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360° – flächendeckend kommunizieren

Marken und Unternehmen kommunizieren nicht nur über einen Kanal, sondern via vielen verschiedenen wie Medien, Social Media, Newsletter, Videos und mehr. Damit sich der Inhalt der unterschiedlichen Kanäle nicht gegenseitig widerspricht oder dessen Verbreitung ohne Wirkung bleibt, ist eine ganzheitliche Kommunikationsstrategie die Lösung.

Stellen wir uns folgendes vor:

Ihr habt schweißtreibend einen Blogbeitrag geschrieben und den letzten Feinschliff gemacht – jetzt muss er nur noch online gehen und die Besucher stürzen sich darauf? Schön wär’s, aber die meisten können kaum wissen, dass sich euer neues Meisterwerk im Netz befindet. Um das zu ändern, kommuniziert ihr es über Twitter, Faceboook & Co. – und schon bewegt ihr euch nicht mehr eindimensional, sondern seid „mittendrin“ in einer 360-Grad-Kommunikation.

Eine ganzheitliche Kommunikationsstrategie bringt den entscheidenden Vorteil mit sich: Ihr  erreicht zahlreiche Personen und macht sie auf euren Content aufmerksam. „Also einfach über alle Kanäle hinweg drauflos kommunizieren!?“ Nicht ganz, ihr müsst hier etwas vom Gaspedal gehen, um die potentiellen Leser gezielt zu erreichen.

Erst denken, dann handeln
Wie bei jeder Kommunikationsmaßnahme ist das strategische Vorgehen existenziell, damit ihr eure Energie nicht wirkungslos vergeudet. Kommen wir noch einmal zum Beispiel vom Blogbeitrag zurück: Dieser wird zum Zentrum, von dem aus rundherum „Verzweigungen“ verschiedener Channels erstellt werden.

360-Grad flächendeckend kommunizieren über Facebook, Twitter, Newsletter & CO

In anderen Fällen kann es sich statt eines einzelnen Beitrags, um ein gesamtes Thema handeln, dass es über verschiedene Kanäle zu kommunizieren gilt. Dabei muss die Kommunikation nicht geradlinig sein. Vielmehr kann es zu einer Vernetzung kommen, bei der ihr eure Leser zum Beispiel durch einen Mail-Newsletter auf den Blogbeitrag leitet und von dort aus wieder auf eine Facebook-Seite.

Einmal rundherum
360-Grad-Kommunikation bedeutet den potentiellen Leser an den richtigen Kontaktpunkten mit den passenden Inhalten zu überzeugen. Damit euch das gelingt, gibt es hier vier Tipps für das richtige Vorgehen:

1. Zielgruppe kennen
Nach dem Gießkannenprinzip alle möglichen Personen wahllos mit Inhalten zu begießen, ist nicht sehr effektiv. Überlegt euch genau: Wer sind die Leser? Welche Informationen benötigen sie? Know-how über die Zielgruppe ist die Basis für den Kommunikationserfolg.

2. Die richtigen Kanäle bespielen
Nachdem die Zielgruppe definiert ist, stellt sich die Frag nach der Kontaktaufnahme. Denn es nützt nicht viel via Twitter Botschaften zu versenden, wenn die potentiellen Leser dort nicht aktiv sind. Findet heraus, wo sie zu erreichen sind, um eure Botschaft gezielt zu verbreiten.

3. Botschaften optimieren
Jeder Kommunikationskanal wird von unterschiedlichen Nutzern mit diversen Präferenzen und Verhaltensweisen genutzt. Während die Tonalität bei Facebook oft lockerer ist, zeigt sich LinkedIn als Business-Netzwerk von einer seriösen Seite. Um euren Content erfolgreich platzieren zu können, müssen diese für den jeweiligen Kanal angepasst werden – kurz und knackig, lang und ausführlich oder doch eher frech und provokativ? Passt eure Botschaft an den jeweiligen Channel an und ihr erhöht die Chance, dass die gewünschten Nutzer euren Content interessant finden. Ein Kaninchen würdet ihr ja schließlich auch nicht mit einer Torte anlocken.

