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Alex Jatscha hat auf dem Maisberger Trainee Blog in seiner Serie „Von der Kunst sich vorzustellen“ bereits viele Tipps gegeben, wie eine Bewerbung optimal gestaltet sein sollte, sodass daraus bestenfalls eine Einladung zum Vorstellungsgespräch resultiert. Der nächste Schritt besteht nun darin, bei diesem Gespräch mit dem potentiellen Arbeitgeber dank richtigem Wortschatz gut informiert und professionell zu wirken.JS_Blog PR-Deutsch

Aus diesem Grund folgt nun ein kleiner „PR-Duden“ mit den wichtigsten „PR-Fremdworten“ und Erläuterungen:

Advertorial
Als Advertorial wird eine bezahlte Anzeige in einem Online-Magazin, einer Fachzeitschrift oder Zeitung bezeichnet. Das Advertorial ist im Gegensatz zu beispielsweise einem bezahlten Werbebanner so aufgesetzt, dass es den Anschein eines redaktionellen Beitrages macht.

Akkreditierung
Akkreditierung im journalistischen Sinne ist die Zulassung von Medienpartnern und Journalisten zu einer bestimmten Veranstaltung oder Messe und ggfs. den VIP Bereichen.

Anzeige
Eine Anzeige ist das wohl populärste Marketinginstrument in Zeitungen und Zeitschriften. Sie transportiert eine bestimmte Aussage und ist häufig mit sehr hohen Kosten verbunden.

Anzeigenäquivalenzwert
Der Anzeigenäquivalenzwert betrachtet die Größe und Platzierung eines Artikels und gibt an, was die Schaltung einer gleichwertigen bezahlten Anzeige derselben Größe und derselben Platzierung gekostet hätte.

Boilerplate
Als Boilerplate (auf Deutsch „Abbinder“) bezeichnet man einen Standardtext, welcher am Ende meist einer Pressemitteilung die Basisinformationen über das Unternehmen enthält, welches im Text angesprochen wird. Der Text bezieht sich nicht auf das Thema der Pressemitteilung und kann daher immer wieder verwendet werden. Hauptsächlich von Interesse ist dieser Abschnitt für die Journalisten, welche die Pressemitteilung weiterverwenden.

Case Study
Eine Case Study ist ein Fallbericht. In der Regel werden Kundenprojekte über mehrere Seiten hinweg vorgestellt und folgende Schwerpunkte dabei besonders betrachtet: Unternehmen, Herausforderungen, Einführung des Produktes, Arbeit mit dem Produkt, Erfolge.

Clipping
Das Clipping ist ein Verfahren zur PR-Erfolgskontrolle. Dabei wird eine tabellarische Übersicht oder ein detaillierter Bericht erstellt, welcher alle Veröffentlichungen oder Nennungen von einem Unternehmen oder einem Produkt über einen bestimmten Zeitraum weidergibt. Dieser „Spiegel“ des Bekanntheitsgrades lässt dann auf den Erfolg der PR-Maßnahmen schließen.

Corporate
Auf das Wort Corporate (auf Deutsch: “Firmen-“) folgt immer noch ein Zusatz: Corporate Identity (Das Selbstverständnis eines Unternehmens), Corporate Design (firmenspezifische Farben und Formen – wie auch das Firmenlogo), Corporate Communications (Unternehmenskommunikation hauptsächlich auch durch die PR-Arbeit). Es handelt sich bei den Corporate Eigenschaften immer um firmenbezogene Merkmale, die zur einheitlichen Kommunikation innerhalb des Unternehmens und auch in der Öffentlichkeit dienen.

Fast Action
Eine Fast Action ist eine sehr kurze Pressemitteilung zu einem ganz speziellen Thema. Sie ist oft nur eine halbe Seite lang und vermittelt präzise alle wichtigen Informationen über Produktneuheiten, Umfrageergebnisse oder Ähnliches.

Ghost Writing
Ghost Writing gehört quasi zum Tagesgeschäft in einer PR Agentur. Die Mitarbeiter der Agentur schreiben Fachartikel, Blogbeiträge, Anwenderberichte, Reden, Statements etc. im Namen des Kunden und sind als eigentlicher Verfasser nicht erkennbar.

Küchenzuruf
Der Küchenzuruf ist die sehr knappe und leicht verständliche Kernaussage eines Berichtes. Er entspringt einer Alltagssituation: die Frau steht gerade am Herd und bereitet das Abendessen zu. Im Fernsehen wird zeitgleich etwas Spannendes berichtet und ihr Mann ruft ihr die Neuigkeit vom Sessel aus zu.

