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Ein Exkurs in Maisbergers malerische Medienlandschaft

„Lesen bereichert den Menschen, mündlicher Gedankenaustausch macht ihn gewandt. Niederschriften verhelfen zu genauerem Wissen.“

- Sir Francis von Verulam Bacon

Auch ich lese gerne. Ob Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften: Lesen gibt einem die Chance, aus dem Alltag zu entfliehen und sich gleichzeitig weiterzubilden. Da ich direkt aus Münchens Speckmantel stamme, bin ich treue Leserin der Süddeutschen Zeitung und des dazugehörigen Magazins. Meine Schwester interessiert sich eher für Glamour und Vogue und meine Mutter liest Brigitte. Bevor ich mein Praktikum bei Maisberger begann, hätte ich mich schon als jemanden bezeichnet, dem die Medienlandschaft Deutschlands durchaus vertraut ist. Von Bravo über Focus, Die Zeit und Die Welt bis zu Schöner Wohnen – alle waren mir geläufig. Alle? Ich hatte ja keine Ahnung!

Auf zu neuen Ufern – Erforschen der unbekannten Medienlandschaft

Meine erste Woche Praktikum bei Maisberger – alles war neu und aufregend und mir standen bereits einige Aufgaben bevor. Eine davon war das Erstellen von sogenannten „Clippings“. Dabei füge ich gesammelte Artikel über unsere Kunden sauber und ordentlich in einem digitalen Clipping-Booklet zusammen. Neben dem Artikel wird dort natürlich auch das Medium genannt, in welchem der Beitrag erschienen ist, dessen Frequenz und Auflage. Sofort fiel mir auf, dass die mir bekannten Zeitschriften hier kaum auftauchten.  Stattdessen stieß ich auf Medien, bei denen ich mir im ersten Moment nicht ganz sicher war, ob es sich überhaupt um ein Magazin handelt.  Durch die vielen Clippings erkannte ich, wie vielfältig sich die Medienlandschaft gestaltete. Ganz gleich zu welchem Thema, ob Automatisierung, Logistik oder Personalmanagement – in jedem Bereich gibt es zahlreiche Zeitschriften, die den Leser über interessante neue Vorgänge in dem jeweiligen Sektor informierten. Und nicht nur im Printformat, sondern auch digitale Nachrichten-Websites, Online-Blogs, Radio und Fernseher bildete eine breite Palette an unterschiedlichen Kanälen. Wieso also hatte ich davor nie etwas von ihnen gehört?

Medium ist nicht gleich Medium

Wie ihr aus einem unserer Beiträge vielleicht schon wisst, hat Maisberger seine Strategie auf B2B und nicht auf B2C ausgerichtet. Daher kommt man mit Inhalten in Kontakt, die auf die jeweiligen Branchen der Unternehmen ausgerichtet sind und weniger mit Freizeitthemen. Das heißt der Grund, weshalb man von einigen dieser Medien noch nie etwas gehört hat, sind die einzelnen Zielgruppen. Zeitschriften und Magazine, die einem im Alltag über den Weg laufen, gehören meist zu der Rubrik der Publikumszeitschriften. Diese behandeln populäre und allgemeine Themenfelder und richten sich an die breite Masse.

Einige der Medien, denen ich bei Maisberger begegnet bin, zählen allerdings zu den Special Interest-Zeitschriften. Die Inhalte dieser Medien wenden sich an kleinere Lesergruppen mit spezifischeren Interessen, jedoch eher für das private Vergnügen. Manche dieser Special Interest-Magazine begegnet man auch im Alltag, wie beispielsweise der Men´s Health. Die Themen, die bei Maisberger behandelt werden, wie Automatisierung, IT oder Personalmanagement, findet man allerdings seltener an öffentlichen Zeitungsständen, da deren Leserschaft zu klein ist. Um sie lesen zu können, muss man sie in der Regel extra anfordern und abonnieren. Vielleicht wird bei dem ein oder anderen nun der Eindruck erweckt, dass diese Special Interest-Zeitschriften nicht sonderlich lukrativ oder kaum vertreten sind. Tatsächlich bildet diese Rubrik aber mit 23% der rund 22.000 erscheinenden Titel die bedeutendste Gruppe an Zeitschriften in Deutschland!

