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Alle Jahre wieder: die Maisberger Weihnachtsfeier

Zugegeben: Der Dezember ist vorbei und damit ist das Thema Weihnachten auch bei den allermeisten durch. Solange, bis es dann ganz unerwartet und zu einem ungünstigen Zeitpunkt (wie jedes Jahr 😉 ) wieder auftaucht und die allgemeine Geschenke-und-wir-müssen-besinnlich-und-entspannt-sein-Panik aufkommt. Bis dahin ist aber noch ein bisschen Zeit. Deshalb soll es hier um eine Besonderheit des Dezembers gehen: Die alljährliche Weihnachtsfeier!

Und das Wörtchen „Weihnachtsfeier“ ist bei Maisberger mit zwei Traditionen versehen:

  1. Keiner weiß, was an diesem Tag passiert. Unsere Geschäftsführerin Frau Faderl plant unter höchster Geheimhaltungsstufe einen kompletten Tag mit Spiel, Spaß und Essen.
  2. Die Maisberger-Weihnachtspeinlichkeit: Hier dürfen sich alle Neulinge als Einstand in die Agentur einen kleinen kreativen Auftritt ausdenken, der die Kollegen erheitert und für die Newbies – wie der Name schon vermuten lässt – tendenziell etwas zu Schamesröte führt. 😉

Top Secret!

Aber nun alles Schritt für Schritt: Wenn es auch bei Maisberger langsam Winter wird, ist irgendwann der Tag gekommen, an dem jeder Mitarbeiter eine Mail mit dem Betreff „Weihnachtsaction“ im Postfach findet. Darin: allerlei Informationen dazu, welche Kleidung für den Tag empfehlenswert ist, wann es los geht und wann es zurückgeht – mehr allerdings nicht: Wo es denn hingeht und was an dem ominösen Ort geplant ist, bleibt geheim. So auch dieses Jahr: Am Tag der Weihnachtsfeier standen alle Maisbergers, ausgestattet mit Mütze, Handschuhen, Wanderschuhen und Skikleidung, vor der Agentur und warteten – noch immer völlig ahnungslos – auf den Bus. Nach einer Stunde Busfahrt war zumindest der Ort der Maisberger-Weihnachtsaction klarer: Es ging an den Schliersee. Das Wetter war auf unserer Seite und wir stärkten uns erst einmal für den Nachmittag.

Nach dem leckeren Mittagessen kam endlich die lang ersehnte Auflösung: Wie zu erwarten sollte es sportlich werden: Crossgolf stand auf dem Plan! So schnallten wir uns alle die Schneeschuhe an, schnappten uns Schläger und versuchten uns mehr oder minder erfolgreich an einem professionellen Abschlag. An manch einem ist wohl tatsächlich ein Golf-Profi verloren gegangen, manch anderer aber war schon froh, wenn er den Ball auch nur traf.

Um den Schwierigkeitsgrad noch etwas zu erhöhen, war neben dem Erreichen der verschiedenen Golflöcher, auch die ein oder andere kniffelige Team-Aufgabe zu lösen. Nach der sportlichen Betätigung konnten wir uns am Feuer aufwärmen und mit Glühwein und Punsch stärken.

Das Highlight des Abends

Nach dem anstrengenden Nachmittag hatten wir uns einen gemütlichen Ausklang des Tages verdient: Bei Käsefondue und traditionell bayerischer musikalischer Untermalung tauschten wir die Erlebnisse des Nachmittages aus und die Kollegen warteten gespannt auf den Höhepunkt des Abends: Die Weihnachtspeinlichkeit! Die Idee war, dass wir Newbies uns auf verschiedene Stellen beim Weihnachtsmann mit unserem No-Talent bewerben: beim Geschenke-Einpack-Service, in der Weihnachtsbäckerei oder im weihnachtlichen Orchester. So führte jeder mit großer Hingabe sein nicht-ganz-vorhandenes Talent vor, was zu mancher Erheiterung beitrug. 😉

Wie jedes Jahr hat der Einstand der „Neuen“ bei Maisberger für viele Lacher gesorgt und wird sicherlich auch auf der kommenden Weihnachtsfeier ein Highlight sein, wenn es wieder heißt: Alle Jahre wieder auf zur Weihnachtsfeier mit Weihnachtspeinlichkeit!

