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Maisberger im Wandel der Zeit: Ein Interview mit einer langjährigen Mitarbeiterin

Die Arbeitswelt hat sich gerade für Mitarbeiter in den letzten Jahren stark verändert – was gestern noch á la mode war, ist heute schon wieder veraltet. So wechseln Arbeitnehmer heute ihren Arbeitgeber beispielsweise deutlich häufiger, als noch vor einigen Jahren. Jene Mitarbeiter, die über eine lange Zeit bei einem Unternehmen bleiben, sind selten geworden – und für die Unternehmen selbst, aber auch für die Kollegen ein wahrer (Wissens-)Schatz. Welche Geschichten haben sie zu erzählen? Welchen Wandel und welche Veränderungen haben sie an ihrem Arbeitsplatz erlebt? Wir haben uns bei Maisberger auf Schatzsuche begeben und sind fündig geworden: Maisberger-Urgestein Emma Deil!

Emma, wie lange bist du schon bei Maisberger?

Ich arbeite hier seit 21 Jahren.

Erinnere dich an deinen ersten Arbeitstag und blicke auf deinen heutigen: Was sind die ersten drei Dinge, die dir einfallen, die sich massiv verändert haben?

In meinen ersten Wochen wurde darüber diskutiert, ob überhaupt jeder Mitarbeiter eine eigene E-Mailadresse braucht – das ist heute undenkbar!

Die Pressemitteilungen wurden noch ausgedruckt und per Hand eingetütet. Mit Briefmarken mussten wir die Umschläge nicht versehen – dafür gab`s eine extra Frankiermaschine.

Heute „pitchen“ wir bei Redakteuren oder wir gehen zu potenziellen Kunden und „pitchen“ mit schicken Präsentationen. Das Wort „pitchen“ gab es zu Beginn meiner Maisberger Zeit noch nicht in dieser Bedeutung. Redakteure haben wir angerufen, um Themenideen vorzustellen. Vor ziemlich genau 20 Jahren ging es dann damit los, dass wir zu Akquiseterminen oder Treffen  DIN A5-Ledermappen mit feinsäuberlich ausgedruckten Folien mitgenommen haben, um die Agentur und unsere Arbeit besser präsentieren zu können.

Wie viele “Büroumzüge” hast du mit gemacht und was hat sich dadurch geändert?

Der erste Umzug war von der Hackenstraße in die Kirchenstraße. Im Büro in der Hackenstraße hatten wir dunkles Parkett, das bei jedem Schritt knarzte, und winzige Büroräume mit kleinen Fenstern. Das Büro in der Kirchenstraße war dann neu und modern – mit raumhohen Fenstern und einer hellen, freundlichen Atmosphäre.

In der Kirchenstraße sind wir dann ein weiteres Mal umgezogen – in das Gebäude nebenan.  Hier gab es keine einzelnen Büros mehr, sondern ein Großraumbüro pro Etage.

Dann kam der dritte Umzug der Agentur in unser heutiges Großraumbüro in der Claudius-Keller-Straße. Seither haben wir flexible Arbeitsplätze.

Wie hat sich die Arbeitsweise über die Zeit hinweg verändert?

Zu Beginn meiner Zeit in der PR haben wir generell mehr mit Journalisten telefoniert. Was damals aber bei Maisberger schon super war: Wir haben nicht jeder einzelnen Pressemitteilung hinterher telefoniert – das war in anderen Agenturen durchaus noch Gang und Gebe. Heute dagegen sind der Kontakt über E-Mail und die digitalen Kanäle sehr viel wichtiger. Durch die neuen Kanäle hat sich auch der Kontakt zu den Kunden weiterentwickelt – gerade im internationalen Bereich. Insgesamt haben regelmäßige Update-Calls und  standardisierte Reportings heute einen höheren Stellenwert.

Der Ausschnittdienst für Printmedien war quasi das „Echtzeit-Monitoring“ und das Internet hat sich erst langsam als Recherche-Tool entwickelt! Jeder musste fest im jeweiligen Thema verankert sein und wir waren auf Freieinweisungen der Verlage angewiesen.

Verhältnis von Männern und Frauen in der PR: Hat sich deiner Meinung nach der Frauen-/Männeranteil über die Jahre verändert?

In der Agentur gab es damals wie heute mehr Frauen – im Moment sind es vergleichsweise viele Männer.

