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Als Berufseinsteiger im PR Bereich stellt sich meist die Frage: Agentur oder doch in die Presseabteilung eines Unternehmens? Ich dachte mir, warum nicht beides? Denn ich habe nicht nur fast 1,5 Jahre praktische Erfahrungen in der PR-Abteilung eines großen Unternehmens sammeln können, auch darf ich mich bereits seit drei Monaten Teil des Maisberger Teams „schimpfen“.

Die Arbeit im Unternehmen gefiel mir, dennoch hegte ich den Wunsch nach neuen Herausforderungen! Auch mein damaliger Vorgesetzter unterstützte das Streben nach der Agentur-Erfahrung. Denn es sei eine Bereicherung für das richtige PR-Feeling!

Auf zu neuen Ufer: Agenturarbeit bei Maisberger

Auch wenn ich kaum drei Monate mit anderthalb Jahren vergleichen kann, so sind mir doch bereits einige Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten, zwischen PR-Arbeit einer Agentur und eines Unternehmens aufgefallen.

Neue Erfahrungen habe ich vor allem mit Pitches und dem Schreiben von Artikeln oder Pressemeldungen gesammelt. Für den PR-Newbie: Unter Pitch versteht man eine Themenidee, die man einem Journalisten zum Beispiel in Form eines Artikels oder Interviews anbietet. Aufgaben wie diese kamen in meinem Unternehmensalltag wenig bis gar nicht vor. Pitches zum Beispiel werden von der Agentur meist direkt an den Journalisten versandt. Auch das Versenden von Pressemeldungen war ein neues Feld für mich und ich musste mich erst mit den Eigenheiten jedes Versandtools anfreunden.

Eine weitere Herausforderung, der ich begegnete, war das Managen von mehreren Kunden zur gleichen Zeit. Im Übrigen eine Herausforderung, der ich mich bewusst stellen wollte, als die Wahl auf eine Agentur fiel. Bisher war ich sozusagen nur für einen Kunden zuständig und somit lag der Fokus auch nur auf diesem einen Unternehmen. Der Vorteil: man kann sich intensiv z.B. mit Produkten des Unternehmens beschäftigen, kennt in der Regel die meisten Speaker und hat direkt Zugriff auf einen Informationspool an Sales Managern, um Input für einen möglichen Blogbeitrag zu erhalten. Dennoch war mir das damals nicht genug – ich wollte die Challenge, mehrere Kunden gleich intensiv zu betreuen und zufrieden zu stellen. Und jetzt habe ich den Salat! Nein, Spaß – genau das war mein Wunsch und er wurde mir von Maisberger erfüllt. Und ich habe gemerkt: Mit ein bisschen Übung und Geschick für Projektmanagement gelingt es, auch mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten. 🙂

Back to the Roots: die Begegnung mit alten Bekannten

Direkt an meinen ersten Tagen bei Maisberger wurde ich mit Coverage-Reports konfrontiert. Na, wer von meinen PR-Kollegen kennt und liebt es nicht, Online- oder Print-Artikel zu archivieren? Hier clippen, da clippen (der „Fachbegriff“ für das Sammeln von Artikeln im PR-Bereich)! Kannte ich bereits zu Genüge, da diese Aufgabe auch im Unternehmen gerne an mich übertragen wurde. Des Weiteren waren mir weekly, monthly oder quarterly Reports keine Fremdbegriffe. Diese informieren Kunden, oder im Falle eines Unternehmens, das Management, in regelmäßigen Abständen über die Erfolge der Pressearbeit. Es sind klassische und regelmäßige PR-Aufgaben – ob nun Unternehmen oder Agentur! Und wer bereits im PR-Bereich tätig ist und noch keinen einzigen Artikel eingescannt hat, dem muss ich leider sagen: Du bist noch kein waschechter PRler!

Ein weiteres Aufgabenfeld, welches mir im Unternehmen und auch bei Maisberger begegnete: Interviews organisieren, begleiten und nachbereiten. Bei Events sind nicht nur die Sprecher der Kunden gefragt, auch der Schedule eines Journalisten ist meist voll mit Key-Notes, die sie sich ansehen möchten. Dazu kommen Presse Roundtables, Pressekonferenzen und Abendveranstaltungen. Alles Events, die bei der Organisation von Interviews berücksichtigt werden müssen. Auch die Erstellung von Pressemappen, Moderationskarten oder Namensschildern sind Aufgaben, die mir sowohl in der Agentur, als auch bei meinem vorherigen Unternehmen begegneten.

Nach knapp drei Monaten Agenturarbeit sind mir bereits einige alte Bekannte der PR-Arbeit untergekommen und ich bin davon überzeugt: das werden nicht die letzten bleiben.

Agentur oder Unternehmen?

Diese Frage kann und möchte ich nach drei Monaten bei Maisberger nicht beantworten. Beide Seiten haben ihre Vor- und Nachteile und beide Seiten mag ich. Durch das Kennenlernen der zwei Bereiche, erfährt man erst, wer überhaupt welchen Input leistet und wann welche Unterstützung benötigt wird – eine Erfahrung die ich als sehr wertvoll betrachte. Daher ist mein Rat: setzt euch nicht unter Druck, bei eurer Wahl Agentur oder Unternehmen. Praktika oder eben ein Traineeship geben gute Einblicke in die zwei Aufgabenfelder. In beiden Bereichen hast du die Chance unterschiedliche, aber auch sehr wertvolle Erfahrungen zu machen und jeder muss für sich selbst entscheiden, welches Umfeld ihm besser gefällt. Den Schritt zu Maisberger zu gehen habe ich an keinem Tag bereut, denn die Berufserfahrungen, die ich hier sammle, ergänzen tagtäglich mein PR-Know-How. Eine tolle Chance, die ich nicht missen möchte. Und durch den Kontakt zu verschiedenen Kunden, kommen auch immer wieder Abwechslung und neue Herausforderungen mit ins Spiel 🙂

Also liebe angehenden PR’ler: ob Agentur oder Unternehmen – es ist niemals die falsche Wahl! Dennoch möchte ich euch die Gelegenheit eines Traineeprogrammes bei Maisberger besonders ans Herz legen: Es ist ein super Einstieg in die Arbeitswelt einer Agentur und lehrt euch das PR-ABC rauf und runter!

Was sind Deine bisherigen Erfahrungen mit PR? Hast Du vielleicht schon beide Seiten kennengelernt und Dich bereits entschieden?

Wir freuen uns auf Deine Meinung!

Therese Kroos

Therese Kroos

Marie-Therese Kroos absolvierte ihr Bachelorstudium in International Communication an der University of Applied Sciences in Groningen/Niederlande. Seit Dezember 2016 unterstützt Therese als Trainee bei Maisberger das IT-Team.
Therese Kroos