäre es nicht verwunderlich, wenn hier ein Beitrag zu einem „klassischen Interview“ zu finden wäre. Diesmal soll aber eine etwas andere Art des Interviews, das Interview ohne Worte, vorgestellt werden: Etabliert hat diese „Gesprächsform“ das Magazin der Süddeutschen Zeitung, das regelmäßig Stars und Sternchen vor die Linse holt und sie durch Bilder sprechen lässt. Wir dachten uns: Warum sollte dieses Format nicht auch Einblicke in das Maisberger-Agenturleben geben? Gesagt, getan und so findet ihr hier die Ergebnisse eines etwas anderen Interview-Streifzuges durch die Agentur – alles natürlich nicht ganz ernst gemeint. 😉 Aber wie heißt es so schön: Bilder sagen mehr als tausend Worte.

1. Wie sieht deine To-Do-Liste aus?

2. Wie fühlst du dich am Montagmorgen?

3. Dein Schreibtisch: Regiert das kreative Chaos oder bist du der strukturierte Typ?

4. Thema Mittagspause: Was kommt auf den Tisch oder was machst du in deiner Mittagspause?

Habt ihr einen Einblick in das Agenturleben bekommen?

Hier findet ihr noch mehr!

Alle Jahre wieder: die Maisberger Weihnachtsfeier

Zugegeben: Der Dezember ist vorbei und damit ist das Thema Weihnachten auch bei den allermeisten durch. Solange, bis es dann ganz unerwartet und zu einem ungünstigen Zeitpunkt (wie jedes Jahr 😉 ) wieder auftaucht und die allgemeine Geschenke-und-wir-müssen-besinnlich-und-entspannt-sein-Panik aufkommt. Bis dahin ist aber noch ein bisschen Zeit. Deshalb soll es hier um eine Besonderheit des Dezembers gehen: Die alljährliche Weihnachtsfeier!

Und das Wörtchen „Weihnachtsfeier“ ist bei Maisberger mit zwei Traditionen versehen:

  1. Keiner weiß, was an diesem Tag passiert. Unsere Geschäftsführerin Frau Faderl plant unter höchster Geheimhaltungsstufe einen kompletten Tag mit Spiel, Spaß und Essen.
  2. Die Maisberger-Weihnachtspeinlichkeit: Hier dürfen sich alle Neulinge als Einstand in die Agentur einen kleinen kreativen Auftritt ausdenken, der die Kollegen erheitert und für die Newbies – wie der Name schon vermuten lässt – tendenziell etwas zu Schamesröte führt. 😉

Top Secret!

Aber nun alles Schritt für Schritt: Wenn es auch bei Maisberger langsam Winter wird, ist irgendwann der Tag gekommen, an dem jeder Mitarbeiter eine Mail mit dem Betreff „Weihnachtsaction“ im Postfach findet. Darin: allerlei Informationen dazu, welche Kleidung für den Tag empfehlenswert ist, wann es los geht und wann es zurückgeht – mehr allerdings nicht: Wo es denn hingeht und was an dem ominösen Ort geplant ist, bleibt geheim. So auch dieses Jahr: Am Tag der Weihnachtsfeier standen alle Maisbergers, ausgestattet mit Mütze, Handschuhen, Wanderschuhen und Skikleidung, vor der Agentur und warteten – noch immer völlig ahnungslos – auf den Bus. Nach einer Stunde Busfahrt war zumindest der Ort der Maisberger-Weihnachtsaction klarer: Es ging an den Schliersee. Das Wetter war auf unserer Seite und wir stärkten uns erst einmal für den Nachmittag.

Nach dem leckeren Mittagessen kam endlich die lang ersehnte Auflösung: Wie zu erwarten sollte es sportlich werden: Crossgolf stand auf dem Plan! So schnallten wir uns alle die Schneeschuhe an, schnappten uns Schläger und versuchten uns mehr oder minder erfolgreich an einem professionellen Abschlag. An manch einem ist wohl tatsächlich ein Golf-Profi verloren gegangen, manch anderer aber war schon froh, wenn er den Ball auch nur traf.

