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Ostern ohne Eiersuche? Nicht bei uns!

In unseren Blogbeiträgen vom März haben sich ein paar Ostereier versteckt.

Hier geht´s zur Startseite unseres Blogs.

Zähl die Eier in den Blogbeiträgen vom März und sag uns in den Kommentaren, unter dem Gewinnspiel-Beitrag auf Facebook, wie viele Eier du gefunden hast.

Zu gewinnen gibt es einen „30€ Amazon-Gutschein“!

Das Gewinnspiel läuft bis zum 27.04.17 (18 Uhr). Der Gewinner wird am Freitag den 28.04.17 bekannt gegeben.

Zu unseren Teilnahmebedingungen:

  1. Veranstalter
    Veranstalter des Gewinnspiels ist die Gesellschaft für strategische Unternehmenskommunikation mbh. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.
  2. Teilnehmer
    Teilnahmeberechtigt sind Personen, die das 18. Lebensjahr erreicht und einen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Eine Teilnahme über Gewinnspielvereine oder Teilnahme- und Eintragungsdienste, automatisierte Teilnahmen sowie Mehrfachteilnahmen sind nicht gestattet. Die Teilnahme ist nur mit Facebook-Konten gestattet, welche auf eine reale Person schließen lassen. Die Teilnahme mit gefälschten Identitäten oder mit Identitäten von Drittpersonen ist nicht erlaubt. Die Teilnehmer müssen unter Umständen ihre Teilnahmeberechtigung an dem Gewinnspiel nachweisen. Weisen die Teilnehmer innerhalb der von Maisberger gesetzten Frist die Teilnahmeberechtigung nicht nach, behält sich Maisberger vor, die Teilnehmer von der Teilnahme auszuschließen.
  3. Gewinne
    Bei dem ausgeschriebenen Gewinn handelt es sich um: Ein 30€ Amazon-Gutschein
  4. Wie erfolgt die Teilnahme?
    Das Gewinnspiel findet vom 13.04.2016 bis zum 27.04.2016 auf facebook.com/TraineeInsights statt. Um an dem Gewinnspiel teilnehmen zu können, muss der Teilnehmer unter dem Gewinnspielbeitrag einen Kommentar posten. Der Beitrag darf keine unanständigen, unmoralischen, verleumderischen, diskriminierenden und anstößigen Inhalte enthalten, illegale Aktivitäten erwähnen oder dazu aufrufen. Teilnehmer, deren Einsendungen solche Inhalte enthalten, werden disqualifiziert.
  5. Rechte
    Mit der Teilnahme räumt der Teilnehmer Maisberger das nicht exklusive, unentgeltliche Recht zur Veröffentlichung des Textes auf der Facebook-Seite facebook.com/TraineeInsights ein. Mit der Teilnahme bestätigt der Teilnehmer, dass ihm die Rechte an dem geposteten Text vollumfänglich zustehen, beziehungsweise, dass ihm das Posten für das Gewinnspiel gestattet ist. Sofern Rechte Dritter bestehen, bestätigt der Teilnehmer, dass ihm alle Rechte für die Teilnahme an diesem Gewinnspiel eingeräumt wurden. Das Verwenden von fremden Texten aus dem Internet ist daher – ohne die Einwilligung der Rechteinhaber – nicht gestattet. Der Teilnehmer bestätigt mit der Teilnahme, dass ihm die entsprechenden Einverständniserklärungen vorliegen und er diese notfalls auch schriftlich beibringen kann. Falls entgegen der vorstehenden Bestätigungen des Teilnehmers Rechte Dritter durch die Veröffentlichung der Antwort auf facebook.com/TraineeInsights verletzt werden, stellt der Teilnehmer Maisberger von jedweden Kosten, insbesondere Schadensersatzzahlungen an den Verletzten, frei.
  6. Gewinnermittlung und Benachrichtigung
    Die Gewinner werden per Losverfahren ermittelt. Gewinner werden nach Ablauf des Gewinnspieles im Beitrag per Kommentar benachrichtig und aufgefordert, ihre Kontaktdaten (Name, Adresse) über eine private Facebook-Nachricht an den TraineeInsights-Account zu senden. Erfolgt die Einsendung nicht zeitnah, kann Maisberger dem Gewinner eine Frist für die Einsetzung setzen. Erfolgt die Übersendung der Kontaktdaten nicht innerhalb einer von Maisberger gesetzten Frist, verfällt der Gewinnanspruch. Im Falle einer unzustellbaren Gewinnbenachrichtigung ist Maisberger nicht verpflichtet, weitere Nachforschungen anzustellen; ein Anspruch auf den Gewinn besteht in diesem Fall nicht.
  7. Gewinnübermittlung
    Die Gewinnübermittlung erfolgt nach der Gewinnbenachrichtigung per Post an die Adresse, die der Teilnehmer bei Teilnahme angegeben hat. Die Adresse kann nach der Teilnahme nicht mehr geändert werden. Im Falle eines unzustellbaren Gewinns ist Maisberger nicht verpflichtet, weitere Nachforschungen anzustellen. Der Gewinnanspruch verfällt in diesem Fall. Mit Versendung geht die Gefahr der Verschlechterung und des zufälligen Untergangs auf den Gewinner über.
  8. Ausschluss von Teilnehmern
    Maisberger behält sich das Recht vor, Teilnehmer, die falsche oder unvollständige Angaben machen, sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen, bei denen der Verdacht auf Manipulation besteht oder die in sonstiger Weise gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen, ohne Angabe von Gründen von der Teilnahme auszuschließen. Dies gilt insbesondere, wenn der Teilnehmer das Einverständnis von Dritten, die Rechte an dem eingesendeten Text haben, entgegen Ziffer 5 nicht nachweisen kann. Liegen die Voraussetzungen für einen Ausschluss vor, können Gewinne nachträglich aberkannt oder bereits ausbezahlte bzw. ausgelieferte Gewinne zurückgefordert werden. Maisberger bleibt es vorbehalten, bei Verdacht eines Ausschlussgrundes, den Teilnehmer zur Stellungnahme aufzufordern. Unterbleibt die Stellungnahme innerhalb der von Maisberger gesetzten Frist, behält sich Maisberger vor, die Teilnehmer von der Teilnahme auszuschließen. Weitere Ausschlussgründe sind in Ziffer 2 und 4 geregelt.
  9. Datenschutz
    Personenbezogene Daten werden ausschließlich zur Durchführung des Gewinnspiels gespeichert. Eine Weitergabe der Daten an Dritte erfolgt nicht, es sei denn, dies ist zur Durchführung des Gewinnspiels erforderlich. Nach Beendigung des Gewinnspiels werden die Personendaten gelöscht.
  10. Haftungsausschluss
    Maisberger übernimmt keine Verantwortung für Datenverluste, insbesondere solche, die auf dem Wege der Datenübertragung entstanden sind, technische Defekte sowie verloren gegangene, beschädigte oder verspätete Einsendungen, die auf Netzwerk-, Hardware- oder Softwareprobleme zurückzuführen sind. Etwaige Gewährleistungsansprüche der Gewinner sind ausgeschlossen.
  11. Änderung/Einstellung des Gewinnspiels
    Maisberger behält sich das Recht vor, das Gewinnspiel im Fall unvorhergesehener Umstände zu ändern oder einzustellen. Maisberger ist insbesondere berechtigt, das Gewinnspiel einzustellen, abzubrechen oder auszusetzen, wenn

