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Oder: Warum Clickbait unsere Kultur zerstört

Im erbitterten Kampf um den Titel „Das Nervigste, was es im Online-Universum so gibt“ liegt ja einiges ziemlich weit vorne. Kein Wunder, denn das Netz bietet eine breite Plattform für Trolle, Fakeprofile, Internet-Challenges, übermotivierte Selbstdarsteller und barmherzige Samariter, die bereits in den Startlöchern stehen um mithilfe von Likes und Shares gegen Krieg und Hass auf der Welt anzukämpfen. Doch diese können eigentlich schon einpacken. Denn: Seit einiger Zeit ist ein neuer Konkurrent auf der Spielfläche aufgetaucht – und der hat es in sich! Clickbaiting sichert sich spätestens seit dem Trendsetter heftig.de einen Platz auf dem Siegertreppchen.

 

Was Clickbait macht, ist das schrecklichste überhaupt… Hier lest ihr warum:

 

Dass Online andere Gesetze gelten als im klassischen Print, ist klar. Während der Journalist im Print vom Leitgedanken „Content is King“ getrieben ist, müssen online ganz andere und vor allem viel mehr Faktoren berücksichtigt werden, die über Erfolg oder Misserfolg von Artikeln entscheiden. Hinter bunten Teaser-Bildern und kurzen Snippets verstecken sich Inhalte, die gut beworben werden wollen. Denn nur Inhalte die aufgerufen werden, erhöhen die Zugriffszahlen und steigern auch die Werbeeinnahmen. Die kurzen Teasertexte müssen gut geschrieben sein, kurz umreißen worum es im Artikel geht. Im Idealfall lösen sie sogar eine  Emotion aus. Denn ist der User einmal emotional berührt, fällt es ihm ganz leicht auf den Link zu klicken und zum Leser zu werden.

Genau hier setzt Clickbait (zu Deutsch etwa „Klickköder“) an. Reißerische Teaser und Überschriften bewirken starke Emotionen. Psychologische Effekte, wie die sogenannte Neugierlücke („curiosity gap“), bewegen den interessierten Surfer zum Klick und bestenfalls zum Social-Share.

Das Prinzip ist uns nicht ganz fremd, denn erfunden wurde es nicht erst für das World Wide Web. Neben der Boulevard-Presse, die sich diesem Grundprinzip bedient, haben uns auch schon viele Film- und Serienmacher mit übertriebenen Cliffhangern in den Wahnsinn getrieben („Lost“ lässt grüßen.).

 

Was Facebook gegen Clickbait macht, werdet ihr nie glauben!

 

Bei – der „Mutter aller Clickbaits“ – wie basicthinking.de schreibt –  heftig.de ist der Traffic, der über Facebook auf die Website kommt besonders hoch. So hoch, dass die Seite mittlerweile auch bei IVW Online gelistet ist. Mit über 38% hält heftig.de aktuell den größten prozentuellen Page Impression Anteil der Media Partisans. Da scheint die Clickbait-Strategie wohl aufzugehen. Mit der steigenden Zahl der Online-Magazine, steigt auch der Anspruch, den Leser für sich zu gewinnen. Kein Wunder also, dass da viele andere Portale gespickt haben und ebenfalls Klickköder auslegen:

Viele User sind genervt von aufgeplusterten Überschriften und Linktiteln, deren Artikel nicht halten, was sie in der Headline versprechen und darauf reagiert jetzt auch Facebook.

„We’ve heard from people that they specifically want to see fewer stories with clickbait headlines or link titles. These are headlines that intentionally leave out crucial information, or mislead people, forcing people to click to find out the answer.”

Der Social-Media-Liebling teilte bereits im August letzten Jahres mit, dass Artikel mit Clickbait-Headlines im Newsfeed der User deutlich reduziert werden sollen:

“To address this feedback from our community, we’re making an update to News Feed ranking to further reduce clickbait headlines in the coming weeks. With this update, people will see fewer clickbait stories and more of the stories they want to see higher up in their feeds.”

