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Wenn sich junge Graduierte für ihren ersten Job bewerben, spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle. Einer dieser Faktoren, die Entscheidung für oder gegen bestimmte Städte oder Regionen, erfolgt bei jedem Absolventen anhand des Stellenangebotes in der jeweiligen Stadt und anhand persönlicher Kriterien. Während München bei Freunden des Skifahrens oder Hochgebirgswanderns einen höheren Attraktivitätswert erreicht, zieht es Meer-Liebhaber eher nach Hamburg. Und wer Wert auf ein Apfelweinlokal in der Nachbarschaft legt, fühlt sich wahrscheinlich in Frankfurt am besten aufgehoben. Ich hatte zuerst Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf im Kopf, da es mich nach meinem Studium in Weimar in die „wahre“ Großstadt zog. Sicherlich hat jeder Absolvent seine eigenen Präferenzen, wenn es um den künftigen Wohn- und Arbeitsort geht. Deshalb habe ich in diesem Blogeintrag Informationen zusammengetragen, die es besonders Absolventen mit einem Fable für Rankings auf einen Blick erlauben sollen, die sieben begehrtesten Absolventenstädte hinsichtlich folgender Kriterien zu scannen: Jobangebot, Wirtschaftskraft, Mietpreisniveau und Lebensqualität.

Absolventen werden zahlreich gesucht

Eine jährliche Absolventenstudie des Jobportals Adzuna rankte die deutschen Städte nach der Anzahl der Stellenangebote. Frankfurt ist mit 10,96 Prozent aller Absolventenjobs Spitzenreiter und überholt damit den Vorjahressieger München. In der Mainmetropole gibt es eine hohe Nachfrage nach Absolventen insbesondere in den Bereichen IT und Consulting. München belegt zwar im Ranking lediglich den zweiten Platz, hat jedoch beim Angebot für Praktika und Traineestellen die Nase vorn.

Die Wirtschaft im Süden floriert

Ohne Wirtschaftskraft, keine Jobs! So viel steht fest. Das Niveau- und Dynamikranking basiert auf einer Studie von Wirtschaftswoche, Immobilienscout und IW Consult. Hierbei werden das aktuelle wirtschaftliche Niveau der Städte und deren ökonomische Entwicklung (Dynamik) verglichen. Hinsichtlich der aktuellen Wirtschaftslage und der wirtschaftlichen Entwicklung hängt München die anderen deutschen Städte um Längen ab. Nie zuvor in der zwölfjährigen Geschichte dieses Städtetests hat es eine Stadt geschafft, sowohl das Niveau- als auch das Dynamikranking zu gewinnen. Und auch das Städteranking des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), das Städte auf wirtschaftliche und demografische Zukunftsfähigkeit untersuchte, räumt München den obersten Rang ein.

Mietpreise in den Metropolen verderben die Laune

Beim Thema Mieten überrascht es niemanden, dass München auch hier an – diese Mal leider unrühmlicher – erster Stelle steht. Der Preis für die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter ist mit 2,20 EUR Abstand zu der zweitteuersten Stadt Deutschlands absurd hoch. Allgemein ist aufgrund der Bevölkerungszunahme die Wohnungslage in München angespannt und die strengen Auflagen für Neubauten, insbesondere im Zentrum lassen die Aussichten nicht rosiger werden. Grundsätzlich ist aber ein allgemeiner Anstieg des Mietpreisniveaus und der Lebenshaltungskosten in den Metropolen zu bemerken.

Die höchste Lebensqualität gibt es in DACH

Die Unternehmensberatung Mercer führt jedes Jahr eine Städtestudie durch und rankt Städte auf der ganzen Welt anhand 39 Kriterien hinsichtlich ihrer Lebensqualität. Diese Merkmale schließen politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte ein sowie Faktoren wie Gesundheit und Bildungsangebote. Allgemein befinden sich unter den zehn lebenswertesten Städten der Welt allein drei deutsche Städte und sechs Städte in der DACH Region. Und wer führt die deutschen Städte in punkto Lebensqualität an? Selbstverständlich München.

Fazit

Wo man nach dem Abschluss seine (temporären) Zelte aufschlägt, ist immer eine persönliche Entscheidung. Für mich hätten Frankfurt, Köln und München den Vorteil, dass ich dort bereits Menschen kenne – und ehrlich gesagt war das für mich der ausschlaggebende Punkt. Wer den Traineeblog bei Maisberger kennt, weiß sicherlich schon, dass ich letztendlich in München gelandet bin. Meine Entscheidung nach München zu ziehen, hing mit Maisberger, meinem sozialen Netz und räumlicher Nähe zu den Alpen zusammen. So viel kann ich nach eineinhalb Monaten München sagen: Es lebt und arbeitet sich gut in der „nördlichsten Stadt Italiens“. Einzig und alleine meine Ausflüge in die Alpen könnten zahlreicher sein, habe ich es bis jetzt leider nur ein einziges Mal ins Voralpenland geschafft. Das Beruhigende dabei ist, dass sie morgen immer noch am gleichen Platz stehen werden und wenn das einmal eines Tages nicht so sein sollte, dann werde ich durch einen Blick aus dem Fenster einer der Ersten sein, der davon erfährt.

Hat man überhaupt eine Wahl oder muss man für einen attraktiven Job sowieso in eine der großen Metropolregionen? Welche Kriterien müsste eine Stadt erfüllen, damit Ihr unbedingt nach dem Studium dahin wollt? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

Yannik Jozefowski

Yannik Jozefowski

Account Executive bei Maisberger GmbH
Die PR zog Yannik nach seinem Studium in Frankfurt und Weimar nach München. Seit September 2017 unterstützt er bei Maisberger das Industrie-Team als Account Executive.
Yannik Jozefowski

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