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Meine ersten Tage als PR-Trainee waren mit vielen Fragezeichen versehen: Was genau machen meine Kunden, wer sind meine Ansprechpartner, wie funktioniert die Kaffeemaschine … Und von was reden meine Kollegen da eigentlich die ganze Zeit? Boilerplate, Leads, Case Study …

Ein Blick in den PR-Duden von Julia Severins schafft hier schnelle Abhilfe. Doch wie jede Sprache entwickelt sich auch die Agentursprache weiter und wird von anderen Gattungen, wie dem Marketing-Sprech beeinflusst. Um hier die Übersicht zu bewahren, folgt eine Erweiterung des Sammelsuriums an Termini, die euch für den Start in einer PR-Agentur wappnen.

Clickbaiting

Ihr habt sicherlich schon einmal auf eine spannende Schlagzeile geklickt und wurdet dann vom Inhalt des Artikels fürchterlich enttäuscht. Diese Praxis aus dem Internet wird Clickbaiting genannt und kann mit „Klickködern“ übersetzt werden. Denn genau das soll es auch erreichen: Die Aufmerksamkeit des Nutzers mit spannenden Buzzwords ködern. Dies ist im Grunde nichts Schlimmes, kann aber schnell nervig werden, wenn der Inhalt nicht hält, was die Überschrift verspricht.

Clippings

Ein Clipping bezeichnet Veröffentlichungen von Beiträgen in einem journalistischen Medium – sei es Online oder Print. In unserem Fall interessieren uns die Clippings, die etwas mit unseren Kunden zu tun haben und auf unser Engagement zurückzuführen sind. Die Zusammenfassung aller Clippings eines Monats erfolgt in einem Clipping-Report und stellt den Spiegel unserer Arbeit dar. Mithilfe des Reports messen wir beispielsweise den Erfolg einer PR-Kampagne.

Impressions

Immer dann, wenn ein Beitrag – sei es bei Instagram, Facebook oder einer anderen Plattform im Internet – auf dem Bildschirm eines Nutzers erscheint, zählt dieser als eine Impression. Impressions sind dann relevant, wenn es darum geht, die Sichtbarkeit von Werbeschaltungen, aber auch von Artikeln, Posts usw. zu bewerten.

Media Alert

Der Media Alert ähnelt stark einer Pressemeldung, richtet sich aber direkt an Journalisten und wird daher nicht geschrieben, um abgedruckt zu werden. Ein Media Alert wird in erster Linie erstellt, um Journalisten und Redakteure auf ein medienrelevantes Event, welches eine große News verkündet, wie z.B. eine Pressekonferenz, einzuladen.

Media Monitoring

Die Medienbeobachtung ist ein weiteres Tool, um vorher vereinbarte Kommunikationsziele zu kontrollieren. Bei dieser Praxis wird das Mediengeschehen um bestimmte Suchbegriffe oder Themen beobachtet – meist von einem Media Monitoring-Dienstleister – und in einem Pressespiegel täglich gesammelt.

Tier-1-/Tier-2-Medien

Ob es sich bei einem Medium um Tier-1 oder Tier-2 handelt, ist sehr individuell und hängt vom Kunden ab. Unter Tier-1-Medien fallen all die Medien, die die Zielbranche und -gruppe eines Kunden ansprechen, während Tier-2-Medien zwar die gleiche Zielgruppe ansprechen, aber thematisch bzw. branchenspezifisch einen anderen Schwerpunkt legen. Synonyme wären hier horizontale und vertikale Medien.

Wrap-Up

Nein, hier geht es nicht um eine Mittagspausenpraxis bei Maisberger. Hinter einem Wrap-Up versteckt sich ein zusammenfassender Bericht eines Meetings oder Telefonats mit Kollegen oder Kunden und ist vergleichbar mit einem Protokoll. Dieses dient dazu, alle wichtigen Details der Besprechung festzuhalten und abwesende Kollegen thematisch mit ins Boot zu holen.

War der ein oder andere Begriff neu für euch oder seid ihr schon PR-Profis? Wie gut ihr bereits durch den PR-Wörterdschungel kommt, könnt ihr übrigens in meinem nächsten Blog Beitrag testen. Also bleibt dran!

Ihr wollt mehr davon in der Praxis erfahren? Dann bewerbt euch für ein Praktikum oder Traineeship bei Maisberger!

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Charlotte Kromer

Account Executive bei Maisberger
… verschlug es nach ihrem Studium nach Aserbaidschan und dann zurück nach München. Seit September 2018 lernt sie bei Maisberger das Agenturleben in all seinen Facetten kennen.