    • ein versuchter Missbrauch durch Manipulation festgestellt wird,
    • während der Durchführung Promotionsrichtlinien von Facebook geändert würden, so dass eine Durchführung nicht nach den gültigen Bestimmungen von Facebook möglich wäre oder der Wettbewerb aus Gründen jeglicher Art von Facebook gestoppt würde,
    • eine ordnungsgemäße Durchführung nicht mehr sichergestellt ist, dies insbesondere beim Ausfall von Hard- oder Software, bei Programmfehlern, Computerviren oder bei nicht autorisierten Eingriffen von Dritten sowie mechanischen, technischen oder rechtlichen Problemen.
  12. Unwirksamkeit einzelner Klauseln
    Sollte eine Klausel dieser Bedingungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bedingungen unberührt.
  13. Übertragung, Barauszahlung, Rechtsweg
    Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Eventuelle Gewinne sind nicht übertragbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Bad Bot, Super Bot – Einblick in die verschiedenen Bot-Arten

„Bots im Einsatz für Versicherungen“, „Bis zu 48 Millionen Twitter-Nutzer sind in Wirklichkeit Bots“, „Skurril: Auch Bots tragen Fehden aus“, „Wie Social Bots das Internet gefährden“, Bots, Bots, BOTS. Seit einiger Zeit ist das Thema ziemlich präsent in den Medien und sicherlich ist auch der ein oder andere von euch schon mal über einen Bot gestolpert – vielleicht sogar ohne es zu merken.

