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Welche Bedeutung haben Influencer für die PR Arbeit?

Früher war der morgendliche Blick in die Tageszeitung der erste mediale Kontakt; heute ist es der Blick aufs Smartphone, wo Influencer mit ihren Blogbeiträgen und Social Media Feeds den bisher gängigen Medien wie Spiegel oder Zeit Konkurrenz machen. Influencer, eine ganz besondere Spezies der Medienlandschaft: Für den einen noch ein vollkommen unbekannter Begriff, für den anderen sind sie die neuen Journalisten. Auch wenn derartige Aussagen für den ein oder anderen noch weit hergeholt klingen, lässt sich doch erahnen: Influencer sind wohl auch in einer Art und Weise für die PR Arbeit von Bedeutung.

Aber jetzt mal von vorne – Was sind denn eigentlich Influencer? Genau genommen sind sie Akteure, die sich mit Hilfe der Reichweite ihrer eigenen Blogs und Social Media-Seiten ein Netzwerk aus Followern geschaffen haben, die ihnen Vertrauen entgegen bringen. Das wiederum verschafft ihnen eine ähnliche meinungsbildende Funktion, wie Journalisten. Der Unterschied ist nur, es handelt sich hier meist um – zumindest anfänglich –Privatpersonen, die in der Regel ohne jegliche journalistische Ausbildung über bestimmte Themen diskutieren. Und genau diese „meinungsbildende Funktion“ ist es, die sie so interessant machen. Denn: Gute PR basiert nun mal auf Storytelling. Und wie schafft man es eine authentische Message zu vermitteln, wenn nicht mit Hilfe einzigartiger Charaktere, die durch ihre persönlichen Einblicke aus einer Medienbotschaft ihre eigene Geschichte machen!

Influencer als Hauptfiguren medialer Botschaften

 

Dass das vor allem für das Produktmarketing und die ein oder andere Werbekampagne sehr erfolgreich sein kann, liegt auf der Hand. Erfolgsbeispiele gibt es einige. Mir ist die Kampagne der Techniker Krankenkasse besonders im Kopf geblieben. Diese hat sich erfolgreiche Influencer ins Boot geholt, um potentielle Neukunden zu gewinnen. Unter dem Motto „Mein Weg“ und mit dem Hashtag #wireinander wurden mit unterschiedlichsten Lebenswege gezeigt, wie man trotz Schicksalsschlägen seine Träume verwirklichen kann. Allen voran geben natürlich die Influencer selbst Einblicke in ihre Werdegänge und kreieren so ihre eigene Techniker Krankenkassen-Geschichte – ein Paradebeispiel für Storytelling. Die Liste weiterer erfolgreicher Kampagnen ist lang – egal ob Sport, Beauty oder Automotiv – das Zauberwort heißt Influencer Marketing. Scheinbar sogar ein Grund dafür Influencer selbst auszubilden, so jedenfalls der Gedanke von Otto. Der Handelskonzern versucht seine Mitarbeiter durch Fortbildungen für Social Media fit zu machen und als eigene Botschafter einzusetzen. Dabei will er sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren und qualifizierte Fachkräfte gewinnen.

Doch ist Influencermarketing relevant für jedes Business? Was ist eigentlich mit den Unternehmen, deren Kunden lieber recherchierte Fachartikel lesen, als hübsche Bilder auf Instagram bestaunen? Oder gar B2B Unternehmen? Auch für diese Bereiche gibt es eigene Influencer, wie zum Beispiel Branchenanalysten, Experten, Redner auf Fachkonferenzen oder Fachblogger. Einen großen Unterschied zu Livestyle und B2C Unternehmen gibt es aber beispielsweise beim Gebrauch der sozialen Netzwerke. Statt auf Instagram und Facebook, verbreiten diese Influnencer ihren Content vermehrt auf Twitter und LinkedIn. Die Ziele des Influencermarketings sind denen in B2C allerdings ähnlich: Die Schaffung von Vertrauen durch authentische und auf den ersten Blick objektive positive Berichterstattung.