Mediadaten
Die Mediadaten sind meist auf den Webseiten von Fachmagazinen und Zeitschriften zu finden und beinhalten die Themen- und Schwerpunktplanung des Mediums für ein ganzes Jahr. Besonders hilfreich ist diese Zusammenstellung für PR Agenturen, um ihre Kunden gezielt durch themenspezifische Beiträge in den Medien zu platzieren.

Media Training
Bei einem Media Training werden Sprecher und Repräsentanten eines Unternehmens auf das angestrebte Image hin gebrieft. Dabei werden typische Interviewsituationen mit Journalisten nachgestellt und das richtige Verhalten im Pressegespräch trainiert.

O-Ton (Originalton)
Als O-Ton wird im ursprünglichen Sinne eine einmalige und nicht reproduzierbare Aufnahme einer Aussage oder eines Ereignisses bezeichnet. In der PR-Arbeit kann ein O-Ton oft auch mit einem Zitat gleichgesetzt werden.

Pitch
Der Pitch (auf Deutsch „werfen“, „stürzen“) ist eine Art Wettbewerb von Agenturen mit ihren Konkurrenten zur Gewinnung eines Kunden durch den direkten Vergleich von Konzeptvorschlägen oder Strategien. Ebenfalls als Pitch kann auch das individuelle und personalisierte „Anpreisen“ der „Anbieten“ von Artikeln bei Journalisten bezeichnet werden.

Reichweite
Die Reichweite sagt aus, wie viele Leser eine Veröffentlichung tatsächlich erreicht. Im Unterschied zu den verkauften Exemplaren geht man hier von der tatsächlichen Leserschaft aus.

Speaking Opportunities
Speaking Opportunities sind Gelegenheiten, den Sprecher eines Unternehmens (Kunden) mit einem Vortrag auf einem Event als Experten zu platzieren.

Teaser
Ein Teaser (auf Deutsch „Anreißer“ oder „Reizer“) ist eine Neugier weckende Einleitung eines Artikels, einer Pressemitteilung oder einer anderen Neuigkeit. Er sollte bestenfalls nur aus zwei- oder drei Sätzen bestehen und muss die Kernaussage noch nicht vollständig wiedergeben sondern „Lust auf mehr“ machen.

Testimonial
Testimonial (auf Deutsch „Referenz“ oder „Zeugnis“) ist ein Repräsentant eines bestimmten Produktes oder eines Unternehmens und wird auch häufig „Brand Ambassador“ genannt. Ziel ist es, durch diese häufig für die Zielgruppe bekannte Person die Glaubwürdigkeit des Gegenstandes zu erhöhen.

Vertikale Medien
Vertikale Medien sind Branchenmedien oder auch Fachmedien. Grundsätzlich kann unterschieden werden zwischen Wirtschaftsmedien (z.B. Handelsblatt), Tagesmedien (regional z.B. Aachener Nachrichten und überregional z.B. die Süddeutsche Zeitung), Fach- und Branchenmedien.

White Paper
Meist zu einem sehr komplexen Produkt wird ein White Paper erstellt, um einen detaillierten Überblick über Definition, Anwendung, Leistung, Vor- oder Nachteile, Kosten oder Einsparungen zu vermitteln. Ein White Paper ist meist nicht länger als zwei Seiten und eher sachlich als werblich ausgerichtet.

Wording
Als Wording wird eine bestimmte Richtlinie für Ausdrücke bezeichnet, die ein einheitliches Bild über ein Unternehmen nach außen tragen soll. Es beinhaltet auch die korrekte Schreibweise des Firmenamens (Groß- u. Kleinschreibung, Firmenzusatz etc.) und es kann auch die Verwendung bestimmter Wörter verbieten, die den Ruf eines Unternehmens gefährden können.

Und zu guter Letzt noch ein spezieller Maisberger Allzweck–Ausdruck:

„sexy“
„Sexy“ ist bei Maisberger multifunktional einsetzbar, beschreibt aber in der Regel die Verwandlung von komplexen Themen in spannende Stories. Sei es der kollaborierende Roboterarm, eine Bestandsoptimierungssoftware oder die Leasing- Umfrage – bei Maisberger kann alles „sexy“ sein!

Wenn man diese Begriffe beherrscht ist man für die tägliche PR Arbeit schon etwas besser gewappnet und verhindert vielleicht die ein- oder andere „Hä?“-Situation. Es gibt natürlich eine ganze Litanei an Fachtermini für die verschiedenen Aufgabenbereiche und täglich erfährt man etwas Neues. Doch hier sollte man sich nicht verunsichern lassen, denn: Learning by doing!

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