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Ein Exkurs in Maisbergers malerische Medienlandschaft

„Lesen bereichert den Menschen, mündlicher Gedankenaustausch macht ihn gewandt. Niederschriften verhelfen zu genauerem Wissen.“

- Sir Francis von Verulam Bacon

Auch ich lese gerne. Ob Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften: Lesen gibt einem die Chance, aus dem Alltag zu entfliehen und sich gleichzeitig weiterzubilden. Da ich direkt aus Münchens Speckmantel stamme, bin ich treue Leserin der Süddeutschen Zeitung und des dazugehörigen Magazins. Meine Schwester interessiert sich eher für Glamour und Vogue und meine Mutter liest Brigitte. Bevor ich mein Praktikum bei Maisberger begann, hätte ich mich schon als jemanden bezeichnet, dem die Medienlandschaft Deutschlands durchaus vertraut ist. Von Bravo über Focus, Die Zeit und Die Welt bis zu Schöner Wohnen – alle waren mir geläufig. Alle? Ich hatte ja keine Ahnung!

Auf zu neuen Ufern – Erforschen der unbekannten Medienlandschaft

Meine erste Woche Praktikum bei Maisberger – alles war neu und aufregend und mir standen bereits einige Aufgaben bevor. Eine davon war das Erstellen von sogenannten „Clippings“. Dabei füge ich gesammelte Artikel über unsere Kunden sauber und ordentlich in einem digitalen Clipping-Booklet zusammen. Neben dem Artikel wird dort natürlich auch das Medium genannt, in welchem der Beitrag erschienen ist, dessen Frequenz und Auflage. Sofort fiel mir auf, dass die mir bekannten Zeitschriften hier kaum auftauchten.  Stattdessen stieß ich auf Medien, bei denen ich mir im ersten Moment nicht ganz sicher war, ob es sich überhaupt um ein Magazin handelt.  Durch die vielen Clippings erkannte ich, wie vielfältig sich die Medienlandschaft gestaltete. Ganz gleich zu welchem Thema, ob Automatisierung, Logistik oder Personalmanagement – in jedem Bereich gibt es zahlreiche Zeitschriften, die den Leser über interessante neue Vorgänge in dem jeweiligen Sektor informierten. Und nicht nur im Printformat, sondern auch digitale Nachrichten-Websites, Online-Blogs, Radio und Fernseher bildete eine breite Palette an unterschiedlichen Kanälen. Wieso also hatte ich davor nie etwas von ihnen gehört?

Medium ist nicht gleich Medium

Wie ihr aus einem unserer Beiträge vielleicht schon wisst, hat Maisberger seine Strategie auf B2B und nicht auf B2C ausgerichtet. Daher kommt man mit Inhalten in Kontakt, die auf die jeweiligen Branchen der Unternehmen ausgerichtet sind und weniger mit Freizeitthemen. Das heißt der Grund, weshalb man von einigen dieser Medien noch nie etwas gehört hat, sind die einzelnen Zielgruppen. Zeitschriften und Magazine, die einem im Alltag über den Weg laufen, gehören meist zu der Rubrik der Publikumszeitschriften. Diese behandeln populäre und allgemeine Themenfelder und richten sich an die breite Masse.

Einige der Medien, denen ich bei Maisberger begegnet bin, zählen allerdings zu den Special Interest-Zeitschriften. Die Inhalte dieser Medien wenden sich an kleinere Lesergruppen mit spezifischeren Interessen, jedoch eher für das private Vergnügen. Manche dieser Special Interest-Magazine begegnet man auch im Alltag, wie beispielsweise der Men´s Health. Die Themen, die bei Maisberger behandelt werden, wie Automatisierung, IT oder Personalmanagement, findet man allerdings seltener an öffentlichen Zeitungsständen, da deren Leserschaft zu klein ist. Um sie lesen zu können, muss man sie in der Regel extra anfordern und abonnieren. Vielleicht wird bei dem ein oder anderen nun der Eindruck erweckt, dass diese Special Interest-Zeitschriften nicht sonderlich lukrativ oder kaum vertreten sind. Tatsächlich bildet diese Rubrik aber mit 23% der rund 22.000 erscheinenden Titel die bedeutendste Gruppe an Zeitschriften in Deutschland!