Letztens habe ich mal wieder ein neues Tool ausprobiert und nach nur kurzer Zeit hatte ich auch direkt eine Frage an das Serviceteam. Leitung besetzt, E-Mail ist doch eigentlich langweilig, wenn schon, dann mal per Facebook anfragen. Warum auch nicht. Frage getippt und prompt kam auch schon eine Antwort: „Vielen Dank für Ihre Anfrage! Wir werden uns Ihr Anliegen ansehen und Sie benachrichtigen, sobald wir eine Lösung für Sie haben.“ Naja, so oder so ähnlich die Antwort. Bäm! Bot!

Was ist eigentlich ein Bot?

„Bot“ leitet sich vom englischen Wort „robot“ ab. Eigentlich ganz nett die Vorstellung, dass irgendwo ein kleiner Roboter sitzt, der deine Anfrage beantwortet. Aber letztendlich ist ein Bot lediglich ein Computerprogramm, das bestimmte Aufgaben automatisiert. Hierzu gehört die Ausführung und Wiederholung der Aufgaben. Einige Web Bots funktionieren ganz selbstständig und werden automatisch in Bewegung gesetzt, andere benötigen speziellen Input, also gewisse Trigger.

So oder so klingt das doch nach einer guten Sache? Aufgaben, die für Menschen z.B. zu zeitaufwendig sind, übernimmt ein Computerprogramm. Trotzdem liest man immer öfter auch Negativschlagzeilen über Web-Bots.

Guter Bot, böser Bot

Von böswilligen Bots, die Schadsoftware transportieren und zahlreiche Rechner mit Viren infizieren über die Suchmaschinen Bots – oder auch „Crawler“ – die Webseiten nach gesuchten Begriffen durchforsten bis hin zu guten Bots, die darauf programmiert wurden Plagiate ausfindig zu machen – Das Netz bietet eine Heimat für alle Web Roboter. Hier einige Beispiele:

Die Guten

Data Bots:

Laut eZanga versorgen dich die sogenannten Media oder Data Bots mit Updates zu Wetter, Nachrichten und Sport, dem aktuellen Börsenkurs usw. In real-time werden die Daten, dank der intelligenten Software, an den User geschickt, der die Informationen abruft. Google Home oder Siri können durchaus als Data Bots klassifiziert werden.

Trader Bots:

Diese Bots stehen ganz oben auf meinem persönliches Siegertreppchen im Ranking um den Titel „Lieblings-Bot“. Sie durchforsten nämlich Seiten wie eBay und Amazon auf der Suche nach dem niedrigsten Preis. Eingesetzt werden diese von Online Händlern, um den Wettbewerb zu sichten und im besten Fall die Konkurrenz mit niedrigeren Preisen zu unterbieten. Und davon profitieren dann immerhin die Konsumenten – also wir!

Spider Bots:

Das Thema Suchmaschinen hatte ich bereits kurz angerissen. Spider Bots sind eben diese Bots, die Suchmaschinen durchforsten. Googlebot oder Bingbot sorgen dafür, dass am Ende jeder Suchmaschinenanfrage auch die passende Webseite vorgeschlagen wird.

Chatbots:

Chatbot ist wohl jedem ein Begriff. Chatbots können die komplette Steuerung eines Accounts oder Profils in einer Social Media App übernehmen. Viele Unternehmen nutzen Chatbots für automatisierte Kundendienst-Lösungen. Beispielsweise eben in der Form, wie ich sie als Antwort auf meine Anfrage bekommen hatte. Den Chatbots liegt ein definiertes Set von Schlüsselwörtern, Fragen- und Antwortbausteinen zugrunde, anhand derer dieser Bot individuell auf Fragen reagieren kann. Durch den Input, den der Chatbot erhält, wird er mit der Zeit immer intelligenter. Ob diese Art von Kommunikation mit dem Kunden so vorteilhaft ist, sei mal dahingestellt. Schlussendlich ist es wohl Geschmackssache, ob man lieber gleich eine Nachricht bekommt, dass die Anfrage morgen beantwortet wird, oder ob man einfach bis morgen wartet.

