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Geisteswissenschaften im Gepäck – PR als Ziel

#WriteYourWay! Diese Einstellung hatten auch und Daniela Dlauhy und Stefanie Köhr – zwei Maisbergerinnen, die im dritten Beitrag unserer neuen Blogreihe zu Wort, beziehungsweise zu Stift, kommen. Beide haben einen geisteswissenschaftlichen Hintergrund, Lehramt spielte bei beiden eine Rolle und doch sind ihre Wege in die PR unterschiedlich verlaufen.

In unserem ersten und zweiten Blogbeitrag habt ihr schon vier Maisberger und deren Einstiegsgeschichten vorgestellt bekommen – doch unsere Agentur hat noch weitere spannende und faszinierende Wege in die PR zu bieten, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Man schnappe sich zwei Kollegen – in diesem Fall Kolleginnen – nehme sich etwas Zeit und befrage sie zu ihrem Werdegang. Nachdem ich die erste Scheu abgelegte und in die Rolle des Interviewers hineinfand, habe ich schnell gemerkt, dass diese Blogreihe ein schönes Mittel ist, um Kollegen besser kennen zu lernen und mehr über deren Leben zu erfahren. Doch wie sind nun Daniela und Stefanie zur PR gekommen?

Erste Berufswünsche und die Wahl des Studiums

Danielas erster Berufswunsch, nämlich Lehrerin zu werden, stammt aus Grundschultagen – sie hatte tatsächlich Spaß daran, Proben zu erstellen und diese dann zu benoten, mit Hilfe unterschiedlicher Stempel. Diesen Wunsch legte sie im Verlauf der weiteren Schulzeit jedoch bald wieder ab und setzte bei der Wahl ihres späteren Studiums eher auf das Ausschlussprinzip: Auf jeden Fall NICHT Jura, Medizin oder Lehramt. „Sprachen haben mich fasziniert, Kultur und Politik auch – ich war vielseitig interessiert und wollte mich nicht auf ein Fach festlegen“, sagt Daniela. So fiel ihre Entscheidung auf European Studies. In diesem Studiengang war sie nicht auf ein Thema fokussiert, sondern konnte sich mit unterschiedlichen Dingen beschäftigen und auch ihrer Leidenschaft für Sprachen (v.a. Französisch) und für andere Länder nachgehen. Auch Stefanie war von Sprachen begeistert und das schon während ihrer Schulzeit. Neben Englisch, entschied sie sich am Gymnasium deshalb dazu, auch Französisch und Spanisch zu lernen. Später schlug sich ihr Interesse in der Leistungskurswahl nieder: Deutsch LK sollte es sein. Aber auch nach der Schule blieb diese Begeisterung bestehen. „Ich spielte mit dem Gedanken, Kommunikationswissenschaften zu studieren und bewarb mich sogar für den Studiengang“, erzählt Stefanie. Dennoch warf sie den Plan, in die Kommunikationsbranche einzusteigen, über Bord – zumindest fürs erste – und schrieb sich am Ende für Lehramt mit der Fächerkombination Deutsch, Geografie und Wirtschaft ein.

Es wird konkreter: Der Einstieg in die PR

„Eigentlich bin ich auch über das Ausschlussprinzip in die Kommunikation gekommen“, sagt Daniela, „genauer gesagt über verschiedene Praktika im Kulturbereich, in der Politik, im Marketing und in der Kommunikation, in Montpellier, Berlin, Strasbourg und New York.“ Grinsend schließt sie an: „Ich bin viel rumgekommen.“ Bei Arte hatte sie erste Berührungspunkte mit PR. Hier hatte sie erstmals Kontakt mit Journalisten, verfasste Pressetexte und erstellte Themendossiers. Bei BMW lernte sie unternehmensseitige Marketing- und Kommunikationsarbeit kennen – und erkannte, dass der Einstieg in die Kommunikation für sie über eine Agentur der bessere ist. „Mich hat die Arbeit in einer Agentur mehr gereizt: Erstens ist sie kreativer. Zweitens arbeitet man nicht nur an einem Thema oder einem Projekt, sondern für mehrere Kunden und nutzt damit einfach mehr Maßnahmen aus dem Werkzeugkasten der Kommunikation. Da ist sie wieder, die Vielseitigkeit, die mich reizt.“ So ist Daniela als PR-Trainee zu Maisberger gekommen und ist mittlerweile erfahrene Beraterin im Human Centered Communications Team. Auch Stefanie hatte ihren ersten Einstieg in die PR bei Maisberger – in diesem Fall als Praktikantin. Nach dem Studium war ihr klar: „Mein Interesse für Kommunikation ist immer noch da und stärker als der Wunsch, Lehrerin zu werden.“ So hat sie angefangen sich durch das Word Wide Web zu googlen und sich bei verschiedenen Agenturen zu bewerben. „Das Gespräch bei Maisberger war so nett und sympathisch (lacht), deswegen habe ich hier die Praktikumsstelle angenommen.“ Nach einem kurzen Abstecher nach ihrem Praktikum in eine andere Agentur, kam sie im Sommer 2014 zurück zu Maisberger und ist seitdem als Beraterin fester Teil des IT-Teams.