Was war dein ehrwürdigster Moment mit den verschiedenen Geschäftsleitungen, die du miterlebt hast?

Mein Vorstellungsgespräch mit Paul Maisberger hatte ich in einer Vinothek in der Nähe vom Münchner Hauptbahnhof.

Beim Maisberger Wochenende in Athen – das war 2000 ­– war ich mit Christian Kvech zusammen in einem Team für die Stadtralley. Insgesamt waren es drei oder vier Teams.

Herr Pschera und ich hatten gemeinsam die ehrenvolle Aufgabe, auf Burg Frankenstein bei der Jubiläumsfeier eines Kunden die Agentur zu vertreten.

Mit Frau Faderl ergeben sich oft Gelegenheiten für Gespräche – in der Agentur, auf Feiern oder bei Ausflügen.

Vielen Dank für das Interview, Emma!

Gerade bei Agenturen ist die Fluktuationsrate in der Regel hoch. Und nicht jede Agentur kann mit Stolz von sich behaupten, dass sie Menschen beschäftigt, die über einen langen Zeitraum dort tätig sind, sämtliche Veränderungen miterleben und auch zum Wandel beigetragen haben.

Wie ist es bei euch? Welche Voraussetzungen müssten erfüllt sein, dass ihr lange bei einem Unternehmen bleiben würdet?

Volle Fahrt voraus: Mit einem digitalen Schutzhelm ins Jahr 2017

Es verhält sich paradox bei mir mit dem Thema „IT-Sicherheit“ – und ich glaube, ich spreche dabei im Namen einiger meiner Kollegen: Security-Lösungen stehen in den Produktportfolios unserer Kunden meist an erster Stelle. Kein Wunder also, dass wir einen großen Teil unserer Arbeitszeit darauf verwenden, Leser und damit potenzielle Kunden für das Thema zu sensibilisieren. Sobald ich mir aber an die eigene Nase fasse, merke ich: Die Message, die wir mit unseren Kunden tagtäglich in die Welt hinaustragen, scheint bei mir selbst noch nicht angekommen zu sein. Es mag am Mangel schlechter Erfahrungen, an der Unsichtbarkeit der Gefahren im Netz oder meiner allgemeinen Unbedarftheit als Digital Native liegen, doch ich gebe zu: Ich surfe weitestgehend ohne Schutz im Internet und kommuniziere sorglos mit Freunden über Facebook und WhatsApp.

Weil ich weiß, dass ich so – früher oder später – auf die Nase fallen kann, nahm ich mir zu Beginn des neuen Jahres einen guten Vorsatz: Ein digitaler Schutzhelm muss her! Doch wie sieht dieser aus?

Sicherheit für den Otto Normalverbraucher

Im Stundentakt kursieren neue Beiträge zum Thema IT-Sicherheit in den deutschen Medien: Das Thema hat Brisanz in allen Wirtschafts- und Industriezweigen – aber eben auch für jeden Otto Normalverbraucher, der sich im Netz bewegt oder Smart Devices nutzt. Aktuelle Hackerattacken wie der Angriff auf Dyn, die Deutsche Telekom oder Thyssen Krupp zeigen, wie verletzlich und angreifbar wir im Internet sind.

Und welche Auswirkungen ein erfolgreicher Cyberangriff haben kann: Erst kürzlich haben IT-Sicherheitsexperten der Newcastle University nachgewiesen, dass Cyberkriminelle Kreditkartendaten in Sekundenschnelle herausfinden und ein Konto entsprechend schnell leer räumen können. Ein Alptraum, den sich niemand von uns vorstellen möchte. Deshalb unterstützen viele unserer Kunden wiederum ihre Kunden mit entsprechend entwickelten Software-Lösungen gegen Datendiebstahl, Insider-Threats oder Cyber-Spionage.

Und auch wir bei Maisberger tragen unseren Teil dazu bei – wenn auch nicht als Entwickler, sondern als Vermittler der Software. Denn die Security-Lösungen müssen auf geeigneter Bühne präsentiert werden, um Gehör zu finden. Diese Kommunikation beherrschen wir bestens – und sollten uns privat, nach dem Motto „Practice what we Preach“, auch eine Scheibe davon abschneiden.

Passwort gut – alles gut?