Bedeutung für die PR

 

Welche Bedeutung haben Influencer nun für die PR Arbeit? Influencer sind ein weiteres Merkmal dafür, wie die Digitalisierung und Social Media die Öffentlichkeitsarbeit beeinflussen. Letztendlich werden sie durch ihre Reichweite auf Social Media zu einem weiteren Akteur der medialen Landschaft. Das heißt, der ein oder andere PR Berater, wird bei seiner Arbeit wohl auch mal mit ihnen in Kontakt treten. Ob es sinnvoll ist, mit Influencern zusammenzuarbeiten, kommt natürlich ganz auf das Unternehmen und dessen Zielgruppe an. Der Ansatz, dass Influencer in Zukunft sogar Journalisten ersetzen könnten, klingt allerdings sehr gewagt und auch etwas beunruhigend. In Zeiten in denen sich Fakenews rasant in sozialen Netzwerken verbreiten, sind es doch die einwandfrei recherchierten und auf Fakten basierenden Artikel, die uns fern ab von Social Media auf dem Laufenden halten. Zudem wird die Glaubwürdigkeit bekannter Influencer durch Produktplatzierung und Werbeverträgen mit großen Unternehmen verwässert. Dennoch ist klar: Ihre Bedeutung für die Kommunikation im Allgemeinen und die PR im Speziellen sollte keineswegs unterschätzt werden.

Was sagt ihr zu dem Phänomen Influencer und welche Kampagnen sind euch denn so im Kopf geblieben?

Was macht eigentlich ein Social Media Manager?

In meinen vier Wochen als PR-Praktikantin bei Maisberger habe ich schon  vieles gelernt. Eine Erkenntnis:  Social Media ist ein Full-Time Job!  Als ich vor einigen Wochen die Stellenanzeige für ein Praktikum las, schossen mir auch einige der üblichen Vorurteile durch den Kopf: „Praktikum im PR und Social Media?  Social Media kann man doch nicht beruflich machen!“ und „Surft man da während der Arbeitszeit auf Facebook?“.  Diese Gedanken waren auch der Grund wieso mich die Stelle so ansprach. Ein Praktikum ist schließlich da, um in Unternehmensbereiche zu schnuppern, unter denen man sich nur schwer etwas vorstellen kann.

Nicht nur privat sind Facebook, Instagram, Xing und Co. beliebte Kanäle, sich der Öffentlichkeit zu präsentiere. Auch Unternehmen nutzen soziale Netzwerke für ihre Kommunikation. Da das Thema gerade für Unternehmen immer wichtiger wird, erklärt sich auch die Frage, wieso man als Praktikantin in einer PR-Agentur um Social Media-Aktivitäten nicht herum kommt.

Ein guter Anlass also, die hartnäckigen Vorurteile dieses speziellen Berufsbildes aufzuklären und ein paar Tipps zu sammeln, wie man überhaupt  Social Media Manager wird. Da ich nach meinen ersten vier Wochen natürlich noch über zu wenig Insiderwissen verfüge, habe ich einfach mal unser Digitalteam mit der Frage konfrontiert: „Was macht eigentlich ein Social Media Manager?“

Aufgaben eines Social Media Managers

Das Berufsbild eines Social Media Managers lässt sich, wie so mancher Beruf in der Kommunikation, nur schwer definieren. Generell muss unterschieden werden zwischen Social Media Manager im Unternehmen und  Social Media Manager als Berater in einer Agentur.  Ausschlaggebend ist vor allem die Tatsache, dass Berater, wie hier bei Maisberger, für mehrere Unternehmen zeitgleich tätig sind. Dennoch sind die Hauptaufgaben oft ähnlich. Einen Blick in unsere Stellenanzeige gibt einen kurzen Überblick über das Tätigkeitsfeld. Entgegen der üblichen Vorurteile geht es nicht nur darum, auf sämtlichen Kanälen zu posten. An erster Stelle stehen strategische Aufgaben, wie die Entwicklung von Social Media-Strategien und -Kampagnen. Zudem müssen Redaktionspläne erstellt, Ziele definiert und Erfolge in Form von Reportings festgehalten werden. Um zielgerichtet Werbung schalten zu können, plant und entwickelt ein Social Media Manager auch sogenannte Social-Ad-Campaigns.

Das macht einen guten Social Media Manager aus!