Um den Schwierigkeitsgrad noch etwas zu erhöhen, war neben dem Erreichen der verschiedenen Golflöcher, auch die ein oder andere kniffelige Team-Aufgabe zu lösen. Nach der sportlichen Betätigung konnten wir uns am Feuer aufwärmen und mit Glühwein und Punsch stärken.

Das Highlight des Abends

Nach dem anstrengenden Nachmittag hatten wir uns einen gemütlichen Ausklang des Tages verdient: Bei Käsefondue und traditionell bayerischer musikalischer Untermalung tauschten wir die Erlebnisse des Nachmittages aus und die Kollegen warteten gespannt auf den Höhepunkt des Abends: Die Weihnachtspeinlichkeit! Die Idee war, dass wir Newbies uns auf verschiedene Stellen beim Weihnachtsmann mit unserem No-Talent bewerben: beim Geschenke-Einpack-Service, in der Weihnachtsbäckerei oder im weihnachtlichen Orchester. So führte jeder mit großer Hingabe sein nicht-ganz-vorhandenes Talent vor, was zu mancher Erheiterung beitrug. 😉

Wie jedes Jahr hat der Einstand der „Neuen“ bei Maisberger für viele Lacher gesorgt und wird sicherlich auch auf der kommenden Weihnachtsfeier ein Highlight sein, wenn es wieder heißt: Alle Jahre wieder auf zur Weihnachtsfeier mit Weihnachtspeinlichkeit!

Gibt es auch bei euch „Traditionen“ auf Firmenfeiern? Wie sehen diese aus?

Geisteswissenschaften im Gepäck – PR als Ziel

Geisteswissenschaften im Gepäck – PR als Ziel

#WriteYourWay! Diese Einstellung hatten auch und Daniela Dlauhy und Stefanie Köhr – zwei Maisbergerinnen, die im dritten Beitrag unserer neuen Blogreihe zu Wort, beziehungsweise zu Stift, kommen. Beide haben einen geisteswissenschaftlichen Hintergrund, Lehramt spielte bei beiden eine Rolle und doch sind ihre Wege in die PR unterschiedlich verlaufen.

In unserem ersten und zweiten Blogbeitrag habt ihr schon vier Maisberger und deren Einstiegsgeschichten vorgestellt bekommen – doch unsere Agentur hat noch weitere spannende und faszinierende Wege in die PR zu bieten, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Man schnappe sich zwei Kollegen – in diesem Fall Kolleginnen – nehme sich etwas Zeit und befrage sie zu ihrem Werdegang. Nachdem ich die erste Scheu abgelegte und in die Rolle des Interviewers hineinfand, habe ich schnell gemerkt, dass diese Blogreihe ein schönes Mittel ist, um Kollegen besser kennen zu lernen und mehr über deren Leben zu erfahren. Doch wie sind nun Daniela und Stefanie zur PR gekommen?

Erste Berufswünsche und die Wahl des Studiums

Danielas erster Berufswunsch, nämlich Lehrerin zu werden, stammt aus Grundschultagen – sie hatte tatsächlich Spaß daran, Proben zu erstellen und diese dann zu benoten, mit Hilfe unterschiedlicher Stempel. Diesen Wunsch legte sie im Verlauf der weiteren Schulzeit jedoch bald wieder ab und setzte bei der Wahl ihres späteren Studiums eher auf das Ausschlussprinzip: Auf jeden Fall NICHT Jura, Medizin oder Lehramt. „Sprachen haben mich fasziniert, Kultur und Politik auch – ich war vielseitig interessiert und wollte mich nicht auf ein Fach festlegen“, sagt Daniela. So fiel ihre Entscheidung auf European Studies. In diesem Studiengang war sie nicht auf ein Thema fokussiert, sondern konnte sich mit unterschiedlichen Dingen beschäftigen und auch ihrer Leidenschaft für Sprachen (v.a. Französisch) und für andere Länder nachgehen. Auch Stefanie war von Sprachen begeistert und das schon während ihrer Schulzeit. Neben Englisch, entschied sie sich am Gymnasium deshalb dazu, auch Französisch und Spanisch zu lernen. Später schlug sich ihr Interesse in der Leistungskurswahl nieder: Deutsch LK sollte es sein. Aber auch nach der Schule blieb diese Begeisterung bestehen. „Ich spielte mit dem Gedanken, Kommunikationswissenschaften zu studieren und bewarb mich sogar für den Studiengang“, erzählt Stefanie. Dennoch warf sie den Plan, in die Kommunikationsbranche einzusteigen, über Bord – zumindest fürs erste – und schrieb sich am Ende für Lehramt mit der Fächerkombination Deutsch, Geografie und Wirtschaft ein.