Gibt es auch bei euch „Traditionen“ auf Firmenfeiern? Wie sehen diese aus?

Geisteswissenschaften im Gepäck – PR als Ziel

Geisteswissenschaften im Gepäck – PR als Ziel

#WriteYourWay! Diese Einstellung hatten auch und Daniela Dlauhy und Stefanie Köhr – zwei Maisbergerinnen, die im dritten Beitrag unserer neuen Blogreihe zu Wort, beziehungsweise zu Stift, kommen. Beide haben einen geisteswissenschaftlichen Hintergrund, Lehramt spielte bei beiden eine Rolle und doch sind ihre Wege in die PR unterschiedlich verlaufen.

In unserem ersten und zweiten Blogbeitrag habt ihr schon vier Maisberger und deren Einstiegsgeschichten vorgestellt bekommen – doch unsere Agentur hat noch weitere spannende und faszinierende Wege in die PR zu bieten, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Man schnappe sich zwei Kollegen – in diesem Fall Kolleginnen – nehme sich etwas Zeit und befrage sie zu ihrem Werdegang. Nachdem ich die erste Scheu abgelegte und in die Rolle des Interviewers hineinfand, habe ich schnell gemerkt, dass diese Blogreihe ein schönes Mittel ist, um Kollegen besser kennen zu lernen und mehr über deren Leben zu erfahren. Doch wie sind nun Daniela und Stefanie zur PR gekommen?

Erste Berufswünsche und die Wahl des Studiums

Danielas erster Berufswunsch, nämlich Lehrerin zu werden, stammt aus Grundschultagen – sie hatte tatsächlich Spaß daran, Proben zu erstellen und diese dann zu benoten, mit Hilfe unterschiedlicher Stempel. Diesen Wunsch legte sie im Verlauf der weiteren Schulzeit jedoch bald wieder ab und setzte bei der Wahl ihres späteren Studiums eher auf das Ausschlussprinzip: Auf jeden Fall NICHT Jura, Medizin oder Lehramt. „Sprachen haben mich fasziniert, Kultur und Politik auch – ich war vielseitig interessiert und wollte mich nicht auf ein Fach festlegen“, sagt Daniela. So fiel ihre Entscheidung auf European Studies. In diesem Studiengang war sie nicht auf ein Thema fokussiert, sondern konnte sich mit unterschiedlichen Dingen beschäftigen und auch ihrer Leidenschaft für Sprachen (v.a. Französisch) und für andere Länder nachgehen. Auch Stefanie war von Sprachen begeistert und das schon während ihrer Schulzeit. Neben Englisch, entschied sie sich am Gymnasium deshalb dazu, auch Französisch und Spanisch zu lernen. Später schlug sich ihr Interesse in der Leistungskurswahl nieder: Deutsch LK sollte es sein. Aber auch nach der Schule blieb diese Begeisterung bestehen. „Ich spielte mit dem Gedanken, Kommunikationswissenschaften zu studieren und bewarb mich sogar für den Studiengang“, erzählt Stefanie. Dennoch warf sie den Plan, in die Kommunikationsbranche einzusteigen, über Bord – zumindest fürs erste – und schrieb sich am Ende für Lehramt mit der Fächerkombination Deutsch, Geografie und Wirtschaft ein.