Die Bösen

Spam Bots:

Spam Bots… klingt, als wäre das wohl die nervigste aller Bot-Arten. Man sollte meinen, dass gewiefte Anti-Virus Programme und clevere Bot-Blocker bereits gelernt haben, wie man eben solche stoppen kann. Leider werden Spam Bots immer klüger. Sie verbreiten – wie der Name schon sagt – Spam. Egal ob in E-Mails oder in Kommentaren unter Artikeln und Blog-Posts. Dir ist sicher schon mal aufgefallen, dass so mancher Blog eine Captcha-Schranke hat, die überwunden werden muss, wenn man etwas kommentieren will. Ein Bot kann in diesem Moment den Befehl nicht ausführen, da er nicht darauf programmiert ist und schon ist der Blog vor Bot-Kommentaren sicher!

Scrapers:

Scrapers sind dazu gemacht Content zu klauen. Sie stibitzen sich E-Mail Adressen, Bilder, Texte usw. Oft wird der Content, der so geklaut wird ein wenig geändert und an anderer Stelle wieder zum Einsatz gebracht.

Hackers und Impersonators:

Malware, Malware überall! Dank den Hackers. Im Gegensatz zu den Impersonators, sind Hackers aber zumindest leicht zu erkennen. Impersonators sind nämlich so gescripted, dass sie sehr gut die User Charakteristic nachahmen können, was sie sehr identifizierbar macht. Oft sind diese Bots für Distributed Denial of Service (DDoS) Attacken verantwortlich. Bei einem DDoS-Angriff wird eine große Anzahl an infiltrierter Systeme auf ein Ziel-System geschickt. Meistens kann dann das Ziel-System – z.B. ein Server – dem Ansturm nicht standhalten, was zu einer Abschaltung des Systems führt.

Die Grauzone

In einem Web, in dem es Bots wie Sand am Meer gibt, ist es natürlich nicht immer ganz so leicht zu unterscheiden, welcher Bot jetzt eigentlich gut und welcher schlecht ist. Die eher negative Stimmung gegenüber Bots ist aber schnell erklärt. Gerade in Zeiten, in denen Wahlen verstärkt online ausgetragen werden und Informationen aus Social Media mehr Glauben geschenkt wird, als klassischen Medien, herrscht teilweise Verunsicherung darüber, dass Social Bots die Meinungsbildung von Usern beeinflussen können – und das sicher nicht ganz zu Unrecht. Dennoch stehen uns immer noch genug gute Bots mit Rat und Tat zur Seite und helfen bei der täglichen Arbeit im Web. Bot ist eben nicht gleich Bot!

#FunFact zum Schluss: Instagram hat es vor einigen Jahren gewagt, Millionen von Spam Bots zu löschen, was dazu geführt hat, dass die Followerzahlen einiger Kanäle rapide gesunken sind. Das hat natürlich nicht Jedem so gut gefallen…

Bisschen weniger Web-Bots, bisschen mehr Real-Life-Robots?

Hier findest du spannende Beiträge rund um das Thema Robotik.

Alternative Fakten – Die neue Kommunikation des Weißen Hauses

Auf Twitter geistern seit dem 20. Januar zwei Bilder umher: Sie zeigen die Zuschauermassen bei den Amtseinführungen Obamas im Jahr 2009 und Trumps vor wenigen Tagen. Die Fragen, die damit verknüpft sind: Wie viele waren es denn nun wirklich, die bei der Amtseinführung von Donald Trump anwesend waren? Und wie viele haben weltweit zugesehen? Mehr oder weniger als bei Obamas? Eigentlich ist der Fall relativ klar. Auch wenn die genauen Zuschauerzahlen nahezu unmöglich zu bestimmen sind und sie auch von der Stadt Washington nicht veröffentlicht wurden, sprechen letzten Endes die Bilder Bände: Bei der Amtseinführung von Barack Obama im Jahr 2009 war der Platz auf dem Capitol Hill deutlich mehr gefüllt als dieses Jahr bei Donald Trumps Inauguration. So viel zum Hintergrund.

Fantastische Behauptungen und wo sie zu finden sind…

Für Sean Spicer, Trumps Pressesprecher, war die Sache ebenso klar – nur dass er die Vereidigung offenbar mit ganz anderen Augen gesehen hat. „Das war die größte Zuschauerzahl, die jemals einer Amtseinführung beigewohnt hat. Punkt., verkündete er bei seiner ersten Pressekonferenz. Pressevertreter durften dabei übrigens nicht zu Wort kommen, dafür wurden „der Presse“, wie Spicer pauschalisierte, aber rechtliche Konsequenzen angedroht. Schließlich hätte diese versucht, negative Stimmung gegen das Event herauf zu beschwören. Insgesamt hatte er innerhalb von fünf Minuten vier Mal gelogen, beziehungsweise – wie Kellyanne Conway, Beraterin des Präsidenten, es nennt – „alternative Fakten verwendet“.