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Anteil der Special Interest-Zeitschriften an den 22.000 erscheinenden Titeln in Deutschland

Eine weitere Art der Zeitschriften, über die man bei Maisberger stolpert, sind Fachzeitschriften. Genauso wie die Special Interest-Zeitschrift wird hier auch eine bestimmte, interessierte Lesergruppe angesprochen. Der entscheidende Unterschied jedoch ist, dass sie eher von beruflich interessierten Lesern abonniert werden und weniger von privaten. Dadurch sind sie eine professionellere und fachspezifischere Informationsquelle als die Special Interest-Zeitschrift. Bei Maisberger macht die Fachzeitschrift den größten Teil der Printmedien aus. Beispiele dafür sind das SPS-Magazin, die Produktion oder der Human Resources Manager.  Ein immer wichtiger werdender Kanal der Medienlandschaft ist das Internet. Mittlerweile sind die meisten Magazine und Zeitschriften auch online verfügbar und auch darüber hinaus existiert eine große Bandbreite an fachkundigen Webseiten. Diese können in Form eines privaten Blogs, wie beispielsweise der Ingenieurversteher, eines Newsletters wie die HR Presseschau, oder ein Fachportal, wie industry-of-things.de, auftreten.

Medienlandschaft: Fruchtbarer Boden für persönliche Entwicklung

Es lässt sich mit Bestimmtheit sagen, dass die Medienlandschaft, mit der man bei Maisberger in Berührung kommt, viel zu bieten hat. Durch mein Praktikum konnte ich einen Einblick in viele verschiedene Branchen und Themen gewinnen und mir nützliches Wissen aneignen. Darüber hinaus würde ich einem Jeden raten, sich auch ab und zu unbekannten Themen zu widmen. Das erweitert den eigenen Horizont, hält das Gehirn auf Trab und vielleicht entdeckt man ja ein ganz neues Interessensgebiet, für das man sich begeistert und in dem man sich weiter fortbilden kann. In dem Sinne: Steckt die Nase in die Magazine und schmökert, was das Zeug hält!

Meine Top 5 der Magazintitel:

#1: Flüssiges Obst

confructa medien GmbH

#2: Die Fleischerei

Holzmann Medien GmbH & Co. KG

#3: Austromatisierung

AlexanderVerlag.at GmbH

#4: Kot und Köter

Wulf Beleites

#5: DICHT!

ISGATEC GmbH

Welcher Magazintitel gefällt euch am besten und was sind eure Lieblingszeitschriften? Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Arbeiten in einer PR-Agentur: Vorstellungen und Wirklichkeit

Ein Praktikum in einer PR-Agentur zu finden, ist nicht immer leicht. Das musste ich nach langem Suchen und unzähligen Bewerbungsemails feststellen. Zum einen setzen einige Unternehmen schon viel Vorwissen voraus, ich wollte aber ein Praktikum absolvieren, um erste Eindrücke zu bekommen. Entsprechend kam ich mit vielen Agenturen nicht auf einen Nenner. Zum anderen ist die Branche beliebt für Praktika und heiß umkämpft. Gerade bei kleineren Agenturen, bei denen ich mich bewarb, sind Praktikastellen rar. Wichtig war mir zudem, dass es nicht nur zwei Wochen dauert – schließlich wollte ich etwas lernen. Viele Agenturen konnten mir diesen Wunsch nicht ausreichend erfüllen.

 

Wie ich auf Maisberger aufmerksam wurde

Mir wurde klar, dass ich mich an größere Agenturen wenden musste. Neben Fashion- und Lifestyle-Agenturen stieß ich rasch auf Maisberger, eine Agentur für Unternehmenskommunikation, die – anders als die anderen – ihren Fokus auf IT, Industrie und HR setzt. Sowohl die Webseite als auch die langjährige Erfahrung beeindruckten mich positiv. Da ich mit Fashion herzlich wenig anfangen kann und mich gerade mit erklärungsbedürftigen Themen befassen wollte, weckte Maisberger sofort mein Interesse. In meiner Bewerbungsmail stellte ich mich vor, berichtete aber auch ehrlich, dass ich bis dato noch keine Vorkenntnisse besaß. Zu meiner großen Freude wurde ich schon bald zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Sogleich begann ich, mich bestmöglich vorzubereiten.