Es wird konkreter: Der Einstieg in die PR

„Eigentlich bin ich auch über das Ausschlussprinzip in die Kommunikation gekommen“, sagt Daniela, „genauer gesagt über verschiedene Praktika im Kulturbereich, in der Politik, im Marketing und in der Kommunikation, in Montpellier, Berlin, Strasbourg und New York.“ Grinsend schließt sie an: „Ich bin viel rumgekommen.“ Bei Arte hatte sie erste Berührungspunkte mit PR. Hier hatte sie erstmals Kontakt mit Journalisten, verfasste Pressetexte und erstellte Themendossiers. Bei BMW lernte sie unternehmensseitige Marketing- und Kommunikationsarbeit kennen – und erkannte, dass der Einstieg in die Kommunikation für sie über eine Agentur der bessere ist. „Mich hat die Arbeit in einer Agentur mehr gereizt: Erstens ist sie kreativer. Zweitens arbeitet man nicht nur an einem Thema oder einem Projekt, sondern für mehrere Kunden und nutzt damit einfach mehr Maßnahmen aus dem Werkzeugkasten der Kommunikation. Da ist sie wieder, die Vielseitigkeit, die mich reizt.“ So ist Daniela als PR-Trainee zu Maisberger gekommen und ist mittlerweile erfahrene Beraterin im Human Centered Communications Team. Auch Stefanie hatte ihren ersten Einstieg in die PR bei Maisberger – in diesem Fall als Praktikantin. Nach dem Studium war ihr klar: „Mein Interesse für Kommunikation ist immer noch da und stärker als der Wunsch, Lehrerin zu werden.“ So hat sie angefangen sich durch das Word Wide Web zu googlen und sich bei verschiedenen Agenturen zu bewerben. „Das Gespräch bei Maisberger war so nett und sympathisch (lacht), deswegen habe ich hier die Praktikumsstelle angenommen.“ Nach einem kurzen Abstecher nach ihrem Praktikum in eine andere Agentur, kam sie im Sommer 2014 zurück zu Maisberger und ist seitdem als Beraterin fester Teil des IT-Teams.

Der Einstieg in die PR ist fast geschafft – doch welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Nachdem ich einiges über das Leben der beiden erfahren habe, wollte ich noch wissen, was ihrer Meinung nach wichtig ist, um im täglichen PR-Geschäft zurecht zu kommen. Daniela meinte sofort: „Textstärke, nach wie vor bzw. mehr denn je, und Aufgeschlossenheit. Mit Aufgeschlossenheit meine ich nicht nur eine extrovertierte und kommunikative Persönlichkeit, sondern auch Offenheit gegenüber Themen. Wir müssen die verschiedensten Themen unserer Kunden wiedergeben – auf diese muss man sich einlassen, damit man sie erklären kann. Dazu braucht es auch Anpassungsfähigkeit und Flexibilität – wir PR-Berater sind schon ein bisschen Chamäleons. Das wichtigste aber: Empathie. Als Berater muss man Empathie für den Kunden entwickeln, man muss sich in jeden Kunden eindenken und einfühlen können. Nur so kristallisiert sich heraus, wie der jeweilige Kunde tickt, was ihm wichtig ist, wie er von uns wiedergegeben und von anderen wahrgenommen werden möchte.“ Für Stefanie ist eine sehr gute Selbstorganisation eine entscheidende Eigenschaft, die man für diesen Beruf mitbringen muss. „Wir haben meist viele Aufgaben gleichzeitig auf dem Tisch, die erledigt werden müssen. Hier gilt es Prioritäten setzen zu können“, so Stefanie. Außerdem wichtig: Kreativität, diplomatische Fähigkeiten und das Interesse für komplexe Themen – letzteres spielt besonders hier bei Maisberger eine entscheidende Rolle, denn Robotik, IoT oder Storage sind das Daily Business.

Nachdem die beiden mir die wichtigsten Eigenschaften aufgelistet hatten, stellte ich Ihnen eine, wie sie meinten, letzte „fiese“ Frage (Stefanie: „Du kannst vielleicht Fragen stellen!“ – ja, mach ich gerne 😉 ): Welche Eigenschaften zeichnen euch für die PR aus? Daniela sagt, dass sie wohl über die oben bereits angesprochene Empathie verfügt, Stress und Druck gut aushält und einen sehr guten Überblick über die vielen Kunden und Projekte in ihrem Team behält. Stefanie ist ein Organisationstalent. Sie schafft es, aktuelle Aufgaben zu erledigen und auf dem Schirm zu behalten, während sie gleichzeitig proaktiv nach neuen Aufgaben sucht. Nachdem die beiden auch diese letzte „fiese“ Frage beantwortet hatten, war das Interview zu Ende und ich stand vor den Fragen: Erstens, wie soll ich anfangen und alles in einem Beitrag unterbringen?! Zweitens und entscheidender: Was lerne ich daraus? Ich konnte auf jeden Fall  zwei Kolleginnen von einer anderen Seite kennenlernen (empfehle ich übrigens jedem: interviewt mal eure Kollegen, ihr werdet spannende Dinge erfahren) und: Es gibt nicht den einen, richtigen Weg in die PR!

