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Der perfekte Arbeitsplatz oder: Wenn die Ampel grün leuchtet

Rot, gelb, grün: Die Ampelfarben zeigen nicht nur im Straßenverkehr, wo’s lang geht, sondern neuerdings auch bei uns im Büro. Rot bedeutet: „Zu viel Lärm!“, gelb dagegen: „Aufgepasst, bald ist es zu laut!“ und grün: „Es ist ruhig genug, um konzentriert zu arbeiten.“ Wie ein kleiner Wächter, dem kein Mucks entgeht, thront seit geraumer Zeit eine Ampel auf unserem Büroregal und verrät uns immer zuverlässig den Lärmpegel.
In einem Großraumbüro ist das unerlässlich: Egal ob Telefonate, Unterhaltungen zwischen Kollegen oder Kundenbesuche – die Geräuschkulisse ist oft groß, wenn viele Mitarbeiter gemeinsam in einem Raum arbeiten. Gerade an Tagen, an denen die Ampel häufiger rot aufleuchtet, sehnen sich sicherlich einige nach einem ruhigen Arbeitsplatz, an dem es sich konzentriert arbeiten lässt. Ruhe im eigenen Wohnzimmer, Vertrautheit der eigenen vier Wände: Klar, das Home Office klingt für viele Mitarbeiter erstmal verlockend. Doch es gibt auch innerhalb des Großraumbüros Möglichkeiten, um Rückzugsorte zu schaffen – in denen man sich fast wie zuhause fühlt.

Offen, interaktiv, kreativ: Das Großraumbüro

Wenn man die jüngsten Entwicklungen in Sachen Bürokonzept betrachtet, liegen wir bei Maisberger voll im Trend: Das Großraumbüro scheint dem Einzel- oder Kleinbüro heute den Rang abzulaufen – oft in Verbindung mit Funktionsarbeitsplätzen oder, Neudeutsch, „Clean Desk Policy“ und „Mobile Working“. Mobiles Arbeiten bedeutet, dass Mitarbeiter keinen festen Schreibtisch mehr haben und sich jeden Tag auf’s Neue einen freien Platz suchen. Statistiken belegen den Trend hin zum Open Space Office: Von 12 bis 15 Millionen Büroarbeitsplätzen in Deutschland sind heute nur noch weniger als die Hälfte Einzelbüros.

 

Gründe dafür gibt es genügend: Vor allem Mitarbeitern kommt das offene Konzept zugute. Angelegenheiten lassen sich schneller und unkomplizierter über den Schreibtisch hinweg besprechen, als wenn man dafür jedes Mal das eigene Büro verlassen muss.

Ideen und Erfahrungen können ad hoc ausgetauscht und müssen nicht im Hinterkopf behalten werden – die Offenheit des Raums und die Interaktion mit Kollegen machen ein produktiveres und kreativeres Arbeiten möglich.

Ein Konzept also, das Kritiker verstummen lässt? Zweifelnde Stimmen gibt es immer – und natürlich sind die Erwartungen an den perfekten Arbeitsplatz nie homogen. Die einen können im „Alltagstrubel“ des Großraumbüros ihre Kreativität erst richtig entfalten, die anderen benötigen vollkommene Ruhe. Fakt und bewiesen ist: Großraumbüros können sich – gerade bei der zweiten Sorte Mitarbeiter – negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirken. Ob es an der Geräuschkulisse, der häufig empfundenen Reizüberflutung oder dem Gefühl ständiger Kontrolle und Überwachung liegt – viele Mitarbeiter fühlen sich in Großraumbüros abgelenkt von ihrer Arbeit. Und sind es de facto auch, wenn sie dauerhaft für jeden Kollegen ansprechbar sind.

Home sweet home?

Muss es aber gleich das Home Office sein, das die gewünschte Ruhe bringt? Wissenschaftliche Studien belegen, dass sogar das Gegenteil der Fall ist – dass Mitarbeiter zwar konzentriert arbeiten können, am Endes des Tages oft aber eine größere Belastung verspüren als im Großraumbüro. Die Erklärung liegt auf der Hand: Häufig machen Mitarbeiter zuhause keine Pause, arbeiten ihre Regelarbeitszeit von acht Stunden ohne Unterbrechung ab und powern sich dadurch aus. Eine Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) der Vereinten Nationen bestätigt, dass der Stress im Home Office oft als mindestens genauso groß empfunden wird wie im Großraumbüro. Überstunden entstehen häufig dadurch, dass sich die Abstimmung und Kommunikation mit den Kollegen oft schwieriger gestaltet und in die Länge zieht – Zeit, die wiederum zu Mehrarbeit führt.