Es wird konkreter: Der Einstieg in die PR

„Eigentlich bin ich auch über das Ausschlussprinzip in die Kommunikation gekommen“, sagt Daniela, „genauer gesagt über verschiedene Praktika im Kulturbereich, in der Politik, im Marketing und in der Kommunikation, in Montpellier, Berlin, Strasbourg und New York.“ Grinsend schließt sie an: „Ich bin viel rumgekommen.“ Bei Arte hatte sie erste Berührungspunkte mit PR. Hier hatte sie erstmals Kontakt mit Journalisten, verfasste Pressetexte und erstellte Themendossiers. Bei BMW lernte sie unternehmensseitige Marketing- und Kommunikationsarbeit kennen – und erkannte, dass der Einstieg in die Kommunikation für sie über eine Agentur der bessere ist. „Mich hat die Arbeit in einer Agentur mehr gereizt: Erstens ist sie kreativer. Zweitens arbeitet man nicht nur an einem Thema oder einem Projekt, sondern für mehrere Kunden und nutzt damit einfach mehr Maßnahmen aus dem Werkzeugkasten der Kommunikation. Da ist sie wieder, die Vielseitigkeit, die mich reizt.“ So ist Daniela als PR-Trainee zu Maisberger gekommen und ist mittlerweile erfahrene Beraterin im Human Centered Communications Team. Auch Stefanie hatte ihren ersten Einstieg in die PR bei Maisberger – in diesem Fall als Praktikantin. Nach dem Studium war ihr klar: „Mein Interesse für Kommunikation ist immer noch da und stärker als der Wunsch, Lehrerin zu werden.“ So hat sie angefangen sich durch das Word Wide Web zu googlen und sich bei verschiedenen Agenturen zu bewerben. „Das Gespräch bei Maisberger war so nett und sympathisch (lacht), deswegen habe ich hier die Praktikumsstelle angenommen.“ Nach einem kurzen Abstecher nach ihrem Praktikum in eine andere Agentur, kam sie im Sommer 2014 zurück zu Maisberger und ist seitdem als Beraterin fester Teil des IT-Teams.

Der Einstieg in die PR ist fast geschafft – doch welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Nachdem ich einiges über das Leben der beiden erfahren habe, wollte ich noch wissen, was ihrer Meinung nach wichtig ist, um im täglichen PR-Geschäft zurecht zu kommen. Daniela meinte sofort: „Textstärke, nach wie vor bzw. mehr denn je, und Aufgeschlossenheit. Mit Aufgeschlossenheit meine ich nicht nur eine extrovertierte und kommunikative Persönlichkeit, sondern auch Offenheit gegenüber Themen. Wir müssen die verschiedensten Themen unserer Kunden wiedergeben – auf diese muss man sich einlassen, damit man sie erklären kann. Dazu braucht es auch Anpassungsfähigkeit und Flexibilität – wir PR-Berater sind schon ein bisschen Chamäleons. Das wichtigste aber: Empathie. Als Berater muss man Empathie für den Kunden entwickeln, man muss sich in jeden Kunden eindenken und einfühlen können. Nur so kristallisiert sich heraus, wie der jeweilige Kunde tickt, was ihm wichtig ist, wie er von uns wiedergegeben und von anderen wahrgenommen werden möchte.“ Für Stefanie ist eine sehr gute Selbstorganisation eine entscheidende Eigenschaft, die man für diesen Beruf mitbringen muss. „Wir haben meist viele Aufgaben gleichzeitig auf dem Tisch, die erledigt werden müssen. Hier gilt es Prioritäten setzen zu können“, so Stefanie. Außerdem wichtig: Kreativität, diplomatische Fähigkeiten und das Interesse für komplexe Themen – letzteres spielt besonders hier bei Maisberger eine entscheidende Rolle, denn Robotik, IoT oder Storage sind das Daily Business.