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Anteil der Special Interest-Zeitschriften an den 22.000 erscheinenden Titeln in Deutschland

Eine weitere Art der Zeitschriften, über die man bei Maisberger stolpert, sind Fachzeitschriften. Genauso wie die Special Interest-Zeitschrift wird hier auch eine bestimmte, interessierte Lesergruppe angesprochen. Der entscheidende Unterschied jedoch ist, dass sie eher von beruflich interessierten Lesern abonniert werden und weniger von privaten. Dadurch sind sie eine professionellere und fachspezifischere Informationsquelle als die Special Interest-Zeitschrift. Bei Maisberger macht die Fachzeitschrift den größten Teil der Printmedien aus. Beispiele dafür sind das SPS-Magazin, die Produktion oder der Human Resources Manager.  Ein immer wichtiger werdender Kanal der Medienlandschaft ist das Internet. Mittlerweile sind die meisten Magazine und Zeitschriften auch online verfügbar und auch darüber hinaus existiert eine große Bandbreite an fachkundigen Webseiten. Diese können in Form eines privaten Blogs, wie beispielsweise der Ingenieurversteher, eines Newsletters wie die HR Presseschau, oder ein Fachportal, wie industry-of-things.de, auftreten.

Medienlandschaft: Fruchtbarer Boden für persönliche Entwicklung

Es lässt sich mit Bestimmtheit sagen, dass die Medienlandschaft, mit der man bei Maisberger in Berührung kommt, viel zu bieten hat. Durch mein Praktikum konnte ich einen Einblick in viele verschiedene Branchen und Themen gewinnen und mir nützliches Wissen aneignen. Darüber hinaus würde ich einem Jeden raten, sich auch ab und zu unbekannten Themen zu widmen. Das erweitert den eigenen Horizont, hält das Gehirn auf Trab und vielleicht entdeckt man ja ein ganz neues Interessensgebiet, für das man sich begeistert und in dem man sich weiter fortbilden kann. In dem Sinne: Steckt die Nase in die Magazine und schmökert, was das Zeug hält!

Meine Top 5 der Magazintitel:

#1: Flüssiges Obst

confructa medien GmbH

#2: Die Fleischerei

Holzmann Medien GmbH & Co. KG

#3: Austromatisierung

AlexanderVerlag.at GmbH

#4: Kot und Köter

Wulf Beleites

#5: DICHT!

ISGATEC GmbH

Welcher Magazintitel gefällt euch am besten und was sind eure Lieblingszeitschriften? Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Bullshit-Bingo für IT-PR-Anfänger – Wie man die IT-Sprache lernt, ohne hohle Phrasen zu bilden

Eine Anleitung in 3 Akten

1. Akt: Verwirrung

Die ersten Tage und Wochen in einer PR-Agentur können das eigene Sprachzentrum und den vorhandenen Wortschatz schon sehr herausfordern – ist man dann noch im IT-PR-Team der selbigen Agentur, macht es das nicht gerade einfacher:

Willkommen im Land der Anglizismen! Einige Beispiele:

Davon wimmelt es in der IT-Branche nämlich geradezu. Für mich als Neuling tauchen plötzlich ganz, ganz viele Begriffe und Wörter auf, die ich weder zuordnen kann, geschweige denn weiß, was sie zu bedeuten haben. Der perfekte Moment für Bullshit-Bingo, oder?

 

Bullshit-Bingo, Buzzword-Bingo, Besprechungs-Bingo oder auch Meeting-Bingo genannt, ist eine humoristische Variante des Bingo-Spiels, die die oft inhaltslose Verwendung zahlreicher Schlagwörter in Vorträgen, Präsentationen oder Besprechungen persifliert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Buzzword-Bingo

In diesem Fall weiche ich von der üblichen Definition von Bullshit-Bingo ab und präsentiere meine eigene:

Bullshit-Bingo, Buzzword-Bingo, Besprechungs-Bingo oder auch Meeting-Bingo genannt, ist der Moment im beginnenden Arbeitsleben, in dem alle im Raum Anwesenden wissen, worüber gesprochen wird und man selbst nur Bahnhof versteht!

2. Akt: Erklärung eines IT-PR-Anfängers

So erging es mir wie den meisten Neulingen: Man hat zu Beginn Schwierigkeiten mit den Begrifflichkeiten der PR-Sprache und den technologischen Fachbegriffen aus dem IT-Bereich. Gerade das IT-Vokabular wurde in der englisch-sprachigen Forschung geprägt – eine Übersetzung ins Deutsche ist zum einen oft schwierig und ungenau und erschwert zum anderen auch die Zusammenarbeit mit internationalen Kunden. Die Nutzung jener Fachbegriffe ist deshalb durchaus sinnvoll und gehört zum Standard-Repertoire, um fundierte PR-Arbeit zu leisten.

