qooly

Das Interview – welche Rolle spielt der PR-Berater?

Interview-Hosting

Es gibt eine Vielzahl an Interviewformen – in der PR und hier bei Maisberger werden Interviews meist telefonisch oder persönlich auf Events, Messen oder an sonstigen Locations durchgeführt.

Als PR-Berater liegt unsere Aufgabe nicht darin, Interviews zu führen – das überlassen wir den Journalisten. Der PR-Berater ist vielmehr das Bindeglied zwischen dem Journalisten und dem Kunden. Unsere Aufgabe liegt darin, den Kunden an die Hand zu nehmen und ihm ein sicheres Gefühl vor, während und nach dem Interview zu geben. Zudem stehen wir in der Verantwortung, dem Journalisten ausreichend Input für einen Artikel zu liefern.

Vor dem Interview

Die zentrale Aufgabe eines PR-Beraters vor dem Interview ist es, den Kunden auf das Interview vorzubereiten. Hierbei wird immer ein Briefing-Dokument erstellt. Daraus entnimmt der Kunde alle wichtigen Informationen über den Journalisten sowie mögliche Interviewfragen. Über ein zusätzliches Telefonat vor dem Interview kann der Ansprechpartner zusätzlich gebrieft werden – dies geschieht oft auch kurz vor dem Interview direkt vor Ort. Dabei ist stets darauf zu achten, über wie viel Erfahrung der jeweilige Sprecher mit der Presse verfügt.

Während dem Interview

Während eines Interviews hält sich der PR-Berater eher im Hintergrund und begleitet lediglich das Gespräch. Der PR-Berater schreitet dann ein, wenn es zu kritischen Fragen kommt oder der Ansprechpartner keine Antwort parat hat. Hierbei gilt es immer, sachlich und vor allem höflich zu bleiben – und bei hitzigen Diskussionen oder sogar Streitsituationen die Ruhe zu bewahren und die Wogen zu glätten. Zudem werden zu Beginn des Interviews beide Parteien einander vorgestellt und eine angenehme Atmosphäre geschaffen – Smalltalk kann hier helfen. Am Ende des Interviews rundet der PR-Berater das Interview ab und klärt mögliche Fragen.

Nach dem Interview

Der PR-Berater versorgt nach dem Interview alle Beteiligten, vor allem aber den Journalisten, mit den notwendigen Materialien. Zudem kann das Interview im Anschluss mit dem Kunden Revue passiert werden, um gegebenenfalls Schlüsse oder Learnings daraus zu ziehen.

Tipps für das erfolgreiche Interview-Hosting

Folgende Tipps helfen euch, das nächste Interview zu meistern:

Pünktlichkeit

Oder besser: Überpünktlichkeit! Seid entsprechend frühzeitig vor Ort, um sowohl den Kunden, als auch den Journalisten zu empfangen. Bei Gelegenheit könnt und sollt ihr euren Ansprechpartner vor Ort briefen. Zu spät kommen ist definitiv ein No Go.

Erscheinungsbild

Achtet unbedingt darauf, euch angemessen zu kleiden. Dabei gibt es allerdings kein Allgemeinrezept, sondern hängt von Anlass, Location und Rang des Ansprechpartners ab. Ein gutes Mittel ist es hier, sein Gegenüber zu spiegeln. Unten findet ihr verschiedene Dresscodes – bei Maisberger gilt meist Business Casual.

Smalltalk

Smalltalk halten zwar viele für überflüssig, ist allerdings im Rahmen von Interviews ein unschlagbares Mittel, um die Stimmung aufzulockern oder einfach nur Zeit zu überbrücken. Achtet aber darauf, welche Themen ihr ansprecht.

Auftreten

Seid auf der einen Seite freundlich und höflich, allerdings auch sicher und bestimmt. Als Host müsst ihr die Fäden des Interviews in eurer Hand behalten. Zeigt also, dass ihr fachlich im Thema verankert seid – wenn nicht sogar allwissend.

Zuhören und Mitschreiben

Auch wenn ihr als PR-Berater meist keinen aktiven Gesprächspart übernehmt, hört unbedingt genau zu und macht euch Notizen. Ihr solltet nach dem Interview in der Lage sein, die zentralen Inhalte des Gesprächs wiederzugeben. Zudem ist es wichtig, das Ziel des Interviews im Auge zu behalten, falls die Beteiligten abzuschweifen drohen.