Eine gute und schnelle Kommunikation – das ist es ja gerade, was das Großraumbüro auszeichnet und das Arbeiten erleichtert. Künftig sollte der Schwerpunkt deshalb darauf liegen, das Konzept „Großraumbüro“ so zu gestalten, dass auch die Ruhebedürftigen auf ihre Kosten kommen – und nicht gleich ins Home Office „verbannt“ werden

müssen. Kleine Arbeitsinseln, weniger Mitarbeiter, weniger Geräuschkulisse: Wir bei Maisberger ziehen uns in die Bibliothek zurück, wenn wir auf Ruhe und vollste Konzentration angewiesen sind, um einen zeitkritischen Artikel abzuschließen oder an einem kreativen Konzept zu tüfteln – oder um „Altlasten“ abzuarbeiten, die im Alltagsgeschäft liegen geblieben sind. Und die Raumatmosphäre steht der Vertrautheit der eigenen vier Wände in nichts nach. Eine Wand voller Bücher, die andere voller Gemälde – es fühlt sich beinahe an wie im eigenen Wohnzimmer.

Das perfekte Arbeitsumfeld – eine Utopie?

Wie aber arbeiten Mitarbeiter am besten? Im Großraumbüro, in Einzelbüros oder im Home Office?  Zu hundert Prozent perfekt, das zumindest belegen wissenschaftliche Studien, ist keine dieser Büroformen. Gibt es ihn also womöglich gar nicht, den einen perfekten Arbeitsplatz? Doch, aber er sieht für jeden anders aus. Es gibt Mitarbeiter, die gerade die Offenheit des Büros auch als Offenheit für die eigene Kreativität empfinden. Andere wiederum isolieren sich lieber im Home Office und laufen erst dann zu Höchstformen auf. Beides in extremer Form kann sich aber auf lange Sicht negativ auf die Gesundheit auswirken. Eine Mischform ist, wenn man der Meinung von Forschern vertrauen kann, die beste Lösung. Die deutschen Arbeitnehmer scheinen ihnen Recht zu geben: 41 Prozent der Büroarbeiter sprechen sich für eine Kombination aus Büro- und Home Office-Tagen aus. Auch für die Kritiker des Großraumbüros findet sich am Ende ein Kompromiss: Rückzugsorte ermöglichen ein vollkonzentriertes Arbeiten – und neue Regeln der Zusammenarbeit können dafür sorgen, dass Mobiltelefone stumm geschaltet und laute Gespräche in Meetingräume verlegt werden. Dann auch kann die Ampel grünes Licht geben.

Absolute Ruhe oder dezente Geräuschkulisse – wo arbeitet ihr am effektivsten? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen aus Büroalltag und Home Office!

Volle Fahrt voraus: Mit einem digitalen Schutzhelm ins Jahr 2017

Es verhält sich paradox bei mir mit dem Thema „IT-Sicherheit“ – und ich glaube, ich spreche dabei im Namen einiger meiner Kollegen: Security-Lösungen stehen in den Produktportfolios unserer Kunden meist an erster Stelle. Kein Wunder also, dass wir einen großen Teil unserer Arbeitszeit darauf verwenden, Leser und damit potenzielle Kunden für das Thema zu sensibilisieren. Sobald ich mir aber an die eigene Nase fasse, merke ich: Die Message, die wir mit unseren Kunden tagtäglich in die Welt hinaustragen, scheint bei mir selbst noch nicht angekommen zu sein. Es mag am Mangel schlechter Erfahrungen, an der Unsichtbarkeit der Gefahren im Netz oder meiner allgemeinen Unbedarftheit als Digital Native liegen, doch ich gebe zu: Ich surfe weitestgehend ohne Schutz im Internet und kommuniziere sorglos mit Freunden über Facebook und WhatsApp.

Weil ich weiß, dass ich so – früher oder später – auf die Nase fallen kann, nahm ich mir zu Beginn des neuen Jahres einen guten Vorsatz: Ein digitaler Schutzhelm muss her! Doch wie sieht dieser aus?

Sicherheit für den Otto Normalverbraucher

Im Stundentakt kursieren neue Beiträge zum Thema IT-Sicherheit in den deutschen Medien: Das Thema hat Brisanz in allen Wirtschafts- und Industriezweigen – aber eben auch für jeden Otto Normalverbraucher, der sich im Netz bewegt oder Smart Devices nutzt. Aktuelle Hackerattacken wie der Angriff auf Dyn, die Deutsche Telekom oder Thyssen Krupp zeigen, wie verletzlich und angreifbar wir im Internet sind.

Und welche Auswirkungen ein erfolgreicher Cyberangriff haben kann: Erst kürzlich haben IT-Sicherheitsexperten der Newcastle University nachgewiesen, dass Cyberkriminelle Kreditkartendaten in Sekundenschnelle herausfinden und ein Konto entsprechend schnell leer räumen können. Ein Alptraum, den sich niemand von uns vorstellen möchte. Deshalb unterstützen viele unserer Kunden wiederum ihre Kunden mit entsprechend entwickelten Software-Lösungen gegen Datendiebstahl, Insider-Threats oder Cyber-Spionage.

Und auch wir bei Maisberger tragen unseren Teil dazu bei – wenn auch nicht als Entwickler, sondern als Vermittler der Software. Denn die Security-Lösungen müssen auf geeigneter Bühne präsentiert werden, um Gehör zu finden. Diese Kommunikation beherrschen wir bestens – und sollten uns privat, nach dem Motto „Practice what we Preach“, auch eine Scheibe davon abschneiden.

Passwort gut – alles gut?