Nachdem die beiden mir die wichtigsten Eigenschaften aufgelistet hatten, stellte ich Ihnen eine, wie sie meinten, letzte „fiese“ Frage (Stefanie: „Du kannst vielleicht Fragen stellen!“ – ja, mach ich gerne 😉 ): Welche Eigenschaften zeichnen euch für die PR aus? Daniela sagt, dass sie wohl über die oben bereits angesprochene Empathie verfügt, Stress und Druck gut aushält und einen sehr guten Überblick über die vielen Kunden und Projekte in ihrem Team behält. Stefanie ist ein Organisationstalent. Sie schafft es, aktuelle Aufgaben zu erledigen und auf dem Schirm zu behalten, während sie gleichzeitig proaktiv nach neuen Aufgaben sucht. Nachdem die beiden auch diese letzte „fiese“ Frage beantwortet hatten, war das Interview zu Ende und ich stand vor den Fragen: Erstens, wie soll ich anfangen und alles in einem Beitrag unterbringen?! Zweitens und entscheidender: Was lerne ich daraus? Ich konnte auf jeden Fall  zwei Kolleginnen von einer anderen Seite kennenlernen (empfehle ich übrigens jedem: interviewt mal eure Kollegen, ihr werdet spannende Dinge erfahren) und: Es gibt nicht den einen, richtigen Weg in die PR!

Tipps für PR-Neulinge:

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Empathie entwickeln – Überraschung! 😉 Das kann man nicht früh genug lernen. Und: Nimm am Anfang so viel mit, wie es nur geht, damit du dich später spezialisieren kannst. Beraten, texten, planen, kreieren, organisieren – unser Job ist so vielseitig, wir können so viel machen. Finde heraus, wo deine Stärken liegen und wo du dich hin entwickeln willst! – Daniela

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Durchbeißen ist wichtig. Am Anfang fühlt sich jeder etwas überfordert, z.B. aufgrund des Vokabulars: Clippings, Reportings, Calls oder Thought Leadership Articles. Zudem sollten gerade PR-Neulinge lernen zu priorisieren – das ist in einer solch schnelllebigen Branche, wie der PR das A und O. – Stefanie

Was habt ihr studiert, bevor ihr in die PR gekommen seid? Wir freuen uns auf eure Antworten!

Maisberger im Wandel der Zeit: Ein Interview mit einer langjährigen Mitarbeiterin

Die Arbeitswelt hat sich gerade für Mitarbeiter in den letzten Jahren stark verändert – was gestern noch á la mode war, ist heute schon wieder veraltet. So wechseln Arbeitnehmer heute ihren Arbeitgeber beispielsweise deutlich häufiger, als noch vor einigen Jahren. Jene Mitarbeiter, die über eine lange Zeit bei einem Unternehmen bleiben, sind selten geworden – und für die Unternehmen selbst, aber auch für die Kollegen ein wahrer (Wissens-)Schatz. Welche Geschichten haben sie zu erzählen? Welchen Wandel und welche Veränderungen haben sie an ihrem Arbeitsplatz erlebt? Wir haben uns bei Maisberger auf Schatzsuche begeben und sind fündig geworden: Maisberger-Urgestein Emma Deil!

Emma, wie lange bist du schon bei Maisberger?

Ich arbeite hier seit 21 Jahren.

Erinnere dich an deinen ersten Arbeitstag und blicke auf deinen heutigen: Was sind die ersten drei Dinge, die dir einfallen, die sich massiv verändert haben?

In meinen ersten Wochen wurde darüber diskutiert, ob überhaupt jeder Mitarbeiter eine eigene E-Mailadresse braucht – das ist heute undenkbar!

Die Pressemitteilungen wurden noch ausgedruckt und per Hand eingetütet. Mit Briefmarken mussten wir die Umschläge nicht versehen – dafür gab`s eine extra Frankiermaschine.

