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B2C und B2B – Was ist das und was heißt das für die PR-Arbeit?

Aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass wenn wir etwas Neues, Ungewohntes oder Unbekanntes erleben, unsere Glücksbotenstoffe quasi explodieren. Das Glückshormon Dopamin wird ausgeschüttet. Ihr kennt das sicher: Erinnert euch doch einfach mal an Dinge, die ihr neu ausprobiert und bei denen ihr euch dann total euphorisch gefühlt habt. Das kann etwa der Versuch ein neues Instrument zu erlernen, das Probieren eines fremden Gerichts oder das Austesten einer unbekannten Sportart sein. Was das alles mit PR-Arbeit und diesem Blog zu tun hat?

Als ich bei Maisberger vor knapp zwei Monaten als Trainee gestartet bin, war mir sofort klar: Ich werde mich mit Dingen beschäftigen, mit denen ich mich so zuvor noch nie auseinandergesetzt habe. Die Welt der PR war mir zwar nicht völlig fremd, hatte ich doch bereits 13 Monate Erfahrung in der Unternehmenskommunikation eines großen Konzerns gesammelt. Allerdings gab es einen grundlegenden Unterschied: Den Wechsel von der Arbeit in der B2C hin zur B2B Kommunikation.

Wie so oft klingen diese Abkürzungen erstmal nach rätselhaftem Fachjargon. Doch, vor allem bevor man bei Maisberger startet, sollte man zumindest kurz mal googeln. Für alle, die es genau wissen wollen, nachfolgend eine Erläuterung:

B2C oder B2B – Am Anfang steht die Zielgruppe

Was hinter den drei Zeichen steckt, definiert sich zunächst über eines – die Zielgruppe. B2C steht für Business-to-Consumer und bezeichnet die Beziehung zwischen einem Unternehmen und einer Privatperson, meist einem Endkunden. Ein Unternehmen hat ein Produkt und das will es dem Verbraucher möglichst schmackhaft machen. Wenn man es so will, habt ihr eigentlich jeden Tag mit B2C zu tun. Man nennt es eben nur anders.

B2B ist hingegen die Abkürzung für Business-to-Business. Damit sind die Geschäftsbeziehungen zwischen mindestens zwei Unternehmen gemeint. Auch hier will ein Unternehmen seine Produkte verkaufen. Es sucht allerdings Abnehmer, die selbst Unternehmen sind. Mit diesen verhandelt es sich aber ganz anders als mit dem Otto Normalverbraucher. Und das prägt – richtig – auch die Kommunikation.

  • B2C = Business to Consumer = Unternehmen zu Konsument
      Beispiel: Endkunde (Consumer) kauft Auto
  • B2B = Business to Business = Unternehmen zu Unternehmen
      Beispiel: Autofirma (Business) kauft Motor

B statt C – Das bedeutet andere Medien

Zwar geht es beim Arbeiten in einer Kommunikationsberatung um viel mehr als die „klassische“ Kommunikation via Medien sprich Presse, doch darf dieser Punkt bei einer Unterscheidung zwischen B2B und B2C auf keinen Fall fehlen.

Bleiben wir beim Beispiel „Autofirma kauft Motor“: Wenn sich ein Unternehmen etwa über die neusten Entwicklungen in der Motorenproduktion informieren möchte, wird es nicht in einer Lokalzeitung recherchieren. Ein solches Medium ist für die B2B-Kommunikation alles andere als zielführend. Mit einer Fachzeitschrift wird hier schon eher die richtige Zielgruppe erreicht – sprich andere Unternehmen. Im Umkehrschluss dürfte es euch persönlich ja auch wenig interessieren, wenn ihr morgens beim Frühstück einen Beitrag über die Vorzüge spezieller Motoren in eurer Zeitung findet.

  • B2C = Zielmedien: Tagespresse
  • B2B = Zielmedien: Fachzeitschrift

Auf die richtige Sprache kommt es an

Je nach Zielgruppe sind nicht nur die Wege der Übermittlung andere, sondern schließlich auch die Form und die Sprache der Botschaft. Der Fokus bei der B2B-Kommunikation liegt grundsätzlich eher auf Zahlen, Fakten und Analysen. Es geht um informative und überzeugende Inhalte, die für andere Unternehmen entscheidend sind.

