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Sophia Gese

Sophia Gese

Sophia Gese kommt aus Würzburg und absolvierte ihr Bachelor- und Masterstudium an der Universität Regensburg. Anfang 2016 schloss sie dort ihren deutsch-französischen Master „Interkulturelle Europastudien“ ab. Seit einem Monat arbeitet Sophia als Trainee bei Maisberger und unterstützt das IT-Team bei Themen wie Business Intelligence, Cloud Computing und Cyber-Security
Sophia Gese

Seit einiger Zeit werde ich von meinen Kollegen in der Agentur ehrenvoll „Die Twitter-Prinzessin“ genannt. Diesen Titel trage ich seither mit Stolz, mein Krönchen erhobenen Hauptes. Da ich seit Beginn meines Traineeships jeden Morgen auf’s Neue mit Freude – und offensichtlich auch mit Erfolg – die Social-Media-Kommunikation meiner Kunden übernehme, habe ich mittlerweile ein Gefühl dafür entwickelt, wie es sich am schönsten „zwitschern“ lässt. Und worauf es bei der Kommunikation über den Kurznachrichtendienst Twitter, der in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag feiert, ankommt.


10-jähriges Jubiläum und die Krönung zur Prinzessin – Grund genug, um mich in meinem neuen Blogbeitrag Twitter zu widmen, oder? Erfahrt im Folgenden, wie ihr die Plattform bestmöglich nutzt, um die Sichtbarkeit und den Erfolg eurer Kunden zu steigern.

Twitter – Plattform der gesellschaftlichen Kommunikation

Wachstum vorbei, Aktie im Keller, rote Zahlen in der Bilanz – geht es Twitter wirklich so schlecht? Und hat sich das blaue Vögelchen langsam aber sicher ausgezwitschert? Im Gegenteil: Heute trällern Twitter-Nutzer lauter und zahlreicher denn je. Laut eines ZEIT-Artikels von März 2016 bewegen sich jeden Monat etwa 800 Millionen Menschen weltweit auf Twitter – die Zahl der Nutzer in Deutschland beläuft sich auf immerhin 12 Millionen.
Da gibt es zum einen die privaten Nutzer, die sich mit anderen über ihr Leben oder die Politik austauschen möchten. Politiker wie Donald Trump, die im Wahlkampf weitere Anhänger gewinnen möchten – und diese auf peinliche Weise mit Millionen von Fake-Accounts simulieren. Die Polizei, die Bürger in Notfallsituationen per Live-Tweets über die Gefahrenlage informiert,…

Und dann gibt es da noch eine Vielzahl an Unternehmen, die Twitter in ihre Marketing-Strategie integriert haben. Der Anbieter von IT-Lösungen rund um Social Marketing Audience, ehemals SocialBro, geht davon aus, dass 57 % der Unternehmen weltweit heute doppelt so viel Zeit in Twitter-Aktivitäten investieren als noch vor zwei Jahren – ein Beweis dafür, dass Twitter-Accounts nicht einfach mal eben erstellt und bespielt werden können.
Um auf Twitter erfolgreich zu sein, brauchen Unternehmen eine Strategie und ein Ziel – und genau hier kommt PR ins Spiel, mit der wir unsere Kunden tagtäglich unterstützen.

Hashtag, Handle und URL – Einführung in die Tweet-Grammatik

Bevor es für Unternehmen sprichwörtlich ans Eingemachte geht – also die Generierung von Content und die Erstellung der Tweets – sollten sie zunächst einen passenden Rahmen dafür schaffen. Und damit ist kein anonymes sondern persönliches Profi gemeint, das dem Unternehmen ein Gesicht verleiht. Wie das geht? Ein guter Twitter-Name, der nicht zu lang sein sollte, ist sicherlich ebenso wichtig wie die Bestückung des Profils mit Fotos – egal ob Firmenlogo, Foto eines Unternehmenssprechers oder Werbebanner mit Hinweisen auf anstehende Events oder Webinars: Follower benötigen ein Bild vor Augen, das eine persönliche Beziehung zum Unternehmen zulässt. In einer Kurzbiographie können Unternehmen weitere Informationen etwa zu Standort, Spezialgebiet und Dienstleistung von sich preisgeben – und das in gerade einmal 160 Zeichen. Hier gilt also: In der Kürze liegt die Würze!

Nehmen wir also an, der Twitter-Account ist fertig und hat bereits einige Follower gewinnen können. Was passiert dann? Dann gilt es, die bestehenden Follower zu halten und neue hinzuzugewinnen – doch das geht nur mit der richtigen Kommunikation. Grundsätzlich bietet Twitter die Möglichkeit, persönliche Nachrichten zu verschicken und Follower gezielt und individuell anzusprechen.