„Für jeden Social Media Manager und Trainee ist es wichtig sich Up-To-Date zu halten und nie den Anschluss an aktuelle Trends zu verpassen“

Katharina Korotcenko, Trainee im Digitalteam bei Maisberger

Ob als Trainee oder erfahrener Berater: Im Social Media-Bereich ist es wichtig, immer am Ball zu bleiben. In den soziale Netzwerke werden regelmäßig neue Features  geboten, die eigenen Beiträge zu gestalten. Daraus ergeben sich Trends, über die man stets up-to-date bleiben sollte! Schnelle Auffassungsgabe und die Fähigkeit, den Überblick zu behalten, sind für dieses Berufsfeld also wichtig.

„Ohne tolle Ideen und einen Blick über den Tellerrand geht´s nicht“

Katharina Korotcenko, Trainee im Digitalteam bei Maisberger

Genauso wichtig für den Beruf des Social Media Managers ist Kreativität. Bei der Gestaltung von Social Media-Strategien geht es schließlich darum, Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Thema zu wecken! Da sind kreative und ungewöhnliche Ideen gefragt, um die richtige Zielgruppe so gut wie möglich und vor allem nachhaltig zu erreichen.

Und wenn wir schon beim Thema Strategien sind: Strategische Kompetenz darf im Bereich Social Media nicht fehlen. Über Twitter und Co. kommt uns eine wahre Informationsflut entgegen.  Tweets und Post haben eine sehr kurze Lebensdauer und sind schnell wieder verschwunden. Das sollte ein Social Media Manager berücksichtigen können und seine Strategien immer langfristig planen.

Dazu kommen natürlich noch Fachkompetenzen. Ein allgemeiner Irrtum ist: „Ich nutze Social Media auch privat, ich kenn mich aus!“ Die Kanäle und Features, die vor allem für B2B-Unternehmen relevant sind unterscheiden sich oft von den privat genutzten. Zudem hat die professionelle Betreuung von Social Media Auftritten immer eine Strategie sowie Ziele, die erreicht werden müssen.

Und wie wird man Social Media Manager?

Die benötigten Hard und Soft Skills sind klar. Nun stellt sich die Frage: Wie wird man überhaupt – ganz praktisch – zum Social Media Manager? Möglichkeiten und Wege gibt es, wie bei den meisten Berufen in der Kommunikation, viele. Wie so oft gilt auch hier meist „learning by doing“.

Der klassische Weg führt meist über ein Studium der  Medien- und Kulturwissenschaften oder  Kommunikationswissenschaften. So bekommt man theoretisches  Wissen und Kompetenzen zu fachverwandten Themen. Als Einstieg in den Beruf bietet sich hier wie so oft ein Traineeship oder Praktikum an. So könnt ihr an den unterschiedlichsten Projekten und Kampagnen mitarbeiten und dabei von erfahrenen  Kollegen lernen. Vor allem merkt man hier schnell, ob die eigenen Vorstellungen mit der Realität übereinstimmen und ob man die richtigen Voraussetzungen mitbringt. Die Social Media-Fachkompetenzen kann man sich dann auch gut neben dem Beruf aneignen. Google bietet sogar eine kostenlose Möglichkeit, sein digitales Wissen aufzufrischen. Die Digital Workshops  sind Online- oder Offline-Kurse, in denen Themen wie Social Media, aber auch SEO oder Online Marketing behandelt werden. Eine weitere Möglichkeit sich Fachwissen anzueignen bieten Fernstudien – und Fernlehrgänge.

 „Zwar können die fachlichen Grundlagen während eines Studiums erlernt werden, die eigentlichen Fähigkeiten, die zur Entwicklung  von erfolgreichen Strategien nötig sind, muss man allerdings von vornerein mitbringen und während des Berufs weiterentwickeln. Die sozialen Netzwerke sind ständig in Bewegung  und setzten damit lebenslanges Lernen voraus.“

Klaus Daidrich, Account Director Digital Marketing

Eines ist mir nach dem ersten Maisberger-Monat klar: Der Beruf des Social Media Managers ist abwechslungsreich und alles andere als langweilig. Konnte ich dich neugierig machen? Und verfügst du bereits über Berufserfahrung und die Kompetenzen eines Social Media Managers. Dann wirf doch einen Blick in unsere Stellenanzeige. Wir sind nämlich grade auf der Suche!

Hier gehts zu unserer offenen Stelle als Social Media Manager

Du bist noch ganz am Anfang deiner beruflichen Laufbahn, interessierst dich aber für das weite Feld der PR und digitalen Kommunikation? Vielleicht ist ja in unseren Stellenanzeigen für Traineeships und Praktika etwas für dich dabei.