Bei unserem Motoren-Beispiel bedeutet das: Weniger die Farbe oder das progressive Design eines Motors ist für eine Autofirma relevant, sondern vielmehr handfeste Informationen oder etwa technisch ausgereifte Funktionsweisen.

  • B2C-Content = emotional, unterhaltsam
  • B2B-Content = informativ, faktenreich

B2B-Kommunikation – Eine spannende Herausforderung

Gerade wenn es um die Sprache und die Aufbereitung von Informationen geht, wird es in der B2B-Kommunikation erst so richtig herausfordernd und interessant. Man beschäftigt sich meist mit komplexen Sachverhalten, die verständlich kommuniziert werden müssen. Und obwohl die Botschaften Unternehmen informieren sollen, müssen sie dennoch interessant verpackt sein, um genügend Aufmerksamkeit bei anderen Unternehmen zu generieren. Ein gelungener Mix aus Emotionen und Informationen ist meistens der richtige Weg. Und das ist gar nicht so einfach, wenn ihr nur mal überlegt, was für euch etwa an einem Motor spannend sein könnte?

Am Ende des Tages zeichnet sich die Arbeit bei Maisberger so vor allem dadurch aus, sich immer wieder der Herausforderung zu stellen, technische und komplexe Inhalte spannend zu verpacken. Bedeutet: Immer wieder etwas Neues zu lernen. Und so sind schließlich auch die Glücksbotenstoffe befriedigt!

Welche Erfahrungen hast Du bisher im PR-Bereich gesammelt?

Kennst Du vielleicht auch schon die unterschiedlichen Facetten von B2C und B2B Kommunikation?

Schreib uns Deine Meinung!

10 unersetzliche Tools für die PR-Arbeit

Lange ist es her, dass unsere Vorfahren in Afrika zum allerersten Mal Steine aneinander schlugen, um mit den so entstandenen scharfen Kanten Nüsse zu knacken. Ein Konzept, das sich durchgesetzt hat: 3,3 Millionen Jahre später sehen unsere täglichen Werkzeuge und Hilfsmittel zwar etwas anders aus, aber ohne ihren Gebrauch wären wir insgesamt doch recht hilflos unterwegs. In der PR-Arbeit ist das nicht anders. Deshalb möchte ich euch hier eine Top 10 der Tools präsentieren, die unsere Arbeit täglich erleichtern – die scharfen Steine der PR sozusagen. In selbige gemeißelt sind sie aber natürlich nicht. Zu jedem einzelnen Tool gibt es zahllose Alternativen; und was man tatsächlich nutzt, ist immer eine Frage der persönlichen Arbeitsweise (und der zur Verfügung stehenden Mittel). Nachfolgend also doch eher eine persönliche Auswahl, als eine Top 10:

Das Fundament: MS Office

Das hat erstmal noch nichts mit PR im Speziellen zu tun. Die Programme in MS Office sind die Grundlage jeder Büroarbeit. Was die PR angeht: Ohne Word keine Artikel, ohne Powerpoint keine Präsentationen für Kunden, ohne Excel kein Reporting, ohne Outlook kein Kundenkontakt. So einfach ist das.

Das Gedächtnis: Unsere Journalistendatenbank

Für alles gibt es ein Medium. Und für jedes Medium gibt es Ansprechpartner und Kontaktdaten. Unmöglich, die alle im Kopf zu behalten. Dank unserer Journalisten-Datenbank können wir trotzdem ständig darauf zugreifen und sie den entsprechenden Kunden zuordnen – solange sie regelmäßig gepflegt und aktualisiert wird.

Der Postbote: Unser Aussand

Wenn es bei unseren Kunden Neuigkeiten gibt, soll die Welt davon erfahren. Dank unserem Tool zum Versand von Pressemitteilungen an unsere Journalistenverteiler tut sie das auch. Von Kollegen, die die PR schon vor dem digitalen Zeitalter kannten, habe ich Grauengeschichten gehört, wie man so etwas früher erledigen musste. Und ich möchte nicht dahin zurück.