Tipps für PR-Neulinge:

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Empathie entwickeln – Überraschung! 😉 Das kann man nicht früh genug lernen. Und: Nimm am Anfang so viel mit, wie es nur geht, damit du dich später spezialisieren kannst. Beraten, texten, planen, kreieren, organisieren – unser Job ist so vielseitig, wir können so viel machen. Finde heraus, wo deine Stärken liegen und wo du dich hin entwickeln willst! – Daniela

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Durchbeißen ist wichtig. Am Anfang fühlt sich jeder etwas überfordert, z.B. aufgrund des Vokabulars: Clippings, Reportings, Calls oder Thought Leadership Articles. Zudem sollten gerade PR-Neulinge lernen zu priorisieren – das ist in einer solch schnelllebigen Branche, wie der PR das A und O. – Stefanie

Was habt ihr studiert, bevor ihr in die PR gekommen seid? Wir freuen uns auf eure Antworten!

Maisberger im Wandel der Zeit: Ein Interview mit einer langjährigen Mitarbeiterin

Die Arbeitswelt hat sich gerade für Mitarbeiter in den letzten Jahren stark verändert – was gestern noch á la mode war, ist heute schon wieder veraltet. So wechseln Arbeitnehmer heute ihren Arbeitgeber beispielsweise deutlich häufiger, als noch vor einigen Jahren. Jene Mitarbeiter, die über eine lange Zeit bei einem Unternehmen bleiben, sind selten geworden – und für die Unternehmen selbst, aber auch für die Kollegen ein wahrer (Wissens-)Schatz. Welche Geschichten haben sie zu erzählen? Welchen Wandel und welche Veränderungen haben sie an ihrem Arbeitsplatz erlebt? Wir haben uns bei Maisberger auf Schatzsuche begeben und sind fündig geworden: Maisberger-Urgestein Emma Deil!

Emma, wie lange bist du schon bei Maisberger?

Ich arbeite hier seit 21 Jahren.

Erinnere dich an deinen ersten Arbeitstag und blicke auf deinen heutigen: Was sind die ersten drei Dinge, die dir einfallen, die sich massiv verändert haben?

In meinen ersten Wochen wurde darüber diskutiert, ob überhaupt jeder Mitarbeiter eine eigene E-Mailadresse braucht – das ist heute undenkbar!

Die Pressemitteilungen wurden noch ausgedruckt und per Hand eingetütet. Mit Briefmarken mussten wir die Umschläge nicht versehen – dafür gab`s eine extra Frankiermaschine.

Heute „pitchen“ wir bei Redakteuren oder wir gehen zu potenziellen Kunden und „pitchen“ mit schicken Präsentationen. Das Wort „pitchen“ gab es zu Beginn meiner Maisberger Zeit noch nicht in dieser Bedeutung. Redakteure haben wir angerufen, um Themenideen vorzustellen. Vor ziemlich genau 20 Jahren ging es dann damit los, dass wir zu Akquiseterminen oder Treffen  DIN A5-Ledermappen mit feinsäuberlich ausgedruckten Folien mitgenommen haben, um die Agentur und unsere Arbeit besser präsentieren zu können.

Wie viele “Büroumzüge” hast du mit gemacht und was hat sich dadurch geändert?

Der erste Umzug war von der Hackenstraße in die Kirchenstraße. Im Büro in der Hackenstraße hatten wir dunkles Parkett, das bei jedem Schritt knarzte, und winzige Büroräume mit kleinen Fenstern. Das Büro in der Kirchenstraße war dann neu und modern – mit raumhohen Fenstern und einer hellen, freundlichen Atmosphäre.

In der Kirchenstraße sind wir dann ein weiteres Mal umgezogen – in das Gebäude nebenan.  Hier gab es keine einzelnen Büros mehr, sondern ein Großraumbüro pro Etage.

Dann kam der dritte Umzug der Agentur in unser heutiges Großraumbüro in der Claudius-Keller-Straße. Seither haben wir flexible Arbeitsplätze.

Wie hat sich die Arbeitsweise über die Zeit hinweg verändert?

