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So geht Storytelling: Die schönsten Geschichten zur Weihnachtszeit

Schon Mitte November duftet die kalte Winterluft nach Glühwein und gebrannten Mandeln, die Weihnachtsmärkte öffnen vereinzelt ihre Tore – und ganz traditionell heizen auch die ersten zu Tränen rührenden Weihnachtskampagnen die Gemüter an. Was aber macht diese Kampagnen in Zeiten der Marketingüberschwemmung so erfolgreich?

Brand-Awareness durch Storytelling – Edeka legt vor

Die Weihnachtszeit ist bekanntlich die umsatzstärkste Zeit des Jahres und so ist es nicht verwunderlich, dass große Unternehmen die Werbetrommel rühren. Um hier im Medien- und Markendschungel nicht unterzugehen, zählen Unternehmen dabei vermehrt auf Stories, die eben nicht ihr Produkt oder ihre Marke in den Mittelpunkt nehmen. Spätestens seit der Kampagne #heimkommen von Edeka versuchen vor allem die großen Lebensmittelketten sich jedes Jahr aufs Neue zu übertrumpfen und das Publikum kann nicht mehr genug davon bekommen.

Die rührende Geschichte vom „Edeka-Opa“ ging 2015 innerhalb kürzester Zeit viral und zählt heute über 60 Mio. Klicks auf Youtube – und sicherlich sind auch mindestens genauso viele Tränen geflossen. Das macht die Antwort auf die Frage nach dem Erfolg so simpel wie ehrlich: die Kampagnen sprechen unsere Emotionen an. Und das machen sie durch kreatives Storytelling. Sehen wir uns also einmal an, was dieses Jahr aufgetischt wird:

Lidl – #waswirklichwichtigist

Bei der diesjährigen Lidl-Kampagne wird eine Story á la Stranger Things erzählt: In dem Kurzfilm „Kids Gone“ ist das Weihnachtsfest geprägt von Streit und Auseinandersetzungen in der Familie, im Bekanntenkreis und auf der Straße. Die Kinder entscheiden sich kurzerhand dem zu entfliehen und folgen einer Lichtinsel am Horizont. Selbst ihre Geschenke opfern sie, um gemeinsam das Fest der Liebe zu feiern – ohne streitende Erwachsene. Am Ende steht die Botschaft: „Weihnachten ist das Fest der Liebe. Vermasseln wir es nicht.“

Penny – Weihnachten braucht nicht viel. Nur Liebe.

Auch der Discounter Penny drückt mit seinem Clip auf die Tränendrüse und greift gleichzeitig soziale Themen auf: Eine alleinerziehende Mutter versucht trotz mangelnder finanzieller Möglichkeiten ihren Sohn glücklich zu machen, was ihr nicht immer gelingt. Aber sie gibt nicht auf und hat schließlich am Weihnachtsabend Erfolg. Denn auch hier ist das Ende vom Lied: An Weihnachten braucht es nicht viel. Nur Liebe.

Diesel – Die Geste zählt

Keine Lebensmittelkette, aber ein Beispiel dafür, dass Storytelling an Weihnachten auch humorvoll geht: Die kurzen Spots von Diesel spiegeln hier das Dilemma jedes Weihnachtsabends wieder: Wir bekommen Dinge, die wir eigentlich nicht gebrauchen können. Letzten Endes geht es ja aber um den guten Gedanken dahinter. Also warum nicht gleich einen Gedanken in Form einer Glaskugel verschenken?

Das müssen Weihnachtskampagnen können

Lidl und Co. rücken hier also ihre Zielgruppe in den Fokus des Geschehens, während das Storytelling macht, was es am besten kann: Gefühle beim Konsumenten wecken, ob durch Witz oder Thematiken, die nachdenklich machen. Nicht zuletzt spielt die Identifikation der Konsumenten mit der Story eine wichtige Rolle. An Weihnachten eignen sich Themen wie Familie, Freunde sowie die wertvolle gemeinsame Zeit besonders gut. Dass hier weder ein Produkt, noch das Unternehmen in den Mittelpunkt gestellt wird ist kein Problem. Denn durch das Erzählen einer schönen Geschichte bleiben die Marken bei uns im Kopf hängen.