Der Draht zur Welt (der Medien)

Die Welt dreht sich ständig weiter, und auch Journalisten suchen hin und wieder neue Herausforderungen. Dank entsprechender Tools sind wir auf dem aktuellen Stand, welche das gerade sind und wie wir sie dort erreichen können.

Die Gehirnprothese: woxikon

Der zentrale Wortschatz der deutschen Sprache wird auf rund 75.000 Wörter geschätzt. Einen großen Anteil davon zu kennen, ist in der PR schon von Vorteil. Aber man darf sich auch ruhig mal auf die Sprünge helfen lassen.

Noch eine Gehirnprothese: trello

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, sich selbst zu organisieren. Wie ich meinen Weg gefunden habe, habe ich bereits in meinem ersten Beitrag dokumentiert. Und ich bin bis heute dabei geblieben.

Der Kalender für die Digital Natives: Social Report

Auf allen Social Media Kanälen präsent sein? Da verliert man schnell den Überblick. Social Report bringt alles an einen Ort und liefert die Daten, die wir ins Reporting einarbeiten.

Der Spion: bitly

Wer Inhalte teilt, der möchte auch wissen, wer sich dafür interessiert. Mit bitly lassen sich Links kürzen, tracken und so in Erfahrung bringen, wer geklickt hat. Außerdem passen die Links dann auch gleich viel besser in die 140 Zeichen bei Twitter.

Nicht nur ein Spion, sondern ein ganzer Geheimdienst: ubermetrics

Google ist schon ein kleines Wunderwerk, aber es hat auch seine Grenzen. Mit ubermetrics lassen sich Suchanfragen noch feiner einstellen und in allen möglichen Statistiken und Visualisierungen ausgeben. Die umfassende Medienanalyse hilft bei der Recherche nach zu besetzenden oder bereits besetzten Themen oder wichtigen Influencern.

Das Krokodil: Kuli & Block

Dazu gibt es keinen Link, da es sich hier tatsächlich um die analoge Variante handelt. Wie beim Krokodil handelt es sich hier ganz einfach um ein evolutionär bewährtes Konzept, daher wird uns dieses Relikt aus früheren Tagen auch noch eine Weile erhalten bleiben.

Hab ich was vergessen? Schreibt’s in die Kommentare!

Messefrühling bei Maisberger

In Kürze stehen für einige der Kunden von Maisberger wieder wichtige Messen an. Dazu zählen beispielsweise für die Kollegen aus dem HR-Bereich die Personal Süd am 09. und 10. Mai, in der Industrie die Hannover Messe vom 24. bis 28. April oder die CeBIT als Leitmesse für Kunden aus der IT. Um ein Bild von den Aufgaben zu gewinnen, die Maisberger als PR-Agentur für die auf den Messen vertretenen Kunden übernimmt, habe ich jeweils einen Kollegen aus den Fachgebieten Industrie und HR gebeten, mir Rede und Antwort zu stehen.

Das Rundum-sorglos-Vorbereitungspaket für gelungene HR Messe-PR

Meine Kollegin Maren Pudimat ist im Human Resources Team bei Maisberger tätig. Folglich ist für sie derzeit die „Personal Süd“ von Interesse.

Allgemein bedeuten Messen für PR-Berater im Vorfeld einen hohen Organisationsaufwand. Welche Maßnahmen stehen für eure Kunden bei der Vorbereitung im Vordergrund und was gibt es bei der Messeplanung im Speziellen zu beachten?

Maren: Zu unseren Aufgaben zählt es, dass wir Journalisten und Multiplikatoren einladen, Interviewtermine vereinbaren und den Messeauftritt, beispielsweise mit einer Pressemitteilung, ankündigen. Besonders wichtig ist das passende Timing: Gerade Fachmagazine, die oft nur monatlich erscheinen, sollten frühzeitig über die Messepräsenz des Kunden informiert werden, damit das Medium seine Berichterstattung dementsprechend einplanen kann.