Ziel ist es natürlich nicht, Buzzword an Buzzword zu reihen – denn mit inhaltsloser Verwendung von möglichst vielen Schlagwörtern lässt sich keine PR-Maßnahme erfolgreich umsetzen. Wie so oft gilt auch hier: Qualität vor Quantität. Das heißt wiederum, man muss wissen, was sich hinter diesem Dickicht an Fachwörtern verbirgt und darf sich nicht im Begriffsdschungel verirren. Denn nur fundierter Inhalt und Substanz gewinnen. Doch wie bringt man Licht ins Dunkle – in dem Fall in sein persönliches Bullshit-Bingo?

3. Akt: Katharsis

  1. Mut zum Unwissen: Frag deine Kollegen!

Es macht keinen Sinn, sich hinter Bullshit-Bingo zu verstecken. Die Kollegen verfügen teilweise über jahrelange Erfahrung und merken sofort, wenn sie nur eine sinnlose Buzzword-Reihung vor sich haben. Zudem versteht man schneller, was sich hinter einem Begriff verbirgt und kann bei Unklarheiten gleich noch nachfragen – schneller und effektiver als stundenlanges Googeln!

  1. Lesen

Nimm dir zu Anfang die Zeit und klicke dich durch die Seiten deiner Kunden. Zum einen findet man so die Begrifflichkeiten heraus, mit denen der Kunde arbeitet, zum anderen sind hier auch viele Fachbegriffe erklärt oder grafisch dargestellt. So erfährt man auch, was das Produkt der Kunden ist, wie es heißt, wie es funktioniert und was es leisten kann.

  1. Lesen, die zweite

Deine Kollegen werden dir sicher Artikel aus Tages- und Wirtschaftszeitungen zum Einlesen geben. Da Journalisten dieser Medien nicht davon ausgehen, dass der Leser mit den IT-Begrifflichkeiten vertraut ist, findet man hier meist gute Erklärungen und wird zudem mit dem thematischen Umfeld vertraut.

  1. Lesen, die dritte

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man sich auch mit Beiträgen in Fachzeitschriften vertraut machen sollte. Man hat ein gewisses Grundvokabular und es wird Zeit für den Aufbauwortschatz!

  1. Lesen, die vierte

Jetzt ist man bereit, um Studien zu lesen und zu verstehen. Trifft man dabei auf unbekannte Worte, ist wieder Punkt 1 zu empfehlen – falls man sich die neuen Buzzwords nicht selbst erschließen kann.

  1. Das wichtigste: Die richtigen Tools und der Spaß

Sei immer mit Stift und Block bewaffnet: Im Meeting, am Arbeitsplatz, im Flur und in Gesprächen werden immer wieder neue, unbekannte Worte auftauchen: Notieren und zu Punkt 1 übergehen, denn spätestens bei Punkt 2-5 werden diese Bullshit-Bingo-Begriffe wieder auftauchen – nur versteht man sie diesmal und kann die Buzzwords im richtigen Zusammenhang nutzen. Bingo!

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Was waren die Worte, die bei euch den Bullshit-Bingo-Gedanken ausgelöst haben? Schreibt es in die Kommentare!

Zuhören, Erzählen und spontan reagieren – die Tugenden der PR

Beim Surfen durch das World Wide Web stößt man in regelmäßigen Abständen auch mal auf eine Studie. In meinem Fall war es „The Evolution of Public Relations“ – eine Studie der ANA (Association of National Advertisers) in Zusammenarbeit mit der USC Annenberg Center for Public Relations. Ein Key Finding der Studie hat besonders meine Aufmerksamkeit erregt:

Die wichtigsten Trends der PR sind: Social Listening, Digitales Storytelling und Echtzeit-Marketing. Klick um zu TweetenWer sich schon mal mit Kommunikation und der PR beschäftigt hat, wird sicher ebenso das ein oder andere Mal über diese Begriffe gestolpert sein wie jemand aus dem Bereich (Digitales) Marketing. Das zeigt, dass Marketing und PR immer stärker miteinander verzahnt werden.  Ein Grund für mich, mir Social Listening, Digitales Storytelling und Echtzeit-Marketing genauer anzuschauen.