4. Dranbleiben
Nachdem ihr eure Kanäle ausgewählt habt und die abgestimmten Botschaften kommuniziert,ist ein kontinuierliches Monitoring gefragt. Analysiert die einzelnen Kanäle und verbessert Schwachstellen. So könnt ihr zum Beispiel die einzelnen Botschaften stetig optimieren und die Auswahl der Kanäle aufeinander abstimmen.

Die Crème de la Crème
Natürlich ist das oben genannte Beispiel nur auf einen Blogbeitrag und wenige Channels bezogen. Falls sich ein ganzes Thema als Kommunikationsgegenstand anbietet oder auch weitere Kanäle wie Webseiten, Medien oder Marketinginstrumente hinzukommen, wird es um einiges komplexer. Doch in jedem Fall gilt: eine durchdachte Strategie bietet die ideale Basis für gelingende Kommunikation.

Nachdem ihr eine 360-Grad-Kampagne erfolgreich umgesetzt habt, kann die nächste Stufe in Angriff genommen werden: Die nächste Kampagne ebenso in sich stimmig zu gestalten, allerdings dabei die Schnittstellen zur vorangegangenen Kampagne zu beachten und zu bedienen.  So findet eure gesamte Kommunikation, über alle Themen und Kanäle hinweg unter einem gemeinsamen strategischen Dach statt.

 

 

PR-Agentur – klares Ziel vor Augen?

#Writeyourway! Der vorletzte Beitrag unserer Blogreihe handelt von Beate Faderl, Managing Partner, und Philipp Hühne, Account Director bei Maisberger und zeigt erneut: Viele bunte Wege führen in die PR. Ob als Frischling von der Uni oder als erfahrene Fachkraft – bei Maisberger trifft Knowhow aus allen Bereichen aufeinander.

Beate Faderl ist ein alter Hase bei Maisberger. Schon seit 20 Jahren ist sie Teil der Agentur und kümmert sich als Geschäftsführerin um die systematische Entwicklung des Business Development und um den Vertrieb. Während ihrer Schulzeit sah der Karriereplan jedoch noch anders aus, verrät sie: „Ich wollte irgendetwas in Richtung Sport machen, da ich begeisterte Turnerin war und auch in entsprechenden Leistungsgruppen trainierte.“

Noch heute ist der Sport eine ihrer großen Leidenschaften – wenn auch nur als Hobby. Dafür gab es später zwei neue Berufswünsche, die verfolgt wurden: „Einerseits der handwerkliche Goldschmied und andererseits die Unternehmensberatung. Der Hintergrund beim Letzteren bestand darin, deutsche Unternehmen im Umgang mit Firmen aus Japan zu beraten“.

Aus dem Berufswunsch Goldschmied ist zwar nichts geworden, ihr Interesse für die japanische Kultur verfolgte Frau Faderl aber an der Uni weiter, indem sie Japanologie mit den Nebenfächern BWL und Politologie studierte. Nach ihrem Studium war sie als European Sales Managerin bei einem IT-Unternehmen beschäftigt – und lernte dort Maisberger erstmals von der Unternehmensseite aus kennen.

Fester Karriereplan muss nicht sein

Ähnlich praktisch veranlagt, war auch Philipp Hühne. Ein Studium kam für ihn erst einmal nicht infrage. Vielmehr sollte es etwas Praxisnahes sein. Das kam dann aber doch anders: „Tatsächlich war ich sehr froh, die Zeit des Zivildienstes zu haben, um mich zu orientieren.“ So entschied sich Philipp dann, trotz eines Vorstellungsgespräches als Hörakustiker, letztlich doch für ein Studium: Diplom-Sozialwissenschaften an der Uni Göttingen.

Im Kindergarten sahen die Karrierevorstellungen jedoch noch anders aus, grinst er. Rennfahrer oder Stuntman waren einst Philipps Traumberufe. Doch lachend gibt er zu: „Die graue Welt der Realität hat mich eingeholt.“ Weder die Studiengänge, noch die Karrierepläne sahen identisch aus, und doch sind sowohl Frau Faderl als auch Philipp heute hier, bei Maisberger.