Der neue Algorithmus soll also typische Clickbait-Überschriften und die Seiten, von denen diese stammen, ermitteln. Hierfür werteten Mitarbeiter laut Facebook  mehrere tausend Überschriften aus.

Übrigens: Auch Snapchat  führt nun neue Regelungen für die Inhalte bei Discovery und damit für Publisher ein, um das Thema Clickbait und Fake News anzugehen. Wie die New York Times schreibt, müssen externe Links überprüft werden. Ein Mehrwert muss klar geboten werden.

 

„Stop Clickbait“– The Real Clickbait Hero

 

Ob sich dank des neuen Facebook-Algorithmus bereits etwas getan hat, kann jeder selbst bewerten. Ich persönlich stolpere immer noch sehr oft über Clickbait. Es dauert wohl seine Zeit, bis sich die Anzahl der reißerischen Überschiften in meinem Newsfeed vermindert. Bis dahin hat das Netzwerk „Stop Clickbait“ genug zu tun. Das Netzwerk hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, für uns zu klicken, damit wir das nicht machen müssen.

Die offizielle Stop Clickbait Facebookseite teilt die nervigsten Beiträge und enthüllt gleichzeitig den Inhalt, der durch überemotionale Überschriften versteckt ist. Mittlerweile gibt es bereits viele „Stop Clickbait“ Fanpages, die unterschiedliche Themengebiete wie Sport, Technologie, Gaming oder Lifestyle in Angriff nehmen und dem Clickbaiting den Kampf ansagen.

Und wenn man doch wissen möchte, was hinter der Clickbait-Überschrift steht…

 

…und nicht abwarten möchte, bis „Stop Clickbait“ den Artikel durchgelesen hat, kann man eben mal durch die Kommentare stöbern, ob jemand so gnädig war, das Gelesene kurz und knapp für den nächsten dankbaren Interessenten zusammenzufassen.  Denn in jedem von uns kann ein Clickbait-Hero schlummern! Naja… oder man scrollt einfach weiter.

#FunFact zum Schluss: Hier könnt Ihr Clickbait-Überschriften generieren lassen!

Sicher keine 0815-Weihnachtsfeier

Der lang ersehnte Weihnachtsausflug wurde lange Zeit hinter verschlossenen Türen weit weg von den neugierigen Ohren der Kollegen geplant. Ein Ausflug musste her, der mit dem letzten Event, einer Raftingtour, mithalten konnte.

Lange wurde gemunkelt, ewig wurde gerätselt. Ein 0815-Abend bei weihnachtlicher Musik und Glühwein würde der Maisbergschen´ Kultur nicht gerecht werden. Da musste schon was Größeres her, etwas Aktives, etwas worüber ein neuer Trainee einen Blogbeitrag schreiben könnte. Was müssen die Köpfe geraucht haben bei unseren Chefs!  Ein Talent zur Verschwiegenheit haben sie allemal, denn selbst als wir schon lange im Bus unterwegs waren, war nicht klar, was der Plan für unseren Weihnachtsausflug war.

Die rätselhafte E-Mail

Naja so ganz ohne Informationen wäre es etwas schwer gewesen, sich für die richtigen Schuhe zu entscheiden.  Also haben alle Mitarbeiter einige Tage vor dem Ausflug eine E-Mail bekommen. Unsere Geschäftsführerin Frau Faderl schrieb: Wer schnell unterzuckert solle sich etwas zum Knabbern mitnehmen (Ah gut, wir fahren also länger!), wir würden zeitweise draußen, aber auch drinnen unterwegs sein (Also ist Zwiebellook angesagt!), warme, möglichst bequeme Schuhe mit rutschfester Sohle wären optimal (Es wird also sportlich!) und wer will, kann ja für alle Fälle noch ein Handtuch mitbringen, denn Fans von „Per Anhalter durch die Galaxis“ wissen: „Ein Handtuch, heißt es da, ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann.“ (?). Ausgerüstet und gespannt machten wir uns also zusammen mit unserem Busfahrer Giovanni auf den Weg.

