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Maike Schwickert

Maike Schwickert

Account Executive bei Maisberger
verstärkt seit Februar 2017 das Industrie-Team. Nach ersten Schritten im Bereich Corporate Communications bei einem großen Automobilkonzern in Deutschland und Australien, ergründet sie nun bei Maisberger die B2B-Kommunikation in all ihren Facetten.
Maike Schwickert

Aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass wenn wir etwas Neues, Ungewohntes oder Unbekanntes erleben, unsere Glücksbotenstoffe quasi explodieren. Das Glückshormon Dopamin wird ausgeschüttet. Ihr kennt das sicher: Erinnert euch doch einfach mal an Dinge, die ihr neu ausprobiert und bei denen ihr euch dann total euphorisch gefühlt habt. Das kann etwa der Versuch ein neues Instrument zu erlernen, das Probieren eines fremden Gerichts oder das Austesten einer unbekannten Sportart sein. Was das alles mit PR-Arbeit und diesem Blog zu tun hat?

Als ich bei Maisberger vor knapp zwei Monaten als Trainee gestartet bin, war mir sofort klar: Ich werde mich mit Dingen beschäftigen, mit denen ich mich so zuvor noch nie auseinandergesetzt habe. Die Welt der PR war mir zwar nicht völlig fremd, hatte ich doch bereits 13 Monate Erfahrung in der Unternehmenskommunikation eines großen Konzerns gesammelt. Allerdings gab es einen grundlegenden Unterschied: Den Wechsel von der Arbeit in der B2C hin zur B2B Kommunikation.

Wie so oft klingen diese Abkürzungen erstmal nach rätselhaftem Fachjargon. Doch, vor allem bevor man bei Maisberger startet, sollte man zumindest kurz mal googeln. Für alle, die es genau wissen wollen, nachfolgend eine Erläuterung:

B2C oder B2B – Am Anfang steht die Zielgruppe

Was hinter den drei Zeichen steckt, definiert sich zunächst über eines – die Zielgruppe. B2C steht für Business-to-Consumer und bezeichnet die Beziehung zwischen einem Unternehmen und einer Privatperson, meist einem Endkunden. Ein Unternehmen hat ein Produkt und das will es dem Verbraucher möglichst schmackhaft machen. Wenn man es so will, habt ihr eigentlich jeden Tag mit B2C zu tun. Man nennt es eben nur anders.

B2B ist hingegen die Abkürzung für Business-to-Business. Damit sind die Geschäftsbeziehungen zwischen mindestens zwei Unternehmen gemeint. Auch hier will ein Unternehmen seine Produkte verkaufen. Es sucht allerdings Abnehmer, die selbst Unternehmen sind. Mit diesen verhandelt es sich aber ganz anders als mit dem Otto Normalverbraucher. Und das prägt – richtig – auch die Kommunikation.

  • B2C = Business to Consumer = Unternehmen zu Konsument
      Beispiel: Endkunde (Consumer) kauft Auto
  • B2B = Business to Business = Unternehmen zu Unternehmen
      Beispiel: Autofirma (Business) kauft Motor

B statt C – Das bedeutet andere Medien

Zwar geht es beim Arbeiten in einer Kommunikationsberatung um viel mehr als die „klassische“ Kommunikation via Medien sprich Presse, doch darf dieser Punkt bei einer Unterscheidung zwischen B2B und B2C auf keinen Fall fehlen.

Bleiben wir beim Beispiel „Autofirma kauft Motor“: Wenn sich ein Unternehmen etwa über die neusten Entwicklungen in der Motorenproduktion informieren möchte, wird es nicht in einer Lokalzeitung recherchieren. Ein solches Medium ist für die B2B-Kommunikation alles andere als zielführend. Mit einer Fachzeitschrift wird hier schon eher die richtige Zielgruppe erreicht – sprich andere Unternehmen. Im Umkehrschluss dürfte es euch persönlich ja auch wenig interessieren, wenn ihr morgens beim Frühstück einen Beitrag über die Vorzüge spezieller Motoren in eurer Zeitung findet.

  • B2C = Zielmedien: Tagespresse
  • B2B = Zielmedien: Fachzeitschrift

Auf die richtige Sprache kommt es an

Je nach Zielgruppe sind nicht nur die Wege der Übermittlung andere, sondern schließlich auch die Form und die Sprache der Botschaft. Der Fokus bei der B2B-Kommunikation liegt grundsätzlich eher auf Zahlen, Fakten und Analysen. Es geht um informative und überzeugende Inhalte, die für andere Unternehmen entscheidend sind.

Bei unserem Motoren-Beispiel bedeutet das: Weniger die Farbe oder das progressive Design eines Motors ist für eine Autofirma relevant, sondern vielmehr handfeste Informationen oder etwa technisch ausgereifte Funktionsweisen.

  • B2C-Content = emotional, unterhaltsam
  • B2B-Content = informativ, faktenreich

B2B-Kommunikation – Eine spannende Herausforderung

Gerade wenn es um die Sprache und die Aufbereitung von Informationen geht, wird es in der B2B-Kommunikation erst so richtig herausfordernd und interessant. Man beschäftigt sich meist mit komplexen Sachverhalten, die verständlich kommuniziert werden müssen. Und obwohl die Botschaften Unternehmen informieren sollen, müssen sie dennoch interessant verpackt sein, um genügend Aufmerksamkeit bei anderen Unternehmen zu generieren. Ein gelungener Mix aus Emotionen und Informationen ist meistens der richtige Weg. Und das ist gar nicht so einfach, wenn ihr nur mal überlegt, was für euch etwa an einem Motor spannend sein könnte?

Am Ende des Tages zeichnet sich die Arbeit bei Maisberger so vor allem dadurch aus, sich immer wieder der Herausforderung zu stellen, technische und komplexe Inhalte spannend zu verpacken. Bedeutet: Immer wieder etwas Neues zu lernen. Und so sind schließlich auch die Glücksbotenstoffe befriedigt!

Welche Erfahrungen hast Du bisher im PR-Bereich gesammelt?

Kennst Du vielleicht auch schon die unterschiedlichen Facetten von B2C und B2B Kommunikation?

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