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Johannes Lossack

Johannes Lossack

Account Executive bei Maisberger
verstärkt seit Mai 2016 bei Maisberger das Industrie-Team und beschäftigt sich hier vor allem mit der Mensch-Roboter-Kollaboration.
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Das Internet ist voll von Videos. Würde man eine Gesamtrangliste erstellen, hätten sie dort vermutlich sogar einen höheren Stellenwert als Bilder von süßen Katzen. Auch wenn ein gehöriger Anteil aller Videos im eher nicht-jugendfreien Bereich anzusiedeln ist: Fast jeder Internetuser heutzutage nutzt regelmäßig Videoplattformen wie Vimeo, Dailymotion oder natürlich YouTube – ob aktiv oder als Konsument. Tatsächlich können YouTuber heute mit dem Aufbau ihres eigenen Channels vor allem in jüngeren Zielgruppen eine Berühmtheit erlangen, die der eines TV-Stars in nichts mehr nachsteht. Und auch viele Unternehmen haben die neuen Möglichkeiten längst erkannt, schließlich bieten Videoportale ihnen Benefits, die mit herkömmlicher TV-Werbung nicht erreicht werden können. Vor allem im B2B-Bereich bleibt das Potenzial aber noch viel zu oft ungenutzt. Das ist ein Fehler, denn richtig umgesetzt lässt sich mit einem Unternehmensfilm eine große Hebelwirkung erzielen.

Millionen Worte pro Minute mit wenigen Worten

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Somit sagt ein einminütiges Video bei 60 FPS schon mehr als 3,6 Millionen Worte! Soviel Platz in einem Printmedium zu bekommen, dürfte sich äußerst schwierig gestalten. Diese Rechnung darf zwar durchaus kritisch hinterfragt werden, eins ist jedoch kaum anzuzweifeln: Auch in einem kurzen Video (bzw. vor allem in einem kurzen) können Unternehmen große Botschaften vermitteln. Und große Botschaften wirken auch auf die Entscheider in anderen Unternehmen – genau wie Consumer sind diese nämlich in erster Linie Menschen. Damit das gelingt und zum gewünschten Erfolg führt, gilt es, einige Punkte zu beachten.

Eine eigene Reichweite schaffen

Sendezeit im Fernsehen ist kostbar. Und dann schalten die undankbaren Zuschauer die teuer erkauften 20 Sekunden Werbezeit zur Prime Time auch noch auf stumm oder holen genau dann ein neues Bier aus dem Kühlschrank, wenn man sie gerade vom neusten Produkt überzeugen will.

Gut, dass es auch andere Möglichkeiten gibt. Videoportale oder die unternehmenseigene Website bieten gewissermaßen unendlich Sendezeit für umme. Die Reichweite muss man sich hier zwar selbst aufbauen – davon profitiert man jedoch langfristig:

  • Wer einen tollen Werbespot im TV sieht, wird trotzdem nicht in der Erwartung neuer toller Spots zur nächsten Werbung wieder einschalten.
  • Wer aber spannenden Video-Content auf einem YouTube-Channel entdeckt, wird diesen abonnieren und ist somit schon für die Zukunft versorgt. Im Idealfall verbreitet er das Video noch über seine eigenen Kanäle weiter.

Fesseln statt nerven

Eine Zielgruppe, die gierig nach neuen Unternehmens-Inhalten lechzt und diese bereitwillig verschlingt? Hört sich gut an, oder? Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Um den Zuschauer dazu zu bringen, sich freiwillig mit dem Unternehmen zu beschäftigen, muss man ihm auch einiges bieten. Das bedeutet in erster Linie, ihm eine interessante Geschichte zu erzählen. Gelungenes Storytelling verpackt die zu vermittelnde Botschaft – meist sind das die USPs des Unternehmens/Produkts – implizit in einen emotionalen Spannungsbogen. Dabei sollte man sich auf eine Kernbotschaft beschränken, um das Video nicht zu überfrachten. Eine trockene Auflistung von Fakten, Daten und Zahlen ist in jedem Fall absolut fehl am Platz.

Nach dem Video ist vor der Arbeit

Hat man eine fesselnde Geschichte nun in ein hochwertiges Video verpackt, ist die Arbeit jedoch noch nicht getan. Irgendwer muss schließlich auch draufklicken. Dazu bietet es sich an, bereits bestehende Reichweiten zur Querverlinkung zu nutzen. Wichtig ist zudem die Optimierung für Suchmaschinen – durch aussagekräftige Titel, Keywords und Beschreibungen.

Last but not least: Das geweckte Interesse ja nicht ins Leere laufen lassen. Nur wenn man den Fluss von hochwertigem Videocontent langfristig aufrecht erhält und die Unternehmensvideos sinnvoll in Lead-Generation und –Nurturing einbindet, tragen sie nachhaltig zur gewünschten Customer Conversion bei.

Denn anders als ein enthusiastischer Uploader von Katzenbildern will man das Publikum ja am Ende zu glücklichen und zahlenden Kunden machen.

Nächste Woche geht es bei uns von der Theorie in die Praxis: Denn da präsentiert euch Patrick Seidel auf den Trainee Insights eine exemplarische Auswahl gelungener und weniger gelungener Unternehmensfilme!

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