Weihnachtshits bei Maisberger

Nach diesen herzerwärmenden Beiträgen seid ihr immer noch nicht in Weihnachtsstimmung? Dann wird es Zeit für das neue Maisberger Best of in der Christmas Edition! Von lauschig verträumten Songs für kuschelige Winterabende über Radioschlager bis zu Weihnachtsklassikern ist alles dabei. Also hört rein und lasst uns wissen, wenn euch die Playlist gefallen hat!

Ein wichtiger Partner: Was es im Kontakt mit Redakteuren zu beachten gibt

Die Referenzgeschichte für den Kunden ist geschrieben und freigegeben – Füße hoch und Feierabend? Nein, noch lange nicht! Denn der fertige Text erscheint nicht automatisch in einem Fachmagazin oder einem Wirtschaftsmedium. Dem geht noch ein wichtiger Arbeitsschritt im Alltag eines PR-Agenten voraus, der oftmals mit dem Griff zum Hörer beginnt: Der Pitch. Am anderen Ende der Leitung sitzen Redakteure, die darüber entscheiden, ob eine Story ins nächste Heft kommt oder nicht. Was es im Kontakt mit Redakteuren zu beachten gibt, um an dieser Stelle Erfolg zu haben, hat uns unsere Content Marketing Managerin Ulinka Wagner verraten.

Kleiner Exkurs: Wie unterscheiden sich PR-Agenten von Redakteuren?

Das Schreiben ist zwar auch des PRlers täglich Brot, sein Aufgabenspektrum geht aber noch weit darüber hinaus. Ein großer Unterschied zum Redakteur liegt vor allem in der Zielgruppe und in den Rahmenbedingungen, die damit verbunden sind.

“Es geht beide Male darum, Kunden zu erreichen. Bei einer Redaktion sind es die Käufer des Mediums, bei Agenturen sind es die potentiellen Kunden der Auftraggeber.”

Ulinka Wagner

Content Marketing Managerin, Maisberger, und erfahrene Redakteurin

Während Redakteure also den Lesern ihres Mediums verpflichtet und gewissermaßen flexibel darin sind, entscheiden zu können, worüber sie schreiben, handeln PRler allein im Auftrag eines Unternehmens.

Den richtigen Ansprechpartner kontaktieren

Wer interessiert sich also überhaupt für meine Referenzgeschichte? Eine wichtige Frage, denn landet das Thema beim falschen Ansprechpartner, kann dieses schnell mal keine Beachtung bekommen. Denn Redakteure erhalten jeden Tag zuhauf PR-Anfragen. Dazu lohnt es sich, einen Blick auf die personelle Zusammensetzung einer Redaktion zu werfen:

  • Der Chefredakteur
    Bevor eine Idee überhaupt in den Themenplan aufgenommen, geht sie über den Tisch des Chefredakteurs. Neben der Vorgabe für die Ausrichtung journalistischer Inhalte ist der Chefredakteur vor allem für das Führen der Redaktion und die Einhaltung von Leitlinien nach Presserecht und Herausgeber verantwortlich. Ein Themenvorschlag von außerhalb kann hier schon mal „nach unten“ weitergeleitet werden, aber auch schnell ins Leere gehen.
  • Ressortleiter
    Gerade größere Medien sind in verschiedene Themengebiete unterteilt, sogenannte Ressorts, beispielsweise in Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Der Ressortleiter kann sich hierbei auf sein Fachgebiet spezialisieren und erarbeitet mit seinen Redakteuren eigenverantwortlich neue Ideen und Konzepte. Erwischt man also den zum Pitchthema passenden Ressortleiter, steigen die Chancen auf eine Veröffentlichung.
  • Redakteure
    Redakteure sind immer auf der Suche nach neuen Stories und damit oft erste Anlaufstelle für einen PRler. Von Themenfindung über Recherche bis zum Verfassen und Redigieren von Beiträgen beschäftigt sich der Redakteur mit den kreativen Aufgaben des Tagesgeschäfts – immer in Absprache mit dem Chefredakteur.