Social Listening

» Wenn Reden Silber und Schweigen Gold ist, dann ist Zuhören Platin. «
© Andrzej Majewski

Social Listening, also das „soziale Zuhören“ hat besonders im Bereich Social Media eine große Bedeutung. Social Listening zu verstehen und für sich zu nutzen, kann für ein Unternehmen den entscheidenden Unterschied für Erfolg in der Kommunikation mit Kunden, Partnern, Mitarbeitern und Influencern bedeuten.

Social Listening ist das strategische Überwachen des Webs und sozialer Netzwerke zu einem bestimmten Thema.

Selbstverständlich verbessert Social Listening nicht nur die Kommunikation eines Unternehmens über die Social Media Kanäle. Auch das Unternehmen als Ganzes kann sich weiterentwickeln, da es wertvolle Informationen zur Marke und potentiellen Kunden erhält. Weitere Vorteile des Social Listenings sind:

  • Verbesserung der Kundenbetreuung und der Kundenbindung
  • Grundlage für die (Social Media) Planung
  • Erhalten von Feedback (z.B. zu Produkten oder Leistungen)
  • Generierung von Leads
  • Schaffung einer Grundlage für Wettbewerbsanalysen
  • Verbesserung des Informationsflusses innerhalb des Unternehmens
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Häufig werden die Begriffe Social Listening und Social Media Monitoring analog verwendet. Es gibt dennoch einige kleine Unterschiede. Hier erfahrt ihr welche!

Social Listening Tool-Tipps:

  • Google Alerts: Google Alerts informiert automatisch per E-Mail über die neuesten Google-Ergebnisse. Ein Alert kann z.B. für Fachbegriffe aus der Branche oder für Unternehmensnamen eingerichtet werden.
  • Quora: Quora beobachtet z.B. Fragen und Diskussionen der Branche.
  • Hootsuite: Hootsuite ist ein kostenloses Social Media Managment Tool. Hier können Such-Streams eingerichtet und dadurch Stichworte und Unterhaltungen beobachtet werden.
  • Erweiterte Twitter-Suche: Hier können Tweets eingegrenzt und anhand positiver oder negativer Stimmungen gesucht werden.
  • Ubermetrics: Wie bereits unser Kollege Johannes in seinem Blogbeitrag über die unersetzlichsten PR-Tools geschrieben hat, ist ubermetrics nicht nur ein Spion, sondern ein ganzer Geheimdienst, wenn es darum geht Inhalte zu finden und das Web zu bestimmten Themen zu überwachen.

Digitales Storytelling

»We are all storytellers. We all live in a network of stories. There isn’t a stronger connection between people than storytelling.«
© Jimmy Neil Smith

Im digitalen Storytelling (deutsch: „Geschichten erzählen“) geht es darum, bewegende Geschichten auch digital zu erzählen. Storytelling, also die Entwicklung einer Geschichte rund um ein Produkt, ist an sich nichts Neues, es wird allerdings interaktiv erlebbar gemacht. Wer sich nun denkt: Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Nicht nur aufwendig gedrehte Videos und professionell programmierte Landingpages machen eine Geschichte besonders. Eine Kombination aus Held, Problem und Lösung kann auch geschickt durch Text, Fotos und Grafiken transportiert werden, ohne sich in Unkosten zu stürzen.

Das Geheimrezept des Digitalen Storytellings: Stories sollten von Anfang an digital gedacht werden, nicht erst bei Fertigstellung digital ausgearbeitet werden!

Geschichten erzählen ist eine kleine Kunst, denn es kann nicht immer streng nach bestimmten Regeln erzählt werden. Dennoch sollten Punkte wie

  • Authentizität,
  • eine emotionale Ausganssituation,
  • ein sympathischer Held,
  • eine erkennbare Entwicklung – vom Problem bis hin zur Lösung mit Hindernissen und Konflikten,
  • ein Höhepunkt und
  • ein gelungenes Ende der Gesichte

beachtet werden. An dieser Stelle möchte ich euch einen meiner persönlichen Storytelling-Favoriten nicht vorenthalten:

Echtzeit Marketing

 

»Real-time marketing (RTM) is about raising awareness, creating demand, and furthering the brand´s mission through connecting with customers in a meangingful way, in the right place, at the right time, through relevant content.«
© Ekaterina Walter

Das Echtzeit Marketing wird vom Gabler Wirtschaftslexikon folgendermaßen definiert:

„Echtzeit Marketing bezeichnet allgemein die zeitnahe Reaktion auf Markt- oder Kundenanforderungen etwa bei Preisänderungen, Beschwerden oder in Krisensituationen.“

Wisst ihr, wer Echtzeit Marketing definitiv beherrscht? Snickers! Könnt ihr euch noch an die Biss-Attacke von Fußballer Luis Suarez bei der WM 2014 erinnern…?