Zu Beginn meiner Zeit in der PR haben wir generell mehr mit Journalisten telefoniert. Was damals aber bei Maisberger schon super war: Wir haben nicht jeder einzelnen Pressemitteilung hinterher telefoniert – das war in anderen Agenturen durchaus noch Gang und Gebe. Heute dagegen sind der Kontakt über E-Mail und die digitalen Kanäle sehr viel wichtiger. Durch die neuen Kanäle hat sich auch der Kontakt zu den Kunden weiterentwickelt – gerade im internationalen Bereich. Insgesamt haben regelmäßige Update-Calls und  standardisierte Reportings heute einen höheren Stellenwert.

Der Ausschnittdienst für Printmedien war quasi das „Echtzeit-Monitoring“ und das Internet hat sich erst langsam als Recherche-Tool entwickelt! Jeder musste fest im jeweiligen Thema verankert sein und wir waren auf Freieinweisungen der Verlage angewiesen.

Verhältnis von Männern und Frauen in der PR: Hat sich deiner Meinung nach der Frauen-/Männeranteil über die Jahre verändert?

In der Agentur gab es damals wie heute mehr Frauen – im Moment sind es vergleichsweise viele Männer.

Was war dein ehrwürdigster Moment mit den verschiedenen Geschäftsleitungen, die du miterlebt hast?

Mein Vorstellungsgespräch mit Paul Maisberger hatte ich in einer Vinothek in der Nähe vom Münchner Hauptbahnhof.

Beim Maisberger Wochenende in Athen – das war 2000 ­– war ich mit Christian Kvech zusammen in einem Team für die Stadtralley. Insgesamt waren es drei oder vier Teams.

Herr Pschera und ich hatten gemeinsam die ehrenvolle Aufgabe, auf Burg Frankenstein bei der Jubiläumsfeier eines Kunden die Agentur zu vertreten.

Mit Frau Faderl ergeben sich oft Gelegenheiten für Gespräche – in der Agentur, auf Feiern oder bei Ausflügen.

Vielen Dank für das Interview, Emma!

Gerade bei Agenturen ist die Fluktuationsrate in der Regel hoch. Und nicht jede Agentur kann mit Stolz von sich behaupten, dass sie Menschen beschäftigt, die über einen langen Zeitraum dort tätig sind, sämtliche Veränderungen miterleben und auch zum Wandel beigetragen haben.

Wie ist es bei euch? Welche Voraussetzungen müssten erfüllt sein, dass ihr lange bei einem Unternehmen bleiben würdet?

Und jährlich grüßt das Sommerloch!

Die Temperaturen steigen, die Eiscreme schmilzt, Ferienstimmung ist weitverbreitet, die Politiker sind in den Parlamentsferien, die Couch-Sportler müssen sich überlegen, wie sie die Fußball-freie Zeit überstehen, Kultureinrichtungen fahren ein abgespecktes Programm, Banker machen Urlaub und der DAX fällt: Es ist mal wieder soweit: Nicht täglich grüßt das Murmeltier, sondern alljährlich winkt das Sommerloch!

Der Duden definiert das Sommerloch folgendermaßen: „besonders an wichtigen politischen Nachrichten arme Zeit während der sommerlichen Ferienzeit; Saure-Gurken-Zeit.“ Auch die Spurensuche im World Wide Web bedarf nur wenig detektivisches Gespür, um sie zu finden: Diese typischen, mit nicht allzu viel Inhalt versehenen Beiträge, wie die Rettung eines Igels von der Feuerwehr. Der Spiegel hat sogar ein Best-Off der Tiergeschichte im Sommerloch erstellt und auf BBC verzweifelt ein Moderator an einer doch eher weniger die Welt bewegenden Nachricht.

Sommerloch in einer Kommunikations-Agentur?

