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von Maria

Zur Polizei, Jura Studium oder doch was Soziales? Für mich gab es nie den Traumberuf schlechthin. Ich wusste nur, was mit Wirtschaft wäre toll und kreativ sollte es sein. So weit so gut…

Seit nun mehr sechs Semestern studiere ich BWL und decke damit den Bereich Wirtschaft oft mehr ab als mir lieb ist. Für Kreativität hingegen ist im Studium wenig Platz.

Die Lösung: Ein Praktikum!

Im Gegensatz zu meinen Kommilitonen, die sich bei Controlling- und Personalabteilungen großer Unternehmen bewarben, schickte ich meine Bewerbung an Maisberger. Die Einladung zum Skype Vorstellungsgespräch folgte kurze Zeit später. Skype?!? – Ja Skype! Bereits das eine kleine Herausforderung für den konservativen BWLer, der sich akribisch auf stundenlange Tiefeninterviews im perfekten Business Outfit vorbereitet. Diese unkonventionelle Art und Weise gefiel mir und ich freute mich sehr als die Zusage kam – auch weil das bedeutete, pünktlich zur Wies‘n wieder in München zu sein.

Am 26. August 2013 war es dann soweit: mein erster Tag bei Maisberger

Erster Programmpunkt: Agenturrundgang. Das bedeutet Hände schütteln, Namen runterbeten und hoffen, dass man sich auch ein paar der neuen Kollegen merken kann. Die Mitarbeiter näher kennen zu lernen ist jedoch nicht sonderlich schwer. Bei Maisberger duzt man sich, unternimmt gemeinsame Spaziergänge in der Mittagspause oder trifft sich zum Kaffee in der Küche.  Als nächstes wurde ich mit jemand ganz besonderem bekannt gemacht: meiner roten Kiste. Denn bei Maisberger gibt es keine feste Zuordnung der Arbeitsplätze. Das heißt jeden Morgen Arbeitsunterlagen, Stifte, Nervennahrung und alles, was man sonst noch braucht, um sich wohl zu fühlen, ab in die Box und sich den Lieblingsplatz schnappen bevor es ein anderer tut. Vorteil? – Ganz klar! Durch die wechselnden Platzpartner lernt man alle Kollegen besser kennen.

18:00 Uhr – erster Arbeitstag geschafft!

Und ich war es auch!

Mit so vielen neuen Eindrücken hatte ich nicht gerechnet und auch an acht Stunden täglich arbeiten musste ich mich erst wieder gewöhnen.

„Was ist denn PR und wie bist du darauf gekommen?“ „Was ist denn der Unterschied zu Marketing und was genau machst du da den ganzen Tag?“ … Freunde und Familie können sich nur wenig unter meinem Praktikum vorstellen. Meine Vorstellung von dem, was PR im engeren Sinne ist, konkretisierte sich auch erst innerhalb des Praktikums. PR bedeutet bestimmte Zielgruppen mit ausgewählten Informationen zu versorgen. Der Unterschied zum Marketing: Marketing schreit, PR spricht!

PR-Arbeit besteht im Wesentlichen daraus, über das Unternehmen und dessen Produkte zu informieren und es in passenden Medien zu platzieren. Denn nur, wenn ein Unternehmen von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, führt gute Werbung letztendlich zu Unternehmensumsatz.

Und was ich genau mache?

Die zwei wichtigsten Begriffe, die mich in meinem täglichen Agenturalltag begleiten, sind Clippings und Reporting. Clippen bedeutet, dass Artikel aus Fachmagazinen nach bestimmten Begriffen durchsucht und in vorgegebene Kategorien eingeordnet werden. Die Clipings werden dann für das Reporting benötigt. Das steht jeweils am Monatsende an und bedeutet lediglich, dass die Clippings des Monats in einem vom Kunden vorgegebenen Dokument erfasst werden. Sowohl Clippen als auch Reporting sind notwendig, um den Erfolg der geleisteten PR-Arbeit zu dokumentieren –schließlich will der Kunde ja wissen wofür er sein Geld ausgibt. Auch die Betreuung der Social Media Kanäle gehört zu meinen festen Aufgabenbereichen. So darf ich beispielsweise eigenständig den Blog unseres Kunden mit Posts versorgen. Zwischendrin wird immer mal wieder meine Kreativität gefordert. Plötzlich soll ich einen Beitrag zum Thema „Second Screen“ schreiben.

Ok, kein Problem, wenn ich nur wüsste was genau Second Screen ist?! Also erst einmal Informationen auf Google sammeln, dann kann es losgehen. Das Schreiben klappt natürlich noch nicht perfekt, aber es macht Spaß – bekanntlich die beste Voraussetzung, um seine Fähigkeiten weiter auszubauen. Damit ihr jetzt nicht auch „Second Screen“ googeln müsst,könnt ihr hier meinen Beitrag zum Thema lesen und ganz nebenbei einen Einblick meiner PR-Aktivitäten erhalten. Die Arbeit im Team macht mir Spaß, ich bekomme täglich die unterschiedlichsten Aufgaben übertragen und ganz nebenbei steigern sich meine Microsoft Office Kenntnisse von Tag zu Tag. Bereits nach fünf Wochen konnte ich schon viel aus meinem Praktikum mitnehmen. Ich freue mich auf die verbleibende Zeit mit weiteren spannenden Herausforderungen.