In den meisten Fällen verläuft die Kommunikation aber über Tweets, die auf lockere und lustige Weise auf qualitativ hochwertigen Content verweisen und im besten Fall täglich gepostet werden. Der Tipp, dass ein Tweet wie eine knackige Überschrift formuliert sein soll, um das Interesse für den beigefügten Link zu wecken, reicht als Hilfe oftmals nicht aus – wo finden URL, Hashtags und Handles ihren Platz? Und zu welcher Tageszeit haben Tweets die beste Aussicht auf Erfolg? Ein Tweet-Handbuch mit den vier wichtigsten Punkten:

1. Inhalt und URL:

Von themenrelevanten, aktuellen Artikeln, Pressemeldungen und Events des Unternehmens bis hin zu Webinars – die Inhalte, auf die sich Tweets beziehen können, sind vielfältig. Meinungsäußerungen zu aktuellen, unternehmensbezogenen Themen, mit denen Unternehmen Profil zeigen können, kommen in der Regel gut an. Zu viele werbliche Inhalte lassen den Twitter-Account dagegen als billigen Promotions-Kanal erscheinen, der die Zahl der Follower schnell minimiert – der Mehrwert für Follower muss also immer klar ersichtlich sein. Dazu gehört auch, dass nur solche Fragen in Tweets gestellt werden, die es auch wert sind, beantwortet zu werden.Wo aber soll nun die URL stehen? Einer Studie von Audience zufolge versprechen Tweets, in denen die URL mittig platziert ist, den größten Erfolg – und werden 26 % häufiger retweeted als solche, in denen die URL am Anfang oder am Ende steht.

 

2. Hashtags und Handles:

Jeder Tweet sollte mindestens einen Hashtag enthalten, der in Verbindung mit dem jeweiligen Themenbereich steht. Denn: Durch Hashtags, die Begriffe universell verknüpfen, kann ein Tweet leichter gefunden werden – sofern Follower diesem Hashtag folgen. Je beliebter ein Hashtag und je häufiger verwendet, desto besser. Tatsächlich wurde erforscht, dass Tweets von Unternehmen, die Hashtags enthalten, 33 % häufiger retweeted werden. Und noch etwas förderte die Studie zu Tage: Hashtags, die mehr als 10 Zeichen enthalten, werden 117% häufiger retweeted, als solche mit unter 10 Zeichen. Und: Tweets von Unternehmen, die nur einen Hashtag enthalten, werden 69 % häufiger retweeted als solche mit zwei Hashtags – hier ist weniger also mehr. Wenn im Tweet auf einen Beitrag eines anderen Twitter-Nutzers hingewiesen wird, darf nicht vergessen werden, diese Quelle – also den Twitter-Namen oder das sogenannte „Handle“ – zu benennen. Hier geht es vor allem darum, dem Original-Autor Anerkennung zu schenken – und darauf zu hoffen, dass dieser den Tweet wiederum auch mit seinen Followern teilt.

 

3. Bilder:

Sie sehen nicht nur ansprechender aus, sondern werden auch häufiger retweeted: Tweets von Unternehmen, die ein Bild enthalten, haben auf Twitter mehr Erfolg als solche ohne.

4. Zeitmanagement und Interaktion:

Eines sei bereits vorweg gesagt: Ein Erfolgsrezept für das richtige Timing auf Twitter gibt es nicht. Zu zahlreich sind die Theorien, die sich nicht selten widersprechen und dazu führen, dass es eigentlich keine allgemeingültige Theorie gibt. Einige Experten gehen davon aus, dass zwischen 11.30 und 15 Uhr die beste Zeit zum Twittern ist – also dann, wenn die meisten Mittagspausen stattfinden. Wieder andere halten Wochenend-Tweets für erfolgversprechend. Grundsätzlich gilt: Ausprobieren! …und ja nicht die Spontanität von Tweets verlieren. Denn spontane Reaktion und Interaktion sind auf Twitter, das als Dialog-Medium angelegt ist, das A und O. Auch hier haben Unternehmen die Möglichkeit, Gesicht zu zeigen und zu beweisen, dass sie „echt“ sind – anstelle eines kurzen Kommentars sollte darauf geachtet werden, dass Followern etwas Wertiges angeboten wird, also bspw. ein Link zu einem themenverwandten Artikel oder Video.

Der Aufbau eines Tweets ist die eine Sache – aber wie steht es um die Kreativität? Nicht immer, und schon gar nicht früh morgens, sind wir auf Knopfdruck kreativ. Kein Problem, denn mit den folgenden Beispielen lassen sich schöne Tweets auch ganz einfach nach dem Baukastenprinzip erstellen – viel Spaß beim Experimentieren!

Tweets nach dem Baukastenprinzip – ob als Frage, Fakt oder Zitat

Der Standard-Tweet

Der Problem-/Lösung-Tweet

Der Frage-Tweet

Statistik- oder Fakten-Tweet

Befürwortungs-Tweet

Das inspirierende Zitat

Twitter-Account, Tweets und Interaktionen – zusammen müssen sie ein großes Ganzes ergeben, das in sich stimmig ist und ein authentisches Bild des Unternehmens vermittelt. Denn ein schönes Profil und knackige Tweets reichen noch lange nicht aus, um einen Twitter-Account erfolgreich zu machen. Worauf es ankommt, ist die zugrunde liegende Strategie, die in Form eines Themenplans ausgearbeitet werden kann. Dabei sollten nicht nur Schwerpunkte, sondern auch eine gewissen Regelmäßigkeit erkennbar sein.
…noch Fragen? Nein? Dann allen ein fröhliches Zwitschern!

Welche Twitter-Strategie hat bei euch am besten funktioniert – welche Art von Tweet die größte Reichweite erzielt? Ich freue mich über eure Tipps, Tricks und Erfahrungen!

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