Welche Aufgaben nehmt ihr während der Messe für den Kunden wahr?

Auf der Messe selbst begleiten wir Interviews, dienen als Ansprechpartner für Journalisten und Kunden und unterstützen dabei, live auf den Social Media-Kanälen von der Messe zu berichten – sehr vielfältige Aufgaben also.

Alles kann, der Kunde sagt, was muss

Mein zweiter Ansprechpartner war Johannes Lossack. Mit ihm hab ich über die Messen gesprochen, deren Fokus auf der Industriebranche liegt. Im April 2017 wird zum Beispiel die ‚Hannover Messe‘ mit ca. 5.600 Ausstellern stattfinden.

Wie sieht die Planung vor einer Industriemesse wie der Hannover Messe aus und worauf ist dabei zu achten?

Bei der Messeplanung können wir auf ganzheitlicher Ebene unterstützen. Welche Maßnahmen hier im Vordergrund stehen, hängt von den Bedürfnissen und Zielen des jeweiligen Kunden ab. Von klassischer PR über Mediaplanung bis hin zu Digital Services. Bei letzterem helfen wir unseren Kunden etwa, auf der Messe gewonnene Kontaktdaten potentieller Kunden für E-Mail-Marketing-Kampagnen zu nutzen und den Vertrieb so noch präziser zu unterstützen.

Die Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen jederzeit im Blick zu behalten, keine Deadlines zu verpassen und die Zusammenarbeit mit Partnern zu koordinieren ist eine Herausforderung. Das Projektmanagement ist also ein wichtiger Punkt bei der Messevorbereitung.

Damit wäre geklärt, was vor und nach der Messe geschieht. Was passiert während der Messe?

Auch hier stehen die Ziele des Kunden im Vordergrund. Eine ganz klassische Aufgabe ist das Hosting der im Vorfeld vereinbarten Interviews vor Ort. Da wir unsere Kunden und ihre Produkte sehr gut kennen, können wir aber auch für Sales-Gespräche einspringen, wenn es erforderlich ist.

Auch wenn sich die Aufgaben meiner Kollegen im Rahmen der Messe-PR unterscheiden, eines wird deutlich: Die kundenspezifische Vorbereitung ist die halbe Miete. Nur wer gut vorbereitet ist, kann an den Messetagen einen Mehrwert für den Kunden generieren. Sei es die Organisation der Teilnahme eines Kundensprechers an einer Diskussion oder die Vereinbarung eines Interviews mit Journalisten. Ein fundiertes Projektmanagement ist bei Messen essentiell. Eine erfolgreiche PR-Arbeit im Vorfeld zeigt sich daran, dass der Otto-Normal-Messebesucher vor Ort nicht mitbekommt, welcher Aufwand tatsächlich hinter einem Auftritt steckt und wie umfassend eine Messebegleitung wirklich ist.

Wirst du dieses Jahr eine oder auch mehrere Messen besuchen? Wenn ja, welche und aus welchen Gründen?

Wir freuen uns über Kommentare und Meinungen!

Klick mich – Was bisher über Clickbait verschwiegen wurde

Im erbitterten Kampf um den Titel „Das Nervigste, was es im Online-Universum so gibt“ liegt ja einiges ziemlich weit vorne. Kein Wunder, denn das Netz bietet eine breite Plattform für Trolle, Fakeprofile, Internet-Challenges, übermotivierte Selbstdarsteller und barmherzige Samariter, die bereits in den Startlöchern stehen um mithilfe von Likes und Shares gegen Krieg und Hass auf der Welt anzukämpfen. Doch diese können eigentlich schon einpacken. Denn: Seit einiger Zeit ist ein neuer Konkurrent auf der Spielfläche aufgetaucht – und der hat es in sich! Clickbaiting sichert sich spätestens seit dem Trendsetter heftig.de einen Platz auf dem Siegertreppchen.