So weit so gut! Aber was bedeutet diese Saure-Gurken-Zeit denn für die PR- und Kommunikationsarbeit? Gibt es dieses ominöse Sommerloch wirklich und wie wirkt es sich auf den Alltag in einer Agentur aus? Oder nimmt man in der Sommerzeit die lustigen Tiergeschichten einfach nur wahr, weil man eben eine eher flachere Berichterstattung erwartet? Fragen über Fragen! Begeben wir uns auf der Suche nach Antworten einmal durch die zugegebenermaßen urlaubsbedingt etwas leeren Hallen des Maisberger Büros und lassen die Kollegen zu Wort kommen:

„Eigentlich kann man das Sommerloch hier bei Maisberger gar nicht so einfach umfassen. Es gibt Tage, da ist es total ruhig im Büro und die Plätze sind wie leer gefegt und dann gibt es plötzlich wieder Momente, in denen es super geschäftig zugeht. Viele unserer Ansprechpartner auf Kundenseite verreisen logischerweise im Sommer. Weniger zu tun haben wir dadurch, finde ich, nicht, weil natürlich auch die Teams zu der Zeit mit weniger Kollegen auskommen müssen.“

Maike Schwickert

„Absprache mit Kollegen, die in Urlaub gehen ist mehr als wichtig – eine gescheite Urlaubsübergabe ist das A und O. Hilfreich ist sicher auch, sich vorher noch einmal zusammenzusetzen und die Zuständigkeiten richtig abzusprechen, sodass eine Anfrage vom Kunden nicht unerwartet kommt und keiner davon weiß…“

Marie-Therese Kroos

„Das Sommerloch nehme ich kaum wahr, bei uns gibt es immer etwas zu tun. Sollten mal alle Kunden auf einmal Urlaub machen, finden sich genug spannende Aufgaben innerhalb der Agentur. Die Website, der Blog, die Social Media Kanäle – Kein Sommerloch für mich!“

Katharina Korotcenko

So wirklich merken zumindest wir bei Maisberger das Sommerloch also nicht – und die Gurken werden in unserer Kommunikationsagentur eindeutig auch nicht sauer! Hin und wieder hat man zwar etwas ruhigere Momente, doch ist es bei weitem nicht so, dass man den Sommer über mit Eis am Pool in der Sonne sitzt – außer es ist Mittagspause und da sei jedem eine Erfrischung vergönnt!

Macht sich aber doch das Sommerloch bemerkbar, findet ihr hier Tipps, wie ihr auch diese Jahreszeit sinnvoll für eure PR- und Kommunikationsarbeit nutzen könnt.

Tipps für den Fall, dass das Sommerloch doch zuschlägt:

1.Trotz des vermeintlichen Sommerlochs auf Qualität setzen: Wer nun gutes Text- oder auch Bildmaterial liefern kann, schafft es eher in der Tagespresse Erfolge und somit Veröffentlichungen zu landen! Aber auch hier gilt: Die Themen müssen gut aufbereitet werden!

2. Die Chance der kleineren Nachrichten, die in der alltäglichen News-Flut untergehen: Auch im Sommerloch wollen die Medien Neuigkeiten und keine vielfach aufgewärmten Nachrichten. Hier schlägt die Stunde der kleineren Nachrichten: Produktweiterentwicklungen, beispielsweise, sind hier gerne gesehen.

3. Das Internet kennt kein Sommerloch! Gerade bei Social Media Auftritten muss man auch in der heißen Jahreszeit immer Up-to-Date sein – denn auch im Urlaub nutzen viele ihre Smartphones und Tablets. Das bedeutet: Verschiebt die PR-Maßnahmen in dieser Zeit stärker auf die Social Media-Kanäle und pflegt sie noch besser und regelmäßiger als sonst!

4. Gut ist, was aktuell ist: Nutzt die Zeit, um eure Verteiler zu überprüfen und zu aktualisieren, so ist eure Basis fit für die turbulentere Zeit nach dem Sommerloch.

5. Nach dem Sommerloch folgt der Herbst. Und mit ihm zahlreiche Messen, die vorbereitet werden wollen: Pressemitteilungen verfassen, Vorträge der Experten oder Seminarangebote jetzt kommunizieren – für die Vorbereitung ist das Sommerloch ideal.

Wie überbrückst du das Sommerloch? Oder: Ist das Sommerloch bei dir spürbar?

Wie funktioniert eine Social Media Kampagne?

Jeder kennt sie noch, die klassischen Werbekampagnen aus Kindheit und Jugend! Wer erinnert sich nicht an den einsam dahinreitenden Marlboro-Mann oder an die Worte „Just do it“. Mit der Zeit sind wir etwas älter geworden und auch die Kampagnen von damals haben sich von Grund auf verändert: Heute sind Social Media Kampagnen angesagt!