Kontakte knüpfen

Interviews bieten eine großartige Möglichkeit, um Kontakte mit Journalisten zu knüpfen. Besonders als PR-Berater sind gute Kontakte entscheidend. Zeigt euch also von eurer besten Seite.

Ricarda Dietrich verrät euch ihre ultimativen Tipps für das Interview-Hosting:

  • Vorbereitet sein, sprich in der Lage sein, den Sprecher sowie den Journalisten bzw. das Medium kurz vorzustellen, und über mögliche Interviewthemen Bescheid wissen.
  • Aufmerksam zuhören: Es kann sein, dass der Sprecher kurz Unterstützung braucht (beispielsweise mit einem Referenznamen); um ein sauberes Follow-up machen zu können, sollte man wissen, welche Inhalte im Gespräch angesprochen wurden.
  • Zusammenfassung am Ende des Interviews: was wird noch an Material benötigt? Wie verbleibt man nach dem Gespräch?
Ricarda Dietrich

Account Manager, Maisberger GmbH

Als PR-Berater seid ihr in der Position, Interviews nicht selbst führen zu müssen – das Interview-Hosting ist allerdings nicht zu vernachlässigen. Auch wenn ihr im Hintergrund bleibt, seid unbedingt aufmerksam und bereitet euch ausgiebig auf das Gespräch vor. So werdet ihr das Interview auf jeden Fall meistern.

 Du möchtest selbst die PR-Seite von Interviews kennenlernen?

Dann bewirb dich bei uns!

Diversity-Management – Vielfalt als Unternehmensvorteil

Deutschland ist bunt! Nicht nur in der Gesellschaft spielt Diversity eine immer größere Rolle, sondern auch in der Unternehmensführung. Das Stichwort hier lautet Diversity-Management oder auch Vielfaltsmanagement genannt. Damit beschäftigt sich auch die PR und setzt vor allem in der internen Unternehmenskommunikation die Vielfalt in den Vordergrund.

Warum Vielfalt?

Diversity-Management – ein Teilbereich des Personalmanagements und vor allem Disziplin der HR-Abteilungen – setzt auf die Vielfalt der Mitarbeiter eines Unternehmens. Grundlegendes Ziel ist es, diese Vielfalt für den Unternehmenserfolg zu nutzen. Vor allem sollen aber auch die Mitarbeiter profitieren und sich im Unternehmen wohlfühlen.

Diversity umfasst unter anderem folgende Attribute:

Indem sich Unternehmen nach außen als besonders vielfältig darstellen, können sie sich auf dem umkämpften Bewerbermarkt einen Vorteil verschaffen und so auf sich aufmerksam machen. Der Außenauftritt von Unternehmen ist heute wichtiger denn je. In einer Welt, in der Vielfalt großgeschrieben und immer entscheidender wird, wirken starre Unternehmensstrukturen und Engstirnigkeit für junge, weltoffene Nachwuchskräfte nicht mehr attraktiv – im Gegenteil.

Doch inwieweit wird Diversity-Management in deutschen Unternehmen bereits umgesetzt?

Eine Studie aus dem Jahr 2016 zeigt, dass auf internationaler Ebene bereits 81 % der befragten Unternehmen geeignete Maßnahmen zur Unterstützung der Mitarbeitervielfalt umgesetzt haben. Derartige Maßnahmen sind zum Beispiel Diversity-Kriterien bei der Auswahl von BewerberInnen, Förderung von entsprechenden Mitarbeiternetzwerken oder geeignete Workshops. In Deutschland ist es allerdings nur ein Drittel. Die Maßnahme Nummer 1 hierzulande ist die Arbeitszeitflexibilisierung. 29 % setzen dies bereits um. Diversity-Abteilungen oder entsprechende Verantwortliche gibt es allerdings nur in 4 % der deutschen Unternehmen.

Unternehmen profitieren

Indem Unternehmen einen vielfältigeren Bewerberkreis ansprechen, besteht die Möglichkeit, dass sie auch mehr Talente erreichen, die sie sonst nicht angesprochen hätten. So können Unternehmen stetig wachsen und profitieren zudem auch finanziell. Unternehmen, die auf Vielfalt setzen, sind um 19 % profitabler.