Denn eigentlich ist es doch so einfach, für einen grundlegenden Schutz im Internet zu sorgen. Wir benötigen dafür in einem ersten Schritt noch nicht einmal eine ausgeklügelte Software-Lösung. Denn ein gutes Passwort-Management reicht oftmals schon aus: „Change Your Password“ lautete vorgestern, am 1. Februar, das Motto. Und so lautet es übrigens in jedem Jahr an diesem von Gizmodo ins Leben gerufenen Tag. Was uns diese Aktion lehren will? Dass wir, konkret gesprochen etwa 60 Prozent der Computeranwender, uns endlich loslösen von unsicheren Passwörtern wie „Passwort“, „Hallo“ oder „123456“ – oder davon, unsere Passwörter aus persönlichen Informationen wie unserem Geburtsdatum oder dem Namen des Partners zusammenzusetzen. Denn diese ermöglichen Hackern ein leichtes Spiel und damit Zugriff auf unsere persönlichen Daten. Vor allem aber ist es entscheidend, Passwörter regelmäßig zu ändern und für unterschiedliche Accounts auch jeweils ein anderes Passwort zu verwenden. …das klingt ja, zugegeben, alles erst einmal ganz vernünftig. Aber wer kann sich diese Flut an Passwörtern merken?

Die Antwort lautet: Unser Passwortmanager. Ja, in Zukunft werden etwa LastPass, KeyPass oder 1Password unsere persönlichen Assistenten sein, wenn es darum geht, sichere Passwörter zu generieren und in der Cloud zu speichern – Zugriff auf diese gewährt dann übrigens nur noch ein einziges Passwort, das es sich zu merken gilt. Sollte machbar sein, oder nicht? Kritische Stimmen mögen behaupten, dass auch die Cloud keine umfassende Sicherheit garantieren kann – und sie mögen leider Recht haben, denn einen 100-prozentigen Schutz gibt es nie. Trotzdem können wir Hackern mithilfe von Passwortmanagern Umwege bereiten, ihnen Steine in den Weg legen und ihnen den Zugang zu unserem Datenschatz so bestmöglich versperren.

Die Kreativität der Deutschen lässt zu wünschen übrig –
Top 5 der beliebtesten Passwörter 2016:
1. hallo
2. passwort
3. hallo123
4. schalke04
5. passwort1

Das Fazit ist schon etwas ernüchternd: Man wird sich nie komplett vor Cyberkriminalität schützen können – zu kreativ und zu ausgeklügelt sind die Methoden der Hacker. Was man aber tun kann und sollte, ist, die einem zur Verfügung stehenden Sicherheitsmaßnahmen auch wirklich zu ergreifen. Genau das werde ich 2017 beherzigen – und mein Passwortmanagement gehörig umkrempeln. Deshalb: Laptop an, digitalen Helm auf und sicher durch’s neue Jahr surfen!

Wie steht es um eure IT-Sicherheit? Zählt ihr zur „12345“-Fraktion oder surft ihr schon sicher durch’s Netz? Ich freue mich über Erfahrungsberichte und Tipps zu Passwortmanagern!

„Soziale Projekte sind grundlegender Baustein unserer Unternehmenskultur“

Weihnachten gilt als das Fest der Nächstenliebe: Das nehmen sich auch viele Unternehmen zum Motto und scheinen gerade in der Adventszeit ihre CSR-Aktivitäten auf ein neues Level heben zu wollen – zumindest kommunizieren viele das so. Doch wenn Unternehmen ihr soziales Engagement gerade zu besonderen Anlässen wie Weihnachten, oder in eigenen Krisensituationen, nach außen tragen, sind wir geneigt zu fragen: „Nette Marketingaktion, aber was steckt wirklich dahinter? Viel Lärm um nichts?“
Christof Majer, VP Global Partner Sales bei Qlik und Vorsitzender von WeSeeHope
Im meinem Interview mit Christof Majer, VP Global Partner Sales beim Softwareunternehmen Qlik sowie Gründer und Vorsitzender der Hilfsorganisation WeSeeHope, durfte ich erfahren, dass oftmals eine ganze Menge dahinter steckt: Er erzählte mir vom CSR-Programm bei Qlik, über seine Hilfsorganisation WeSeeHope, wie sich diese nach außen präsentiert – und wie wichtig Facebook dabei ist. Eines wird dabei deutlich: Bei WeSeeHope steht die Nächstenliebe an erster Stelle, deren Kommunikation an zweiter – und so sollte es sein.