Der große Unterschied zwischen einer klassischen Kampagne und einer Social Media Kampagne sind die Kanäle. Die klassische Werbekampagne nutzt Plakate, Anzeigen, Flyer, Radio, Fernsehen und Printmedien. Dagegen bedient sich die Social Media Kampagne an Portalen wie Facebook, Instagram, Twitter, Youtube, Xing oder Linkedin und nutzt Social Media Aktionen, Online-Spiele, Websites und noch vieles mehr, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Den großen Mehrwert, den Social Media Kampagnen bieten ist, dass sie auf den Dialog mit (möglichen) Kunden setzen. Hier muss ein Unternehmen, eine Organisation oder Agentur lernen, auf den verschiedenen Plattformen richtig mit den Kunden zu kommunizieren. Auch sind Social Media Kampagnen viel dynamischer angelegt. Das heißt: Ein Tweet, Facebook-Post, Blog-Beitrag oder ein Youtube Video haben eine viel kürzere Lebensdauer – manchmal nur wenige Stunden – als das Plakat am Kiosk um die Ecke. Der Austausch muss also rasch erfolgen – klappt dies nicht, verliert man mit hoher Wahrscheinlichkeit das Potential, das eine Social Media Kampagne gerade durch die hohe Geschwindigkeit hat. Dieser Umstand macht Social Media Kampagnen sehr komplex – und eine sorgfältige Planung unabdingbar.

Natürlich sollten wir, als Trainees einer PR-Agentur, deshalb ganz genau wissen, wie man eine Social Media Kampagne vorbereitet und erfolgreich durchführt. Hier folgt ein kurzer Überblick über die verschiedenen Kriterien, welche man dabei durchlaufen sollte.

1. Ziel und Zielgruppe der Social Media Kampagne

  • Was ist das konkrete Ziel der Kampagne?
  • Wer soll speziell angesprochen werden?

Das muss gleich zu Beginn präzise festgelegt und formuliert werden. Damit steht und fällt eine Kampagne, denn die nachfolgenden Kriterien hängen von den Definitionen von Ziel und Zielgruppe ab. Ziele können hierbei steigende Follower Zahlen, die Bekanntheitssteigerung einer Marke oder die Etablierung neuer Produkte sein. Die Frage nach der passenden Zielgruppe ist wichtig, um sowohl Inhalte als auch Kanäle bestimmen zu können.

2. Maßnahmen und Kanäle

Hier wird festgelegt, welche Maßnahmen ihr wo ergreift, um das vorab definierte Ziel zu erreichen. Über die Auswahl der Kanäle entscheidet letztendlich, welche Zielgruppe definiert wurde. Aber: Social Media Kanäle gibt es viele, darum gilt das Motto: Weniger ist mehr! Ein Overload an Kanälen führt schnell dazu, dass es unübersichtlich wird. Fragt euch deshalb:

  • Welche Kanäle nutzt meine Zielgruppe?
  • Wie kann man diese sinnvoll aufeinander beziehen?
  • Wie oft soll auf den Kanälen ein Update durchgeführt werden?

Die ganz jungen Wilden: 14-19 Jahre

  • 92 Prozent nutzen Youtube
  • 71 Prozent nutzen Instagram aktiv
  • 67 Prozent nutzen Facebook
  • 62 Prozent nutzen Snapchat
  • 37 Prozent pinnen Bilder bei Pinterest
  • 32 Prozent twittern

Die jungen Wilden: 20-29 Jahre

  • 90 Prozent schauen Videos auf Youtube
  • 88 Prozent posten bei Facebook
  • 71 Prozent nutzen Instagram
  • 30 Prozent twittern
  • 8 Prozent nutzen Stayfriends
    asdfawöer

Die 30-39 Jährigen: Das Arbeitsleben macht sich bemerkbar:

  • 79 Prozent nutzen Youtube
  • 74 Prozent sind auf Facebook
  • 30 Prozent vernetzen sich auf Xing
  • 30 Prozent twittern
  • 19 Prozent sind bei LinkedIn aktiv
  • 16 Prozent nutzen Stayfriends