Der Einstieg in die PR ist fast geschafft – doch welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Nachdem ich einiges über das Leben der beiden erfahren habe, wollte ich noch wissen, was ihrer Meinung nach wichtig ist, um im täglichen PR-Geschäft zurecht zu kommen. Daniela meinte sofort: „Textstärke, nach wie vor bzw. mehr denn je, und Aufgeschlossenheit. Mit Aufgeschlossenheit meine ich nicht nur eine extrovertierte und kommunikative Persönlichkeit, sondern auch Offenheit gegenüber Themen. Wir müssen die verschiedensten Themen unserer Kunden wiedergeben – auf diese muss man sich einlassen, damit man sie erklären kann. Dazu braucht es auch Anpassungsfähigkeit und Flexibilität – wir PR-Berater sind schon ein bisschen Chamäleons. Das wichtigste aber: Empathie. Als Berater muss man Empathie für den Kunden entwickeln, man muss sich in jeden Kunden eindenken und einfühlen können. Nur so kristallisiert sich heraus, wie der jeweilige Kunde tickt, was ihm wichtig ist, wie er von uns wiedergegeben und von anderen wahrgenommen werden möchte.“ Für Stefanie ist eine sehr gute Selbstorganisation eine entscheidende Eigenschaft, die man für diesen Beruf mitbringen muss. „Wir haben meist viele Aufgaben gleichzeitig auf dem Tisch, die erledigt werden müssen. Hier gilt es Prioritäten setzen zu können“, so Stefanie. Außerdem wichtig: Kreativität, diplomatische Fähigkeiten und das Interesse für komplexe Themen – letzteres spielt besonders hier bei Maisberger eine entscheidende Rolle, denn Robotik, IoT oder Storage sind das Daily Business.

Nachdem die beiden mir die wichtigsten Eigenschaften aufgelistet hatten, stellte ich Ihnen eine, wie sie meinten, letzte „fiese“ Frage (Stefanie: „Du kannst vielleicht Fragen stellen!“ – ja, mach ich gerne 😉 ): Welche Eigenschaften zeichnen euch für die PR aus? Daniela sagt, dass sie wohl über die oben bereits angesprochene Empathie verfügt, Stress und Druck gut aushält und einen sehr guten Überblick über die vielen Kunden und Projekte in ihrem Team behält. Stefanie ist ein Organisationstalent. Sie schafft es, aktuelle Aufgaben zu erledigen und auf dem Schirm zu behalten, während sie gleichzeitig proaktiv nach neuen Aufgaben sucht. Nachdem die beiden auch diese letzte „fiese“ Frage beantwortet hatten, war das Interview zu Ende und ich stand vor den Fragen: Erstens, wie soll ich anfangen und alles in einem Beitrag unterbringen?! Zweitens und entscheidender: Was lerne ich daraus? Ich konnte auf jeden Fall  zwei Kolleginnen von einer anderen Seite kennenlernen (empfehle ich übrigens jedem: interviewt mal eure Kollegen, ihr werdet spannende Dinge erfahren) und: Es gibt nicht den einen, richtigen Weg in die PR!

Tipps für PR-Neulinge:

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Empathie entwickeln – Überraschung! 😉 Das kann man nicht früh genug lernen. Und: Nimm am Anfang so viel mit, wie es nur geht, damit du dich später spezialisieren kannst. Beraten, texten, planen, kreieren, organisieren – unser Job ist so vielseitig, wir können so viel machen. Finde heraus, wo deine Stärken liegen und wo du dich hin entwickeln willst! – Daniela

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Durchbeißen ist wichtig. Am Anfang fühlt sich jeder etwas überfordert, z.B. aufgrund des Vokabulars: Clippings, Reportings, Calls oder Thought Leadership Articles. Zudem sollten gerade PR-Neulinge lernen zu priorisieren – das ist in einer solch schnelllebigen Branche, wie der PR das A und O. – Stefanie

Was habt ihr studiert, bevor ihr in die PR gekommen seid? Wir freuen uns auf eure Antworten!

Marina Illy

Marina Illy

Account Executive bei Maisberger GmbH
Marina Illy studierte Kulturwissenschaften an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg und European Studies an der Universität Basel und schloss im September 2016 ihren Master of Arts ab. Seit Mai 2017 ist sie bei Maisberger im IT-Team.
Marina Illy