Heute „pitchen“ wir bei Redakteuren oder wir gehen zu potenziellen Kunden und „pitchen“ mit schicken Präsentationen. Das Wort „pitchen“ gab es zu Beginn meiner Maisberger Zeit noch nicht in dieser Bedeutung. Redakteure haben wir angerufen, um Themenideen vorzustellen. Vor ziemlich genau 20 Jahren ging es dann damit los, dass wir zu Akquiseterminen oder Treffen  DIN A5-Ledermappen mit feinsäuberlich ausgedruckten Folien mitgenommen haben, um die Agentur und unsere Arbeit besser präsentieren zu können.

Wie viele “Büroumzüge” hast du mit gemacht und was hat sich dadurch geändert?

Der erste Umzug war von der Hackenstraße in die Kirchenstraße. Im Büro in der Hackenstraße hatten wir dunkles Parkett, das bei jedem Schritt knarzte, und winzige Büroräume mit kleinen Fenstern. Das Büro in der Kirchenstraße war dann neu und modern – mit raumhohen Fenstern und einer hellen, freundlichen Atmosphäre.

In der Kirchenstraße sind wir dann ein weiteres Mal umgezogen – in das Gebäude nebenan.  Hier gab es keine einzelnen Büros mehr, sondern ein Großraumbüro pro Etage.

Dann kam der dritte Umzug der Agentur in unser heutiges Großraumbüro in der Claudius-Keller-Straße. Seither haben wir flexible Arbeitsplätze.

Wie hat sich die Arbeitsweise über die Zeit hinweg verändert?

Zu Beginn meiner Zeit in der PR haben wir generell mehr mit Journalisten telefoniert. Was damals aber bei Maisberger schon super war: Wir haben nicht jeder einzelnen Pressemitteilung hinterher telefoniert – das war in anderen Agenturen durchaus noch Gang und Gebe. Heute dagegen sind der Kontakt über E-Mail und die digitalen Kanäle sehr viel wichtiger. Durch die neuen Kanäle hat sich auch der Kontakt zu den Kunden weiterentwickelt – gerade im internationalen Bereich. Insgesamt haben regelmäßige Update-Calls und  standardisierte Reportings heute einen höheren Stellenwert.

Der Ausschnittdienst für Printmedien war quasi das „Echtzeit-Monitoring“ und das Internet hat sich erst langsam als Recherche-Tool entwickelt! Jeder musste fest im jeweiligen Thema verankert sein und wir waren auf Freieinweisungen der Verlage angewiesen.

Verhältnis von Männern und Frauen in der PR: Hat sich deiner Meinung nach der Frauen-/Männeranteil über die Jahre verändert?

In der Agentur gab es damals wie heute mehr Frauen – im Moment sind es vergleichsweise viele Männer.

Was war dein ehrwürdigster Moment mit den verschiedenen Geschäftsleitungen, die du miterlebt hast?

Mein Vorstellungsgespräch mit Paul Maisberger hatte ich in einer Vinothek in der Nähe vom Münchner Hauptbahnhof.

Beim Maisberger Wochenende in Athen – das war 2000 ­– war ich mit Christian Kvech zusammen in einem Team für die Stadtralley. Insgesamt waren es drei oder vier Teams.

Herr Pschera und ich hatten gemeinsam die ehrenvolle Aufgabe, auf Burg Frankenstein bei der Jubiläumsfeier eines Kunden die Agentur zu vertreten.

Mit Frau Faderl ergeben sich oft Gelegenheiten für Gespräche – in der Agentur, auf Feiern oder bei Ausflügen.

Vielen Dank für das Interview, Emma!

Gerade bei Agenturen ist die Fluktuationsrate in der Regel hoch. Und nicht jede Agentur kann mit Stolz von sich behaupten, dass sie Menschen beschäftigt, die über einen langen Zeitraum dort tätig sind, sämtliche Veränderungen miterleben und auch zum Wandel beigetragen haben.

Wie ist es bei euch? Welche Voraussetzungen müssten erfüllt sein, dass ihr lange bei einem Unternehmen bleiben würdet?