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Patrick Seidel

Patrick Seidel

Schreibt zur Entspannung Blogbeiträge über Roboter, Software und Co. und geht klettern. Hat Übersetzung und International Marketing Communications in Ingolstadt, London und Poitiers studiert. Seit Februar 2016 verstärkt er das Maisberger Industrie-Team als Trainee.
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In meinem Studium habe ich den Begriff der „Public Diplomacy“ zum ersten Mal gehört. Was er bedeutet und wie euch euer Einstieg als Trainee bei Maisberger gelingt erfahrt ihr hier. Mein Traineeship ist so gut wie beendet –  die perfekte Gelegenheit, um einmal die letzten Monate Revue passieren zu lassen und euch einen Einblick in die wilde Branche der PR zu geben. Wie schon mein PR-Professor, Dr. Roger Hayes alle hoffnungsvollen Studenten im Hörsaal (mich eingeschlossen) warnte: „Die Mad Men Zeiten sind vorbei. Heute trinken wir nur noch nach der Arbeit.“

Langeweile gibt es in diesem Beruf heute bei weitem nicht! Wenn ihr an einer Karriere im PR-Bereich interessiert seid, dann stellt euch darauf ein, ständig einen wahren E-Mail Amazonas zu kontrollieren und steile Berge gemeinsam mit euren Kunden und Kollegen in Projekten oder auf Firmenausflügen zu überwinden. Möglicherweise müsst ihr euch sogar aus verschlossenen Räumen freikämpfen. Klingt abenteuerlich, oder? Habt ihr, wie ich, zum ersten Mal im Studium von der Arbeit eines PR Experten gehört? Dann soll euch mein Beitrag einen praktischen Einblick geben, mit dem euch der Einstieg ins Agenturleben leichter gelingen soll. Los geht’s!

Der Einstieg – wieso, weshalb, warum?

Raus aus dem Studium und rein in die Arbeit. Endlich Geld verdienen, keine langwierigen Vorlesungen mehr und gleich voll durchstarten – so hatte ich mir meinen Einstieg in der PR vorgestellt. Das geht auch, vor allem hier bei Maisberger. Aber nur, wenn ihr selbst eine der wichtigsten Disziplinen beherrscht: Fragen stellen! Das Tagesgeschehen in einer Agentur ist vor allem eins: unvorhersehbar. Bereits im Vorstellungsgespräch wurde mir das angekündigt. Zitat meiner Teamleiterin Anja Plattner: „Oftmals wissen wir am Morgen noch nicht, an welchen Projekten wir im Laufe des Tages arbeiten werden.“

Zur Erklärung: Natürlich ist es wichtig, die eigenen Aufgaben immer im Blick zu haben (hier findet ihr einige Tipps zur Priorisierung und Strukturierung). Dennoch kommt es des Öfteren vor, dass Kunden eine dringende Sofort-Aktion wünschen. Vielleicht etdeckt ihr in einer der Tageszeitungen, die ihr am Frühstückstisch oder auf dem Weg zur Arbeit durchblättert, eine Möglichkeit, euren Kunden zum Beispiel in die Wirtschaftswoche zu bringen. In solchen Situationen geht ihr am besten auf einen eurer erfahrenen Kollegen zu und stellt ihm den Artikel vor. Oder ihr teilt ihn in eurem Team / der Whatsapp Gruppe, etc., dann wird er oder sie euch sicher zur Seite stehen und euch bei den nächsten Schritten beraten.

Mittendrin, oder „So langsam verstehe ich, wie der Laden läuft“

Nach den ersten Monaten werdet ihr feststellen, dass euch viele Dinge schneller und deutlich leichter von der Hand gehen. 100 E-Mails in der ersten viertel Stunde lesen? Easy! Die komplette Social Media Betreuung (Facebook, LinkedIn, Instagram, etc.) in einer halben Stunde erledigen? Locker flockig mit links! 50 Clippings in einer Stunde in ein schönes Reporting-Booklet verwandeln? Läuft! Ihr glaubt mir nicht? Kein Scherz, das geht – ihr dürft nur nicht vor euren Aufgaben zurückschrecken. Die sind gar nicht so schlimm, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Einfach draufstürzen und loslegen. Und noch einmal mein Ratschlag: Einfach immer, egal bei was, nachfragen, wenn ihr euch unsicher seid. Pickt euch am besten einen fixen Ansprechpartner für euch selbst aus euren Kollegen heraus und traktiert ihn mit euren offenen Punkten.

Soft Skills, die das Leben leichter machen & Public Diplomacy

Wer kennt das Buzzword nicht? Soft Skills, sogenannte persönliche Eigenschaften, die jeder Mensch schon hat, oder die erlernt werden sollten. Im Bereich der PR zählen dazu vor allem Eigenständigkeit, Proaktivität (Stichwort „schnelle Aktionen“) und Organisationstalent. Wie sollte es sonst möglich sein, alle Aufgaben im Blick zu behalten und sie fristgerecht abzuarbeiten?

Eine ganz bestimmte Eigenschaft möchte ich jedoch herausstellen und etwas näher beleuchten: Empathie und die damit verbundene Diplomatie. Bereits im Studium hat Dr. Roger Hayes erklärt, dass PR-Experten auch „Public Diplomats“ sein müssen – vor allem in der internationalen PR. Das schließt ein, dass sie keinesfalls einfach nur Sprachrohre für Unternehmen sein sollen, sondern eher Vermittler zwischen ihren Kunden und dem öffentlichen Auge. Die Bezeichnung „Diplomat“ beschreibt meiner Meinung nach sehr gut, welche Dimensionen die PR-Arbeit einschließt. Zum einen treten PR-Experten als Dienstleister auf, zum anderen aber auch als Berater und Vermittler zwischen Kunden und der Öffentlichkeit. Ohne Empathie ist es jedoch schwierig, unterschiedliche Standpunkte zu verstehen, um gegebenenfalls einen Kompromiss erzielen zu können. Dies ist vor allem wichtig, wenn ihr Interviews betreut. In dieser Situation tretet ihr häufig als Vermittler auf, da ihr sowohl euren Kunden, als auch den Pressevertreter zufriedenstellen müsst.

Fazit

In eurer Zeit bei Maisberger wir es euch nie langweilig werden, das kann ich euch garantieren. Ihr werdet interessante Menschen kennen lernen. Die PR hat nämlich häufig Zugang zu den obersten Markenbotschaftern von Unternehmen (sprich: CEOs bzw. Geschäftsführer) oder zu Wissenschaftlern, die an außergewöhnlichen Projekten forschen. Ihr werdet eure Kunden auf Messen begleiten und spannende Interviews betreuen. Ihr habt Spaß am Schreiben und möchtet gerne Unternehmen bei ihren Kommunikationsstrategien unterstützen? Dann kann ich euch Maisberger nur wärmstens empfehlen.

Bock auf die PR? Dann nichts wie los und hier bewerben: Klick!