 

Was Clickbait macht, ist das schrecklichste überhaupt… Hier lest ihr warum:

 

Dass Online andere Gesetze gelten als im klassischen Print, ist klar. Während der Journalist im Print vom Leitgedanken „Content is King“ getrieben ist, müssen online ganz andere und vor allem viel mehr Faktoren berücksichtigt werden, die über Erfolg oder Misserfolg von Artikeln entscheiden. Hinter bunten Teaser-Bildern und kurzen Snippets verstecken sich Inhalte, die gut beworben werden wollen. Denn nur Inhalte die aufgerufen werden, erhöhen die Zugriffszahlen und steigern auch die Werbeeinnahmen. Die kurzen Teasertexte müssen gut geschrieben sein, kurz umreißen worum es im Artikel geht. Im Idealfall lösen sie sogar eine  Emotion aus. Denn ist der User einmal emotional berührt, fällt es ihm ganz leicht auf den Link zu klicken und zum Leser zu werden.

Genau hier setzt Clickbait (zu Deutsch etwa „Klickköder“) an. Reißerische Teaser und Überschriften bewirken starke Emotionen. Psychologische Effekte, wie die sogenannte Neugierlücke („curiosity gap“), bewegen den interessierten Surfer zum Klick und bestenfalls zum Social-Share.

Das Prinzip ist uns nicht ganz fremd, denn erfunden wurde es nicht erst für das World Wide Web. Neben der Boulevard-Presse, die sich diesem Grundprinzip bedient, haben uns auch schon viele Film- und Serienmacher mit übertriebenen Cliffhangern in den Wahnsinn getrieben („Lost“ lässt grüßen.).

 

Was Facebook gegen Clickbait macht, werdet ihr nie glauben!

 

Bei – der „Mutter aller Clickbaits“ – wie basicthinking.de schreibt –  heftig.de ist der Traffic, der über Facebook auf die Website kommt besonders hoch. So hoch, dass die Seite mittlerweile auch bei IVW Online gelistet ist. Mit über 38% hält heftig.de aktuell den größten prozentuellen Page Impression Anteil der Media Partisans. Da scheint die Clickbait-Strategie wohl aufzugehen. Mit der steigenden Zahl der Online-Magazine, steigt auch der Anspruch, den Leser für sich zu gewinnen. Kein Wunder also, dass da viele andere Portale gespickt haben und ebenfalls Klickköder auslegen:

Viele User sind genervt von aufgeplusterten Überschriften und Linktiteln, deren Artikel nicht halten, was sie in der Headline versprechen und darauf reagiert jetzt auch Facebook.

„We’ve heard from people that they specifically want to see fewer stories with clickbait headlines or link titles. These are headlines that intentionally leave out crucial information, or mislead people, forcing people to click to find out the answer.”

Der Social-Media-Liebling teilte bereits im August letzten Jahres mit, dass Artikel mit Clickbait-Headlines im Newsfeed der User deutlich reduziert werden sollen:

“To address this feedback from our community, we’re making an update to News Feed ranking to further reduce clickbait headlines in the coming weeks. With this update, people will see fewer clickbait stories and more of the stories they want to see higher up in their feeds.”

Der neue Algorithmus soll also typische Clickbait-Überschriften und die Seiten, von denen diese stammen, ermitteln. Hierfür werteten Mitarbeiter laut Facebook  mehrere tausend Überschriften aus.

Übrigens: Auch Snapchat  führt nun neue Regelungen für die Inhalte bei Discovery und damit für Publisher ein, um das Thema Clickbait und Fake News anzugehen. Wie die New York Times schreibt, müssen externe Links überprüft werden. Ein Mehrwert muss klar geboten werden.

 

„Stop Clickbait“– The Real Clickbait Hero

 

Ob sich dank des neuen Facebook-Algorithmus bereits etwas getan hat, kann jeder selbst bewerten. Ich persönlich stolpere immer noch sehr oft über Clickbait. Es dauert wohl seine Zeit, bis sich die Anzahl der reißerischen Überschiften in meinem Newsfeed vermindert. Bis dahin hat das Netzwerk „Stop Clickbait“ genug zu tun. Das Netzwerk hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, für uns zu klicken, damit wir das nicht machen müssen.