Real-Time Marketing beschreibt also die Möglichkeit, auf gruppendynamische oder gesellschaftsrelevante Ereignisse in sozialen Netzwerken spontan zu reagieren. Dennoch ist erfolgreiches Real-Time Marketing kein Zufallsprodukt. NetPress hat folgende Real-Time Marketing Checkliste erstellt:

  • Termine zu wichtigen Events der Zielgruppe in den Marketingplan aufnehmen.
  • Entsprechend dem Anlass mehrstufiges Advertising-Konzept/-Inhalte aufbauen.
  • Mögliche Themen/Interessen-Verbindungen der Zielgruppe dokumentieren.
  • Aktiv politische und gesellschaftliche Themen verfolgen und organisatorisch Voraussetzungen für schnelles Interagieren schaffen.
  • Echtzeitdaten von Lokalisierungs-Komponenten nutzen.
  • Ort und Zeit des Kunden bei Themen-/Produktauswahl der Anzeige einbeziehen.

An dieser Stelle schließt sich der Kreis! Denn nur, wer richtig zuhört, erkennt, wann es Zeit ist mitzumischen! Wenn ein Unternehmen die Themen kennt, die mit seinen Produkten in Berührung kommen, findet es immer Konversationen, die in diesem Kontext eine Rolle spielen. Und wenn die Reaktion dann auch noch durch gelungenes Storytelling begleitet wird, dann hat man definitiv verstanden, warum Social Listening, Storytelling und Echtzeit Marketing DIE Trends der PR sind!

Kennt ihr tolle Storytelling-Beispiele? Wo hat eurer Meinung nach ein Unternehmen ein gutes Händchen für Echtzeit Marketing bewiesen? Schreibt´s in die Kommentare!

„Human centered communications“ – Das HR-Team erfindet sich neu

Neuer Name, eigenes Logo und – weil sich das bei Maisberger so gehört – eine gebührende Feier! Die Veränderungen, die im HR-Team von Maisberger im Gange sind, wollen nicht mehr länger versteckt gehalten werden.  Denn: Das Team, mit dem ich in den vergangenen drei Monaten bei Maisberger zusammenarbeiten durfte, richtet sich neu aus! Was das bedeutet, wie es dazu kam und welche Rolle ich in dieser Reorganisation gespielt habe, lest ihr hier.

Von Human Relations zu Human Centered Communications – wieso eigentlich?

Unsere Kunden arbeiten in Branchen, die sich sehr schnell verändern. Daher müssen wir als strategische Unternehmensberatung immer up to date sein. Dabei orientieren wir uns an den Themen unserer Kunden. Speziell im HR-Bereich geht der Trend zur Digitalisierung, dem Wunsch der Arbeitnehmer nach Selbstverwirklichung und zum Mitarbeiter im Mittelpunkt. So entstand auch unser neuer Name: Aus dem Bestreben, die Kommunikation rund um den Mensch im Zentrum. Nun bringt aber ein Name allein keine Veränderung. Dem geht ein längerer Prozess voraus. Das HR-Team musste sich fragen, welche Bereiche wegfallen, welche bestehen und welche dazukommen. Wie wird man sich in Zukunft ausrichten? Welche Themen sind noch relevant? Welche PR-Maßnahmen decken sich mit unserer Philosophie? Zunächst mussten wir also unser daily business überarbeiten, damit der Begriff Human Centered Communications nicht nur ein leeres Versprechen ist.

HC²-Launch am 10. Mai

Wer aber in Bezug auf seine PR-Themen einen neuen Weg einschlagen möchte, muss zunächst beim Launch vor den anderen Kollegen überzeugen. Am 10. Mai stellte das HR-Team sein neues Konzept vor versammelter Runde vor. Tatkräftige Unterstützung in Sachen Werbung bekam das Team dabei sowohl von den individuell gestalteten Bier- und  Sektflaschen im HC²-Stil, als auch von Bürohund Sydney, der sich aus gegebenem Anlass ein eigens designtes Halstuch umgeworfen hatte – natürlich mit dem neu entworfenen Team-Logo!