Herr Majer, Sie arbeiten für ein Softwareunternehmen, das man nicht direkt mit sozialen Projekten in Verbindung bringen würde: Welcher Stellenwert kommt CSR-Projekten innerhalb Ihres Unternehmens zu?

Soziale Projekte sind grundlegender Baustein unserer Unternehmenskultur bei Qlik und in der Strategie des Unternehmens verankert. Interne Spenden nehmen einen großen Teil unserer CSR-Bemühungen ein: Alle Mitarbeiter – und jeder nach seinen entsprechenden Möglichkeiten – werden aufgerufen, in soziale und Hilfsprojekte zu investieren. Von der zentralen CSR-Einheit von Qlik, die über ein spezielles Budget verfügt, werden die von Mitarbeitern erbrachten Spendengelder dann je nach Bedarf verdoppelt oder verdreifacht – das gilt besonders für die beiden von Qlik geförderten Organisationen MedAir und WeSeeHope. Die Entscheidung, welche Organisationen wie unterstützt werden, obliegt direkt dem Vorstandsvorsitzenden und wird im Unternehmen auch klar und transparent kommuniziert.

In welcher Weise kommt Qlik Mitarbeitern entgegen, die sich selbst sozial engagieren möchten?

Die Einbeziehung von Mitarbeitern in soziale Projekte wird in unserem Unternehmen groß geschrieben – allen soll ermöglicht werden, ihre Tätigkeiten in CSR-Projekten mit ihren beruflichen Verpflichtungen im Unternehmen zu vereinbaren. Mitarbeiter, die sich sozial engagieren, bekommen bei Qlik zum Beispiel einen Sonderurlaubstag zugesprochen. Auch finanziert Qlik interessierten Mitarbeitern einmal im Jahr eine Projektreise in hilfsbedürftige Regionen – darunter fällt zum einen der Flug, zum anderen aber auch die logistische Vorbereitung wie Impfungen und ein kulturelles Briefing, das emotional und körperlich auf die Auslandsreise vorbereiten soll.

Sie haben die Hilfsorganisation WeSeeHope in Deutschland gegründet – was hat Sie dazu motiviert?

Bevor ich auf einer internen Veranstaltung von Qlik auf die Hilfsorganisation WeSeeHope, die es zu der Zeit nur in UK gab, aufmerksam geworden bin, habe ich mich bereits im privaten Umfeld sozial engagiert und an Spendenaktionen teilgenommen. Überzeugt von den Hilfsprojekten wollte ich mir vor Ort selbst einen Eindruck verschaffen: 2013 nahm ich deshalb an einer Projektreise nach Malawi in Afrika teil, die vom Unternehmen unterstützt wurde – und auf der ich die Hilfsbedürftigkeit der dort lebenden Menschen zu spüren bekam. Das inspirierte mich und so gründete ich nur ein Jahr später, 2014, WeSeeHope in Deutschland. Seitdem unterstützen wir als „Schwester-Organisation“ von WeSeeHope in UK und als eingetragener Hilfeverein HIV- und Aids-Waisen in Süd- und Ostafrika und erreichen mit unseren Spenden mittlerweile fast 60.000 Kinder in 222 verschiedenen Gemeinden Afrikas. Dabei setzen wir auf das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“: Unsere Projekte sollen also so nachhaltig konzipiert sein, dass sie sich nach drei Jahren selbst tragen und wir die finanzielle Unterstützung einstellen können.

Gibt es eine Erfolgsgeschichte in Ihrer Projektarbeit, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Auf meiner Projektreise nach Malawi durfte ich das Village Investors Programme kennenlernen, mit dem wir im Sinne der Nachhaltigkeit den größten Erfolg erreicht haben. Ein Großteil der ländlichen Bevölkerung in Afrika lebt von durchschnittlich 1 US-Dollar pro Familie – was fehlt, ist ein grundlegendes Know-how rudimentärer Wirtschaftsprozesse. Das Prinzip einer Sparkasse oder Volksbank beispielsweise, wie wir es kennen, gibt es dort nicht. Um das zu ändern, bringen wir regelmäßig die zehn vorgesetzten Frauen des Dorfes zusammen und führen die elementarste Form eines Sparkassenprinzips ein: Jede Familie des Dorfes verpflichtet sich seither dazu, in der Woche einige Cent in eine Spar- und Sozialkasse einzuzahlen. Das gesammelte Geld wird dann zum Aufbau eines Wirtschaftskreises genutzt. Jede Familie, die einen Projektvorschlag macht, muss zunächst einen Kreditantrag stellen, über den der Gemeinderat entscheidet. So haben wir mittlerweile einen Schreiner, einen Ziegenhirten, einen Landwirt und einen Fischverkäufer – und damit einen rudimentären Wirtschaftskreislauf etabliert. Mit dem Ergebnis: Die Familien der Gemeinde haben im Schnitt ihr Grundeinkommen von ehemals 1 US-Dollar auf heute 3 US-Dollar pro Tag verdreifacht.

