qooly

Über mich:

21 Jahre jung

Geborener Münchner

Hat die Ehre ein fünf monatiges Praktikum bei Maisberger zu machen

Hat gehört, dass man bei Maisberger die Weltherrschaft anstrebt

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Das erste Mal krabbeln, die ersten Gehversuche, Fahrradfahren mit Stützrädern und jetzt mein erster Blogbeitrag. Eine steile Karriere, auf die ich nun zurückblicken kann. Und obwohl die Überschrift einen geistlichen Einschlag suggeriert, versuche ich mein Bestes, um mich den irdischen Dingen zu widmen.

Unterricht

Könnte auch in der Uni sein, nur bei Maisberger unterscheiden sich die Themen mehr oder minder stark

Ein Prophet steht vor einer Gruppe gebannter Menschen. Seine Verheißungen und Botschaften lassen die Menge in ehrfürchtiges Schweigen verfallen. Ihm gehört die ungeteilte Aufmerksamkeit. So oder so ähnlich sah mein bisheriger Alltag in der Uni aus: Man ersetze Prophet durch Dozent, ehrfürchtig schweigende Menge durch Studenten (vor Smartphones und Laptops) und Verheißungen durch Themen wie visuelles Gestalten, Naturwissenschaftliche Grundlagen oder Mediendidaktik.

Ein Alltag mit viel Theorie, viel Input und viel Wissen, das vermittelt wird. Doch seit sechs Wochen hat sich doch so manches verändert. Die gewohnten Vorlesungen habe ich hinter mir gelassen und gegen das Maisberger-Büro getauscht. Vom Studenten der Technischen Redaktion und Kommunikation zum Praktikanten bei Maisberger.

Was hat sich alles verändert?

Die Arbeitsmotivation ist eine andere. In der Uni lernt und arbeitet man oft für gute Noten und sobald das Wissen abgefragt wird, rutscht es im Gedächtnis ein paar Plätze weiter nach hinten. Jetzt arbeite ich für Kunden. Ich bekomme Feedback von meinen Kollegen und sehe auch direkt mein Ergebnis. Die Dinge, die ich geschrieben habe, bieten den Kunden im besten Fall einen echten Mehrwert.

Was habe ich bisher gelernt und erlebt?

Clippings: Teilweise etwas zeitaufwändig. Aber irgendwie wird dadurch auch sichtbar, was man geleistet hat. Die ganzen Artikel, Interviews und Case Studies, die man im Internet findet, sind zu einem großen Teil die Ernte, die man selbst gesät hat.

Trainee-Frühstück: Das hat mich an die Uni erinnert. Jedoch in einer lockereren und essensreicheren Atmosphäre. Das Thema war „B2B vs. B2C“. Also was ist der Unterschied wenn zwei Unternehmen miteinander kommunizieren, zu der Kommunikation eines Unternehmens direkt mit dem Endverbraucher. Gespickt mit vielen Erfahrungswerten der Kolleginnen und Kollegen.

Was steht noch auf meiner To-do-Liste?

Die nächsten kleinen Schritte, die ich wagen möchte, sind mich an einem Pitch zu versuchen. Meinem bescheidenen Praktikantenwissen nach muss man hierbei Journalisten ein Thema möglichst attraktiv vorstellen.
Und falls das Wetter es zulässt (also göttlicher Wille), kann ich im Sommer meine Füße in den hauseigenen Pool legen.

Zu guter Letzt habe ich noch eine Methode aus dem Studium im Handgepäck – eine sogenannte Soll-Ist-Analyse. Damals, das ist bestimmt schon zwei Semester – also eine halbe Studentenewigkeit – her, haben wir mit diesem Diagramm das PR-Konzept eines Unternehmens bewertet. Heute benutze ich es, um mein Praktikum bei Maisberger zu beschreiben:

 

DiagrammIch habe vier Kategorien ausgesucht, nach denen ich bewerten möchte:

Langeweile: Bisher habe ich jeden Tag eine neue Aufgabe bekommen, an der ich mich versuchen durfte. Das fängt beim Clippen an, da gibt es mehr zu beachten als man denken könnte, geht dann in das Übersetzen von Blogposts über, wandert dann weiter zu Rechercheaufgaben und landet schließlich beim Schreiben von verschiedensten Beiträgen.

Neues Wissen: Im Leben lernt man nie aus. Klingt wie eine Binsenweisheit – stimmt aber! Nicht nur handwerklich lerne ich viel dazu, auch die Themen bieten genug Stoff für eine kleine Privatbibliothek, die ich jetzt mit meinem Wissen füllen könnte.

Kolleginnen und Kollegen: Das sind natürlich die Säulen eines jeden Unternehmens bzw. einer Agentur. Man sollte es nicht als selbstverständlich ansehen, nette Personen um sich herum zu haben. Alle beweisen viel Geduld und Rücksicht, beantworten mir jede Frage und sorgen dafür, dass ich gerne ins Büro komme.

Katzen Content: Bisher nur selten erwähnt und noch nicht so häufig in Erscheinung getreten. Eine kleine Entschädigung gibt es jedoch in Form der einen oder anderen amüsanten E-Mail, die freitags die Runde macht.

Jetzt bleibt mir nicht mehr viel übrig, außer gespannt und entspannt auf die kommenden Wochen zu blicken und mich auf eine lehrreiche und unterhaltsame Zeit zu freuen.