„Mehr Vielfalt bietet Unternehmen nicht nur einen finanziellen Anreiz, sondern auch die Möglichkeit für ein vielfältiges Denken, Kreativität und den Zugang zu einem größeren Talentpool.“

Naomi Holdaway

Account Executive, Maisberger

Mangel an Frauen

In Deutschland ist ein klarer Mangel an Frauen in Führungsriegen zu beobachten. Deutschland liegt hierbei sogar deutlich zurück – der Anteil an Frauen in Führungspositionen beträgt nur 12,1 %. Die USA schneiden mit 24,8 % deutlich besser ab. Dieser Mangel an Frauen lässt sich besonders im MINT-Bereich beobachten. Bereits in der Schulzeit müssen Vorurteile gegenüber verschiedenen Berufsgruppen bekämpft werden. Es ist wichtig, auch Frauen für Berufe zu begeistern, die von männlichen Fachkräften dominiert werden, um so dort die Vielfalt zu steigern.

Vielfalt stärkt

In Hinblick auf den Bewerbermangel und zu Recruiting-Zwecken ist es also entscheidend, sich vom Markt abzuheben und attraktiv für junge Nachwuchskräfte zu werden. Entscheidende PR-Maßnahmen können hier ausschlaggebend sein, um die Vielfalt im Unternehmen zu steigern.

 Du möchtest lernen, wie man PR effektiv einsetzt? 

Dann bewirb dich bei uns!

Event-PR – so wird eure Veranstaltung zum medialen Erfolg

Vom roten Teppich bei den Oscars bis zum 20-jährigen Firmenjubiläum: Ein Event ist fester Bestandteil der PR und kann große Erfolge bringen, ist allerdings auch mit einem umfangreichen Organisationsaufwand verbunden.

Die Ziele können sehr unterschiedlich sein. Den Unternehmen und Institutionen dienen Events grundsätzlich der Darstellung nach außen. Damit wollen sie den Bekanntheitsgrad erhöhen und ein bestimmtes Image transportieren. Eine entscheidende Rolle spielt – wie in Public Relations generell – die Presse. Ziel ist die Platzierung relevanter Inhalte in möglichst vielen Medien. Doch welche unterschiedlichen Events gibt es in der PR? Und welche Arbeitsschritte sind zu befolgen?

 

Events, so vielfältig wie die PR

„Events sind eine wichtige Plattform, beispielsweise zur Vorstellung neuer Produkte oder zur Einweihung eines neuen Büros. Darüber hinaus eignen sie sich super zum Networken und Socializen. Vor der Organisation sollte jedoch unbedingt die Relevanz der Ankündigung geprüft werden – ist der News-Wert groß genug, um ausreichend Journalisten für das Event begeistern zu können?“ – Stefanie Köhr, Senior Account Manager bei Maisberger

Die Infografik könnt ihr hier als PDF herunterladen.

To-Dos: vor dem Event

Die Organisation, Ausführung und Nachbearbeitung solcher Events bringt einen großen Organisationsaufwand mit sich und erfordert viel Abstimmung im Team. Folgende Punkte solltet ihr unbedingt beachten:

1. Konzepterstellung und Budgetplanung

Entscheidend für ein Event ist eine Story: Events müssen eine Geschichte erzählen, die sich durch die gesamte Veranstaltung wie ein roter Faden zieht. Diese Story muss zielgruppenorientiert sein und Material für Medien bzw. die anwesenden Journalisten bieten. Visionäre Ideen können dabei die Aufmerksamkeit steigern und dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bringen. Daneben ist die Erstellung eines sauberen Budgetplanes erfolgsentscheidend. Dieses bildet überhaupt erst die Grundlage für das Event und legt den Rahmen fest. Das Budget solltet ihr sinnvoll auf unterschiedliche Posten wie Catering, Location, ggf. Reisekosten usw. verteilen.

2. Location

Im Rahmen der Eventplanung stehen euch verschiedene Locations zur Verfügung. Diese solltet ihr unter anderem nach Anlass, der Anzahl an Personen, der Art des Events und dem Rahmen, in dem das Event stattfinden soll, auswählen. Vor allem ist die Location aber abhängig vom Budget. Ein Pressedinner in der Hamburger Elbphilharmonie wirkt um einiges festlicher als in einem Konferenzraum. Ein Location-Check vor dem Event ist in diesem Zusammenhang sinnvoll.

3. Einladungsprozess

Neben Sprechern, Kunden und Partnern solltet ihr möglichst viele Vertreter der Presse zum Event einladen. Der erste Schritt hierbei ist es festzulegen, welche Medien zum Event passen und welche Vertreter dieser Medien thematisch am besten geeignet sind. An diese Journalisten solltet ihr möglichst frühzeitig ein Save-the-Date und auch eine offizielle Einladung schicken. Ein telefonisches Nachfassen lässt sich hierbei meist nicht vermeiden. Im weiteren Verlauf ist es wichtig, den Journalisten bei wichtigen Fragen zur Verfügung zu stehen und ihnen zum Beispiel Interviews oder zusätzliches Material zum Event anzubieten.