Neben dem Studium Praxisluft schnappen

Einen gemeinsamen Nenner haben dann doch beide – den Nebenjob: Frau Faderl finanzierte ihr Studium durch eine Nebentätigkeit in einem IT-Unternehmen: „Das hat mir sehr viel gebracht, da ich nicht nur die theoretische Ausbildung an der Uni hatte, sondern auch praktische Erfahrungen sammeln konnte.“ Die vielseitigen Eindrücke haben sie sehr geprägt und ihr einen guten Umgang im Vertrieb sowie in Kundenbeziehungen ermöglicht. Zudem entdeckte sie dort auch das Interesse für Marketing und Vertrieb. Auch Philipp hatte bereits während seiner Nebentätigkeit Berührungspunkte mit seiner jetzigen Tätigkeit. Gemeinsam mit einem ehemaligen Mitbewohner, organisierte er die PR und das Marketing für ein Musikfestival – das Musikschutzgebiet. Beide sind sich einig: Die Erfahrungen aus diesen Jobs sind sehr viel Wert und halfen auch im späteren Berufsleben.

Bauchgefühl: Maisberger

Eine Frage aber ist noch offen: Wieso haben sich beide schließlich für die Agentur in München entschieden? Auch hier sind sie sich einig: „Für mich war damals ganz entscheidend, dass ich ein gutes Bauchgefühl hatte. Dass ich zu Maisberger kam und sofort das Gefühl hatte, es passt“, freut sich Frau Faderl noch heute. „Man muss sich wohl fühlen. Wenn man beim Gespräch oder Probearbeitstag nichts Positives herausziehen kann, sollte man die Finger davon lassen“, stimmt Phillip zu. Er schätzt insbesondere den sehr fairen, offenen und ehrlichen Umgang miteinander. Es ist nicht wichtig woher einer kommt, vielmehr können positive Eigenschaften oder Wissen miteingebracht werden, um die Kommunikation zu rocken – als Team.

Was zählt

Nach vielen Jahren Erfahrungen in der PR-Welt, wissen beide, worauf es auf dem Weg in die PR ankommt. Philipp sieht das Schreiben als eine der Kernkompetenzen an: „Wenn kein Interesse am Schreiben besteht, dann funktioniert das nicht.“

Doch dieses Interesse muss nicht von Beginn an brennen, beschreibt er: „Während dem Studium konnte ich mir das nicht wirklich vorstellen, aber das liegt wahrscheinlich an den ganzen Seminararbeiten. Ich habe das Schreiben erst bei Maisberger richtig schätzen gelernt.“

Für Frau Faderl ist vor allem Agilität sehr wichtig, also sich immer wieder an neue Situationen anpassen zu können: „Die Innovationszyklen werden immer kürzer und der Markt dynamischer. Heutzutage kann sich keiner mehr erlauben, still zu stehen und zu sagen, dass er ausgelernt hat. Wir müssen alle, auch nach dem Studium, flexibel gegenüber neuen Themen bleiben – und bereit sein, jeden Tag aufs Neue dazuzulernen und sich neu zu erfinden.“

Phillip ergänzt abschließend: „Und ansonsten muss Motivation und Interesse vorhanden sein. Mutig Sachen ausprobieren, vielleicht wieder verwerfen, ansonsten hat man keine Chance“.

Zwei unterschiedliche Menschen, zwei unterschiedliche Wege, ein Ziel. Und auch hier hat es funktioniert: Frau Faderl und auch Philipp fühlen sich noch immer wohl bei Maisberger.

 

 

Wichtig ist das Thema Begeisterungsfähigkeit und sich auf die Themen einzulassen. Jeder sollte neugierig auf die Trends und Innovationen am Markt sein und nicht irgendwann stehen bleiben. Auch der Spaß im Umgang mit Menschen, der Kommunikation und an der Sprache sind gute Voraussetzungen.

Ich habe keine Guideline, wie man die passende Agentur findet. Man muss sich dort wohl fühlen. Wenn beim Gespräch oder am Probearbeitstag nichts Positives herauskommt, sollte man die Finger davon lassen.