Betrachtet man die Pressekonferenz und die anschließende Reaktion von Conway darauf mit etwas Abstand, sieht es so aus, als ob das Weiße Haus in Zukunft auf eine neue Art der Kommunikation setzt. Diese zeichnet sich dadurch aus, die eigene Sichtweise erstmal rückhaltlos zu verlautbaren um in weiteren Schritten etwaige andere Sichtweisen zu unterdrücken und einen Geltungsanspruch für das eigens Gesagte mit Euphemismen wie „alternative Fakten“ künstlich herzustellen.

Fakt oder nicht Fakt?

Betrachtet man den Ausdruck „alternativer Fakt“ genauer, erkennt man auch dessen Absurdität: Wie kann es eine Alternative zu einem Fakt geben? Natürlich kann ein Glas Wasser halb voll und gleichzeitig halb leer sein aber am Ende ist doch das Wasservolumen gleich der Hälfte des vollen Glases, auch wenn jemand behauptet, es sei noch nie so viel Wasser in einem Glas gewesen. Unterstreicht man seine Unwahrheit im Anschluss noch mit einem „Punkt“ oder „Basta“ verkehrt sich diese immer noch nicht in die Wahrheit. Punkt. Und welche Frage nach wie vor offen bleibt: Zu was sind die „alternativen Fakten“ eine Alternative? Zur Wahrheit etwa? Darf man sich die Welt nun malen wie de wie de wie sie einem gefällt? Oder entsprechen die Medienberichte über den weniger gefüllten Platz bei der Amtseinführung gar parallel zu denen des Pressesprechers Spicer der Wahrheit? War der Platz also gleichzeitig voller UND leerer als von 8 Jahren? Kann man hier also von Schrödingers Platz reden? Fragen über Fragen.

Dass der Alltag zweifelsohne attraktiver wäre, könnten wir uns aus alternativen Fakten eine neue Realität schaffen, beweisen die sozialen Medien. Denn dort melden sich zahlreiche User mit Fake-Pressemeldungen à la Spicer zu Wort:

Verlässliche Aussagen waren gestern

Ob die Anzahl der Zuschauer bei besagtem Ereignis nun größer oder kleiner als die vor 8 Jahren war, spielt eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist, dass die mächtigste Regierung der Welt Lügen als probates Mittel für Pressemitteilungen hält und ferner in peinlichen Rechtfertigungsversuchen daran festhält. Des Weiteren wird die Presse in der Kommunikation exkludiert – mehr noch: Ihr wird sogar mit Konsequenzen für ihre Arbeit gedroht. Ganz zu schweigen davon, dass es keinen einheitlichen Kommunikationstenor des Weißen Hauses gibt, sondern diverse Sprecher unterschiedliche Aussagen verbreiten. Während der Pressesprecher noch, wie zuvor schon erwähnt, unumstößlich von der „größte[n] Zuschauerzahl, die jemals einer Amtseinführung beigewohnt hat“ spricht, ist dies wenig später laut Trump-Spitzenberaterin Conway nur noch ein „alternativer Fakt“. Was Donald Trump selbst dann noch auf Twitter postet, darf laut Experten sowieso nicht ernst genommen werden. Alles in Allem steuert die Kommunikation der amerikanischen Regierung dank ihres Steuermannes mit voller Absicht in ein Meer aus Lügen – und das dürfte nicht nur für die USA, sondern für die ganze Welt ein unruhiges Gewässer werden.

Als Kommunikationsexperten fragen wir uns natürlich: Wie kann man diesem Trend der alternativen Fakten oder des postfaktischen Zeitalters entgegenwirken? Der Schlüssel ist, sich nicht anstecken zu lassen von dem Verfall der Kommunikation, obgleich das wohl der einfachste Weg ist. Aber der Respekt vor seinem Gegenüber, fundierte Recherche und die Ächtung der Lüge sind nicht nur ehrbare Werte, sondern absolute Notwendigkeit für eine vernünftige Kommunikation. Das hat auch einen Nutzen für die eigene Person, nämlich Glaubwürdigkeit.

 

Gerne würde ich wissen, wie sehr die US-Regierung in euren Augen an Glaubwürdigkeit durch diesen Presse-Fauxpas eingebüßt hat. Ich freue mich auf eure Kommentare!