 

Vorbereitung und Vorstellungen

Eine gute Vorbereitung ist das A und O! Noch aus Schulzeiten hatte ich eine Bewerbungsvorbereitungs-Mappe mit allen üblichen Fragen. Diese studierte ich fleißig und schaute mir zudem Videos über das typische Vorstellungsgespräch oder persönliche Erfahrungsberichte an. Dort hörte ich von unangenehmen Fragen wie „Nennen Sie drei Ihrer Schwächen“ oder bekam den Tipp, dass man sich Taschentücher mitnehmen solle, um den Angstschweiß abzutupfen. Das alles hegte in mir die Vorahnung, dass mir im Rahmen des Vorstellungsgesprächs eine durchwegs humorlose und unentspannte Situation bevorstand. Um auf alles gefasst zu sein, schrieb ich also all meine persönlichen Antworten zu schwierigen Fragen auf. Hier einige Beispiele:

  • Wie finden Sie es, kritisiert zu werden?
  • Wenn Sie Ihre vergangenen zwei bis drei Positionen vergleichen: Waren Sie eher Anführer oder Ausführer?
  • Was schuldet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern?

Da ich noch nie eine PR-Agentur betreten hatte, geschweige denn ein Großraumbüro, basierten meine Vorstellungen eines Agenturalltags größtenteils auf Spielfilmszenen. Das Büro: schlicht, weiß und unspektakulär. Die Leute: nett aber gestresst und emsig hin und her wuselnd.

 

Das Vorstellungsgespräch und meine erste Eindrücke

Schon als ich das Büro betrat, musste ich meine Vorurteile allerdings revidieren. Die Maisberger-Räumlichkeiten waren farbenfroh, hell und voller Pflanzen. Gleich zu Anfang wurde ich überaus freundlich von Manuela, unserer „guten Fee“ im Backoffice, begrüßt, sodass der Stress ein wenig von mir abfiel. Auch Maren und Anna, meine Gesprächspartnerinnen für das Interview, waren ausgesprochen nett! Entgegen meiner Erwartungen war das Vorstellungsgespräch alles andere als angsteinflößend. Es wurden weder unangenehme, noch Stolperstein-Fragen gestellt, sondern ein lockeres Gespräch geführt. Und ich hatte das Gefühl, dass es beiden sehr wichtig war, dass man sich bei ihnen wohlfühlt. Anschließend wurde mir noch das komplette Büro gezeigt. Hierzu gehören der große Büroraum, ein großer und ein kleiner Raum für Meetings, Büros der Geschäftsführer und ein Multimediaraum. Für die Mitarbeiter, die es lieber ruhiger haben, gibt es sogar eine Bibliothek. Alles in Allem hatte ich einen sehr guten ersten Eindruck von der Agentur Maisberger und hoffte darauf, die Praktikumsstelle zu bekommen.

 

Meine ersten Tage bei Maisberger

Und Überraschung: Zusage! Natürlich freute ich mich wahnsinnig darüber, dass ich nun tatsächlich eine so gute Stelle bekommen hatte. Aufgeregt, aber mit überwiegend positiven Gefühlen, fieberte ich meinem ersten Tag entgegen. Am Anfang wurde ich allen Mitarbeitern vorgestellt (viele, viele Namen :D), dann erklärte mir Maren alles über die Arbeitsweise bei Maisberger und den alltäglichen Ablauf. Die Mitarbeiter sind in vier Teams unterteilt – HR, Industrie, IT und das Digital Services-Team. Jedes dieser Teams ist für verschiedene Kunden aus der jeweiligen Branche verantwortlich. Ich landete in gleich zwei Teams – HR und Industrie. Die Aufgaben der Mitarbeiter sind nicht in Beratung, Kreation und Textierung unterteilt. Jeder muss in allen Bereichen fit sein und kann so Texte schreiben, kreative Ideen einbringen und Vieles mehr. Dadurch gestaltet sich der Job sehr vielfältig. Eine weitere Besonderheit bei Maisberger: Niemand hat einen festen Arbeitsplatz. Stattdessen bekommt man eine große, rote Kiste in der man all seine Utensilien verstaut. Dadurch ist man jeden Morgen viel flexibler und kann sich seinen Arbeitsplatz nach Lust und Laune neu aussuchen.

 

Von meiner Arbeit erhoffte ich mir, einen guten Eindruck von der Branche zu bekommen und vielleicht auch nach ein oder zwei Wochen eigenständig arbeiten zu können. Zu meiner großen Freude durfte ich mich auch sofort selbstständig an Aufgaben probieren und zum Beispiel Posts für soziale Netzwerke verfassen. Nach einer Woche, in der ich nun schon viele Eindrücke gesammelt, Texte verfasst und sogar an einem großen Kundenmeeting teilgenommen habe, kann ich sagen: Der Arbeitsalltag ist anders als erwartet – er ist sogar noch besser!

Wie habt ihr euch an eurem ersten Arbeitstag gefühlt?

Haben sich eure Erwartungen erfüllt?