Wie können unternehmensspezifische Fähigkeiten von Qlik, also Visual Analytics-Software, zu den CSR-Bemühungen des Unternehmens beitragen?

Unsere Software kann, je nach Art und Weise ihres Einsatzes, in Hilfsprojekten Großes leisten – das sehen wir auch bei WeSeeHope: Alle Zahlen, die ich Ihnen in diesem Interview nenne, entstehen ja erst aus dem Tracking und der Analyse unserer Projekte und können Fragen beantworten wie: Wie viele Kinder haben wir in der Betreuung? Wie viel Geld müssen wir wo einsetzen? Wie viele Kapazitäten müssen wir noch schaffen? Unsere Projektarbeit wird dadurch nicht nur effizienter, sondern intern wie extern transparenter – das schafft natürlich auch Vertrauen bei unseren Spendern und Investoren. Die jeweiligen Apps, die zum Einsatz kommen, sind natürlich auf die Art des jeweiligen Einsatzes ausgerichtet und sehen bei der Arbeit in Afrika anders aus als bei der Spendenverwaltung hier in Deutschland.

Wie machen Sie in der Öffentlichkeit auf Ihre Projekte aufmerksam?

Da unsere Organisation erst 2014 gegründet wurde, läuft natürlich noch viel über Mund-zu-Mund-Propaganda. Seit diesem Jahr haben wir aber eine Mitarbeiterin, die uns eine Website eingerichtet hat und unsere Facebook-Seite wöchentlich bespielt. Facebook ist extrem wichtig für uns, weil wir hier sehr hohe Nutzerzahlen und eine dementsprechend große Verbreitung unserer Inhalte sehen. Kürzlich gab es zum Beispiel eine Adventsaktion mit unseren Mitgliedern. Dank der Analysemöglichkeiten von Facebook konnten wir sehen, dass sich unser Facebook-Traffic seit unserem Beginn bis jetzt versiebenfacht hat – das geht also wirklich schnell. Heute läuft einfach viel über die sozialen Medien.
Gleichzeitig werden wir im kommenden Jahr verstärkt auch Geschäftspartner von Qlik über die bestehenden Netzwerke und die Business-Partnerschaften im Umfeld ansprechen.
Unser Verein zählt mittlerweile etwa 100 Mitglieder, im nächsten Jahr haben wir uns 500 zum Ziel gesetzt – und wir sind optimistisch.

Bei Interesse findet ihr weitere Informationen zu WeSeeHope unter www.WeSeeHope.de.

Unser Interview zeigt, wie CSR-Projekte und deren Kommunikation in der Praxis aussehen können – aber was sagt eigentlich die Theorie? Sina Ostermann von der Uni Hohenheim geht in ihrem Artikel „Werbung vs. PR?
Bei CSR-Kommunikation bleibt die Botschaft das A und O“ genau dieser Frage nach.

Zum Artikel der Uni Hohenheim

Unternehmensfilme: Die große Hebelwirkung von Video Content

Das Internet ist voll von Videos. Würde man eine Gesamtrangliste erstellen, hätten sie dort vermutlich sogar einen höheren Stellenwert als Bilder von süßen Katzen. Auch wenn ein gehöriger Anteil aller Videos im eher nicht-jugendfreien Bereich anzusiedeln ist: Fast jeder Internetuser heutzutage nutzt regelmäßig Videoplattformen wie Vimeo, Dailymotion oder natürlich YouTube – ob aktiv oder als Konsument. Tatsächlich können YouTuber heute mit dem Aufbau ihres eigenen Channels vor allem in jüngeren Zielgruppen eine Berühmtheit erlangen, die der eines TV-Stars in nichts mehr nachsteht. Und auch viele Unternehmen haben die neuen Möglichkeiten längst erkannt, schließlich bieten Videoportale ihnen Benefits, die mit herkömmlicher TV-Werbung nicht erreicht werden können. Vor allem im B2B-Bereich bleibt das Potenzial aber noch viel zu oft ungenutzt. Das ist ein Fehler, denn richtig umgesetzt lässt sich mit einem Unternehmensfilm eine große Hebelwirkung erzielen.

