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Social Media ist bereits fest in unserem Alltag integriert. Und das nicht nur privat: Auch Unternehmen posten, sharen und interagieren längst fleißig. Auch wenn dieser „Job“ häufig noch belächelt wird, steckt hinter der Arbeit mit Facebook, Twitter & Co. doch mehr Aufwand und Komplexität, als zunächst vermutet. Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle einen kurzen Einblick über den beruflichen Alltag im sozialen Netzwerk geben. Genauer: in einen der bekanntesten Kanäle – dem der 140 Zeichen.

 

Twitter auf einen Blick

Natürlich ist mit damit der Kurznachrichtendienst Twitter gemeint, der sich mit etwa 380 Millionen Nutzer jeden Monat einen Spitzenplatz im Rennen der Social-Media-Plattformen ergattert hat.
Die Kernelemente von Twitter dürften mittlerweile so gut wie jedem bekannt sein: Wie bereits erwähnt, sind 140 Zeichen das markante Markensymbol. Im Vergleich mit anderen Plattformen ist man hier also deutlich limitiert: LinkedIn beispielsweise setzt die Grenze bei 600 Zeichen, Facebook lässt uns unbegrenzt texten. Diese Einschränkung scheint Twitter allerdings keinen Nachteil zu verschaffen, immerhin flattert der blaue Spatz seit Jahren in die Höhe. Doch gerade durch diese Limitierung ist es umso wichtiger – und schwieriger – alle relevanten Informationen im Tweet unterzubringen. Einmal getwittert, haben die Nutzer grundlegend drei Arten, um auf Tweets zu reagieren: Liken, mit einem Retweet teilen oder einen Tweet kommentieren.
Um möglichst viele positive Reaktionen zu erhalten, gibt es einige Stellschrauben, von denen ich euch drei gerne vorstellen möchte:

1. Content is King

Während man privat nach Lust und Laune twittern kann, was einem gerade thematisch in den Sinn kommt, gilt im beruflichen Kontext höhere Sorgfalt: Zum einen sollten Tweets inhaltlich zu den Themen des Unternehmens passen. Twittert ein Account über Architektur und Design plötzlich nur noch über politische Themen, könnte das die Follower verärgern. Es drohen Entfolgungen und negative Reaktionen. Bei Unternehmen werden die Inhalte also bereits durch das Geschäftsfeld größtenteils vorbestimmt und auch das angestrebte Image sollte im Hinterkopf behalten werden.
Doch beim Thema ‚Content‘ zählt nicht nur das „was?“, sondern auch das „wie?“. Hashtags beispielsweise verweisen – geschickt gewählt – auf Produkte oder kommende Events des Unternehmens. Und auch die Verlinkung anderer Accounts, sogenannter Handles, mithilfe des @-Zeichens bieten sich an, um die Reichweite zu erhöhen oder auf andere (Unternehmens-)Accounts zu verweisen.

2. Analyse

Ob die Formulierung der Tweets und die Verlinkung via Hashtags und Handles funktionieren, zeigt sich in einem weiteren wichtigen und meist nur im beruflichen Kontext eingesetzten Bereich: Der Analyse. Bei Maisberger durfte ich gleich zu Beginn meines Traineeships auch hinter den Kulissen von Social Media aktiv werden und somit bereits die zahlreichen Analyse-Möglichkeiten kennenlernen. Über einen bestimmten Zeitraum können die Entwicklungen des Twitter-Kanals beobachtet und analysiert werden: Anzahl der Tweets, Likes, Retweets und Follower-Zuwachs – alles wird in den Analytics von Twitter dargestellt. Zusätzlich gibt es zahlreiche Applikationen, die weitere Analysemöglichkeiten bieten. Doch all die Analysedaten haben keinen Mehrwert, wenn sie nicht richtig interpretiert und anschließend für das zukünftige Twittern verwendet werden. Hier zeigt sich erneut: Die professionelle Betreuung von Social Media-Kanälen ist weit mehr, als nur 140 Zeichen.

3. Strategieentwicklung über mehrere Kanäle

Basis für die Arbeit mit Social Media ist die Definition einer entsprechenden Strategie und ihre Weiterentwicklung: So kann beispielsweise durch Analysen herausgefunden werden, welcher Content um welche Uhrzeit am besten bei den Lesern ankommt oder welche Hashtags zu Interaktion führen. Diese Optimierung der Tweets ist im beruflichen Umfeld äußerst wichtig. Schließlich erhofft sich jedes Unternehmen von seinen Social Media-Aktivitäten auch entsprechenden Erfolg.
Eine Strategie baut allerdings meist nicht nur auf einem Kanal auf. Durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Kanäle ergeben sich weitaus größere Möglichkeiten, Social Media in der strategischen Kommunikation zu nutzen.

 

Mein Fazit zum beruflichen Twittern

Social Media stellt sich – entgegen vieler Vorurteile – nicht als „twitterleicht“ heraus, denn es unterscheidet durch Regeln, Voraussetzungen sowie Strategien deutlich von privaten Aktivitäten in sozialen Netzwerken. Doch auch im beruflichen Umfeld bereitet mir Twitter große Freude und es ist ein spannendes Aufgabenfeld. Durch die spezifische Content-Erstellung in den definierten Themenfeldern, der Analyse von Statistiken und der allgemeinen Entwicklung im Bereich Social Media ist Twittern eine kreative und strategische Tätigkeit – und genau diese interessante Mischung macht es für mich aus.

 

 

Michael Czajka

Michael Czajka

Account Executive bei Maisberger GmbH
studierte Medien und Kommunikation in Augsburg und sammelte Erfahrungen in Technologieunternehmen. Seit September 2017 unterstützt er das IT-Team bei Maisberger.
Michael Czajka

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