Denn eigentlich ist es doch so einfach, für einen grundlegenden Schutz im Internet zu sorgen. Wir benötigen dafür in einem ersten Schritt noch nicht einmal eine ausgeklügelte Software-Lösung. Denn ein gutes Passwort-Management reicht oftmals schon aus: „Change Your Password“ lautete vorgestern, am 1. Februar, das Motto. Und so lautet es übrigens in jedem Jahr an diesem von Gizmodo ins Leben gerufenen Tag. Was uns diese Aktion lehren will? Dass wir, konkret gesprochen etwa 60 Prozent der Computeranwender, uns endlich loslösen von unsicheren Passwörtern wie „Passwort“, „Hallo“ oder „123456“ – oder davon, unsere Passwörter aus persönlichen Informationen wie unserem Geburtsdatum oder dem Namen des Partners zusammenzusetzen. Denn diese ermöglichen Hackern ein leichtes Spiel und damit Zugriff auf unsere persönlichen Daten. Vor allem aber ist es entscheidend, Passwörter regelmäßig zu ändern und für unterschiedliche Accounts auch jeweils ein anderes Passwort zu verwenden. …das klingt ja, zugegeben, alles erst einmal ganz vernünftig. Aber wer kann sich diese Flut an Passwörtern merken?

Die Antwort lautet: Unser Passwortmanager. Ja, in Zukunft werden etwa LastPass, KeyPass oder 1Password unsere persönlichen Assistenten sein, wenn es darum geht, sichere Passwörter zu generieren und in der Cloud zu speichern – Zugriff auf diese gewährt dann übrigens nur noch ein einziges Passwort, das es sich zu merken gilt. Sollte machbar sein, oder nicht? Kritische Stimmen mögen behaupten, dass auch die Cloud keine umfassende Sicherheit garantieren kann – und sie mögen leider Recht haben, denn einen 100-prozentigen Schutz gibt es nie. Trotzdem können wir Hackern mithilfe von Passwortmanagern Umwege bereiten, ihnen Steine in den Weg legen und ihnen den Zugang zu unserem Datenschatz so bestmöglich versperren.

Die Kreativität der Deutschen lässt zu wünschen übrig –
Top 5 der beliebtesten Passwörter 2016:
1. hallo
2. passwort
3. hallo123
4. schalke04
5. passwort1

Das Fazit ist schon etwas ernüchternd: Man wird sich nie komplett vor Cyberkriminalität schützen können – zu kreativ und zu ausgeklügelt sind die Methoden der Hacker. Was man aber tun kann und sollte, ist, die einem zur Verfügung stehenden Sicherheitsmaßnahmen auch wirklich zu ergreifen. Genau das werde ich 2017 beherzigen – und mein Passwortmanagement gehörig umkrempeln. Deshalb: Laptop an, digitalen Helm auf und sicher durch’s neue Jahr surfen!

Wie steht es um eure IT-Sicherheit? Zählt ihr zur „12345“-Fraktion oder surft ihr schon sicher durch’s Netz? Ich freue mich über Erfahrungsberichte und Tipps zu Passwortmanagern!

„Soziale Projekte sind grundlegender Baustein unserer Unternehmenskultur“

Weihnachten gilt als das Fest der Nächstenliebe: Das nehmen sich auch viele Unternehmen zum Motto und scheinen gerade in der Adventszeit ihre CSR-Aktivitäten auf ein neues Level heben zu wollen – zumindest kommunizieren viele das so. Doch wenn Unternehmen ihr soziales Engagement gerade zu besonderen Anlässen wie Weihnachten, oder in eigenen Krisensituationen, nach außen tragen, sind wir geneigt zu fragen: „Nette Marketingaktion, aber was steckt wirklich dahinter? Viel Lärm um nichts?“
Christof Majer, VP Global Partner Sales bei Qlik und Vorsitzender von WeSeeHope
Im meinem Interview mit Christof Majer, VP Global Partner Sales beim Softwareunternehmen Qlik sowie Gründer und Vorsitzender der Hilfsorganisation WeSeeHope, durfte ich erfahren, dass oftmals eine ganze Menge dahinter steckt: Er erzählte mir vom CSR-Programm bei Qlik, über seine Hilfsorganisation WeSeeHope, wie sich diese nach außen präsentiert – und wie wichtig Facebook dabei ist. Eines wird dabei deutlich: Bei WeSeeHope steht die Nächstenliebe an erster Stelle, deren Kommunikation an zweiter – und so sollte es sein.

Herr Majer, Sie arbeiten für ein Softwareunternehmen, das man nicht direkt mit sozialen Projekten in Verbindung bringen würde: Welcher Stellenwert kommt CSR-Projekten innerhalb Ihres Unternehmens zu?