Die offizielle Stop Clickbait Facebookseite teilt die nervigsten Beiträge und enthüllt gleichzeitig den Inhalt, der durch überemotionale Überschriften versteckt ist. Mittlerweile gibt es bereits viele „Stop Clickbait“ Fanpages, die unterschiedliche Themengebiete wie Sport, Technologie, Gaming oder Lifestyle in Angriff nehmen und dem Clickbaiting den Kampf ansagen.

Und wenn man doch wissen möchte, was hinter der Clickbait-Überschrift steht…

 

…und nicht abwarten möchte, bis „Stop Clickbait“ den Artikel durchgelesen hat, kann man eben mal durch die Kommentare stöbern, ob jemand so gnädig war, das Gelesene kurz und knapp für den nächsten dankbaren Interessenten zusammenzufassen.  Denn in jedem von uns kann ein Clickbait-Hero schlummern! Naja… oder man scrollt einfach weiter.

#FunFact zum Schluss: Hier könnt Ihr Clickbait-Überschriften generieren lassen!

How not to PR: Journalisten auf die Barrikaden bringen

Letztes Wochenende habe ich mich mit einem Freund getroffen, einem Journalisten, der in München zur Journalistenschule gegangen ist. Lebend in New York ist er nur noch selten in München, weshalb Freunde ganz gemischt aus seinem „alten“ Leben in München in einer gemütlichen Runde zusammenkamen. Unter anderem natürlich auch Mitleidende der Journalistenschule. Als Trainee der PR lauschte ich da natürlich besonders hellhörig – denn meine Zielgruppe saß mir offen gegenüber und das ganz privat. Perfekt also, um Input für meinen ersten Blogbeitrag zu sammeln. Es wurde nämlich ehrlich über die Arbeit eines Journalisten geredet – die lustigsten Erfahrungen, aber auch die negativen Eindrücke. Eine Aussage des Abends blieb mir besonders in Erinnerung: „Ich gehe in der Redaktion gar nicht mehr ans Telefon, ich bin einfach nicht mehr erreichbar.“ Puh, ein harter Brocken! Was soll man da sagen? Tätig in einer PR Agentur, die darauf aus ist sich regelmäßig mit Journalisten auszutauschen und auf einen regen Kontakt angewiesen ist? Doch wie sich herausstellte, hatte dieses Verhalten auch seine Gründe.
Es wäre also doch unfair, meine Informationen aus erster Hand nicht mit Euch zu teilen, oder? Daher folgen zwei der absoluten No-Gos, die an diesem Abend von Journalisten besonders hervorgingen, aber scheinbar heute immer noch viel zu oft auftreten.

1. Journalisten sind keine Werbefiguren
Bezugnehmend auf das Mäuschen Spielen vom Wochenende, schnappte ich folgende Story auf: einer der Anwesenden wurde zu einem Produkttest ins Mittelmeer eingeladen, selbstverständlich mit einer Rundumversorgung – natürlich nur, um die Qualitäten des Produktes zu prüfen. In der Tat gab es – als Ergebnis – auch einen „Artikel“ über eben benanntes Produkt. Jedoch war der Gastgeber des schönen Ausfluges nicht sehr zufrieden. Die Anzeige sei ja viel zu klein, die Einladung ans Mittelmeer hätte sich somit nicht rentiert. Eine Aussage, die bis heute negativ in Erinnerung ist. Und wie auch schon mein Kollege Patrick Seidel in seinem BlogPost über richtiges Pitchen vermerkte: ein Artikel soll zum einen Nachrichtenwert besitzen und zum anderen keine Werbung für den Kunden beinhalten. Ein redaktionelles Anliegen sollte also nicht mit Anzeigenschaltung verwechselt werden. Und man bedenke: Journalisten reagieren in solchen Angelegenheiten sehr verärgert – kein guter Ansatz für zukünftige Beziehungen.