Millionen Worte pro Minute mit wenigen Worten

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Somit sagt ein einminütiges Video bei 60 FPS schon mehr als 3,6 Millionen Worte! Soviel Platz in einem Printmedium zu bekommen, dürfte sich äußerst schwierig gestalten. Diese Rechnung darf zwar durchaus kritisch hinterfragt werden, eins ist jedoch kaum anzuzweifeln: Auch in einem kurzen Video (bzw. vor allem in einem kurzen) können Unternehmen große Botschaften vermitteln. Und große Botschaften wirken auch auf die Entscheider in anderen Unternehmen – genau wie Consumer sind diese nämlich in erster Linie Menschen. Damit das gelingt und zum gewünschten Erfolg führt, gilt es, einige Punkte zu beachten.

Eine eigene Reichweite schaffen

Sendezeit im Fernsehen ist kostbar. Und dann schalten die undankbaren Zuschauer die teuer erkauften 20 Sekunden Werbezeit zur Prime Time auch noch auf stumm oder holen genau dann ein neues Bier aus dem Kühlschrank, wenn man sie gerade vom neusten Produkt überzeugen will.

Gut, dass es auch andere Möglichkeiten gibt. Videoportale oder die unternehmenseigene Website bieten gewissermaßen unendlich Sendezeit für umme. Die Reichweite muss man sich hier zwar selbst aufbauen – davon profitiert man jedoch langfristig:

  • Wer einen tollen Werbespot im TV sieht, wird trotzdem nicht in der Erwartung neuer toller Spots zur nächsten Werbung wieder einschalten.
  • Wer aber spannenden Video-Content auf einem YouTube-Channel entdeckt, wird diesen abonnieren und ist somit schon für die Zukunft versorgt. Im Idealfall verbreitet er das Video noch über seine eigenen Kanäle weiter.

Fesseln statt nerven

Eine Zielgruppe, die gierig nach neuen Unternehmens-Inhalten lechzt und diese bereitwillig verschlingt? Hört sich gut an, oder? Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Um den Zuschauer dazu zu bringen, sich freiwillig mit dem Unternehmen zu beschäftigen, muss man ihm auch einiges bieten. Das bedeutet in erster Linie, ihm eine interessante Geschichte zu erzählen. Gelungenes Storytelling verpackt die zu vermittelnde Botschaft – meist sind das die USPs des Unternehmens/Produkts – implizit in einen emotionalen Spannungsbogen. Dabei sollte man sich auf eine Kernbotschaft beschränken, um das Video nicht zu überfrachten. Eine trockene Auflistung von Fakten, Daten und Zahlen ist in jedem Fall absolut fehl am Platz.

Nach dem Video ist vor der Arbeit

Hat man eine fesselnde Geschichte nun in ein hochwertiges Video verpackt, ist die Arbeit jedoch noch nicht getan. Irgendwer muss schließlich auch draufklicken. Dazu bietet es sich an, bereits bestehende Reichweiten zur Querverlinkung zu nutzen. Wichtig ist zudem die Optimierung für Suchmaschinen – durch aussagekräftige Titel, Keywords und Beschreibungen.

Last but not least: Das geweckte Interesse ja nicht ins Leere laufen lassen. Nur wenn man den Fluss von hochwertigem Videocontent langfristig aufrecht erhält und die Unternehmensvideos sinnvoll in Lead-Generation und –Nurturing einbindet, tragen sie nachhaltig zur gewünschten Customer Conversion bei.

Denn anders als ein enthusiastischer Uploader von Katzenbildern will man das Publikum ja am Ende zu glücklichen und zahlenden Kunden machen.

Nächste Woche geht es bei uns von der Theorie in die Praxis: Denn da präsentiert euch Patrick Seidel auf den Trainee Insights eine exemplarische Auswahl gelungener und weniger gelungener Unternehmensfilme!