Soziale Projekte sind grundlegender Baustein unserer Unternehmenskultur bei Qlik und in der Strategie des Unternehmens verankert. Interne Spenden nehmen einen großen Teil unserer CSR-Bemühungen ein: Alle Mitarbeiter – und jeder nach seinen entsprechenden Möglichkeiten – werden aufgerufen, in soziale und Hilfsprojekte zu investieren. Von der zentralen CSR-Einheit von Qlik, die über ein spezielles Budget verfügt, werden die von Mitarbeitern erbrachten Spendengelder dann je nach Bedarf verdoppelt oder verdreifacht – das gilt besonders für die beiden von Qlik geförderten Organisationen MedAir und WeSeeHope. Die Entscheidung, welche Organisationen wie unterstützt werden, obliegt direkt dem Vorstandsvorsitzenden und wird im Unternehmen auch klar und transparent kommuniziert.

In welcher Weise kommt Qlik Mitarbeitern entgegen, die sich selbst sozial engagieren möchten?

Die Einbeziehung von Mitarbeitern in soziale Projekte wird in unserem Unternehmen groß geschrieben – allen soll ermöglicht werden, ihre Tätigkeiten in CSR-Projekten mit ihren beruflichen Verpflichtungen im Unternehmen zu vereinbaren. Mitarbeiter, die sich sozial engagieren, bekommen bei Qlik zum Beispiel einen Sonderurlaubstag zugesprochen. Auch finanziert Qlik interessierten Mitarbeitern einmal im Jahr eine Projektreise in hilfsbedürftige Regionen – darunter fällt zum einen der Flug, zum anderen aber auch die logistische Vorbereitung wie Impfungen und ein kulturelles Briefing, das emotional und körperlich auf die Auslandsreise vorbereiten soll.

Sie haben die Hilfsorganisation WeSeeHope in Deutschland gegründet – was hat Sie dazu motiviert?

Bevor ich auf einer internen Veranstaltung von Qlik auf die Hilfsorganisation WeSeeHope, die es zu der Zeit nur in UK gab, aufmerksam geworden bin, habe ich mich bereits im privaten Umfeld sozial engagiert und an Spendenaktionen teilgenommen. Überzeugt von den Hilfsprojekten wollte ich mir vor Ort selbst einen Eindruck verschaffen: 2013 nahm ich deshalb an einer Projektreise nach Malawi in Afrika teil, die vom Unternehmen unterstützt wurde – und auf der ich die Hilfsbedürftigkeit der dort lebenden Menschen zu spüren bekam. Das inspirierte mich und so gründete ich nur ein Jahr später, 2014, WeSeeHope in Deutschland. Seitdem unterstützen wir als „Schwester-Organisation“ von WeSeeHope in UK und als eingetragener Hilfeverein HIV- und Aids-Waisen in Süd- und Ostafrika und erreichen mit unseren Spenden mittlerweile fast 60.000 Kinder in 222 verschiedenen Gemeinden Afrikas. Dabei setzen wir auf das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“: Unsere Projekte sollen also so nachhaltig konzipiert sein, dass sie sich nach drei Jahren selbst tragen und wir die finanzielle Unterstützung einstellen können.

Gibt es eine Erfolgsgeschichte in Ihrer Projektarbeit, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Auf meiner Projektreise nach Malawi durfte ich das Village Investors Programme kennenlernen, mit dem wir im Sinne der Nachhaltigkeit den größten Erfolg erreicht haben. Ein Großteil der ländlichen Bevölkerung in Afrika lebt von durchschnittlich 1 US-Dollar pro Familie – was fehlt, ist ein grundlegendes Know-how rudimentärer Wirtschaftsprozesse. Das Prinzip einer Sparkasse oder Volksbank beispielsweise, wie wir es kennen, gibt es dort nicht. Um das zu ändern, bringen wir regelmäßig die zehn vorgesetzten Frauen des Dorfes zusammen und führen die elementarste Form eines Sparkassenprinzips ein: Jede Familie des Dorfes verpflichtet sich seither dazu, in der Woche einige Cent in eine Spar- und Sozialkasse einzuzahlen. Das gesammelte Geld wird dann zum Aufbau eines Wirtschaftskreises genutzt. Jede Familie, die einen Projektvorschlag macht, muss zunächst einen Kreditantrag stellen, über den der Gemeinderat entscheidet. So haben wir mittlerweile einen Schreiner, einen Ziegenhirten, einen Landwirt und einen Fischverkäufer – und damit einen rudimentären Wirtschaftskreislauf etabliert. Mit dem Ergebnis: Die Familien der Gemeinde haben im Schnitt ihr Grundeinkommen von ehemals 1 US-Dollar auf heute 3 US-Dollar pro Tag verdreifacht.

Wie können unternehmensspezifische Fähigkeiten von Qlik, also Visual Analytics-Software, zu den CSR-Bemühungen des Unternehmens beitragen?

Unsere Software kann, je nach Art und Weise ihres Einsatzes, in Hilfsprojekten Großes leisten – das sehen wir auch bei WeSeeHope: Alle Zahlen, die ich Ihnen in diesem Interview nenne, entstehen ja erst aus dem Tracking und der Analyse unserer Projekte und können Fragen beantworten wie: Wie viele Kinder haben wir in der Betreuung? Wie viel Geld müssen wir wo einsetzen? Wie viele Kapazitäten müssen wir noch schaffen? Unsere Projektarbeit wird dadurch nicht nur effizienter, sondern intern wie extern transparenter – das schafft natürlich auch Vertrauen bei unseren Spendern und Investoren. Die jeweiligen Apps, die zum Einsatz kommen, sind natürlich auf die Art des jeweiligen Einsatzes ausgerichtet und sehen bei der Arbeit in Afrika anders aus als bei der Spendenverwaltung hier in Deutschland.