“Als Redakteurin musste auch ich alle neuen Themen meiner Chefredakteurin präsentieren – ein interner Pitch quasi. Aktualität und Relevanz sind hier wichtige Stichworte.”

Ulinka Wagner

Content Marketing Managerin, Maisberger

Ob in einer Redaktion alle klassischen Positionen besetzt sind, hängt von der Größe eines Mediums ab. Kleinere Branchenmagazine können durchaus nur aus einem Chefredakteur bestehen, der allein oder mit wenig Personal für den Inhalt verantwortlich ist. In größeren Redaktionen gilt es, genau hinzuschauen und zu entscheiden, welches Ressort oder welcher Redakteur genau mein Themengebiet behandelt.

Vorher schlau machen, welche Formate für ein Medium interessant sind

Jede Redaktion hat eigene Vorlieben, die einen wollen nur Themenvorschläge und Input, die anderen nehmen auch gerne mal einen fertigen Beitrag an. „Letzteres ist eher bei kleineren Redaktionen möglich, die den Aufwand zeitlich nicht stemmen können und wenig Budget haben“, so Ulinka. „Bei hochwertigen Formaten ist vor allem eine einheitliche Sprache wichtig, das Schreiben übernehmen daher die Redakteure immer selbst.“

Den Redaktionsalltag im Hinterkopf behalten

„Vorneweg: ein Patentrezept für den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht“, sagt Ulinka. „Es gibt morgens oft feste Redaktionsmeetings, wie häufig diese stattfinden hängt ganz von der Größe des Mediums ab und mit welcher Häufigkeit es erscheint.“ Danach folgen Außentermine, Meetings mit Chefredakteuren oder Ressortleitern und die redaktionelle Arbeit – das kann schon mal für einen hektischen Arbeitstag sorgen. Dies im Hinterkopf zu behalten kann also ein entscheidender Faktor für den Platzierungs-Erfolg sein.

Eine gute Beziehung kann Gold wert sein

„Es spielt eine wichtige Rolle, wie gut Redakteure und PRler sich kennen und ob sie gut miteinander können“, erzählt Ulinka. „Wichtig ist, auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren. Es ist ja gewissermaßen ein Spiel mit offenen Karten: Die Redakteure wissen, PRler wollen ihre Themen unterbringen und die Redakteure brauchen Themen. Ohne die Unternehmensnews die ihnen PR-Agenturen anbieten, müssten sie alles selbst recherchieren. Vor dem Hintergrund klein besetzter Redaktionen und zunehmenden Zeitdrucks, ist das nicht immer machbar.“ Sinnvoll ist auch, gemeinsam Themen zu entwickeln, zu erfragen, was eine Redaktion für die nächsten Ausgaben plant und welche Themen gut passen könnten.

Durch gute Zusammenarbeit zum Erfolg

Redaktionen erweisen sich als wichtige Partner im Tagesgeschäft von PR-Agenturen. Das bedeutet für erfolgreiche Pressearbeit: Beziehungsaufbau zu Redakteuren ist das A und O! Und für die Platzierung meiner Referenzgeschichte gilt: Den genauen Ansprechpartner zu kennen sowie zeitlich und redaktionell richtig zu agieren, damit mein Angebot auch maximale Aufmerksamkeit bekommt.

Habt ihr noch Fragen zur Zusammenarbeit von PR-Agenturen und Redaktionen? Dann hinterlasst uns einen Kommentar!