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Desk-Sharing ist ein flexibles Arbeitsplatzmodell, bei dem Mitarbeiter keinen festen Arbeitsplatz haben, sondern täglich frei wählen können, wo sie arbeiten möchten. Das Konzept bestimmt auch den Alltag bei Maisberger – und kann ganz unterschiedlich interpretiert werden.

Desk-Sharing ist in vielen Unternehmen bereits seit Jahren Alltag, so auch bei Maisberger. Die Grundidee: Es gibt keine festen Arbeitsplätze, jeder sucht sich morgens den Schreibtisch aus, der zu den tagesaktuellen Aufgaben passt. Abends wird dann aufgeräumt – bei Maisberger in die roten Kisten. Das Phänomen ist nicht neu, die Vorteile sind bekannt: Der Perspektivenwechsel fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch die interne Kommunikation, Mitarbeiter tauschen sich teamübergreifend aus. Unternehmen sparen Platz und Geld, denn wer im Homeoffice, im Urlaub oder auf Terminen ist, braucht keinen Schreibtisch. Die Bürofläche wird optimal ausgenutzt.

Das klingt ein bisschen wie „Die Reise nach Jerusalem“ – und ist es manchmal auch. Denn es kann gut sein, dass der Lieblingsplatz schon besetzt ist, wenn man morgens die U-Bahn verpasst hat. Außerdem lassen sich gerade im Winter Erkältungsviren auf Tastatur oder Maus nieder, da haben Hygienespray und Desinfektionstücher Hochkonjunktur. Ein bisschen fehlt den Schreibtischen auch die persönliche Note, zumindest wenn sie nicht besetzt sind. Aber dafür haben wir ja unsere roten Kisten. Und die sind – wie Mara in ihrem Blogbeitrag schon beschrieben hat – sehr persönlich und sagen oft so einiges über den Besitzer der „Lady in Red“ aus.

Heute hier, morgen dort - bei Maisberger kann man sich seinen Schreibtisch aussuchen

Heute hier, morgen dort – bei Maisberger kann man sich seinen Schreibtisch jeden Tag neu aussuchen

So viel zur Theorie des Desk-Sharing. Doch wie sieht es im Büroalltag aus? Eine kleine Analyse der vier gängisten Desk-Sharing-Typen:

Die Nomaden

Die Nomaden lieben das flexible Arbeitsplatzmodell nicht nur – sie leben es. Sie sitzen nie zwei Tage hintereinander am selben Schreibtisch. Kollegen verbringen den halben Morgen damit, den Nomaden zu suchen. Die rote Kiste ist prall gefüllt, aber immer noch leer genug, um sie tragen zu können. Stressig? Nein, aufregend!

Die Gewohnheitstiere   

Die Gewohnheitstiere haben einen absoluten Lieblingsplatz. Auf dem sitzen sie täglich und verlassen ihn nur sehr selten – so selten, dass die Kollegen sich Sorgen machen, wenn sie es tun. Ihre Kiste ist meistens brechend voll, schließlich muss sie ja nicht bewegt werden. Langweilig? Keineswegs! Der Nebensitzer ist ja immer ein anderer.

Die Pseudo-Abenteurer

Den Pseudo-Abenteurern sind die Gewohnheitstiere zu langweilig und die Nomaden zu wild. Sie wollen nicht jeden Tag den Platz wechseln, aber sie wollen bei Sonne am Fenster sitzen, beim Schreiben im Eck und manchmal auch in der Bibliothek – je nach Laune eben. Dafür haben sie sich drei bis vier Plätze ausgesucht, zwischen denen sie hin- und herwechseln. Abenteuer ja, aber bitte in Maßen.

Die Inselbewohner

Das Maisberger-Großraumbüro hat fünf Inseln, die aus jeweils vier Schreibtischen bestehen. Manche Maisbergers haben eine Lieblingsinsel. An der finden sie alle vier Schreibtische toll, aber die Insel muss es schon sein. Insel-Hopping? Höchstens im Urlaub.

Habt Ihr auch flexible Arbeitsplätze in Eurem Büro? Zu welchem Typ gehört Ihr?

Brigitte Galiger

Brigitte Galiger

Hat Politikwissenschaft und Französisch an der Uni Heidelberg studiert. Ist seit Januar 2015 PR-Trainee bei Maisberger und Mitglied im IT-Team. Beschäftigt sich mit Netzwerkthemen, innovativen Softwarelösungen und Big Data Analytik.
Brigitte Galiger