Wie machen Sie in der Öffentlichkeit auf Ihre Projekte aufmerksam?

Da unsere Organisation erst 2014 gegründet wurde, läuft natürlich noch viel über Mund-zu-Mund-Propaganda. Seit diesem Jahr haben wir aber eine Mitarbeiterin, die uns eine Website eingerichtet hat und unsere Facebook-Seite wöchentlich bespielt. Facebook ist extrem wichtig für uns, weil wir hier sehr hohe Nutzerzahlen und eine dementsprechend große Verbreitung unserer Inhalte sehen. Kürzlich gab es zum Beispiel eine Adventsaktion mit unseren Mitgliedern. Dank der Analysemöglichkeiten von Facebook konnten wir sehen, dass sich unser Facebook-Traffic seit unserem Beginn bis jetzt versiebenfacht hat – das geht also wirklich schnell. Heute läuft einfach viel über die sozialen Medien.
Gleichzeitig werden wir im kommenden Jahr verstärkt auch Geschäftspartner von Qlik über die bestehenden Netzwerke und die Business-Partnerschaften im Umfeld ansprechen.
Unser Verein zählt mittlerweile etwa 100 Mitglieder, im nächsten Jahr haben wir uns 500 zum Ziel gesetzt – und wir sind optimistisch.

Bei Interesse findet ihr weitere Informationen zu WeSeeHope unter www.WeSeeHope.de.

Unser Interview zeigt, wie CSR-Projekte und deren Kommunikation in der Praxis aussehen können – aber was sagt eigentlich die Theorie? Sina Ostermann von der Uni Hohenheim geht in ihrem Artikel „Werbung vs. PR?
Bei CSR-Kommunikation bleibt die Botschaft das A und O“ genau dieser Frage nach.

Zum Artikel der Uni Hohenheim

Ausgezwitschert? Mit unserem Guide gelingen eure Tweets

Seit einiger Zeit werde ich von meinen Kollegen in der Agentur ehrenvoll „Die Twitter-Prinzessin“ genannt. Diesen Titel trage ich seither mit Stolz, mein Krönchen erhobenen Hauptes. Da ich seit Beginn meines Traineeships jeden Morgen auf’s Neue mit Freude – und offensichtlich auch mit Erfolg – die Social-Media-Kommunikation meiner Kunden übernehme, habe ich mittlerweile ein Gefühl dafür entwickelt, wie es sich am schönsten „zwitschern“ lässt. Und worauf es bei der Kommunikation über den Kurznachrichtendienst Twitter, der in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag feiert, ankommt.


10-jähriges Jubiläum und die Krönung zur Prinzessin – Grund genug, um mich in meinem neuen Blogbeitrag Twitter zu widmen, oder? Erfahrt im Folgenden, wie ihr die Plattform bestmöglich nutzt, um die Sichtbarkeit und den Erfolg eurer Kunden zu steigern.

Twitter – Plattform der gesellschaftlichen Kommunikation

Wachstum vorbei, Aktie im Keller, rote Zahlen in der Bilanz – geht es Twitter wirklich so schlecht? Und hat sich das blaue Vögelchen langsam aber sicher ausgezwitschert? Im Gegenteil: Heute trällern Twitter-Nutzer lauter und zahlreicher denn je. Laut eines ZEIT-Artikels von März 2016 bewegen sich jeden Monat etwa 800 Millionen Menschen weltweit auf Twitter – die Zahl der Nutzer in Deutschland beläuft sich auf immerhin 12 Millionen.
Da gibt es zum einen die privaten Nutzer, die sich mit anderen über ihr Leben oder die Politik austauschen möchten. Politiker wie Donald Trump, die im Wahlkampf weitere Anhänger gewinnen möchten – und diese auf peinliche Weise mit Millionen von Fake-Accounts simulieren. Die Polizei, die Bürger in Notfallsituationen per Live-Tweets über die Gefahrenlage informiert,…

Und dann gibt es da noch eine Vielzahl an Unternehmen, die Twitter in ihre Marketing-Strategie integriert haben. Der Anbieter von IT-Lösungen rund um Social Marketing Audience, ehemals SocialBro, geht davon aus, dass 57 % der Unternehmen weltweit heute doppelt so viel Zeit in Twitter-Aktivitäten investieren als noch vor zwei Jahren – ein Beweis dafür, dass Twitter-Accounts nicht einfach mal eben erstellt und bespielt werden können.
Um auf Twitter erfolgreich zu sein, brauchen Unternehmen eine Strategie und ein Ziel – und genau hier kommt PR ins Spiel, mit der wir unsere Kunden tagtäglich unterstützen.