Speak human. Auch im digitalen Zeitalter

Alle sprechen von Digitalisierung, nur Maisberger besinnt sich auf den Menschen – wie passt das zusammen? Unser Hauptfokus liegt zukünftig noch stärker als bisher auf den Menschen in der Arbeitswelt. Und Digitalisierung spielt da eine große Rolle! Denn gerade diese neue Ausrichtung stellt heraus, dass es trotz Trends wie dem Internet of Things, Automatisierung etc. noch immer der Mensch ist, der Entwicklungen vorantreibt, der die wirklich relevanten Entscheidungen trifft und Strategien entwickelt – und damit im Zentrum unserer Kommunikation steht.

Was bedeutet dieser Wandel in der Arbeitswelt nun aber konkret für unsere neue HR-PR? Unsere Kompetenzbereiche sind ein Mix aus Altbewährtem und neu Entdecktem: Produkt- und Thought Leaderhip-PR für Unternehmen aus der HR-Branche und HR-Abteilungen und die Medienarbeit für Weiterbildungsanbieter und Hochschulen richten wir an den aktuellen Entwicklungen rund um Digitalisierung, Transformation und neue Arbeits- und Lernformen aus. Den Bereich Employer Branding erweitern wir und ergänzen unser Portfolio um das Segment Organisational Transformation – also die Transformation von Unternehmen. Damit sind unsere Kompetenzbereiche mehr als das, was man normalerweise unter Human Resources versteht.

Wie gefällt euch unser neuer Slogan ‚HC² – Human Centered Communications‘ und was sagt ihr zur inhaltlichen Neuausrichtung unseres Teams?

Roundtable mal anders: Wie GoogleHangouts zum PR-Tool wird

Nicht nur der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein großer Fan von Diskussionsrunden in Form eines Roundtables, auch in der PR Arbeit wird man eher früher als später diesem Format begegnen. Und so hatte auch ich ziemlich schnell meinen ersten Kontakt mit dieser Art von Meinungsaustausch. Falls du dir dennoch unter diesem Begriff nichts vorstellen kannst, eine kurze Erklärung:

Definition Roundtable:

Eine Anzahl von Personen, die sich zu einer Konferenz oder Diskussion über ein Thema zusammenfinden meistens um einen runden Tisch herum.

Quelle: dictionary.com

Dieser namensgebende runde Tisch ist zwar nicht obligatorisch, ansonsten trifft diese Definition aber für Roundtables zu, mit denen wir es im PR Alltag zu tun haben. In der Regel versammeln wir Journalisten und Kunden am sprichwörtlichen Tisch, um über Neuigkeiten und Trends zu sprechen. Damit war ich bereits während meiner bisherigen Praktika und auch bei Maisberger in Berührung gekommen. Aber wie ich immer wieder feststelle: Man lernt nie aus! Denn seit kurzem organisiere ich eine für mich neue Art dieser Diskussionsrunde: den virtuellen Roundtable – ausgeführt via GoogleHangouts. Ein Tool welches es ermöglicht, Nachrichten zu schreiben, zu telefonieren und Video-Chats zu führen – und über weitere nützliche Features verfügt. Und was ich bisher aus der Organisation dieser virtuellen Diskussionen mitgenommen habe, verrate ich euch jetzt!

Warum GoogleHangouts?

Warum unsere Wahl auf GoogleHangouts für die Ausführung des virtuellen Roundtables fiel, ist ganz einfach zu erklären:

  • Einfach: Eine Live Übertragung ist via YouTube möglich – also die beste und einfachste Möglichkeit für Zuschauer, teilzunehmen. Der Link zum YouTube Event kann bereits vorab erstellt werden (wofür das sinnvoll ist, verrate ich später im Text).
  • Interaktiv: Via LiveChat können die Zuschauer Fragen stellen oder etwas kommentieren und der „Gastgeber“ kann direkt darauf reagieren.
  • Nachhaltig: Da die Diskussion auch aufgezeichnet wird, kann sie in der Nachbereitung super für weitere Promotion genutzt werden.

Wie ihr GoogleHangouts auch für euch und eure Events nutzen könnt erfahrt ihr hier. Und just good to know: eine GoogleMail Adresse wird benötigt 😉

Die Planung – was bleibt gleich?

Generell unterscheidet sich die Organisation eines virtuellen Roundtables kaum von der eines „realen“ Roundtables.

