qooly

Kennt ihr dieses Gefühl eines Déjà-vus? Mir ging es diese Woche fast andauernd so mit einem bestimmten Thema: Hacking und Cybersecurity. Nicht nur haben wir in meinem Freundeskreis darüber gesprochen. Ich wurde sogar von meinen Eltern darauf angesprochen, wie man sich denn vor Hacker-Attacken schützen könnte. Und zu guter Letzt hatte ich auch die komplette Woche bei Maisberger mit der Arbeit für einen Kunden mit dem Thema zu tun. Allgemein habe ich erst seit ich bei Maisberger arbeite, angefangen, mich mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Verständlich, da wir im IT-Team fast täglich mit der Sicherung der verwendeten Daten zu tun haben. Da fragt man sich natürlich auch selber: Bin ich geschützt vor Hackern? Und wie kann ich mich noch besser schützen?

Die erste Frage muss ich wohl verneinen. Klar habe ich auf meinem Laptop über meiner eingebauten Kamera einen Klebezettel, damit mich niemand beobachten kann. Und ja, ich benutze mehrere Passwörter, die auch etwas anspruchsvoller sind, als Klassiker wie „1234“ oder „Passwort“. Aber wirklich gegen Hacker geschützt bin ich wohl nicht.

Technisch 1a ausgerüstet und trotzdem Hacker-Paradies

Gerade meine Generation hat viel mit Technik zu tun: Wir haben immer das neueste Smartphone in der Hosentasche und lesen unsere Bücher und Zeitschriften nicht mehr auf Papier gedruckt, sondern lieber auf dem Tablet. Aber sind wir wirklich vorsichtig, wenn es um die Daten auf diesen technischen Hilfsmitteln geht? Neueste Erkenntnisse zeigen: Bei rund einem Drittel der Smartphone Apps wurden Sicherheits-Schwachstellen gefunden! Wenn ich mal so daran denke, wie viele Apps ich insgesamt auf dem Smartphone habe, ist ein Drittel auf jeden Fall eine Menge! Und klar möchte ich nicht, dass sich jeder x-beliebige Hacker all meine Chatverläufe auf WhatsApp durchliest oder all meine Fotos ansieht. Und damit bin ich sicher nicht allein.

Nachdem ich mich nun auch durch meine Arbeit bei Maisberger näher mit diesem mir bisher nur am Rande bekannten Thema befasst habe, habe ich gelernt, dass natürlich nicht jeder auf meine Smartphone oder Laptop Kamera zugreifen und mich dadurch wie durch einen Fernseher beobachten kann. Dafür muss zuerst einmal eine Art Trojaner auf dem Laptop platziert werden. Das allerdings ist nicht allzu schwer. Über Spam und Junk-Mails, die vermutlich jeder irgendwann schon einmal aus Versehen geöffnet hat, kann die Malware auf den Laptop kommen. Mehr braucht es nicht, um ihn einem Hacker zur Verfügung zu stellen.

 

Und was können wir jetzt tun?

Doch keine Sorge: Natürlich gibt es Maßnahmen, die dabei helfen können, PC, Smartphone und Tablet sicherer zu machen und somit vor Hackern zu schützen. Diese Tipps will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Hier kommt meine Liste der besten Ratschläge gegen Hackerangriffe:

 

  • Software immer aktuell halten – vor allem den Browser.
  • Antivirenschutz verwenden – auch wenn die Nutzung eines Antivirenschutzes umstritten ist, bietet er trotzdem viele Vorteile.
  • Komplexe und unterschiedliche Passwörter verwenden, in denen am besten auch Sonderzeichen vorkommen. Falls es zu komplex wird, hilft ein Passwortmanager (wie meine Kollegin Sophia Gese es vorgestellt hat).
  • Vorsicht bei E-Mails mit unbekanntem Absender: Anhänge nicht einfach öffnen, da selbst Word-Dokumente oder Bilder Malware enthalten können.
  • Auch sogenannte Phishing-Mails bergen Gefahren: Sie imitieren täuschend echt Mails von bekannten Seiten wie z.B. Amazon und versuchen Logindaten zu klauen oder über Links Schadsoftware zu installieren.

Seit bekannten Attacken wie der von Wannacry im Mai 2017, bei dem zahlreiche große Konzerne angegriffen wurden, sind wir sensibilisiert für das Thema IT-Security. Doch gerade diese Attacken zeigen uns immer wieder, dass es einen hundertprozentigen Schutz so gut wie nie gibt. Trotzdem sollten wir natürlich unser Möglichstes tun, uns vor Hackern zu schützen – wozu die obige Liste vielleicht einen kleinen Beitrag leisten könnte.

Und jetzt die Frage an euch: Wie schützt ihr euch vor Hackern?

Ich freue mich auf eure Kommentare!

Melina Thier

Nach ihrem Abitur 2013 zog Melina Thier vom Ruhrgebiet ins schöne Münster, wo sie sich drei Jahre ihrem BWL-Studium widmete. Bevor sie im April 2017 ihr Praktikum bei Maisberger begann, reiste sie gemeinsam mit einer Freundin für drei Monate als Backpackerin durch Australien.