Technikskepsis und der Standort Deutschland

Wirft man mal einen Blick zurück in die Vergangenheit Deutschlands, sieht man ein Land, das unzählige technische Innovationen hervorbrachte. Sie prägen heute den Arbeits- und privaten Alltag der Menschen weltweit.

Wirft man den selben Blick jedoch nach vorne, in die Zukunft Deutschlands, sieht es in den Augen vieler etwas düsterer aus: Es mangele an Fachkräften, große Innovationen kämen immer seltener aus Deutschland und der Technologiestandort Deutschland sei bedroht.

Bitte ja nichts Neues!

Wie konnte es zu diesem Bruch kommen, wo unsere Wirtschaft die Krisen der jüngeren Vergangenheit im Großen und Ganzen doch recht schadlos überstanden hat? Ein Teil der Antwort liegt in den Köpfen der Menschen: In Europa und ganz besonders in Deutschland herrscht ein ungemein großes Misstrauen gegenüber neuen Technologien. Was unser Leben in welcher Weise auch immer verändern könnte, wird gerne mal pauschal abgelehnt – sei es der Einsatz von Robotern, Big Data, Biotechnik, selbstfahrenden Autos oder auch lediglich Online Banking. Dahinter stehen teils diffuse und teils konkrete Ängste vor Jobverlusten, Totalüberwachung, Kontrollverlust oder ähnlichem.

Wer unter dem Einfluss dieser Technikskepsis aufwächst, den zieht es später mit geringerer Wahrscheinlichkeit in technische Berufe. Und wen es doch da hin zieht, der sieht seine Zukunft in diesen Berufen vielleicht eher im Ausland. So entsteht in Deutschland ein Mangel an Fachkräften in technischen Berufen.

Von der Politik werden die Ängste ebenfalls aufgegriffen und übersetzt in strenge Regularien, die für technologische Innovationen einen miserablen Nährboden abgeben. Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtung verlagern ihre Forschung dann lieber in Länder, die ihre Forschung weniger stark eingrenzen.

Die Mitte ist der Weg

Bedenken der Menschen sind dem technischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Fortschritt dabei natürlich grundsätzlich nicht unterzuordnen. Es ist absolut richtig, neuen Technologien die Frage voranzustellen, inwieweit man sie überhaupt braucht. Kritiklose Begeisterung ist mindestens ebenso bedenklich wie auf Unwissen basierende, unreflektierte Technikskepsis. Was wir brauchen, ist eine glaubhaft und rational – und nicht emotional – geführte Diskussion über Chancen und Risiken. Und auch darüber, wie wir Technik so einsetzen können, dass wir damit tatsächlich bestehende Probleme lösen.

Es geht um den gesunden Mittelweg – denn zwischen Technophilie und Technophobie existiert eine Vielzahl an Grauzonen. Da findet sich für jeden eine passende Nische.

Die Basis für diesen Mittelweg zu bereiten, ist Aufgabe von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen. Die Politik muss dabei in erster Linie für die entsprechenden Rahmenbedingungen sorgen. Das fängt dabei an, bereits im Kindesalter Aufgeschlossenheit zu vermitteln. Dazu muss der Umgang mit Technik in den Bildungsprozess integriert werden.

Auch Unternehmen, die im High-Tech-Bereich tätig sind, ob als Nutzer oder als Anbieter, sollten ihre Kommunikationsstrategie (unter anderem) daraufhin ausrichten, am Diskurs über Chancen und Risiken aktiv teilzunehmen – sonst wird nur über sie und nicht mit ihnen gesprochen. Das gilt es zu verhindern.

Kommunikation – der Schlüssel ins Weiße Haus

Der US-Präsidentschaftswahlkampf stellt alle vier Jahre die amerikanische Politik auf den Kopf. Republikaner gegen Demokraten. Konservative gegen Liberale. Caucuses, Swing States oder superdelegates. Das Rennen um das Weiße Haus ist berühmt berüchtigt, beständig und trotzdem ist heuer vieles anders: Die politische Spaltung endet nicht bei den alteingesessenen Parteien, sie hat diese selbst erfasst.