  1. Festlegung des Themas
  2. Auswahl des passenden Moderatoren
  3. Auswahl der Teilnehmer (von Kundenseite)
  4. Einladung der passenden Journalisten
  5. Erstellung eines Briefing Dokuments zum Event, das alle Teilnehmer erhalten
  6. Pre-Check: Funktionalitäten des Tools mithilfe eines Test-GoogleHangouts überprüfen

Ich möchte meinen, dass es eventuell sogar einfacher ist, Teilnehmer für ein virtuelles Event zu generieren, denn es bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Ort: Es kann vom Ort der Wahl ausgeführt werden. Teilnehmer benötigen nur einen Internetzugang und eine Google Email-Adresse.
  • Zeit: Somit entfallen An- und Abreise und der Roundtable lässt sich gut in den Arbeitsalltag integrieren.
  • Planungssicherheit: Sobald die Teilnehmer offline sind, haben Sie auch wieder ihre Ruhe. Es kann also wie ein Geschäftstermin eingetragen werden und wird auch kaum länger als ein normaler Termin dauern.

Die Planung – was ist anders?

  1. Location-Organisation: diese entfällt ganz. Es muss weder bedacht werden, wie die Stühle aufgestellt sind, noch ob die Versorgung passt. Den Kaffee müssen sich Zuschauer und Teilnehmer also selber organisieren – entspannt, oder? Und eine sehr große Zeitersparnis!
  2. Austesten des Tools: Bevor mein Team und ich uns überhaupt aktiv an die Themen- und Teilnehmerrecherche machten, war der erste Schritt, uns erst einmal mit GoogleHangouts auseinanderzusetzen. Beim ersten Mal ein zeitintensives Anliegen, falls man keine Vorkenntnisse hat. Und ich rate euch dringend das Tool, auf welchem das ganze Event letztendlich aufbaut, intensiv auf Herz und Nieren zu testen.
  3. Zuschauer generieren: Wie vorher angemerkt, ist es möglich den Link zur Live Übertragung auf YouTube im Voraus zu erstellen. Und genau diesen könnt ihr für eure Social Media Promotion nutzen. Denn – nicht wie bei einem Event, bei welchem der Roundtable meist in der Agenda aufgelistet ist und nur die Besucher des Events teilnehmen können – kann quasi jeder an dieser Diskussion teilnehmen bzw. dabei zuschauen. Der Link kann daher für die Promo perfekt genutzt und via Twitter, LinkendIn, Xing oder anderen sozialen Kanälen geteilt werden, um eure Zielgruppe zu erreichen.

Fazit

Als PR-Agentur ist es wichtig am Puls der Zeit zu bleiben und daher checken auch wir regelmäßig die neusten Tools – wie GoogleHangouts – und überprüfen, welche einen echten Mehrwert für unsere Arbeit und unsere Kunden bringen könnten. Denn im Wesentlichen gestaltet ein virtueller Roundtable einiges einfacher: Weder Teilnehmer noch Zuschauer müssen an einem Ort sein und auch die Location-Organisation fällt weg. Dennoch muss auch diese Art von Roundtable gut geplant werden: Welches Thema soll diskutiert werden, welche Teilnehmer passen zu dieser Diskussionsrunde und wie erreiche und generiere ich Zuschauer?

Zusammenfassend hat mir die bisherige Organisation gemeinsam mit meinem Team besonders viel Spaß gemacht. Es bereitet mir viel Freude, neue Dinge auszuprobieren und ich bin schon sehr gespannt auf weitere virtuelle Meetings und Gespräche – vielleicht werde ich meine Erfahrungen mit euch in meinem nächsten Blog teilen 😉

Ihr habt selber bereits Erfahrungen mit GoogleHangouts gemacht? Ich freue mich über eure Erfahrungen und Ideen, was das Tool noch alles kann.

How to Medientraining: Das müsst ihr beachten

Obwohl ich erst seit ein paar Wochen bei Maisberger bin, habe ich schon viel gesehen. Von Clippings   – die jeder in der PR-Branche wohl oder übel mal machen musste – über zahlreiche Meetings bis hin zu Content-Strategie-Workshops mit Kunden. Aber eine der interessantesten Aufgaben, die ich hier bisher erlebt habe, war das Medientraining.

 

Definition Medientraining:

Medientraining ist die Bezeichnung für eine Weiterbildung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit für Menschen, zu deren Verantwortungsbereich öffentliche Auftritte zählen. Zielgruppen sind zum Beispiel Unternehmenssprecher, Wirtschaftsführer oder andere Führungskräfte.