Kopf oder Bauch? Sowohl als auch!

Der Aufruf zur Blogparade „Entscheidungen treffen“ auf zielbar.de (die auch den Anlass zu diesem Blogpost gibt) wurde von Christian Müller mit einer Zahl eingeleitet (und wie es scheint einer wissenschaftlich fundierten), die mir zu denken gibt:

Wenn wir jeden Tag etwa 20.000 Entscheidungen treffen – wie wohlüberlegt kann jede einzelne davon dann sein?

Wie viele davon treffe ich überhaupt in vollem Bewusstsein über kurz- und langfristige Konsequenzen?

Vermutlich nur einen Bruchteil davon. Doch so manche Entscheidung wägt man dann doch sehr sorgfältig ab. Meist sind das diejenigen, die als folgenschwer (im Positiven wie im Negativen) und weitreichend eingeschätzt werden. In diese Kategorie fallen auch Business-Entscheidungen über Neuanschaffungen für das eigene Unternehmen, seien es Maschinen, Software oder Dienstleistungen. Vor allem, wenn an einer solchen Entscheidung noch ein gewisser Kostenaufwand hängt, wird sie sicher nicht nebenbei im Affekt gefällt.

Entscheidungen von genau dieser Art positiv bei den Kunden unserer Kunden zu beeinflussen, ist aber ein ganz wesentlicher Teil unserer Arbeit in der B2B-Kommunikation. Darum handelt dieser Beitrag zur oben genannten Blogparade auch nicht von eigenen Entscheidungen (ich kann mich noch nicht einmal an alle 20.000 von gestern erinnern), sondern von den Entscheidungen anderer. Auf diese hat man durchaus Einfluss – den man verschwendet, wenn man sie dem Zufall überlässt.

Die harten Fakten

Ein rational handelnder Entscheider wird sich zunächst alle für ihn relevanten Informationen einholen. Welcher Herausforderung steht er gegenüber? Welche Lösungen gibt es dafür auf dem Markt? Wie unterscheiden sie sich voneinander? Die erste Aufgabe besteht darin, dass der Kunde überhaupt in diesen Prozess der Entscheidungsfindung eingeschlossen wird. Um nicht unterzugehen, gilt es, auf den Kanälen präsent zu sein, in denen die Informationssammlung der Zielgruppe stattfindet. Genau dort muss ihm anschaulich, aber immer sachlich präsentiert werden, wie sein Unternehmen von der angepriesenen Lösung profitieren kann.

Was sagt der Bauch?

Neben der rationalen Komponente spielen in jede Entscheidung aber immer auch psychologische Faktoren – gewissermaßen die „Bauch-Komponente“ (die übrigens wichtiger ist als man denken mag) – und natürlich möchten wir beide Seiten im Entscheider ansprechen.

Stehen Menschen vor Entscheidungen, neigen sie oft zu der Alternative, die ihnen bereits bekannt ist. Psychologische Effekte wie dieser sind ein wichtiger Anknüpfungspunkt: Es geht nicht immer nur um Effizienzsteigerungen, ROI’s, Vertragslaufzeiten und Kostenrahmen. Auch ‚softe‘ Faktoren wie die Bekanntheit einer Marke, Vertrauen, Sympathie oder Glaubwürdigkeit können am Ende durchaus entscheidend sein und dürfen in der Unternehmenskommunikation daher selbstverständlich nicht außen vor gelassen werden.

Vielleicht wird die Kaufentscheidung letztendlich sogar davon maßgeblich geprägt, was vorher zum Mittag gegessen wurde. Da hört unser Einfluss dann allerdings auch auf.

Kommt nächste Woche wieder und lest einen weiteren Beitrag von Patrick zur Blogparade „Entscheidungen treffen“!

Video Storytelling – Klappe die Zweite

Letzte Woche hat mein Kollege Johannes Lossack bereits anschaulich erklärt, warum Video Storytelling, insbesondere Online Videos, so wichtig sind. Wie angekündigt, dreht sich unser heutiger Blogbeitrag rund um das Thema gute VS. schlechte Unternehmensfilme. Eingangs sei erwähnt, dass wir in dieser Gegenüberstellung nur Unternehmensfilme betrachtet haben, die darauf abzielen, das Image eines Unternehmens darzustellen. Neben diesen reinen Imagefilmen gibt es nämlich auch noch eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, wie Unternehmen im Bewegtbildformat mit ihren Zielgruppen kommunizieren können. (mehr …)