Die Ankunft der Maisberger

Von München durch die deutsch-österreichische Grenze nach… Innsbruck! Auf den ersten Anhaltspunkt folgten schon die Information zu den nächsten Steps. Auf dem Parkplatz wurden wir schon gespannt von zwei Damen erwartet, die uns durch die Straßen Innsbrucks führen sollten und uns mit der geballten Power der Innsbrucker Geschichte versorgen sollten.

Warum heißt Innsbruck eigentlich Innsbruck? Und wer war nochmal Andreas Hofer? Und was muss ein Innsbrucker einmal in seinem Leben gemacht haben? Vom Schlossgarten mit einem fantastischen Blick auf die Nordkette über die Innsbrucker Altstadt mit einem Stopp beim goldenen Dachl bis zur Hofkirche ging es im Schnelldurchlauf durch die Tiroler Geschichte. Nun können wir wohl mit Recht behaupten, dass wir nicht mehr nur Profis im Bereich PR, Kommunikation und Digital Services sind, wir sind jetzt auch Experten in der Innsbrucker Geschichte!

Nach diesem spannenden Spaziergang mussten wir uns natürlich auch ein wenig um die knurrenden Bäuche kümmern. Bei einem warmen Punsch und leckerem Essen genossen wir die weihnachtliche Atmosphäre auf dem Christkindlmarkt und stärkten uns für unser nächstes Ziel: Den Bergisel und das Tirol Panorama mit dem Riesenrundgemälde. Es stellt die 3. Schlacht am Bergisel vom 13. August 1809 dar, in der die Tiroler die Franzosen und die Bayern schlugen. Kein Wunder, dass das Gemälde das Highlight des Kaiserjägermuseeums ist, denn das auf mehr als tausend Quadratmetern Leinwand verdichtete Riesenrundgemälde wird im Museum zu einem Bühnenbild, das man wohl tagelang betrachten und immer noch neue,  liebevoll eingearbeitete Details entdecken könnte.

Der aktive Part

Wieder zurück im Bus traten wir den letzten Part unseres Ausflugs an. Unser finales Ziel: Klostergasthof Maria Waldrast. Der Gasthof liegt im Wahlfahrtsort und ist von Matrei am Brenner aus erreichbar. Rund 6,5 km Wanderung lag zwischen uns und unserem wohlverdienten Abendessen in gemütlicher Atmosphäre. Da hieß es: Keine Zeit verlieren bevor es dunkel wird! Dankbar für die Tipps in der E-Mail über die warmen und bequemen Schuhe, machten wir uns auf den Weg und genossen im Anschluss ein leckeres Drei-Gänge-Menü.

Die traditionelle Show-Einlage der Jahres-Neueinsteiger

„Ladys and Gentleman! Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die diesjährige Weihnachtspeinlichkeit unserer Maisberger-Nesthäkchen!“. Traditionsbewusst wie wir Maisberger eben sind durften sich auch dieses Jahr die Neueinsteiger etwas zur Unterhaltung der „Alten Hasen“ überlegen. Singen, tanzen, uns blamieren – bei der Gestaltung der Weihnachtspeinlichkeit waren keine Grenzen gesetzt –  und wir haben uns ganz schön ins Zeug gelegt: Schonungslose Ehrlichkeit hieß die Devise. Verpackt in eine Weihnachtsgeschichte durfte jeder die peinlichste Story eines Kollegen erzählen woraufhin die Kollegen fröhlich raten konnten, welche Geschichte zu wem passt. Abgerundet wurde die starke Performance durch eine Gesangseinlage. Wir bezweifeln, dass das zu toppen ist, sind aber umso gespannter auf die nächste Weihnachtsfeier, bei der wir dann die Füße hochlegen und uns von den kommenden Neueinsteigern bespaßen lassen können!

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