Als PR-Newbie hatte ich so etwas noch nie zuvor mitgemacht und war entsprechend gespannt.  Zwar sollte das Medientraining erst um ein Uhr beginnen, für mich fing die Arbeit aber schon morgens mit dem Aufbau des Kameraequipments an. Da es meine Aufgabe war, das komplette Training auf Video festzuhalten, begann ich, mich mit der Bedienung der Kamera vertraut zu machen. Gar nicht so einfach für jemanden, der normalerweise Fotos und Videos nur mit dem iPhone macht und seit einer gefühlten Ewigkeit keine richtige Kamera mehr in der Hand hatte. 😉

Es geht los

Als der Kunde da war, ging es nach einer kurzen Vorstellungsrunde auch gleich zur Sache: Meine Kolleginnen Richardis und Brigitte sollten in simulierten Journalisten-Gesprächen verschiedene mehr oder weniger herausfordernde Interviewsituationen darstellen. Richardis begann mit der ersten Runde. Sie spielte einen forschen Journalisten einer bekannten Wirtschaftszeitung. Durch ihre schnellen Stakkatofragen, die den Kunden kaum zu Wort kommen ließen, erfüllte sie diese Rolle wirklich überzeugend.

Die Analyse

Nach Runde 1 galt es, diese zu analysieren. Mit Hilfe des Videos konnte auf einzelne Stellen nochmals genauer eingegangen werden. So sah der Kunde direkt, an welchen Punkten er gut reagiert hatte und wo noch Verbesserungsbedarf bestand. Richardis gab ihm als Medientraining-Profi auch Tipps für Antworten auf heikle Fragen. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann gleich mit Brigitte weiter. Ihre Rolle: eine etwas chaotische Lokaljournalistin. Auch sie spielte ihre Rolle gut und lenkte das Gespräch absichtlich auf andere Themen wie das Wetter oder den Verkehr. Und siehe da: Unser Kunde setze bereits fast alle Verbesserungsvorschläge, die ihm Richardis in dem Interview davor mitgegeben hatte, direkt um – wir waren schwer beeindruckt! Entsprechend positiv fielen die Analyse und das Feedback auf diese Runde aus. Im dritten Interview war wieder Richardis an der Reihe und spielte einen sehr schlecht gelaunten IT-Journalisten. Zusätzlich baute sie Störfaktoren wie langes Schweigen, zwischenzeitliches Brummen und leise gemurmelte Kommentare ein. Den Schluss bildete Brigitte mit einem Telefoninterview, bei dem sie einen kurz angebundenen Reporter spielte. Ihre Störfaktoren: permanentes Drängen und sogar plötzliches Auflegen. Abschließend wurden noch einmal Tipps gegeben und das Training durchgesprochen.

Nachbetrachtung

Für mich war das Medientraining wirklich unheimlich interessant und ich war sehr froh, dass ich dabei sein durfte. Sicherlich werde ich ab jetzt einige Interviewsituationen im Fernsehen anders wahrnehmen und auch selber viel mehr auf meine Wortwahl achten. Die Redewendungen für heikle Fragen kann man ganz bestimmt auch im Kontakt mit Kunden sehr gut anwenden. Und da ich das Medientraining so interessant und hilfreich fand, möchte ich euch natürlich an meinen Erkenntnissen teilhaben lassen:

Recherche/Vorbereitung für PR-Berater

· Recherche der Aufgaben, der Historie und weiterer Hintergrundinformationen des Sprechers
· Recherche der unternehmensrelevanten Themen (v.a. kritischer Punkte)
· Recherche der Medienpräsenz des Sprechers
· Ausarbeitung der erforderlichen Interviewsituationen und Fragen
· Festlegung des Lernziels

Tipps & Tricks für unsere Kunden

– Eigene Story/Unternehmensstory herausarbeiten
– Auf den Gesprächspartner eingehen
– Thema lebhafter machen und visualisieren (ganz nach dem Motto „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“)
– Verständlich ausdrücken und Sachverhalte ausführlich erklären
– Nichts sagen, was nicht auch gedruckt werden darf

Ich werde nach diesem Medientraining sicherlich manch heikle Frage anders beantworten. Aber wie sieht es mit Euch aus? Wart Ihr schon einmal in Situationen, in denen Ihr so ein Training gut hättet gebrauchen können?