4. Reiseorganisation

Je nach Veranstaltung spielt die Reiseorganisation eine mehr oder weniger wichtige Rolle – denn in den meisten Fällen müssen Journalisten zu einem Event anreisen. Je nachdem, ob es sich um ein lokales oder internationales Event handelt, sind entsprechend Züge oder Flüge für die Journalisten zu buchen. In diesem Zusammenhang solltet ihr euch immer genau mit den Journalisten abstimmen und Tickets bestätigen lassen, um Konflikte oder zusätzliche Kosten zu vermeiden.

5. Dokumentenerstellung

Im Rahmen der Eventvorbereitung kommt es je nach Art der Veranstaltung zur Erstellung verschiedener Dokumente, die euch, den Sprechern oder den Journalisten als Input dienen. Im Fokus dabei stehen vor allem Briefings und Pressemappen. Bereitet diese Dokumente entsprechend frühzeitig vor und legt sie euch am Tag vor dem Event bereit.

To-Dos: auf dem Event

Seid unbedingt frühzeitig an der entsprechenden Location, um notwendige Sachen vorzubereiten. Achtet außerdem darauf, in angemessener Kleidung zu erscheinen.

Kümmert euch darum, dass alle Sprecher und Journalisten zu den vereinbarten Terminen anwesend sind. Für die Journalisten seid ihr dauerhafter Ansprechpartner. Nutzt zudem die Gelegenheit des Networkings mit Journalisten, Kunden und Partnern, um Connections aufzubauen, auf die ihr in eurer weiteren PR-Arbeit zurückgreifen könnt. Oftmals sind auch Giveaways von Vorteil, die ihr in Form von Stiften, Blöcken etc. an die Presse verteilen könnt.

Trotz aller Planungen nehmen Dinge oft einen anderen Verlauf als geplant: Kunden oder Journalisten kommen zu spät oder gar nicht, die Technik funktioniert nicht wie gewünscht oder das Catering liefert zu spät oder falsch. Seid auf alle Eventualitäten vorbereitet und habt keine Angst vor Spontanität.

„Vor Ort ist es unsere Aufgabe, den gesamten Ablauf im Kopf, sowie alles im Blick zu haben – einfach für ein paar Stunden Alleswisser sein.“ – Stefanie Köhr, Senior Account Manager bei Maisberger

To-Dos: nach dem Event

Hier geht es vor allem um die Erfolgskontrolle. Zieht Bilanz aus dem Event: Welche Dinge sind gut/schlecht gelaufen? Muss für das nächste Event mehr Budget eingeplant werden? Auch das Feedback der Journalisten kann für die Planung und Umsetzung zukünftiger Events helfen. Wurde ihnen der Aufenthalt angenehm gestaltet? Haben sie genug Material für einen Artikel erhalten?

Ein weiterer wichtiger Aspekt, an dem ihr gemessen werdet, ist die Coverage – die Berichterstattung über ein besonders wichtiges Ereignis oder Thema – die im Nachgang zum Event erschienen ist. Diese ist meist an den Kunden zu reporten und darf gebührend gefeiert werden. Je mehr Coverage zum Event entsteht, desto erfolgreicher das Event aus PR-Sicht.

Event-PR bei Maisberger

Wie ihr seht, erfordern Events in der PR eine umfangreiche Organisation, egal ob vor, während, oder nach dem Event. Auch hier bei Maisberger hat die Eventorganisation und -durchführung je nach Kunde hohe Priorität. Die Eventarten, die wir mitbetreuen, sind sehr vielfältig: von internationalen Messen wie der automatica oder der it-sa, bis hin zu einem Pressedinner in der Hamburger Elbphilharmonie. Events mögen zwar nicht das erste sein, was einem in den Sinn kommt, wenn man an PR denkt, sie sind allerdings ein sinnvolles und oft unverzichtbares Mittel der Öffentlichkeitsarbeit.

Ihr seid an Eventorganisation interessiert, möchtet aber vor allem das große Ganze der PR-Welt kennenlernen? Dann seid Ihr bei Maisberger genau richtig.

Hier gelangt ihr zu den Stellenanzeigen