Hashtag, Handle und URL – Einführung in die Tweet-Grammatik

Bevor es für Unternehmen sprichwörtlich ans Eingemachte geht – also die Generierung von Content und die Erstellung der Tweets – sollten sie zunächst einen passenden Rahmen dafür schaffen. Und damit ist kein anonymes sondern persönliches Profi gemeint, das dem Unternehmen ein Gesicht verleiht. Wie das geht? Ein guter Twitter-Name, der nicht zu lang sein sollte, ist sicherlich ebenso wichtig wie die Bestückung des Profils mit Fotos – egal ob Firmenlogo, Foto eines Unternehmenssprechers oder Werbebanner mit Hinweisen auf anstehende Events oder Webinars: Follower benötigen ein Bild vor Augen, das eine persönliche Beziehung zum Unternehmen zulässt. In einer Kurzbiographie können Unternehmen weitere Informationen etwa zu Standort, Spezialgebiet und Dienstleistung von sich preisgeben – und das in gerade einmal 160 Zeichen. Hier gilt also: In der Kürze liegt die Würze!

Nehmen wir also an, der Twitter-Account ist fertig und hat bereits einige Follower gewinnen können. Was passiert dann? Dann gilt es, die bestehenden Follower zu halten und neue hinzuzugewinnen – doch das geht nur mit der richtigen Kommunikation. Grundsätzlich bietet Twitter die Möglichkeit, persönliche Nachrichten zu verschicken und Follower gezielt und individuell anzusprechen.

In den meisten Fällen verläuft die Kommunikation aber über Tweets, die auf lockere und lustige Weise auf qualitativ hochwertigen Content verweisen und im besten Fall täglich gepostet werden. Der Tipp, dass ein Tweet wie eine knackige Überschrift formuliert sein soll, um das Interesse für den beigefügten Link zu wecken, reicht als Hilfe oftmals nicht aus – wo finden URL, Hashtags und Handles ihren Platz? Und zu welcher Tageszeit haben Tweets die beste Aussicht auf Erfolg? Ein Tweet-Handbuch mit den vier wichtigsten Punkten:

1. Inhalt und URL:

Von themenrelevanten, aktuellen Artikeln, Pressemeldungen und Events des Unternehmens bis hin zu Webinars – die Inhalte, auf die sich Tweets beziehen können, sind vielfältig. Meinungsäußerungen zu aktuellen, unternehmensbezogenen Themen, mit denen Unternehmen Profil zeigen können, kommen in der Regel gut an. Zu viele werbliche Inhalte lassen den Twitter-Account dagegen als billigen Promotions-Kanal erscheinen, der die Zahl der Follower schnell minimiert – der Mehrwert für Follower muss also immer klar ersichtlich sein. Dazu gehört auch, dass nur solche Fragen in Tweets gestellt werden, die es auch wert sind, beantwortet zu werden.Wo aber soll nun die URL stehen? Einer Studie von Audience zufolge versprechen Tweets, in denen die URL mittig platziert ist, den größten Erfolg – und werden 26 % häufiger retweeted als solche, in denen die URL am Anfang oder am Ende steht.

 

2. Hashtags und Handles:

Jeder Tweet sollte mindestens einen Hashtag enthalten, der in Verbindung mit dem jeweiligen Themenbereich steht. Denn: Durch Hashtags, die Begriffe universell verknüpfen, kann ein Tweet leichter gefunden werden – sofern Follower diesem Hashtag folgen. Je beliebter ein Hashtag und je häufiger verwendet, desto besser. Tatsächlich wurde erforscht, dass Tweets von Unternehmen, die Hashtags enthalten, 33 % häufiger retweeted werden. Und noch etwas förderte die Studie zu Tage: Hashtags, die mehr als 10 Zeichen enthalten, werden 117% häufiger retweeted, als solche mit unter 10 Zeichen. Und: Tweets von Unternehmen, die nur einen Hashtag enthalten, werden 69 % häufiger retweeted als solche mit zwei Hashtags – hier ist weniger also mehr. Wenn im Tweet auf einen Beitrag eines anderen Twitter-Nutzers hingewiesen wird, darf nicht vergessen werden, diese Quelle – also den Twitter-Namen oder das sogenannte „Handle“ – zu benennen. Hier geht es vor allem darum, dem Original-Autor Anerkennung zu schenken – und darauf zu hoffen, dass dieser den Tweet wiederum auch mit seinen Followern teilt.

 

3. Bilder:

Sie sehen nicht nur ansprechender aus, sondern werden auch häufiger retweeted: Tweets von Unternehmen, die ein Bild enthalten, haben auf Twitter mehr Erfolg als solche ohne.

4. Zeitmanagement und Interaktion:

Eines sei bereits vorweg gesagt: Ein Erfolgsrezept für das richtige Timing auf Twitter gibt es nicht. Zu zahlreich sind die Theorien, die sich nicht selten widersprechen und dazu führen, dass es eigentlich keine allgemeingültige Theorie gibt. Einige Experten gehen davon aus, dass zwischen 11.30 und 15 Uhr die beste Zeit zum Twittern ist – also dann, wenn die meisten Mittagspausen stattfinden. Wieder andere halten Wochenend-Tweets für erfolgversprechend. Grundsätzlich gilt: Ausprobieren! …und ja nicht die Spontanität von Tweets verlieren. Denn spontane Reaktion und Interaktion sind auf Twitter, das als Dialog-Medium angelegt ist, das A und O. Auch hier haben Unternehmen die Möglichkeit, Gesicht zu zeigen und zu beweisen, dass sie „echt“ sind – anstelle eines kurzen Kommentars sollte darauf geachtet werden, dass Followern etwas Wertiges angeboten wird, also bspw. ein Link zu einem themenverwandten Artikel oder Video.