2. Telefonischer Kontakt als zusätzliches Kommunikationstool
Wie bereits erwähnt machte mich die Aussage, dass einer der Anwesenden gar nicht mehr ans Telefon geht, besonders stutzig. Er sei schlicht genervt von den vielen Anrufen. Dies führte mich zu der Frage ob ich auch weiterhin versuchen sollte, Journalisten telefonisch zu erreichen? Natürlich hatte ich bereits telefonisch Kontakt mit Journalisten. Und in der Tat sind die meistens schwierig oder gar nicht zu erreichen. Mein Tipp an dieser Stelle: Der Erfolg, Journalisten an die Strippe zu kriegen, ist vormittags größer. Ganz auf die Kommunikation per Telefon zu verzichten wäre ein falsches Angehen. Meiner Meinung nach sollte man Mails so verfassen, dass Journalisten vorweg alle relevanten Informationen erhalten – Stichwort: gute Vorarbeit leisten. Denn wie so viele von uns, bekommen auch Redakteure sehr viele Mails am Tag. Eine Mail, die nur halbe Informationen enthält, könnte auch schnell links liegen bleiben oder für den Journalisten Mehraufwand verursachen.
Aber zurück zum Wesentlichen: der Kommunikation mit dem Telefon. Es lässt sich manchmal einfach nicht vermeiden, hinterher zu telefonieren, denn durch die große Anzahl der Mails verschwindet manches im Bermudadreieck des Posteingangs. Falls also zu einem bestimmten Beitrag schon Kontakt bestand oder der Journalist sogar bereits Interesse bekundet hat, ist dieser oft sogar sehr glücklich darüber, eine telefonische Erinnerung zu erhalten. Und weiterhin sollte immer das Angebot stehen, Details auch per Telefon zu klären, denn ein kurzes Telefonat klärt in der Regel schneller Angelegenheiten, als eine lange E-Mail Konversation.

Wenn man also besagte No-Gos bei der PR Arbeit beachtet bzw. unterlässt, ist schon einmal ein guter Grundstein gelegt. Dennoch möchte ich kurz darauf eingehen, wie der Kontakt denn noch besser laufen könnte: Mein Kollege Patrick Seidel hatte in seinem Blogbeitrag über erfolgreiches Pitchen bereits wichtige Elemente aufgelistet, die für die Kommunikation mit einem Journalisten grundlegend sind. Dazu zählt nach wie vor die Hintergrundrecherche zu Medium und Journalist auf Basis der Datenbanken, über welche PR-Agenturen meist verfügen. Denn – das haben wir schon in der Schulzeit gelernt – wenn man gut vorbereitet in eine Klausur startet, ist das natürlich schon die halbe Miete. So lernte ich bereits zum Start des neuen Jahres bei Maisberger: Vorarbeit heißt Schwerpunktthemen prüfen. Welche Medien und welche Ausgaben könnten thematisch dieses Jahr interessant werden? So können die Journalisten zielgenau angegangen werden mit einem Thema, das für diesen Zeitraum für sie interessant sein sollte. Auch das ist ein weiterer Punkt, den ich an diesem Abend gelernt hatte: Interessante Themen müssen zum richtigen Zeitpunkt kommuniziert werden, umnicht in Vergessenheit zu geraten.
Mein Fazit aus dem Abend mit Journalisten: Ich habe nicht nur Input für meinen ersten Blog-Beitrag erhalten, sondern auch erkannt, dass es wichtig ist, den richtigen Journalisten mit interessanten Themen zum richtigen Zeitpunkt anzugehen. Recherche ist hier das A und O. Zudem sollte man sich im Hintergrund halten und als Partner für weitere Informationen fungieren. Druck auszuüben ist ein falscher Weg, der nur dazu führt, dass eine Geschäftsbeziehung im Sande verläuft. Und ganz nebenbei: Präsenz bei Twitter und Co. ist wichtig. Es sind Informationsquellen, die gerne genutzt werden – ständig wurden die Apps auf dem Smartphone aktualisiert. Wobei ich gerne noch einmal auf den Blogbeitrag von Patrick verweise – das schließt nämlich Punkt 5 mit ein.

Du hast weitere Tipps, die man unbedingt bei der Kommunikation mit Journalisten beachten sollte? Was sind Deine persönlichen Tabus beim Umgang mit den Vertretern der Medien?