Die 40-49 Jährigen: Social Media ist nicht ganz so interessant

  • 67 Prozent nutzen Youtube
  • 63 Prozent sind auf Facebook
  • 16 Prozent nutzen Instagram
  • 21 Prozent haben Xing
  • 20 Prozent twittern
  • 16 Prozent haben Stayfriends

Die 50-59 Jährigen: Social Media Interesse nimmt weiter ab

  • 55 Prozent schauen Videos auf Youtube
  • 53 Prozent nutzen Facebook
  • 16 Prozent twittern
  • 15 Prozent sind auf Xing
  • 15 Prozent sind auf Stayfriends
  • 12 Prozent nutzen Instagram

Quelle: https://www.impulse.de/management/marketing/social-media-nutzung-altersgruppe/3654830.html

Hier noch ein Tipp: Realität vs. Einordnung von User Verhalten:

Wählt eure Maßnahmen und Kanäle entsprechend dem durchschnittlichen User Verhalten aus! Beispiel: Ihr plant eine Social Media Kampagne zu einem technischen Thema für die Zielgruppe „Männer zwischen dreißig und vierzig Jahren“. Den Personenkreis nur aufgrund des User Verhaltens auf die Zielgruppe zu beschränken, ist kaum möglich: Eine technikaffine Frau Mitte vierzig wird durch ihr User Verhalten im Internet möglicherweise als Mann Mitte dreißig wahrgenommen. Die Social Media Kampagne wird die technikaffine Frau dadurch ebenfalls erreichen – der sogenannte Streuverlust.

3. Tonalität

Ein nicht zu unterschätzender Punkt! Je nach Zielgruppe und Kanal sind die richtige Sprache und Wortwahl unterschiedlich. Man wirkt auf seine Zielgruppe nur authentisch, wenn man sie in ihrer „Sprache“ anspricht! Das bedeutet: Duzen oder Siezen? Höflicher Umgangston oder darf es auch etwas flapsiger sein? Damit wir nicht in der Theorie stecken bleiben, hier zwei Beispiele aus der Praxis:

  • Social Media Kampagne für Jugendliche: Fanta X You, hier wurde ein Video, Snapchat, Instagram und die Webpage genutzt
  • Social Media Kampagne für Erwachsene: Edeka #heimkommen, neben Youtube war Facebook der weitere Kanal

4. Last but not least: Der zeitliche Ablauf

Es gibt keine Vorschrift, wie lange oder wie kurz eine Kampagne sein muss, um erfolgreich zu sein. Man sollte aber bei der Planung bedenken, dass die Betreuung der Kampagne zeit- und arbeitsintensiv ist und die Verfügbarkeit der Mitarbeiter im Auge haben. Hier sind folgende Fragen zu beantworten:

  • Wie lange soll die Kampagne gehen?
  • Wann werden welche Tools genutzt oder zugeschaltet?

Ein Tipp hier: Bei der Auswahl der Kampagnendauer spielt das vorab definierte Ziel eine Rolle. Möchte man beispielsweise die Follower Zahl erhöhen, muss man in der Regel auf einen längeren Zeitraum setzen – von einem Tag auf den anderen erreicht man dieses Ziel nur selten.

Nun ist man gerüstet für die Umsetzung, Optimierung und Auswertung der anstehenden Social Media Kampagne. Bevor meine persönlichen Social Media Kampagnen Favoriten folgen, noch ein Tipp zum Schluss: Kommuniziere mit dem was du hast und nicht mit dem was du gern hättest!

  1. Greenpeace – VW: The Dark Sides

Der Clip zur Kampagne war auf Youtube zu finden. Zusätzlich zum Video gab es eine Gamification-Petition: Jeder, der unterzeichnete wurde ein Padawan – ein Jedi Schüler. Der Clou dabei: Wer in der Jedi-Hierarchie aufsteigen wollte, musste einen Link über die Sozialen Netzwerke teilen, sammelte man dadurch weitere Unterzeichner, erhielt  man Punkte und konnte bis zum Jedi-Großmeister aufsteigen.

  1. Red Bull – Der Stratos-Jump

Hier konnte man über Facebook, Twitter und Youtube den waghalsigen Sprung von Felix Baumgartner live verfolgen.

Was sind eure Lieblings-Social Media Kampagnen?