Der Aufbau eines Tweets ist die eine Sache – aber wie steht es um die Kreativität? Nicht immer, und schon gar nicht früh morgens, sind wir auf Knopfdruck kreativ. Kein Problem, denn mit den folgenden Beispielen lassen sich schöne Tweets auch ganz einfach nach dem Baukastenprinzip erstellen – viel Spaß beim Experimentieren!

Tweets nach dem Baukastenprinzip – ob als Frage, Fakt oder Zitat

Der Standard-Tweet

Der Problem-/Lösung-Tweet

Der Frage-Tweet

Statistik- oder Fakten-Tweet

Befürwortungs-Tweet

Das inspirierende Zitat

Twitter-Account, Tweets und Interaktionen – zusammen müssen sie ein großes Ganzes ergeben, das in sich stimmig ist und ein authentisches Bild des Unternehmens vermittelt. Denn ein schönes Profil und knackige Tweets reichen noch lange nicht aus, um einen Twitter-Account erfolgreich zu machen. Worauf es ankommt, ist die zugrunde liegende Strategie, die in Form eines Themenplans ausgearbeitet werden kann. Dabei sollten nicht nur Schwerpunkte, sondern auch eine gewissen Regelmäßigkeit erkennbar sein.
…noch Fragen? Nein? Dann allen ein fröhliches Zwitschern!

Welche Twitter-Strategie hat bei euch am besten funktioniert – welche Art von Tweet die größte Reichweite erzielt? Ich freue mich über eure Tipps, Tricks und Erfahrungen!

Kreativ sein – jetzt!

In der Kreativbranche ist das so eine Sache: Nirgendwo hat man so viel Handlungsspielraum und so viel Gestaltungsfreiheit wie hier. Gleichzeitig verspürt man nirgendwo sonst einen solchen Druck, wenn dringend eine zündende Idee gefragt ist – sie einem aber einfach nicht in den Sinn kommen mag. Oder wenn ein Artikel in kürzester Zeit geschrieben werden muss, aber klare Gedanken und ein kreativer Ansatz fehlen.

Gerade im PR-Alltag finden wir uns häufig in Situationen wieder, in denen Kreativität auf Knopfdruck gefragt ist – aber ist das überhaupt möglich? Kann ein Mensch täglich ununterbrochen kreativ sein? Und wenn ja, woher nimmt er die Inspiration? Lässt sich Kreativität trainieren?

Coolness-Faktor Kreativität

Fakt ist: Kreativität ist heute gefragt wie nie, kreativ sein ist „in.“ Ob Agenturen – die sich kreativen Inhalten von Berufs wegen verschrieben haben – Unternehmen, Gastronomie oder Privatpersonen – alle möchten Kunden und Bekannte mit kreativen Inhalten begeistern. Es genügt schon allein, sich die steigende Zahl an Start-Ups anzusehen, die mit vermeintlich immer neuen und noch innovativeren Ideen den Markt zu erobern versuchen. Oder noch weiter gefasst die gesamte Hipster-Szene, die sich nicht nur in einer bestimmten Haltung, Musikrichtung und einem speziellen Kleidungsstil niederschlägt, sondern auch in der Gestaltung von Kneipen und Cafés – hier ist alles irgendwie außergewöhnlich, hip, anders,…kreativ eben. Handy-Apps wie Pinterest erfreuen sich heute großer Beliebtheit, weil sie uns eine Anleitung zum Kreativ sein geben – und dazu, uns mit Außergewöhnlichem selbstbewusst von der Masse abzuheben.

Eine Anleitung für kreatives Schaffen gibt es leider nicht immer. Kreativität setzt ja gerade voraus, dass wir uns frei machen von vorgefertigten Mustern und in neuen Zusammenhängen denken.

In der Wirtschaft versucht man, Kreativität mit einer ganz bestimmten Methode zu fördern: “Design Thinking“ wird mittlerweile den meisten ein Begriff sein. Von einer Innovationsagentur erdacht, unterstützt die Design-Thinking-Methode bei der Ideenfindung und richtet sich dabei klar auf die Bedürfnisse des Nutzers aus – eine Vorgehensweise, die sonst eben im Design-Bereich üblich ist.

Voller Einsatz ist gefragt

Was ist aber nun das Geheimrezept derjenigen, die in ihrem Beruf Tag für Tag kreative Leistungen erbringen müssen oder wollen? Bevor man das beantworten kann, sollte man zunächst verstanden haben, wie kreative Menschen arbeiten – und was es konkret bedeutet, „kreativ“ zu sein.