 

Wenn Politik Parteien spaltet

Auf Seiten der Demokraten kämpfte Senator Bernie Sanders erbittert gegen Hillary Clinton, die schließlich das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur Mitte des Jahres für sich entscheiden konnte. Im Juli gab dann der aus New York stammende Sanders gegen den Willen vieler seiner Anhänger bekannt, Clinton in ihrer Kandidatur zu unterstützen. Dieser logische und geläufige Schritt ist wohl weniger politischer Annäherung, als gegenseitiger Verbundenheit im Kampf gegen den Mann auf der anderen Seite geschuldet: Donald Trump.

The Donald erschüttert seit Monaten die Grundfeste der Grand Old Party. Multimilliardär, Provokateur und der wohl polarisierendste Präsidentschaftskandidat der jüngeren Geschichte. Seine republikanische Partei ist davon alles andere als entzückt. Im Gegenteil, Trump löste eine gravierende innerparteiliche Spaltung aus.

Dabei ließ er nicht nur etliche republikanische Widersacher links liegen, er entwickelte sich vom belächelten „Kandidaten“ zum global gefürchteten Anwärter auf das wichtigste politische Amt dieser Welt. Das Rennen läuft und die Messer sind gewetzt.

 

Kleider machen Leute – und Worte Politik?

Betrachtet man nun die vergangenen Monate, sind es nicht nur die politischen und inhaltlichen Differenzen, die diese zwei Kandidaten trennen. Vielmehr ist die Art und Weise wie sie ihre politische Agenda kommunizieren von Interesse. Strategische Kommunikation konnte selten so unabhängig beobachtet und analysiert werden. Trump nutzt populistische und repetitive Elemente zur Inszenierung seiner selbst. Er scheut keinerlei Konfrontation und ist immerzu gewillt seine Gegner zu erniedrigen. Ob Muslime, Mexikaner, Frauen oder Homosexuelle. Trump teilt aus – selbstbewusst, heftig und ohne Rücksicht. Und die Umfragen geben ihm „Recht“. Er mobilisiert seine Anhänger und diese folgen ihm teils bedingungslos. Hillary Clinton hingegen ist Politikprofi, Juristin und mit allen Wassern gewaschen. Sie spricht überlegt und argumentiert meist sachlich. Dennoch ist sie unter den Amerikanern (fast) so unbeliebt wie Trump. Sie kämpft gegen Vergangenes und wirkt machtfixiert. Daneben meidet sie, wenn möglich, das direkte Aufeinandertreffen. Damit ist aber bald Schluss. Am 26. September kommt es zum Show-Down: die erste Presidential Debate. 90 Minuten werden sich die Kandidaten im direkten Rededuell gegenüber stehen und die Welt wird gebannt lauschen.

Es zwitschert durch Amerika

Bis dahin werden wir uns noch gedulden müssen. Alternativ lohnt ein Blick auf die Social Media-Kanäle. Beispielhaftes Medium ist der Microblogging-Dienst Twitter. Beide Kandidaten nutzen diesen Kommunikationskanal intensiv. Während Clinton ihre rund 9 Millionen Follower bisher mit mehr als 8000 Tweets kontaktierte, waren es sogar über 30.000 Tweets an die knapp 11,5 Millionen Follower Trumps‘.

Das 21. Jahrhundert hat die Kommunikation mit den Wählern verändert. Die Wahlkampf-Teams beider Seite lassen keinen Fehltritt mehr unkommentiert und nutzen jede Chance, ihren Kandidaten geschickt zu positionieren. Dabei ist vor allem die Interaktion beider Seiten auffällig – oftmals wird Bezug genommen oder gar spöttisch kommentiert. Die neuesten Entwicklungen um den Gesundheitszustand Clintons offenbaren jedoch auch ein anderes Gesicht – die Strategien, insbesondere auf Seiten Trumps, scheinen flexibel.  Doch was steckt dahinter? Blankes Kalkül oder gar präsidentieller Respekt vor politischer Konkurrenz?

 

TRUMPhiert Kommunikation über Inhalt?

Unabhängig vom Ausgang der ersten Debatte oder gar der Wahl am 8. November diesen Jahres, wird es also spannend zu sehen sein, wie die Kontrahenten ihre Wähler hinter sich versammeln können. Welche Worte werden sie wählen? Welche Kommunikationskanäle werden wann und wie genutzt? Wer trifft das Herz und wer den Kopf? Am besten ihr macht euch ein eigenes Bild:

Unterschiede erkannt? Die Antworten werden folgen – Ich freue mich auf eure Meinung und Kommentare.