Kreativität hat viele Gesichter: Wer kreativ ist, betrachtet Dinge aus einem anderen Blickwinkel, stellt ungewohnte Zusammenhänge her, wählt eine unübliche Form der Darstellung oder erschafft schlichtweg etwas Neues – egal ob es sich dabei um ein Gemälde, einen Text, eine neue Geschäftsidee oder eine unkonventionelle Problemlösung handelt. Worauf es aber ankommt: Kreativ ist eine Idee oder ein Produkt erst dann, wenn es auch als positiv oder wertvoll erachtet wird – kreativ ist in einer PR-Agentur also der, dessen Ideen gut beim Kunden ankommen? Stimmt nicht ganz: Er ist es erst dann, wenn seine Ideen auch umsetzbar sind.

Kreativität bedeutet auch, dass wir Fantasie und Logik, Vorstellungskraft und folgerichtiges Denken miteinander verbinden – und unser Gehirn dabei ganzheitlich einsetzen. Beide Gehirnhälften sind hier gefragt: Das digitale, von Rationalität und Logik geprägte, Denken einerseits und das analoge und bildhafte Denken andererseits. Kein Wunder, dass es uns nicht immer leicht fällt, kreativ zu denken.

Gedanken kommen und gehen, ohne dass wir einen erheblichen Einfluss darauf nehmen können – und meistens fehlen uns die richtigen dann, wenn wir sie am dringendsten brauchen. Nicht selten fallen uns Ideen ein, wenn wir gerade am Einschlafen sind, oder unter der Dusche.

Und das ist nicht verwunderlich, denn in diesen Momenten können wir uns entspannen – und damit auch unsere Gedanken lockern. Erster Tipp also, um den kreativen Gedankenfluss anzuregen: Lernen, sich bewusst zu entspannen und loszulassen, um den Kopf frei zu schaffen für neue Einfälle. Regelmäßige Arbeitspausen sind wichtig!

4 Methoden zu mehr Kreativität

Dass wir stets im richtigen Moment den richtigen Gedanken haben, ist nie garantiert. Und trotzdem gibt es Methoden, mit denen wir der eigenen Kreativität auf die Sprünge helfen können – denn es ist bewiesen, dass sie in jedem von uns schlummert. Redakteur Bar Kast von Der Tagesspiegel hat einige, selbst getestete, Strategien gesammelt – nachdem er zwei Jahre lang zum Thema Kreativität geforscht hat:

  1. Das Gehirn mit Ungewöhnlichem konfrontieren

Nur wie? Es genügt schon allein, ab und an aus der Alltagsroutine auszubrechen – und zum Beispiel mal das Fahrrad zu nehmen statt die U-Bahn, oder einen anderen Weg zu fahren als sonst. Auch das Lesen eines neuen Buchs oder einer unbekannten Zeitung kann dabei helfen, sich für das Ungewohnte zu öffnen und damit kreativer zu werden.

  1. Ins Ausland gehen und eine Fremdsprache lernen

Im Ausland braucht es nicht mehr, als einen Schritt vor die Tür zu setzten, um Ungewohntes zu erleben – und damit seine Wahrnehmung und sein Denken zu stimulieren. Auch die fremde Sprache beeinflusst unser Denken auf positive Weise und kann dazu beitragen, unsere Gedanken zu lockern. Tatsächlich schneiden Menschen, die länger im Ausland gelebt haben, in Kreativitätstests besser ab als andere, wie Adam Galinsky von der Columbia University zeigt.

  1. Brainstorming? Nicht so gut wie sein Ruf

Wenn ein Team gemeinsame Ideen sucht, ist die erste Herangehensweise meist: Ein Meeting zum Brainstorming einzuberufen. Dabei haben zahlreiche Studien längst bewiesen, dass diese Methode wenig effektiv ist und Menschen alleine oftmals auf mehr und bessere Gedanken kommen als in der Gruppe. Grundsätzlich gilt: Wenn Brainstorming, dann mit einem Moderator, der für einen produktiven Gedankenaustausch sorgt.

  1. Freude am Austausch in der Gruppe

Kreativität, vor allem in der Gruppe, gründet auf einem gelungenen, zwischenmenschlichen Austausch – denn erst dann, ist das Team mehr als nur die Summer der Einzelnen und in der Lage, kreative Ideen zu entwickeln.

Zusammenfassend kann ich sagen: Ja, ich nehme gerne auch mal das Fahrrad zur Abwechslung und ja, ich war bereits mehrmals im Ausland und habe gleich mehrere Fremdsprache gelernt. Ich tausche mich gerne mit meinen Kollegen aus, mache mir aber auch in Ruhe meine eigenen Gedanken. Und trotzdem gibt es Kreativitätsflauten in meiner täglichen Arbeit…ein Trost bleibt mir immerhin: In der Forschung besagt die „Zehn-Jahres-Regel“, dass im Schnitt rund zehn Jahre intensiver Einarbeitung nötig sind, um es in einer Branche zur kreativen Könnerschaft zu bringen – na dann bleibt mir ja noch etwas Zeit!

Kreativität „auf Kommando“ – ist das auch in Eurem Job gefragt? Und wenn ja, wie geht Ihr mit solchen Situationen um? Ich freue mich über Eure Kommentare!